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Gesundheit

In Führung gehen mit dem Master Management im Gesundheitswesen

Kostendruck, Personalmangel, steigende Qualitätsanforderungen und die
Digitalisierung prägen das Gesundheitswesen. Um den gestiegenen
betriebswirtschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden, benötigen
Führungskräfte im Gesundheitssektor mittlerweile neben der fachlichen
Expertise auch strategisches Managementwissen. Der Master-Studiengang
Management im Gesundheitswesen (M.A.), den die SRH Fernhochschule – The
Mobile University in Kooperation mit der SRH Hochschule für Gesundheit
entwickelt hat, vermittelt spezielles Management Know-how, das auf die
branchenspezifischen Besonderheiten und Praxisprobleme von
Gesundheitseinrichtungen angewendet werden kann.

Mit dem Studienstart zum 01.09.2021 können sich alle, die sich mit der
Analyse und Bewertung von Situationen und zukünftigen Herausforderungen
sowie der Ableitung von Maßnahmen durch die Planung umfassender
Veränderungsprozesse auseinandersetzen möchten, flexibel im Fernstudium
zum Experten weiterbilden. „Wir bieten keine allgemeinen Managementlehren
und Theorien, sondern wertvolle Hintergründe zum Gesundheitswesen und
passendes Know-how für die zukünftigen Führungsaufgaben und
Herausforderungen unserer Studierenden“, erklärt Studiengangsleitung Prof.
Dr. Joachim Merk.

Die Fusion von Betriebswirtschaft mit dem Gesundheitswesen
Das Studium vermittelt fundiertes Managementwissen mit speziellem Blick
auf den Gesundheitssektor in den Bereichen Entgeltsysteme,
Qualitätsmanagement, Controlling, Prozessmanagement und Human Ressource
Management. „Der strategische Blickwinkel ist die Schlüsselkompetenz des
Studiums. Die Studierende gewinnen einen Überblick über langfristig
prägende betriebswirtschaftliche Entscheidungen und deren Auswirkungen“,
so der Studiengangsleiter. Um das individuelle Profil zu schärfen, können
die Studierenden aus 13 Wahlmodulen wählen. Zu den Modulen gehören
beispielsweise Leadership, Projekt- und Change-Management sowie eHealth
und Telemedizin oder Gesundheits- und Arbeitspsychologie.

Zweites Standbein Betriebswirtschaft
„Unser Master-Studiengang richtet sich vor allem an Beschäftige im
Gesundheitswesen mit einem nicht-betriebswirtschaftlichen Werdegang, die
eine Karriere im Management anstreben und dazu ein
betriebswirtschaftliches Standbein benötigen“, führt Professor Merk aus.
Die Kooperation mit der SRH Hochschule für Gesundheit ermöglicht es
Bewerbern nach § 70, Abs. 3 des Thüringer Hochschulgesetzes (ThürHG) in
definierten Ausnahmefällen, sich den Traum von einem Master-Abschluss ohne
vorheriges Bachelor-Studium zu erfüllen. Dazu ist eine abgeschlossene
Berufsausbildung in einem fachverwandten Bereich und eine mindestens
2-jähriger Berufserfahrung notwendig.

Nächster Schritt: Führungsaufgaben übernehmen
Die Absolventen des Studiengangs Management im Gesundheitswesen sind für
wirtschaftliche, gesellschaftspolitische und soziale Perspektiven
sensibilisiert und somit sowohlauf Führungspositionen als auch für
Assistenz- und Stabsfunktionen sowie als Projektmanager in
Gesundheitseinrichtungen vorbereitet. Die Einsatzgebiete sind breit
gefächert und reichen von ambulanten, teilstationären und stationären
Einrichtungen über Unternehmen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft oder
Pharmazie und Medizintechnik bis hin zu Verbänden des Gesundheits- und
Sozialsektors, Ärztekammern oder Krankenkassen.

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Deutsche Röntgengesellschaft: Erfolgreiche Halbzeit beim 102. Deutschen Röntgenkongress 2021

Der 102. Deutsche Röntgenkongress wurde bislang
seinem Motto „Intelligenz vernetzen“ mehr als gerecht: Seit dem 27. März
2021 haben sich bereits 47.000 Radiologinnen und Radiologen,
Medizinphysikerinnen und Medizinphysiker sowie Medizinisch-Technische
Radiologieassistentinnen und -assistenten (MTRA) entlang eines
vielfältigen und anspruchsvollen Programms digital vernetzt. Noch bis zum
26. August 2021 macht der Röntgenkongress eine kurze Sommerpause. Zeit für
die Deutsche Röntgengesellschaft e.V., eine Halbzeitbilanz in Zahlen zu
ziehen.

Ob Aktuelles zu COVID-19, Highlights zur Sport- und Unfallmedizin oder
wegweisende Vorträge aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz: Die
5.400 Abonnentinnen und Abonnenten des 102. Deutschen Röntgenkongresses
konnten an den bereits 51 gelaufenen Kongresstagen aus 133
breitgefächerten Sessions das für sie passende Programm auswählen. „Es ist
eine großartige Bestätigung, dass wir mit dem interessanten Themenmix aus
Fortbildungs-, Wissenschafts- und Industrieprogramm ein breites Publikum
erreichen können und die Nachfrage nach digitalen, radiologischen
Fortbildungsmöglichkeiten weiterhin hoch ist“, sagt Kongresspräsident
Prof. Dr. Thomas J. Vogl vom Universitätsklinikum Frankfurt am Main.

Hohe Nachfrage bei der Zielgruppe
67 Prozent der 5.400 Abonnentinnen und Abonnenten sind Ärztinnen und
Ärzte, gefolgt von 22 Prozent aus dem Bereich der Medizinisch-Technischen
Radiologieassistenz. Weitere Teilnehmende sind unter anderem
Medizinphysikerinnen und -physiker, Medizinstudentinnen und -studenten
sowie Vertreterinnen und Vertreter von Industrie und Medien. Im
Durchschnitt nahmen 453 Zuschauerinnen und Zuschauer an den ärztlichen
Sessions teil, durchschnittlich 233 Personen schalteten sich für die MTRA-
Veranstaltungen zu. Auf einer Skala von eins bis vier schneiden sowohl die
Vorträge für Ärztinnen und Ärzte mit einer durchschnittlichen Bewertung
von 1,3 als auch die für MTRA mit einer Durchschnittsbewertung von 1,4
sehr gut ab, was für die hohe Qualität der Referierenden spricht. Die
technische Umsetzung seitens der Deutschen Röntgengesellschaft erhält eine
Bewertung von 1,2. Auch die Sessions der 36 Industriepartner erfreuen sich
mit durchschnittlich 117 Teilnehmenden großer Beliebtheit und punkten
ebenfalls mit qualitativ hochwertigen Vorträgen, wie die
Durchschnittsbewertung von 1,4 belegt. Die Kongress-Sessions bietet die
Deutsche Röntgengesellschaft ebenfalls als On-Demand-Paket auf conrad, der
digitalen Lernplattform der DRG, an. Die Videoaufzeichnungen haben bisher
11.970 Personen aufgerufen.

Positive Stimmen der Teilnehmenden
„Großartiges Konzept, wieder viel gelernt.“; „Ich muss klar sagen, dass
ich online Fortbildung bevorzuge! Online lässt sich in meinen Alltag
integrieren, sodass ich mehr Fortbildung annehme und auch mehr davon
profitiere, als wenn ich auf Präsenzveranstaltungen fahren muss.“; „Tolle
Vorträge. Praxisrelevant, kompetent und kurzweilig!“ So lauten einige der
zahlreichen positiven Rückmeldungen von den Teilnehmerinnen und
Teilnehmern. Kongresspräsident Thomas J. Vogl: „Dem erfreulichen Feedback
kann ich mich nur anschließen und der Kongress ist noch lange nicht zu
Ende – für die zweite Halbzeit vom 26. August 2021 bis zum 8. November
2021 haben wir noch viele weitere interessante Fortbildungen vorbereitet.
Wie immer heißt es: Einschalten lohnt sich.“

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Die HELP-App des SMITH-Konsortiums an ist fünf beteiligten Unikliniken im Einsatz und hilft, Antibiotika verantwortungsvoll einzusetzen.

Antibiotika verantwortungsvoll einsetzen

Die HELP-App des SMITH-Konsortiums an ist fünf beteiligten Unikliniken im Einsatz und hilft, Antibiotika verantwortungsvoll einzusetzen.
Die HELP-App des SMITH-Konsortiums an ist fünf beteiligten Unikliniken im Einsatz und hilft, Antibiotika verantwortungsvoll einzusetzen.

Die HELP-App erleichtert Ärztinnen und Ärzten in Kliniken den
zielgerichteten Einsatz von Antibiotika und hilft so, die Resistenzbildung
zu verringern. Die App wurde unter Federführung des Universitätsklinikums
Jena im SMITH-Konsortium der Medizininformatik-Initiative entwickelt. Seit
Ende Juni 2021 wird die mobile Anwendung in den Universitätskliniken
Aachen, Essen, Halle, Jena und Leipzig im klinischen Alltag genutzt und
belegt, dass die Vernetzung der Datenintegrationszentren an den Kliniken
funktioniert.

Staphylokokken sind eine der häufigsten Ursachen von Blutstrominfektionen,
die zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen können. Patientinnen und
Patienten gezielt und wirkungsvoll zu behandeln und dabei insbesondere auf
eine verantwortungsvolle Antibiotikatherapie zu achten – das ist das Ziel
des klinischen Anwendungsfalls HELP. Im Rahmen dieses Projektes
(„Hospital-wide ELectronic Medical Record Evaluated Computerised Decision
Support System to Improve Outcomes of Patients With Staphylococcal
Bloodstream Infection“) hat das SMITH-Konsortium der Medizininformatik-
Initiative unter Federführung des Universitätsklinikums Jena hierfür die
HELP-App entwickelt.

„Als digitales Handbuch informiert die App die behandelnden Ärztinnen und
Ärzte auf Normal- und Intensivstationen über die jeweils nächsten
diagnostischen und therapeutischen Schritte“, sagt Prof. Dr. André
Scherag, Direktor des Instituts für Medizinische Statistik, Informatik und
Datenwissenschaften am Universitätsklinikum Jena und einer der SMITH-
Sprecher. „Wir möchten so die Patientenversorgung unmittelbar verbessern.
Aus diesem Grund evaluieren wir die App mit einer klinischen Studie, die
in die Krankenversorgung eingebettet ist. “

Fünf deutsche Universitätsklinika sind an der HELP-Studie beteiligt

An der klinischen Studie  sind die fünf deutschen Universitätsklinika
Aachen, Essen, Halle, Jena und Leipzig beteiligt. Mit dem Standort Essen
befindet sich die App seit Ende Juni an allen Standorten im Einsatz.
Mittlerweile können schon 54 von insgesamt 134 an der Studie beteiligte
Stationen mit der HELP-App arbeiten. Es gab bisher schon vielfach positive
Rückmeldungen von behandelnden Ärztinnen und Ärzten verschiedener
Standorte über die übersichtliche Hilfestellung.

HELP belegt, dass die Vernetzung der Datenintegrationszentren funktioniert

HELP zeigt die Möglichkeiten moderner digitaler Dienstleistungen und
Infrastrukturen im Gesundheitsbereich auf. Die an den SMITH-Standorten
aufgebauten Datenintegrationszentren erschließen die für die HELP-Studie
erforderlichen Daten, z.B. aus den mikrobiologischen Befunden, und stellen
sie anonymisiert für die Studienauswertung bereit. „Die Zentren schaffen
die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für die
standortübergreifende Datennutzung. Wir zeigen mit HELP, dass das auch
wirklich funktioniert“, so Dr. Danny Ammon, Leiter des
Datenintegrationszentrums am Universitätsklinikum Jena. Die
Datenintegrationszentren sollen als nachhaltige Struktur der
Medizininformatik-Initiative dafür sorgen, dass medizinischen Daten für
die Verbesserung von Versorgung und Forschung nutzbar werden.

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Unwissen über Sepsis ist tödlich – Informationskampagne SepWiss startet

„Sepsis ist vermeidbar. Unwissen über
Sepsis ist tödlich“ – Unter diesem Motto startet am 11. August 2021 die
Informationskampagne des Innovationsfondsprojekts „SepWiss“. Mit einer
Pressekonferenz um 11 Uhr wird die Kampagne sowohl online unter
https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_u00e0wwLQKuHKuRWkDDC5Q als
auch vor Ort im Langenbeck-Virchow-Haus, Luisenstraße 58/59, 10117 Berlin
vorgestellt. Das Projekt richtet sich an Sepsis-Risikogruppen. Ziel ist
es, deren Wissen über Frühsymptome und Präventionsmöglichkeiten von Sepsis
zu stärken und die Zahl der durch Sepsis versursachten Todesfälle zu
senken.

Expertinnen und Experten nennen sie einen „versteckten Killer“: Sepsis,
umgangssprachlich auch als „Blutvergiftung“ bezeichnet, ist die schwerste
Komplikation von Infektionen, die jährlich mindestens 75.000 Personen in
Deutschland und 11 Millionen Menschen weltweit das Leben kostet. Und auch
wer eine Sepsis überlebt, hat oft mit Langzeitfolgen wie schneller
Erschöpfbarkeit (Fatigue), neurokognitiven Einschränkungen oder sogar dem
Verlust von Gliedmaßen zu kämpfen.

Sepsis ist tödlich - lässt sich aber häufig verhindern

„Trotz dieser Folgen ist Sepsis den meisten Menschen weitgehend unbekannt
– und das, obwohl die Erkrankung häufiger vorkommt als Brust-, Prostata-
und Darmkrebs zusammen und Menschen häufiger eine Sepsis erleiden als
einen Herzinfarkt oder Schlaganfall“, erklärt Prof. Dr. Konrad Reinhart,
Projektleiter und Vorstandvorsitzender der Sepsis-Stiftung. „Mit unserem
Projekt SepWiss wollen wir einen Beitrag zur Verbesserung der
Sepsisfrüherkennung und -prävention leisten. Zu den wichtigsten
Präventionsmaßnahmen gehören dabei Impfungen, z. B. gegen Influenza,
Pneumokokken oder COVID-19, aber auch das Einhalten von allgemeinen
Hygieneregeln und die konsequente Behandlung von Infektionen. Am
wichtigsten ist es, die Frühsymptome rechtzeitig zu erkennen und schnell
ärztliche Hilfe aufzusuchen. So können tödliche Verläufe und schwere
Langzeitfolgen meist verhindert werden“, so Reinhart.

Gemeinsam mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Medizinischen
Hochschule Brandenburg, dem Universitätsklinikum Jena, dem Robert-Koch-
Institut und dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung richtet sich
die Sepsis-Stiftung mit dem Projekt an Risikogruppen in Berlin und
Brandenburg, um deren Wissen über Sepsis und die Präventionsmöglichkeiten
zu stärken. Nach Abschluss der Informationskampagne wird unter anderem
ausgewertet werden, wie sich die Impfquoten und die Kenntnisse über die
Frühsymptome in der Modellregion verändert haben. Gefördert wird SepWiss
mit rund 2,2 Millionen Euro durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen
Bundesausschusses.

Risikogruppen besser informieren

Eine Sepsis entsteht, wenn die eigenen Abwehrkräfte die Ausbreitung einer
zunächst lokalen Infektion im Körper nicht verhindern können. Es kommt zu
einer überschießenden Immunreaktion, welche die eigenen Organe schädigt.
„Diese Überreaktion der Immunantwort partiell zu blockieren um die Schäden
zu verhindern, ist ein erfolgversprechender Forschungsansatz, der auch an
der Charité verfolgt wird“, betont der Dekan der Charité, Prof. Dr. Axel
Radlach Pries. Vor allem ältere Menschen über 60 Jahre sowie solche mit
Vorerkrankungen der Lunge, der Niere oder des Herzens, einer Immunschwäche
oder Diabetes, aber auch Früh- und Neugeborene sind besonders gefährdet.
„Deshalb ist es extrem wichtig, die Frühsymptome und die
Präventionsmöglichkeiten einer Sepsis zu kennen“, betont Reinhart.

In den vergangenen Monaten haben die SepWiss-Projektpartner
evidenzbasierte Informationsmaterialien entwickelt, die sich gezielt an
Risikopatientinnen und -patienten, aber auch Gesundheitsdienstleister
richten. Dazu gehören Flyer, Poster und Online-Fortbildungen, die durch
Multiplikatoren wie Kliniken, Arztpraxen, Apotheken und Medien verbreitet
werden wollen. „Die Erreichbarkeit und Umsetzung in einer Großstadt wie
Berlin und einem ländlichen Umfeld wie Brandenburg wird dabei deutlich
unterschiedlich erwartet“, sagt Prof. Edmund Neugebauer, Präsident der MHB
und Konsortialpartner im Projekt.

Alle Informationsmaterialien zum Projekt können über die Website
https://www.sepsiswissen.de/ heruntergeladen oder bestellt werden. Zudem
wird eine telefonische Beratung angeboten.

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