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Deutsche zu geizig für private Pflegeversicherung

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AltenpflegeKünftig werden mehr und mehr Menschen in Deutschland dauerhaft auf professionelle Pflegehilfe angewiesen sein. Mit dem Risiko beschäftigen sich aktuell viele Bundesbürger jedoch nicht. Ein Viertel der Deutschen ist nicht bereit, Geld in eine private Pflegezusatzversicherung zu investieren. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrageim Auftrag des unabhängigen Vermögensverwalters Packenius, Mademann und Partner. 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren wurden dazu befragt. 29 Prozent der erwachsenen Bundesbürger würden höchstens 20 Euro pro Monat einzahlen. 25 Prozent wären bereit, bis zu 50 Euro zu berappen. Bei höheren Beträgen sinkt die Investitionsbereitschaft radikal. Nur 13 Prozent der Befragten würden bis zu 100 Euro für eine private Pflegeversicherung ausgeben, fünf Prozent würden bis zu 200 Euro abführen. Ein Prozent wäre bereit, bis zu 300 Euro zu leisten.

Tatsächlich sorgen die meisten Deutschen für den Pflegefall nicht vor. 28 Prozent vertrauen auf die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung. 24 Prozent sind unsicher über die richtige Vorsorge. Immerhin 23 Prozent bilden finanzielle Rücklagen für den Pflegefall. 14 Prozent haben eine private Pflegeversicherung abgeschlossen. 6 Prozent gehen davon aus, dass ihre Familie die Kosten der Pflege trägt. 5 Prozent dagegen ignorieren das Risiko, pflegebedürftig zu werden, komplett.

"Wer heute 50 Jahre und älter ist, keine Pflegezusatzversicherung bisher abgeschlossen und ansonsten nicht vorgesorgt hat, der bekommt im Pflegefall garantiert Probleme", sagt Heiko Löschen, Geschäftsführer von Packenius, Mademann und Partner. "Je älter man ist, desto höher sind die Beiträge in der Pflegezusatzversicherung wegen des steigenden Risikos", erklärt Löschen. Der Vermögensexperte weist daraufhin, dass die gesetzliche Pflegeversicherung nur eine Grundabsicherung bietet. "Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen in der Regel nicht aus, die tatsächlich anfallenden Kosten der Pflege zu decken."

Vier von zehn der Befragten (41 Prozent) würden zuerst ihre Krankenversicherung kontaktieren, wenn sie eine Beratung für eine private Pflegezusatzversicherung suchen. Das ist der meistgenannte Wert bei der Frage nach den Informationswegen. 26 Prozent würden sich direkt an einen Anbieter einer Pflegezusatzversicherung wenden. 12 Prozent würden am ehesten Rat in ihrer Familie oder im Freundeskreis suchen. Jeweils vier Prozent würden sich bei dem Thema an ihren Bank- oder Vermögensberater wenden. 12 Prozent der Befragten würden keine der genannten Institutionen aufsuchen.

(ots) / Bild: Gerd Altmann /pixelio.de