Angst oder Unwissenheit? Teilnahme an Darmkrebs-Vorsorge ungenügend (2)
Angst oder Unwissenheit? Teilnahme an Darmkrebs-Vorsorge ungenügend
Nur knapp zwei Prozent der Männer und Frauen in Nordrhein-Westfalen nutzen die Möglichkeit zu einer Darmspiegelung (Koloskopie) im Rahmen der Krebsfrüherkennung. Das ist die geringste Teilnahmequote bei allen Vorsorgeuntersuchungen, teilt die Techniker Krankenkasse (TK) nach Auswertung ihrer Versichertendaten 2013 mit. Die Koloskopie ist die sicherste Form der Darmkrebsvorsorge und für gesetzlich Versicherte ab dem 55. Lebensjahr kostenlos. In NRW erkranken jedes Jahr mehr als 14.000 Menschen an Darmkrebs - fast 6.000 sterben jährlich daran.
Ein Grund für die mangelhafte Inanspruchnahme könnte die Angst vor der Koloskopie selbst sein. "Dabei lassen sich mit der Darmspiegelung auch schon Vorstufen von Darmkrebs erkennen und überwiegend bereits während der Untersuchung entfernen", erklärt Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung NRW. "Daher spricht alles dafür, die Untersuchung zu nutzen, um Klarheit zu erlangen und gegebenenfalls auf schonende Weise einen beginnenden Krebs zu entfernen."
Zur Darmkrebsvorsorge gehören ab dem 51. Lebensjahr ein Schnelltest auf verstecktes Blut im Stuhl sowie die Untersuchung von Enddarm und übrigem Dickdarm. Ab dem 55. Lebensjahr kann zusätzlich eine Darmspiegelung vorgenommen werden. Die Darmkrebsvorsorge ist für die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen kostenfrei.
