Zum Hauptinhalt springen

Gesundheitskompetenzen in NRW stärken

v.l.n.r.: Marco Kopainski (Kundenberater, BERGISCHE Krankenkasse) und Assina Müller (Hochschulmanagerin Campus Rheinland, Leverkusen (NRW))  SRH Hochschule für Gesundheit
v.l.n.r.: Marco Kopainski (Kundenberater, BERGISCHE Krankenkasse) und Assina Müller (Hochschulmanagerin Campus Rheinland, Leverkusen (NRW)) SRH Hochschule für Gesundheit

SRH Hochschule für Gesundheit und BERGISCHE Krankenkasse schließen
Kooperation.
„Mit der Etablierung des Campus Rheinland in Leverkusen sind wir in diesem
Semester äußerst zufriedenstellend gestartet und konnten die ersten
Studierenden in drei Studiengängen begrüßen“, freut sich Assina Müller,
Hochschulmananger Nordrhein-Westfalen an der SRH Hochschule für
Gesundheit. Um diese Präsenz zu stärken und im Sinne der Studierenden zu
vertiefen, wurde nun eine Kooperation mit der BERGISCHEN Krankenkasse
geschlossen.

Die Kooperation der beider Institutionen begründet sich durch das
umfangreiche Studienangebot der SRH Gesundheitshochschule in den Bereichen
Prävention, Therapie, Soziales und Psychologie. Dieses passt zur
Mitgliederstruktur der BERGISCHEN Krankenkasse. Dementsprechend freuen
sich beide Seiten über die Möglichkeit ihre Kompetenzen effektiv und
zukunftsweisend zu bündeln. Der Auftakt der Zusammenarbeit fand im Rahmen
der der Welcome Days am Campus Rheinland statt. Hier veranstaltete das
Betriebliche Gesundheitsmanagement der BERGISCHEN Krankenkasse für die
Erstsemestler der SRH Gesundheitshochschule einen Workshop zum Thema
„Stressreduzierung“. Vor diesem Hintergrund ergänzt Assina Müller:
„Übergeordnetes Ziel der Kooperation ist die Durchführung gemeinsamer
Aktivitäten wie Gesundheits- und Präventionstage sowie Workshops zu
wissenschaftlich fundierten, gesundheitlichen Thematiken“.

Im Rahmen der Kooperation wird ein erster Online-Workshop am 13. Januar
2021 zum Thema „Rohstoff Gesundheit - warum Stressregulation so wichtig
ist“ stattfinden. Unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Hubbertz-Josat,
Professorin im Bachelorstudiengang Medizinpädagogik, erfahren die
Teilnehmer*innen wie bedeutend der „Rohstoff Gesundheit ist und wie wir
die wirtschaftlichen Folgen von Stress erkennen und warum eine kompetente
Stressregulation so wertvoll ist. Dabei soll unser Workshop aus
medizinisch wissenschaftlicher Sicht die neuesten Erkenntnisse der
Stressforschung beleuchten. Ziel ist dabei der Kompetenzerwerb im eigenen
Stresserleben und dessen Regulation“, ergänzt Prof. Dr. Sabine Hubbertz-
Josat. Neben den Studierenden der SRH Hochschule für Gesundheit, können
auch interessierte Versicherte der BERGISCHEN Krankenkasse an diesem
Webinar teilnehmen.

  • Aufrufe: 72

COVID-19 und Patienten mit Lebererkrankungen

Die Corona-Pandemie stellt eine Belastung für die Gesundheitssysteme dar.
Dies wirkt sich auch negativ auf die Versorgung von Patienten mit
chronischen Lebererkrankungen aus, wie gerade publizierte Daten aus dem
Deutschen Hepatitis C-Register (DHC-R) der Deutschen Leberstiftung
belegen. Um die bestmögliche Versorgung von Patienten mit einer
Lebererkrankung in der Pandemie zu unterstützen, haben die EASL (European
Association for the Study of the Liver) und die ESCMID (European Society
of Clinical Microbiology and Infectious Diseases) ein Positionspapier und
– sechs Monate nach Beginn der Pandemie – eine Aktualisierung erarbeitet.

Die Deutsche Leberstiftung hat beide Publikationen, die Empfehlungen zur
Betreuung von Patienten mit chronischen Leberkrankheiten enthalten, in
deutscher Sprache herausgegeben.

Auswertung aus dem Deutschen Hepatitis C-Register (DHC-R)
Um zu erfassen, ob und ggf. in welchem Umfang die Corona-Pandemie und
daraus resultierende Einschränkungen die Versorgung von Patienten mit
chronischen Lebererkrankungen beeinträchtigt, wurde im Deutschen Hepatitis
C-Register vom 24. Juli bis zum 21. August 2020 eine Internet-basierte
Umfrage durchgeführt, an der 64 Zentren aus dem Bundesgebiet teilnahmen.

Die Auswertung der so erfassten Daten zeigte, dass nur ein Drittel der
teilnehmenden Zentren (32 Prozent) ihre Lebersprechstunde zwischen März
und Mai 2020 unverändert fortgesetzt hatte. Über die Hälfte der Zentren
(58 Prozent) hatte die Lebersprechstunde teilweise eingeschränkt und elf
Prozent der Zentren ihre Lebersprechstunde vorübergehend eingestellt.
Dabei ging mehr als die Hälfte der Terminabsagen von den Patienten aus (53
Prozent). Ab Juli 2020 kehrten alle Zentren zu ihrem üblichen
Sprechstundenangebot zurück.

Ergänzend bzw. alternativ zur Lebersprechstunde wurden Elemente der
Telemedizin genutzt: Etwa die Hälfte der Zentren (52 Prozent) richtete
neue oder zusätzliche Sprechstunden per Telefon ein und 17 Prozent
etablierten eine neue Videosprechstunde. Fast die Hälfte der Zentren (45
Prozent) bot keine neuen Möglichkeiten der Sprechstunde an.

Fast 80 Prozent der teilnehmenden Zentren gaben keine wesentliche
Einschränkung der Patientenversorgung an. Allerdings wurden zwischen März
und Mai 2020 bei deutlich weniger Patienten eine antivirale Therapie zur
Behandlung der Hepatitis C begonnen als im gleichen Zeitraum 2019. Und
etwa ein Fünftel der teilnehmenden Zentren (22 Prozent) gab an, dass die
Dekompensation einer Leberzirrhose erst später als im Normalfall erkannt
wurde. In 9,4 Prozent der Zentren wurde sogar Leberzellkrebs (HCC,
Hepatozelluläres Karzinom) verzögert diagnostiziert.

Der wissenschaftliche Leiter des Registers und Erstautor der Publikation,
Dr. Dietrich Hüppe, fasst die Ergebnisse zusammen: „Wir können eindeutig
feststellen, dass durch die Corona-Pandemie sowohl die Diagnostik als auch
die Therapie und die Überwachung von chronischen Lebererkrankungen
beeinträchtigt wurde. Glücklicherweise kam es nach Einschätzung der
Mehrheit der Zentren mittel- und langfristig jedoch zu keiner
Unterversorgung. Sorge bereitet uns aber, dass aufgrund der Pandemie-
bedingten Einschränkungen gerade akut lebensbedrohliche Komplikationen wie
die Dekompensation einer Leberzirrhose in erheblichem Maß verspätet
erkannt wurden.“

Publikation: Hüppe D et al.: „Versorgungsprobleme von Patienten mit
chronischer Hepatitis C während der COVID-19-Pandemie und der Lockdown-
Verordnungen“, Z Gastroenterol. 2020 Nov 9,
https://doi.org/10.1055/a-1291-8518.

Das DHC-R wird von der Deutschen Leberstiftung über die Leberstiftungs-
GmbH Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband niedergelassener
Gastroenterologen Deutschlands (bng) geführt. Finanziell unterstützt wird
das Register von den Firmen AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG, Gilead
Sciences GmbH, MSD Sharp & Dohme GmbH sowie Bristol-Myers Squibb GmbH &
Co. KGaA und Janssen-Cilag GmbH (jeweils bis zum 14.07.2020) und Roche
Pharma AG (bis zum 14.07.2017). Die inhaltlichen Vorbereitungen für die
Durchführung des Registers erfolgten mit finanzieller Unterstützung des
DZIF (Deutsches Zentrum für Infektionsforschung).

Positionspapiere zu COVID-19 und Leber
Patienten mit fortgeschrittenen Lebererkrankungen sowie
Lebertransplantierte stellen wohl anfällige Gruppen für COVID-19 dar und
sind wahrscheinlich einem erhöhten Infektionsrisiko und/oder einem
schweren Verlauf von COVID-19 ausgesetzt. Um die bestmögliche Versorgung
in der Pandemie zu unterstützen, haben die EASL (European Association for
the Study of the Liver) und die ESCMID (European Society of Clinical
Microbiology and Infectious Diseases) ein Positionspapier erarbeitet, das
Empfehlungen für Ärzte enthält, die Patienten mit chronischen
Leberkrankheiten behandeln. In den letzten Monaten hat sich zunehmend
gezeigt, dass bei der Versorgung von Patienten mit COVID-19 bestehende
Lebererkrankungen und Leberschäden berücksichtigt werden müssen. Daher
wurde sechs Monate nach Beginn der Pandemie eine Aktualisierung dieses
Positionspapiers erarbeitet. Es fasst die Evidenz für eine Auswirkung von
Lebererkrankungen auf den Krankheitsverlauf von COVID-19 zusammen und gibt
Empfehlungen für die Rückkehr zur Routineversorgung, wo immer dies möglich
ist.

Professor Dr. Markus Cornberg, Medizinischer Geschäftsführer der Deutschen
Leberstiftung und als Autor an beiden Publikationen beteiligt, betont die
Bedeutung der Veröffentlichungen: „In den letzten Monaten wurden viele
Studienergebnisse publiziert, die zeigen, wie sich COVID-19 auf die Leber
auswirken kann und wie bereits bestehende Lebererkrankungen, vor allem
eine Leberzirrhose, den klinischen Verlauf von COVID-19 beeinflussen
könnten. Auch wenn wir bei weitem noch nicht alle Aspekte der Erkrankung
kennen und verstehen, zeigt sich immer deutlicher, dass bei der Betreuung
von Patienten mit COVID-19 bereits bestehende Lebererkrankungen und
Leberschädigungen während des Krankheitsverlaufs berücksichtigt werden
müssen. Darauf weisen wir vor allem mit der zweiten Veröffentlichung hin
und geben entsprechende Empfehlungen.“

Die Deutsche Leberstiftung hat deutsche Übersetzungen der beiden
Publikationen herausgegeben, die auf der Website www.deutsche-
leberstiftung.de abgerufen werden können. Die Originalbeiträge stehen
unter https://www.jhep-reports.eu/article/S2589-5559(20)30047-1/fulltext
bzw. https://www.jhep-reports.eu/article/S2589-5559(20)30103-8/fulltext
zur Verfügung.

Deutsche Leberstiftung
Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen
und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch
Forschungsförderung und eigene wissenschaftliche Projekte zu verbessern.
Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung die
öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher erkannt
und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem
Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für Ärzte und
Apotheker in medizinischen Fragen. Weitere Informationen zur Stiftung
unter https://www.deutsche-leberstiftung.de. Auf der Website finden Sie
unter anderem umfangreiche Informationen sowie Bildmaterial für
Betroffene, Interessierte, Angehörige der Fachkreise und Medienvertreter.

BUCHTIPP: „Das Leber-Buch“ der Deutschen Leberstiftung informiert
umfassend und allgemeinverständlich über die Leber, Lebererkrankungen,
ihre Diagnosen und Therapien – inzwischen in dritter, aktualisierter und
erweiterter Auflage! „Das Leber-Buch“ ist im Buchhandel erhältlich: ISBN
978-3-89993-899-9, 16,99 Euro.
Weitere Informationen: https://www.deutsche-leberstiftung.de/Leber-Buch.

  • Aufrufe: 67

Patient*innen mit chronischen Schmerzen das Leben erleichtern „Reality-Studie“ startet in Gera.

„Es wird geschätzt, dass weltweit etwa 20% der Bevölkerung von mäßigen bis
schweren chronischen Schmerzen betroffen sind. Chronische Schmerzen werden
zu einer Belastung für das Individuum, da sie die Fähigkeit einer Person
beeinträchtigen, viele Aktivitäten des täglichen Lebens auszuführen, wie
z.B. Sport treiben, gehen, Auto fahren, an gesellschaftlichen
Veranstaltungen teilnehmen oder Hausarbeit verrichten“, weiß Prof. Dr.
Michael Kretzschmar, Professor für Versorgungsforschung an der SRH
Hochschule für Gesundheit. In der Vergangenheit konnte festgestellt
werden, dass nur jede/r fünfte Schmerzpatient*in angemessen versorgt wird.
Konventionelles medizinisches Management, einschließlich Medikation und
Physiotherapie, ist für die Behandlung chronischer Schmerzen oft nicht
ausreichend. Eine medikamentöse Therapie auf der Basis von Opioiden kann
auch zur Abhängigkeit führen. Wenn diese Behandlungen keine
Schmerzlinderung bringen, wird häufig operiert. Eine Operation ist jedoch
nur bei Patient*innen mit mechanischer Instabilität oder Bedrängung von
Nervenwurzeln sinnvoll. Seit 40 Jahren ist die elektrische
Rückenmarksstimulation (SCS) hierfür eine bewährte Therapie, um
Patient*innen mit chronischen Schmerzen Abhilfe zu schaffen. Ein neueres
Verfahren stellt die Hintere Nervenwurzel-Stimulation dar.

Die Firma Abbott hat eine weltweite Studie zur Langzeitanwendung dieser
invasiven Therapieverfahren initiiert. Das Forschungsprojekt „Reality-
Studie“ hat das Ziel, die Versorgungslage der PatientInnen zu verbessern.
Das Forschungsprojekt wird erstmals in einer weltweiten Studie die
Langzeiteffektivität der SCS-Therapie in Hinblick auf die Indikatoren
Schmerzlinderung, Lebensqualität, Medikamentenverbrauch sowie
Zuverlässigkeit der Technik über einen langen Zeitraum untersuchen.
Geplant ist die Rekrutierung von über 2000 Patien*innen in weltweit
verteilten Studienzentren. Die Langzeitstudie soll 2029 enden. In diesem
Zeitraum werden Betroffene regelmäßig nachuntersucht.

Die Kooperation zwischen der SRH Hochschule für Gesundheit und dem SRH
Wald-Klinikum in der schmerztherapeutischen Versorgungsforschung hat
bereits zu einer gemeinsamen Publikation in einer hochrangigen
internationalen Zeitschrift geführt. Somit war dieser Verbund, gemeinsam
mit dem sehr aktiven Studienzentrum am Wald-Klinikum, als Partner für
Abbott attraktiv und erhielt den Zuschlag als eines von 16 europäischen
Studienzentren.

Prof. Dr. habil. Michael Kretzschmar ist Professor für
Versorgungsforschung an der SRH Hochschule für Gesundheit und seit 2011
arbeitet er als Chefarzt im Zentrum für Schmerz- und Palliativmedizin am
SRH Wald-Klinikum Gera.

  • Aufrufe: 57

Statine: Warum sind die Cholesterinsenker bei Patienten so unbeliebt?

Die aktuelle Ausgabe von HERZ heute informiert über Neuigkeiten und Wissenswertes aus der Herzmedizin.  Cover: Sarah Illenberger; Illustration (Collage re.): shutterstock/Victor Josan
Die aktuelle Ausgabe von HERZ heute informiert über Neuigkeiten und Wissenswertes aus der Herzmedizin. Cover: Sarah Illenberger; Illustration (Collage re.): shutterstock/Victor Josan

Fehlinformationen und Unwahrheiten behindern die Akzeptanz für Statine
ebenso wie unrealistische therapeutische Zielwerte. Die Herzstiftung klärt
wichtigste Irrtümer auf

Statine zählen zu den am meisten verordneten Medikamenten weltweit. Bei
hohem Cholesterinspiegel sollen sie die Werte senken und vor Herzinfarkt
und Schlaganfall schützen. Doch viele Menschen stehen den
Cholesterinsenkern mit großer Skepsis gegenüber. Über kaum eine andere
Medikamentengruppe kursieren so viele Irrtümer und Vorurteile wie über
Statine. „Im Extremfall kann das dazu führen, dass Menschen, die zum
Schutz vor Herzinfarkt und Schlaganfall Statine einnehmen sollten, die
Medikamente ablehnen – mit fatalen Folgen”, warnt der Kardiologe und
Pharmakologe Prof. Dr. Thomas Meinertz vom Wissenschaftlichen Beirat der
Deutschen Herzstiftung. Über 18 verbreitete Irrtümer klärt der Experte in
der aktuellen Ausgabe der Herzstiftungs-Zeitschrift „HERZ heute” auf. Ein
Probeexemplar dieser Ausgabe können Patienten und Interessierte kostenfrei
anfordern unter Tel. 069 955128-400 oder per Mail unter
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.. Die 18 Irrtümer sind unter www.herzstiftung.de
/statine-irrtuemer abrufbar.

Wirksamkeit ist durch Studien gut belegt
Gerade weil Statine so häufig verordnet werden, ist das Misstrauen
gegenüber dieser Medikamentengruppe groß. Dass eine Therapie mit Statinen
alleine der Pharmaindustrie nutze, ist einer der Irrtümer, die Patienten
gelegentlich äußern. Tatsächlich aber ist die Wirksamkeit von Statinen gut
belegt. Die Medikamente senken das LDL-Cholesterin und hemmen dadurch die
Entstehung einer Arteriosklerose. Auf diese Weise schützen sie vor
Herzinfarkt und Schlaganfall. „Seit die ,Scandinavian Simvastatin Survival
Study‘ mit 4.444 Patienten im Jahr 1994  nachgewiesen hat, dass das Statin
Simvastatin gegen den Herzinfarkt wirkt, hat eine große Zahl
wissenschaftlicher Studien mit verschiedenen Statinen diesen Effekt gegen
Herzinfarkt und Schlaganfall bestätigt“, erklärt Meinertz.

Nebenwirkungen: Nicht so häufig wie befürchtet
Auch über die Nebenwirkungen von Statinen existieren einige falsche
Vorstellungen. Viele Patienten scheuen die Einnahme der Medikamente aus
Sorge vor unerwünschten Begleiterscheinungen. Tatsächlich werden die
Cholesterinsenker aber im Allgemeinen gut vertragen. Die häufigste
Nebenwirkung sind Muskelschmerzen in Oberschenkeln und Armen, die
insbesondere bei hohen Dosierungen entstehen können. Wissenschaftliche
Studien haben allerdings gezeigt, dass diese Nebenwirkung nur bei einem
Prozent der Betroffenen auftreten. Vielfach lassen sich die Schmerzen
durch eine Anpassung der Dosierung in den Griff bekommen. Nur ein bis drei
von 100.000 Patienten haben so schwere Nebenwirkungen, dass die Statine
abgesetzt werden müssen. „Ob eine Behandlung mit Statinen erfolgt und in
welcher Dosierung, hängt von der jeweiligen Risikokonstellation des
einzelnen Patienten ab”, erklärt Prof. Meinertz. Dabei müssten die anderen
Risikofaktoren, etwa Bluthochdruck und Diabetes, genauso konsequent
behandelt werden wie hohes Cholesterin, um einem Herzinfarkt oder
Schlaganfall vorzubeugen.

Für Interessierte und Betroffene

Aktuelle HERZ heute: Jetzt Probeexemplar anfordern!
Die Zeitschrift HERZ heute erscheint viermal im Jahr. Sie wendet sich an
Herz-Kreislauf-Patienten und deren Angehörige. Ein kostenfreies
Probeexemplar der neuen Ausgabe HERZ heute 4/2020 ist unter Tel. 069
955128-400 (E-Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) erhältlich.

  • Aufrufe: 72