Zum Hauptinhalt springen

Gesundheit

Stadt Bochum Infos:Sonnenschutz ist kinderleicht! Bochumer Kitas machen bei der Aktion „Sun Pass“ mit!

Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. und IKK classic starten Aktion zur Zertifizierung von „Sonnenschutz-Kindergärten“ in Bochum

Wenn die Sonne scheint, macht das Herumtollen im Freien doppelt so viel Spaß. Die Sonne gibt zwar Energie, birgt aber auch Gefahren, denn zu viel UV-Strahlung fördert das Sonnenbrandrisiko. Kinder sind besonders gefährdet. Ihre Haut ist noch sehr dünn und hat noch keinen natürlichen Eigenschutz. Jeder Sonnenbrand im Kindesalter erhöht das Risiko, im Laufe des Lebens an Hautkrebs zu erkranken. Damit es nicht dazu kommt startet die Krebsgesellschaft NRW in Partnerschaft mit der IKK classic in Bochum die Aktion „Sun Pass“ für Kindergärten. Ziel der Initiative ist es, Kitas und Eltern im Umgang mit der Sonne zu beraten und sie bei der konkreten Umsetzung von Schutzmaßnahmen zu unterstützen.

Um Kindergärten für die Aktion zu gewinnen, wurden in Bochum alle Kitas angeschrieben. Diese konnten sich bei der Krebsgesellschaft NRW anmelden. In der ersten Projektphase bekommen die Kitas nun Besuch von einem „Sonnenschutz-Team“. Bei den Begehungen werden die Ausgangssituation sowie Verbesserungsmöglichkeiten besprochen. Im Verlauf der Aktion finden dann Schulungen zur Hautkrebsprävention mit Einigung auf eine Sonnenschutzvereinbarung statt. Diese legt u. a. fest, dass die stärkste Sonneneinstrahlung zur Mittagszeit vermieden wird, Kinder durch Kopf- und Nackenbedeckung sowie Sonnensegel vor UV-Licht geschützt und nicht bekleidete Hautpartien regelmäßig mit Sonnenschutzmitteln eingecremt werden. Ergänzend erhält jede Kita speziell entwickelte Materialien, um den Kindern spielerisch den gesunden Umgang mit der Sonne zu vermitteln.

Kitas, die alle Punkte der Sonnenschutzvereinbarung erfüllen, erhalten schließlich die Auszeichnung „Sonnenschutz-Kindergarten“. Mit diesem „Siegel“ verpflichten sich die Kita, die Maßnahmen kontinuierlich auf ihre Effektivität zu überprüfen und die Sonnenschutzvereinbarung, wenn nötig, jedes Jahr zu überarbeiten.

 

Die Aktion „Sun Pass“ basiert auf einem Konzept der Europäischen Hautkrebsstiftung (European Skin Cancer Foundation, kurz ESCF), das für Kindertagesstätten in ganz Europa entwickelt wurde. Partner des Projektes ist in der Bundesrepublik die Deutsche Krebsgesellschaft mit ihren 16 Landesgesellschaften – darunter die Krebsgesellschaft NRW. Fachlich begleitet wird die Initiative von Dermatologinnen und Dermatologen vor Ort. Im letzten Jahr führte die Krebsgesellschaft NRW in Kooperation mit der IKK classic die Zertifizierung mit guter Resonanz in den Städten Bonn und Münster durch.

 

Tipps zum Schutz der Haut für zu Hause und den Urlaub

• Vermeiden Sie die stärkste Sonneneinstrahlung zur Mittagszeit zwischen 11.00 und 15.00 Uhr. Nutzen Sie die Vormittags- und Nachmittagsstunden für Aktivitäten im Freien.

• Halten Sie sich bei starker Sonneneinstrahlung im Schatten auf. Auch Wolken halten nur 20 Prozent der UV-Strahlung ab.

• Schützen Sie Ihre Haut durch angemessene Bekleidung. (Schultern, Ellbogen und Knie sollten bedeckt sein) und vergessen Sie auch die Kopfbedeckung nicht.

• Schützen Sie nicht bekleidete Hautpartien mit Sonnencreme. Benutzen Sie Präparate mit hohem Lichtschutzfaktor (ab LSF 30), die möglichst keine allergenen Stoffe beinhalten.

• Tragen Sie die Produkte rechtzeitig (20 Minuten vor den Aktivitäten im Freien) und großzügig auf.

• Babys und Kleinkinder gehören nicht in die direkte Sonne.

 

Zur spielerischen Vermittlung des Themas „Sonnenschutz“ hat die Krebsgesellschaft NRW die Kinderfibel „Wenn der Eisbär in die Sonne geht“ entwickelt. Innerhalb von NRW kann das Büchlein kostenlos bestellt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, die Kinderfibel als PDF-Dokument herunterzuladen. Telefonische Bestellungen unter 02 11 / 15 76 09 90 Downloads und Online-Bestellungen unter: www.krebsgesellschaft-nrw.de (Broschüren).

 

Fakten: Hautkrebs in Deutschland

Die Anzahl von Menschen, die in Deutschland an Hautkrebs erkranken, steigt nach Angaben der ESCF jährlich um 7 bis 10 Prozent und liegt derzeit bei mehr als 250.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Dabei wird bei rund 26.000 Menschen Schwarzer Hautkrebs (Malignes Melanom) diagnostiziert. Der größte Risikofaktor für Hautkrebs ist die unsichtbare Strahlung der Sonne. Während die kurzwellige UVB-Strahlung nur in die oberen Hautschichten eindringt, erreicht die UVA-Strahlung auch tiefere Schichten und lässt die Haut schneller altern. Beide Strahlenarten können zu Hautkrebs führen, da sie langfristig eine Veränderung der Erbinformation der Hautzellen bewirken. Mit jedem Sonnenbrand steigt somit die Gefahr, später an Hautkrebs zu erkranken.

 

Die Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V.

Seit mehr als 60 Jahren setzt sich die Krebsgesellschaft NRW mit Sitz in Düsseldorf für die Verbesserung der onkologischen Versorgung in Nordrhein-Westfalen ein. Bedeutende Aufgabenfelder sind die Vorbeugung und Früherkennung von Krebserkrankungen. Dazu gehört der wissenschaftliche und gesundheitspolitische Diskurs, welche Maßnahmen als sinnvoll und empfehlenswert einzustufen sind, ebenso wie die öffentliche Aufklärung darüber.

 

Die IKK classic

Die IKK classic ist mit rund 3,6 Millionen Versicherten die sechstgrößte deutsche Krankenkasse und das führende Unternehmen der handwerklichen Krankenversicherung. Die Kasse mit Hauptsitz in Dresden ist mit rund 7.000 Beschäftigten an bundesweit mehr als 300 Standorten tätig. Ihr Haushaltsvolumen beträgt rund 10 Milliarden Euro.

 

 

Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V.

Volmerswerther Str. 20

40221 Düsseldorf

Tel. 0211-15 76 09 92

Fax 0211-15 76 09 99

www.krebsgesellschaft-nrw.de

 

  • Aufrufe: 414

Weltweit erste Klinik: UKJ-Urologie prüft Immuntherapie bei Harnblasentumoren

Erste Patienten werden im Rahmen einer klinischen Prüfung behandelt / Alle 14 Tage eine Infusion / Prof. Grimm leitet Studie in Deutschland


Im Kampf gegen Krebserkrankungen werden aktuell große Hoffnungen auf eine neuartige Therapie mit Antikörpern gesetzt. Die Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Jena (UKJ) ist nun die weltweit erste Klinik, die die Immuntherapie im Rahmen einer klinischen Prüfung bei Patienten mit Harnblasenkrebs einsetzt. Die ersten Patienten wurden in eine Studie aufgenommen und können jetzt mit dem neuen Therapieverfahren behandelt werden.

Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm, Direktor der Klinik am UKJ, betont: „Wir stehen am Anfang der klinischen Prüfung, die nach sehr strengen Maßstäben erfolgt. Im Kern geht es bei der Immuntherapie um folgenden Ansatz: Die Patienten bekommen eine spezielle Substanz, einen Antikörper, per Infusion verabreicht. Dadurch soll das Immunsystem der Patienten wieder in die Lage versetzt werden, die Krebszellen zu zerstören. Denn durch spezielle Eiweiße wird dieser Vorgang bei einer Tumorerkrankung bislang außer Kraft gesetzt.“ An der klinischen Prüfung für das Harnblasenkarzinom sollen weltweit 230 Patienten teilnehmen. Für die Bundesrepublik ist Prof. Grimm Leiter der klinischen Prüfung.

Die Reaktivierung des Immunsystems durch Antikörper, so genannte Immun-Checkpoint-Inhibitoren, ist ein neues, viel versprechendes Wirkprinzip in der Krebsbehandlung. Derzeit wird dieser Behandlungsansatz bei zahlreichen Tumorarten geprüft. Beim schwarzen Hautkrebs und beim Lungenkrebs konnte der Erfolg der Immuntherapie bereits nachgewiesen werden.

„Wir sind optimistisch, dass wir für den Harnblasenkrebs ähnliche Ergebnisse im Rahmen der klinischen Prüfung vorweisen können, aber hier gilt es nun die ersten Ergebnisse abzuwarten.“ Patienten, die an der klinischen Prüfung teilnehmen, bekommen alle 14 Tage eine Infusion verabreicht und werden alle acht Wochen zur Untersuchung einbestellt. Auch bei Prostatakrebs und Nierenkrebs werden in der Jenaer Urologie Studien mit diesen Antikörpern durchgeführt.

Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.uniklinikum-jena.de

  • Aufrufe: 323

CeBIT 2015: Das Fraunhofer IESE präsentiert Meilenstein für das Seniorenleben 2.0

Prof. Dieter Rombach, Institutsleiter Business Development des Fraunhofer IESE in Kaiserslautern, überreicht der rheinland-pfälzischen Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, auf der diesjährigen CeBIT den Abschlussbericht zur Pilotstudie von „SUSI TD“ – einem hochentwickelten Senioren-Assistenzsystem. Das Institut setzt damit klare Wegweiser für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität im Alter.


Ein selbstbestimmtes Leben im gewohnten Umfeld ist für viele Senioren keine Selbstverständlichkeit. Eingeschränkte Mobilität, Ängste und ein fehlendes Sicherheitsgefühl beeinflussen die Entscheidung für oder wider einen Lebensraumwechsel. Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern legt nun mit einem umfassenden Abschlussbericht zur Testphase des Senioren-Assistenzsystems „SUSI TD“ wichtige Erfahrungswerte vor.

„Ich habe die Projektphase von „SUSI TD“ mit großer Spannung verfolgt“, äußert sich Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, und schließt: „Aus den Ergebnissen können wertvolle Ansätze für einen weiteren Ausbau und für den Erhalt der Lebensqualität unserer Seniorinnen und Senioren gewonnen werden.“

Das vom Ministerium im Rahmen der Initiative Gesundheitswirtschaft geförderte System wurde während einer Pilotphase 2014 in ausgewählten Haushalten in Trier und im Landkreis Trier-Saarburg installiert und erprobt. Durch die Integration von Ambient-Assisted-Living-

Technologien (AAL) wurden Gewohnheiten aus dem Alltag der Teilnehmer erfasst und zur Überprüfung des Wohlergehens eingesetzt. Zwei eingebundene Pflegestützpunkte konnten damit die individuelle Betreuung der Senioren übernehmen. Durch die umfassende technologische Vernetzung hatten die Probanden zudem die Möglichkeit, leichter mit Familie und Freunden zu kommunizieren. Prof. Rombach blickt zufrieden auf eine erfolgreiche Pilotphase zurück: „Das sehr positive Feedback der Teilnehmer und die Ergebnisse der Evaluierung legen den Grundstein für eine erfolgreiche Weiterführung dieses Ansatzes, der das Potenzial hat, das Lebensgefühl im Alter komplett neu zu definieren.“

Auch nach Abschluss der ersten Testphase wird an einer Weiterentwicklung des Systems gearbeitet: So findet „SUSI TD“ insbesondere im aktuellen Leitthema des Instituts, „Smart Rural Areas“, spannende Anknüpfungspunkte. Mit der Zielsetzung, das Leben in ländlichen Regionen durch eine durchdachte Vernetzung der Bereiche Infrastruktur, Mobilität, Nahversorgung und Wohnen essenziell zu verbessern, greift „Smart Rural Areas“ auch den Bereich Leben im Alter auf. Beispielsweise drängen zu lange Strecken und eine erschwerte Möglichkeit der eigenständigen Versorgung Senioren aus ihrem gewohnten Umfeld. Durch die Installation von „SUSI TD“ können eventuelle Hürden und Ängste überwunden werden und es wird ein autarkes Leben im Alter mit mehr Lebensfreude ermöglicht.


Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Das Fraunhofer IESE in Kaiserslautern gehört zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Software- und Systementwicklungsmethoden. Die Produkte seiner Kooperationspartner werden wesentlich durch Software bestimmt. Die Spanne reicht von Automobil- und Transportsystemen über Automatisierung und Anlagenbau, Energiemanagement, Informationssysteme und Gesundheitswesen bis hin zu Softwaresystemen für den öffentlichen Sektor. Die Lösungen sind flexibel skalierbar. Damit ist das Institut der kompetente Technologiepartner für Firmen jeder Größe – vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern.

Unter der Leitung von Prof. Peter Liggesmeyer und Prof. Dieter Rombach trägt das Fraunhofer IESE seit nunmehr fast 20 Jahren maßgeblich zur Stärkung des aufstrebenden IT-Standorts Kaiserslautern bei. Im Fraunhofer-Verbund für Informations- und Kommunikationstechnik engagiert es sich gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten für richtungsweisende Schlüsseltechnologien von morgen.

Das Fraunhofer IESE ist eines von 66 Instituten und Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft. Zusammen gestalten sie die angewandte Forschung in Europa wesentlich mit und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei.
Weitere Informationen finden Sie unter
- Homepage des Fraunhofer IESE

  • Aufrufe: 308