Jugendliche machen mit Kampagne bundesweit auf Erkrankung Depression aufmerksam

Die gemeinnützige Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention
und der Außenwerber Wall starten eine Plakatkampagne in deutschen
Großstädten, um auf die Erkrankung Depression im Jugendalter aufmerksam zu
machen und auf kostenfreie Aufklärungsangebote für Jugendliche und
Lehrkräfte hinzuweisen. Dabei entstanden die Motive gemeinsam mit dem
Jugendbeirat der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Die Jugendlichen, die
sich ehrenamtlich für mehr Aufklärung über Depression stark machen,
standen für die Motive selbst vor der Kamera und teilen begleitend zur
Kampagne ihre Erfahrungen mit der Erkrankung auf Social Media.
Die gemeinnützige Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention
und der Außenwerber Wall starten eine Plakatkampagne in deutschen
Großstädten, um auf die Erkrankung Depression im Jugendalter aufmerksam zu
machen und auf kostenfreie Aufklärungsangebote für Jugendliche und
Lehrkräfte hinzuweisen. Dabei entstanden die Motive gemeinsam mit dem
Jugendbeirat der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Die Jugendlichen, die
sich ehrenamtlich für mehr Aufklärung über Depression stark machen,
standen für die Motive selbst vor der Kamera und teilen begleitend zur
Kampagne ihre Erfahrungen mit der Erkrankung auf Social Media.
Motive zeigen: Depression hat viele Gesichter
Die Kampagnenmotive zeigen im Vordergrund junge Menschen, die traurig
aussehen und damit dem Klischee eines depressiv erkrankten Menschen
entsprechen. Sie sind es aber gar nicht, die an einer Depression leiden,
sondern jeweils eine andere Jugendliche auf dem Foto, der es vermeintlich
gut zu gehen scheint. Die Motive verdeutlichen damit, dass Depression
viele Gesichter hat und auf den ersten Blick oft nicht zu erkennen ist.
Amy, die auf den neuen Motiven zu sehen ist, beschreibt ihre Erfahrungen
mit Depression so: „Die Krankheit redet einem ein, man sei allein und
könne das nicht schaffen. Doch man darf nicht aufgeben und sollte sich vor
Augen führen: Du bist nicht allein. Die Krankheit bestimmt nicht, wer du
bist.“
Die Kampagnenidee stammt von der Top10-Kreativagentur Grabarz & Partner in
Hamburg und ist mit den vorhergehenden Motiven der Kampagne „Auf den
zweiten Blick“ mehrfach national und auch international ausgezeichnet
worden (u.a. mit dem Publikumspreis beim Cannes Lions International
Festival of Creativity, bei den AME Awards in New York oder beim Effie
Germany). Bereits in den vergangenen zwei Jahren war die Kampagne mit zwei
Motiven („Steffen“ und „Sarah“) durch die Unterstützung von Wall in allen
20 Partnerstädten bundesweit zu sehen gewesen. „Ich freue mich, dass wir
der Erfolgsgeschichte dieser Awarenesskampagne ein weiteres Kapitel
hinzufügen können. Insbesondere depressive Erkrankungen bei jungen
Menschen sind noch lange nicht so im öffentlichen Bewusstsein, wie sie es
sein sollten“, sagt Ralf Heuel, CCO und Partner bei Grabarz & Partner.
Zwei bis drei Jugendliche pro Schulklasse an Depression erkrankt
Innerhalb eines Jahres sind 8 bis 15% aller Jugendlichen von einer
Depression betroffen. Das sind etwa 2 bis 3 Schülerinnen und Schüler pro
Klasse. Die Erkrankung beeinträchtigt den Alltag und das Leben der
Betroffenen massiv und geht mit einem langen Leidensdruck einher: Meist
haben depressiv erkrankte Jugendliche eine gedrückte Stimmung oder den
Eindruck, die eigenen Gefühle gar nicht mehr wahrnehmen zu können. Dazu
kommt, dass krankheitsbedingt Freizeitaktivitäten und Zeit mit Familie,
Freundinnen oder Freunden keine Freude mehr machen. Betroffene Jugendliche
schlafen schlechter, können sich nur schwer konzentrieren, reagieren
gereizter und verlieren die Hoffnung. Auch die Gedanken, sich etwas
anzutun, können entstehen. Depression ist eine der Hauptursachen für
Suizide. Jährlich sterben in Deutschland 216 Jugendliche unter 20 durch
Suizid (Todesursachenstatistik 2024, Statistisches Bundesamt).
Kostenfreie Angebote für Jugendliche und Lehrkräfte
Durch die Aufklärung von jungen Menschen und Lehrkräften kann ein
bedeutender Beitrag zur Entstigmatisierung und Früherkennung von
Depressionen sowie Suizidprävention geleistet werden. Deshalb macht die
Stiftung Deutsche Depressionshilfe begleitend zur Kampagne auf ihre
kostenfreien Informations- und Unterstützungsangebote für Lehrkräfte und
Jugendliche aufmerksam:
• Plakate, Info-Flyer und Postkarten über Depression bei
Jugendlichen zum Auslegen in Schulen. Die Materialien können kostenfrei
bestellt werden unter www.deutsche-depressionshilfe.
• Eine Online-Fortbildung für Lehrkräfte vermittelt grundlegendes
Wissen über Depression sowie einen sicheren Umgang mit möglicherweise an
Depression erkrankten Jugendlichen und Suizidalität. Sie ist auf der
Website der Stiftung kostenfrei abrufbar unter: www.deutsche-
depressionshilfe.de/schule.
• Darüber hinaus bietet die Stiftung Deutsche Depressionshilfe
kostenfrei einen 12-minütigen Unterrichtsfilm mit Erfahrungsberichten und
Expertenwissen zu Depression im Jugendalter. Dieser Film kann als Auftakt
gezeigt werden, um Depression im Unterricht zu thematisieren
• Der Netzwerkpartner der Stiftung www.fideo.de versendet zudem eine
kostenfreie Schulbox Depression. Die Box enthält für Lehrkräfte vor allem
Material zur Unterrichtsgestaltung rund um die Depression (z.B. Übungen,
Handouts) sowie Infomaterialien für Schülerinnen und Schüler ab der 7.
Klasse. Mehr unter www.fideo.de/schule
Kampagne auf digitalen und gedruckten Flächen in vielen deutschen
Großstädten
Zu sehen sind die Motive dank der Unterstützung von Wall auf digitalen
Flächen in Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Bremen und Dresden sowie
zusätzlich als analoge Plakate auch auf Freiflächen in Freiburg, Lübeck,
Ludwigshafen, Potsdam, Reutlingen, Rostock, Saarbrücken, Stuttgart, Baden-
Baden und Rastatt. Christian Knappe, Leiter Corporate Communications &
Affairs bei Wall: „Wall und die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und
Suizidprävention verbindet eine mehrjährige Partnerschaft, in der es uns
gemeinsam gelungen ist, im öffentlichen Raum Aufmerksamkeit für das
ansonsten unsichtbare Thema Depression zu schaffen. Jetzt widmet sich die
Kampagne mit jungen Menschen einer Zielgruppe, die seltener beachtet wird.
Wir hoffen, hier einen Beitrag zur Sensibilisierung und Stärkung der
Prävention leisten zu können.“
