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Gesundheit

Gesundheitsminister will Vorsorgeuntersuchung auch für ältere Jugendliche

VorsorgeuntersuchungGrundschüler und Teenager sollen künftig regelmäßig zur Vorsorge beim Kinderarzt gehen. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will das Untersuchungsprogramm für Kinder und Jugendliche ausweiten. Dazu sollen bis zu drei neue Vorsorgeuntersuchungen zu Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen werden - die "U10" und die "U11" für Grundschüler sowie die "J2" für Jugendliche. "Wir wollen, dass die bewährten U- und J- Untersuchungen beim Kinder- oder Hausarzt künftig bis zum 18. Lebensjahr regelmäßig möglich sind", sagte Gröhe zur Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.

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Rapsöl verbessert die Cholesterin- und Leberwerte übergewichtiger Männer

Wie eine Pilotstudie unter Leitung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) nun zeigt, verbessert der tägliche Konsum von 50 g Rapsöl im Vergleich zu Olivenöl in einem Untersuchungszeitraum von vier Wochen den Cholesterinspiegel sowie die Leberwerte übergewichtiger Männer. Zudem fand das Team um die Mediziner Michael Kruse und Andreas F. H. Pfeiffer vom DIfE Hinweise darauf, dass die Aufnahme von Rapsöl zwar kurzfristig die Produktion von entzündungsfördernden Botenstoffen im Unterhautfettgewebe stimuliert, jedoch langfristig chronischen Entzündungsreaktionen entgegenwirkt.

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Tuberkulose: Neuer Schwachpunkt des Erregers gefunden

Wechselwirkung des Steroids (gelb)Forscher aus Würzburg und Stony Brook haben beim Tuberkulose-Erreger eine neue verwundbare Stelle gefunden: Die spezifische Blockade eines wichtigen Enzyms im Cholesterinabbau könnte die Bakterien lahm legen. Weltweit wurden im Jahr 2012 rund 8,6 Millionen Fälle von Tuberkulose bekannt. Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO berichtet, starben an dieser gefährlichen Infektionskrankheit 1,3 Millionen Menschen. Dabei waren bei gut fünf Prozent der Infektionen Erreger im Spiel, die gleich gegen mehrere Medikamente resistent sind – Tendenz steigend.

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Multiple Sklerose: Was hilft Patienten bei der Therapiewahl?

Neurologische Universitätsklinik Heidelberg veranstaltet am 13. Dezember 2014 einen Patiententag zu Multipler Sklerose / Themen sind unter anderem Bildgebung, Ernährung, Behandlung akuter Krankheitsschübe, neue Wirkstoffe in der Langzeittherapie


Am Samstag, den 13. Dezember 2014, sind Patienten mit Multipler Sklerose (MS) und ihre Angehörigen herzlich zu einem Informationstag der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg eingeladen. Von 10 bis 14 Uhr geben renommierte MS-Experten einen Überblick über den Stellenwert der Magnetresonanztomographie des Kopfes für Diagnose und Verlaufsbeurteilung der Erkrankung. Sie stellen aktuelle Therapiemöglichkeiten bei akuter Krankheitsaktivität vor und geben Tipps zur Auswahl der Medikamente für die Langzeitbehandlung. Weiteres Thema sind neue Erkenntnisse, wie die Ernährung die MS beeinflussen kann. Referenten und Mitglieder der Selbsthilfegruppe „Amsel e.V.“ stellen sich zwischen und nach den Vorträgen gerne den Fragen der Besucher. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltung findet im Großen Hörsaal der Kopfklinik, Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg, statt. Für Rollstuhlfahrer sind barrierefrei erreichbare Plätze im vorderen Bereich des Hörsaals reserviert. Sie werden gebeten, der Ausschilderung dorthin zu folgen.

Wie können Patienten aktiv und als kompetente Gesprächspartner für den behandelnden Arzt Einfluss auf die Therapiewahl nehmen? Das ist angesichts der immer komplexeren Behandlungsmöglichkeiten, die auch diverse Nebenwirkungen und Risiken für den Patienten mit sich bringen können, eine zentrale Frage für die Betroffenen. Beim Patiententag soll daher diskutiert werden, wo Patienten geeignetes Informationsmaterial finden, ihr Wissen über die Erkrankung schulen, an wen sie sich mit Fragen wenden und wie sie den Austausch mit ihrem Arzt optimal gestalten können.

Neue entzündungshemmende und schützende Medikamente

Neuigkeiten gibt es im Bereich der medikamentösen Therapie: Nachdem 2011 bereits das erste Medikament in Tablettenform zugelassen wurde, stehen nun zwei weitere Wirkstoffe, die oral eingenommen werden können, zur Verfügung. Auch ein weiterer hochwirksamer monoklonaler Antikörper wurde für die Behandlung der schubförmigen MS zugelassen. Bereits bekannte und seit langem etablierte Substanzen sind in modifizierter Form, die eine vereinfachte Verabreichung ermöglichen, erhältlich. Die zahlreichen verfügbaren Wirkstoffe greifen an unterschiedlichen Stellen am Immunsystem an und unterdrücken Entzündungen. Die hiermit verbundenen Nebenwirkungen erfordern große Sorgfalt in der klinischen und laborchemischen Überwachung. Eine optimale Kommunikation zwischen Patient und Arzt ist enorm wichtig, um unerwarteten Vorkommnissen vorzubeugen und Risiken rechtzeitig zu erkennen.

Deutschlandweit leiden rund 120.000 Menschen an Multipler Sklerose. Bei dieser Autoimmunerkrankung greifen körpereigene Immunzellen gesundes Nervengewebe an und zerstören es schließlich. Häufig verursacht MS bereits in jungen Jahren bleibende Nervenschäden und Behinderungen. Bislang stehen Medikamente zur Verfügung, die Krankheitsschübe dämpfen, aber nicht heilen können.

Am Universitätsklinikum Heidelberg werden MS-Patienten in einer speziellen neuroimmunologischen Ambulanz – von der Deutschen Gesellschaft für Multiple Sklerose DMSG als „anerkanntes MS-Zentrum“ ausgewiesen – fächerübergreifend betreut.


Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 12.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 1.900 Betten werden jährlich rund 66.000 Patienten voll- bzw. teilstationär und mehr als 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.
Weitere Informationen finden Sie unter
Programm im Internet
Informationen zur Neuroimmunologie-Sprechstunde

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