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Gesundheit

Bundesgesundheitsminister verschärft Kampf gegen Chefarzt-Boni

Chefarzt BoniBundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU)verschärft seinen Kampf gegen Bonuszahlungen für Chefärzte. "Patienten müssen sich darauf verlassen können, dass nur Behandlungen durchgeführt werden, die medizinisch auch notwendig sind. Fehlanreize durch Bonusregelungen in Chefarztverträgen darf es nicht geben. Die Unabhängigkeit der ärztlichen Entscheidung muss im Sinne der Patienten geschützt werden", sagte Gröhe der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

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NRW-Ärzte verordnen die meisten Antibiotika

sie stehen auf der Tagesordnung des G7-Gipfel - Antibiotika-Resistenzen. Wie wichtig das Thema ist, zeigen aktuelle Daten aus NRW.In Nordrhein-Westfalen (NRW) bekommen Versicherte besonders häufig Antibiotika verschrieben. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) für das Jahr 2014. Danach bekam jede Erwerbsperson in NRW vergangenen Jahr rechnerisch 5,8 Tagesdosen. Bundesweit sind es 5,0. Mit durchschnittlich 3,7 Tagesdosen je Erwerbsperson wurde Antibiotika am wenigsten in Sachsen verordnet.

"Antibiotika sind eine bedeutende Errungenschaft in der Medizin und können Leben retten. Sie sollten aber nur dort eingesetzt werden, wo sie auch wirken, beispielsweise bei bakteriellen Infektionen", fordert Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung NRW. Je häufiger Antibiotika eingesetzt werden, umso schneller können Bakterien Resistenzen entwickeln und desto schneller verliert das Medikament seine Wirksamkeit. "Ein verantwortungsvoller Gebrauch sorgt dafür, dass möglichst vielen Menschen geholfen werden kann", betont van Aalst.

Sogar beim anstehenden G7-Gipfel, der dieses Wochenende im bayerischen Elmau stattfindet, könnte auf Wunsch von Angela Merkel der Kampf gegen Antibiotikaresistenzen ein Thema für die mächtigsten Staatchefs der Welt werden.

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Marsilius-Vorlesung zum Thema chronische Krankheiten

Das Thema chronische Krankheiten steht im Mittelpunkt der nächsten Marsilius-Vorlesung an der Universität Heidelberg. Der Gesundheitswissenschaftler Prof. Dr. Elio Riboli wird sich insbesondere mit Möglichkeiten der Vorbeugung beschäftigen und dabei die beiden Einflussfaktoren Ernährung und Lebensstil näher beleuchten. Die Veranstaltung mit dem Direktor der School of Public Health am Imperial College London (Großbritannien), zu der das Marsilus-Kolleg der Ruperto Carola einlädt, findet am Donnerstag, 11. Juni 2015, in der Aula der Alten Universität statt. Beginn ist um 16 Uhr.


Pressemitteilung
Heidelberg, 3. Juni 2015

Marsilius-Vorlesung zum Thema chronische Krankheiten
Der Gesundheitswissenschaftler Elio Riboli beschäftigt sich in seinem Vortrag vor allem mit den Einflussfaktoren Ernährung und Lebensstil

Das Thema chronische Krankheiten steht im Mittelpunkt der nächsten Marsilius-Vorlesung an der Universität Heidelberg. Der Gesundheitswissenschaftler Prof. Dr. Elio Riboli wird sich insbesondere mit Möglichkeiten der Vorbeugung beschäftigen und dabei die beiden Einflussfaktoren Ernährung und Lebensstil näher beleuchten. Die Veranstaltung mit dem Direktor der School of Public Health am Imperial College London (Großbritannien), zu der das Marsilus-Kolleg der Ruperto Carola einlädt, findet am Donnerstag, 11. Juni 2015, in der Aula der Alten Universität statt. Beginn ist um 16 Uhr. Der englischsprachige Vortrag trägt den Titel „Can we prevent Chronic Desease? The Role of Nutrition and Lifestyle“.

Nach Angaben von Prof. Riboli leiden immer mehr Menschen über lange Zeiträume unter Rückenschmerzen, Depressionen, Bluthochdruck, entzündlichen Erkrankungen der Gelenke oder Atemwegserkrankungen. Dabei ist die Zunahme chronischer Krankheiten wenn auch nicht ausschließlich, so doch zu einem erheblichen Teil auf den demographischen Wandel zurückzuführen, wie der Wissenschaftler betont. Der Umgang damit stellt eine zentrale Herausforderung für unsere alternde Gesellschaft dar. Auch die Kosten für die Gesundheitssysteme sind immens.

Elio Riboli hat in Italien und in den USA Medizin und Gesundheitswissenschaften studiert. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Themen Krebsepidemiologie und Krebsprävention, denen auch seine Professur am Imperial College London gewidmet ist. Prof. Riboli ist einer der Protagonisten der europäischen Initiative „Healthy Living and Active Ageing“ des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie (EIT). Sie soll einen Beitrag dazu leisen, die Gesundheit während des gesamten Lebens zu erhalten und ein aktives Altern zu erleichtern. Daran sind auch Heidelberger Wissenschaftler federführend beteiligt.

Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.marsilius-kolleg.uni-heidelberg.de/veranstaltungen/marsilius_vorlesungen.html

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Mit Hemmstoffen gegen drohendes Nierenversagen

UKJ-Experten prüfen als erste Klinik in Deutschland neuen Therapieansatz / Erster Patient im Rahmen einer klinischen Prüfung behandelt / Neuer Wirkstoff wird täglich mit einer Tablette eingenommen


Im Kampf gegen eine spezielle Form der Nierenentzündung, der sogenannten „IgA-Glomerulonephritis“, hat die Klinik für Innere Medizin III (Nephrologie, Rheumatologie, Diabetologie, Endokrinologie) des Universitätsklinikums Jena (UKJ) als erste Klinik in Deutschland einen Patienten mit einem neuen Wirkstoff behandelt, um eine innovative Form der Immuntherapie zu prüfen. Die Behandlung erfolgte im Rahmen einer weltweiten klinischen Studie.

„Die Erkrankung bleibt leider oft lange unerkannt, da sie schmerzlos verläuft. Eine Entzündung der Nierenkörperchen, im Fachbegriff Glomeruli, führt u.a. dazu, dass die Urinproduktion gestört wird. So bleibt mehr Salz und Wasser im Körper, es können sich Wassereinlagerungen bilden oder Bluthochdruck entstehen. Die Niere kann ihre Funktionsfähigkeit verlieren, so dass eine Dialyse oder gar eine Transplantation nötig wird“, umschreibt Prof. Dr. Gunter Wolf, MHBA, Direktor der Klinik, das Bild der Erkrankung. Gerade daher sei die Suche nach neuen Therapieoptionen von besonderer Bedeutung für die betroffenen Patienten. Bisher konnte diese häufigste Form der Glomerulonephritis nur sehr schlecht behandelt werden. Die Studie läuft weltweit in 27 Zentren, aus Deutschland beteiligen sich fünf Kliniken.

Der jetzt geprüfte Therapieansatz setzt gezielt Hemmstoffe, so genannte Kinase-Inhibitoren ein, die Immunprozesse modulieren. Privat-Dozent Dr. Martin Busch, Leitender Oberarzt der Klinik: „Stark vereinfacht, geht es darum, sehr spezifisch ein Enzym daran zu hindern, die Erkrankung auszulösen und somit den Krankheitsverlauf zumindest zu verlangsamen, um damit einen weiteren Verlust der Nierenfunktion zu verhindern.“ Der neue Wirkstoff wird täglich in Form von zwei Tabletten eingenommen. Die Studie wird noch etwa ein halbes Jahr dauern.

Die Nierenexperten der Klinik am UKJ versorgen jährlich rund 1.200 Patienten stationär, knapp 3.000 Patienten werden zudem ambulant versorgt. Für Patienten mit Nieren- und Hochdruckerkrankungen gibt es eine spezielle Sprechstunde.

Weitere Informationen zur Studie und zu den Versorgungsangeboten der Klinik:

Universitätsklinikum Jena
Klinik für Innere Medizin III
Prof. Dr. med. Gunter Wolf, MHBA
Erlanger Allee 101
07740 Jena
Tel.: 03641 - 9 324301
Fax: 03641 - 9 324302
www.uniklinikum-jena.de
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.uniklinikum-jena.de

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