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Lifestyle

Havana Lyceum Orchestra Warmup auf dem Inseli Foto von Patrick Hürlimann

Mozart y Mambo Havana Lyceum Orchestra | José Antonio Méndez Padrón | Sarah Willis, KKL Luzern, 13.8. 2025, besucht von Léonard Wuest

Sarah Willis und José Antonio Méndez Padrón mit Mitgliedern des Havana Lyceum Orchestra Foto Monika Rittershaus

Havana Lyceum Orchestra Warmup auf dem Inseli Foto von Patrick Hürlimann

KKL Luzern, der Konzertsaal mit 1898 Sitzplätzen

José Antonio Méndez Padrón Dirigent

Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer

Besetzung und Programm:
Havana Lyceum Orchestra
José Antonio Méndez Padrón Dirigent
Sarah Willis Horn
Richard Egües (1923–2003)
El bodeguero, für Horn und Orchester bearbeitet von Jorge Aragón
Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
Hornkonzert D-Dur KV 412/512
Edgar Olivero (*1985)
Rondo alla Rumba nach dem Finale aus Mozarts Hornkonzert Es-Dur KV 495
Ernesto Oliva (*1988)
Suite Danzotas
Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
Sinfonie B-Dur KV 319
Francisco Repilado (1907–2003)
Chan Chan, für Horn und Orchester bearbeitet von Jorge Aragón
María Teresa Vera (1895–1965)
Veinte Años für Horn und Orchester bearbeitet von Jorge Aragón
José «Joseíto» Fernández (1908–1979)
Guantanamera, für Horn, Trompete und Orchester bearbeitet von Jorge Aragón

Spätestens als Hornsolistin Sarah Willis uns,auf der Bühne tänzelnd, begrüsste, war allen klar, dass dies kein 08/15 Konzertabend wird.

Havana Lyceum Orchestra Warmup auf dem Inseli Foto von Patrick Hürlimann
Havana Lyceum Orchestra Warmup auf dem Inseli Foto von Patrick Hürlimann

Das aktuelle , schon fast subtropische Wetter trägt natürlich dazu bei, dass die auftretenden Künstler von der grössten Karibikinsel sich bei uns fast schon heimisch fühlen und so bester Laune sind, was sich schon beim nachmittäglichen Warm Up auf dem Inseli manifestierte.

Richard Egües (1923–2003)
El bodeguero, für Horn und Orchester bearbeitet von Jorge Aragón

Kubanisches Temperament trifft klassisches Horn

Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer
Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer

Die Bearbeitung von „El Bodeguero“ – ursprünglich ein kubanischer Cha-Cha-Cha des legendären Richard Egües – für Horn und Orchester durch Jorge Aragón ist ein mitreißendes Beispiel dafür, wie klassische Musik und lateinamerikanische Rhythmen nahtlos verschmelzen können. In der Interpretation des Havana Lyceum Orchestra unter der Leitung von José Antonio Méndez Padrón entsteht eine klanglich dichte und rhythmisch präzise Darbietung, die das Publikum sofort in ihren Bann zieht.

Virtuose Hornkunst von Sarah Willis

Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer
Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer

Im Zentrum steht die Hornistin Sarah Willis, deren Spiel gleichermaßen technisch brillant wie emotional mitreißend ist. Mit beeindruckender Leichtigkeit meistert sie schnelle Passagen, komplexe Rhythmen und improvisatorische Elemente, die typisch für den kubanischen Stil sind. Dabei verliert sie nie die melodische Linie aus dem Blick, sondern lässt sie mit einem warmen, klaren Ton strahlen – eine seltene Kombination aus Klassik-Präzision und lateinamerikanischem Feuer.

Ein Orchester voller Lebensfreude

Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer
Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer

Das Havana Lyceum Orchestra beweist sich erneut als Ensemble auf höchstem Niveau. Die jungen Musikerinnen und Musiker spielen mit Energie, Präzision und hörbarer Freude. Besonders die rhythmische Sektion – Schlagwerk, Streicher und Holzbläser – trägt wesentlich zur Lebendigkeit bei. Die orchestrale Bearbeitung von Aragón ist farbenreich und fein abgestimmt, ohne den kubanischen Ursprung zu verwässern.

Ein Brückenschlag zwischen Welten

Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer
Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer

Dieser Auftritt ist mehr als nur ein musikalisches Experiment – sie ist ein kultureller Dialog zwischen Europa und Kuba. Die Zusammenarbeit von Sarah Willis mit kubanischen Musikern bringt beide Welten auf Augenhöhe zusammen. „El Bodeguero“ wird so zu einem leuchtenden Beispiel dafür, wie Musik Grenzen überwindet – elegant, virtuos und voller Lebenslust.

Wolfgang Amadé Mozart Hornkonzert D-Dur KV 412/512

Mozarts Klassiker im neuen Glanz

Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer
Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer

Wolfgang Amadé Mozarts Hornkonzert D-Dur KV 412/514 zählt zu den Höhepunkten des Hornrepertoires. In der Aufführung mit dem Havana Lyceum Orchestra unter Dirigent José Antonio Méndez Padrón, entfaltet das Werk eine besondere Frische und Leichtigkeit. Schon im eröffnenden Allegro überzeugt die Darbietung durch tänzerische Eleganz, spritzige Artikulation und ein transparentes, feines Zusammenspiel zwischen Orchester und Solistin.

Sarah Willis: Klangvolle Leichtigkeit

Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer
Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer

Sarah Willis, international gefeierte Hornistin und Mitglied der Berliner Philharmoniker, bringt eine beeindruckende Mischung aus technischer Souveränität und charmanter Musikalität ein. Ihre Tongebung ist rund und tragfähig, dabei immer flexibel und gesanglich. Besonders in den lyrischen Passagen zeigt sie ein feines Gespür für Mozarts Humor und feine Ironie – nie übertrieben, sondern geschmackvoll und stilsicher interpretiert.

Ein lebendiges Orchestererlebnis

Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer
Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer

Das Havana Lyceum Orchestra überrascht mit einem schlanken, wendigen Mozart-Klang. Die jungen Musikerinnen und Musiker agieren mit Spielfreude und Präzision. Méndez Padrón führt das Ensemble mit leichter Hand, lässt viel Raum für musikalische Entfaltung und sorgt dennoch für klare Strukturen. Die Balance zwischen Soloinstrument und Orchester ist hervorragend abgestimmt – ein echter Dialog auf Augenhöhe.

Mozart mit karibischer Wärme

Diese Interpretation des D-Dur-Konzerts ist keine radikale Neuerfindung, aber sie bringt neue Wärme und Lebendigkeit in ein oft gespieltes Werk. Der natürliche Charme des kubanischen Orchesters, gepaart mit Sarah Willis‘ klarem Ton und ihrer musikalischen Tiefe, macht diese Interpretation zu einem besonderen Hörgenuss – frisch, authentisch und ganz im Sinne des Salzburger Überfliegers Mozart.

Edgar Olivero Rondo alla Rumba nach dem Finale aus Mozarts Hornkonzert Es-Dur KV 495

Mozart im karibischen Tanzgewand

Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer
Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer

Mit dem „Rondo alla Rumba“ verwandelt der kubanische Komponist Edgar Olivero das Finale aus Mozarts Hornkonzert Es-Dur KV 495 in ein spritziges, rhythmisch pulsierendes Klangabenteuer. Die vertraute Rondo-Thematik bleibt erhalten, wird jedoch von afro-kubanischen Rhythmen durchzogen, die dem Klassiker eine völlig neue Dynamik verleihen. Oliveros gelingt es, Mozarts melodischen Witz mit der Lebensfreude der Rumba-Tradition kunstvoll zu verschmelzen.

Ein Ensemble voller Energie

Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer
Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer

Das Havana Lyceum Orchestra unter seinem Dirigenten bringt diese originelle Bearbeitung mit großem Feingefühl und hörbarer Spielfreude auf die Bühne. Die rhythmische Präzision der Perkussion, die tänzerische Leichtigkeit der Streicher und die geschmeidige Balance zwischen klassischer Form und kubanischer Improvisationslust verleihen dem Stück eine mitreißende Frische. Méndez Padrón schafft dabei mühelos den Spagat zwischen stilistischer Treue und kreativer Freiheit.

Ein musikalisches Augenzwinkern

„Rondo alla Rumba“ ist keine bloße Parodie, sondern ein klangvoller Dialog zwischen Epochen und Kulturen. Mit augenzwinkerndem Respekt vor Mozart und viel kubanischem Herzblut entsteht ein Stück Musik, das gleichermaßen unterhält, überrascht und verbindet. Ein origineller Abschluss, der Tradition tanzen lässt.

Ernesto Oliva Suite Danzotas

Rhythmische Farbenpracht aus Kuba

Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer
Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer

Die „Suite Danzotas“ des jungen kubanischen Komponisten Ernesto Oliva ist eine Hommage an die traditionellen Tanzformen seiner Heimat – voller Energie, Eleganz und stilistischer Vielfalt. In mehreren Sätzen verarbeitet Oliva Elemente der Danzón, Son und Rumba zu einer eigenständigen Klangsprache. Seine Musik bleibt tief in der kubanischen Folklore verwurzelt und wird gleichzeitig orchestral so raffiniert ausgearbeitet, dass sie eine moderne, fast sinfonische Kraft entfaltet.

Ein Orchester im Tanzrausch

Das Havana Lyceum Orchestra, dirigiert von José Antonio Méndez Padrón, bringt diese Suite mit beeindruckender Vitalität auf die Bühne. Die Streicher agieren federnd und präzise, die Bläser setzen klangfarbliche Akzente, und die Percussion treibt das Geschehen mit unermüdlichem Puls voran. Méndez Padrón gelingt es, die Struktur der Sätze klar herauszuarbeiten, ohne den tänzerischen Fluss zu bremsen. Besonders eindrucksvoll ist das Zusammenspiel der verschiedenen rhythmischen Ebenen – lebendig und punktgenau.

Tradition trifft Innovation

Mit der „Suite Danzotas“ gelingt Ernesto Oliva ein künstlerischer Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Das Werk ist farbenfroh, mitreißend und dabei tief kubanisch. Eine musikalische Entdeckung, die das Können des Orchesters und die kreative Kraft der jungen kubanischen Komponistenszene eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Wolfgang Amadé Mozart Sinfonie B-Dur KV 319

Mozart mit frischem Atem

In der Aufführung von Mozarts Sinfonie B-Dur KV 319 zeigt das Havana Lyceum Orchestra unter der Leitung von José Antonio Méndez Padrón eindrucksvoll, wie lebendig und zeitlos klassische Musik klingen kann. Die Interpretation wirkt durchweg klar strukturiert, dabei nie akademisch – vielmehr frisch, voller Spielfreude und mit einem feinen Gespür für Mozarts elegante Ironie. Bereits im ersten Satz wird deutlich: Hier wird nicht nur sauber musiziert, sondern erzählt.

Transparenz und Lebendigkeit

Sarah Willis und José Antonio Méndez Padrón mit Mitgliedern des Havana Lyceum Orchestra Foto  Monika Rittershaus (
Sarah Willis und José Antonio Méndez Padrón mit Mitgliedern des Havana Lyceum Orchestra Foto Monika Rittershaus 

Das Orchester beeindruckt mit einem transparenten, leichten Klang, bei dem jede Stimme ihren Platz findet. Die Streicher zeichnen die melodischen Linien geschmeidig nach, während die Holzbläser mit farbenreichen Einsätzen glänzen. Méndez Padrón versteht es, die Balance zwischen Struktur und Ausdruck zu halten – Tempi sind zügig, aber nie überhastet, die Dynamik ist sorgfältig abgestuft und fein nuanciert.

Ein jugendlicher Mozart

Diese Interpretation hebt die jugendliche Energie und Leichtigkeit der B-Dur-Sinfonie besonders hervor. Es ist ein Mozart ohne Pathos, aber mit Persönlichkeit, klanglicher Tiefe und tänzerischer Eleganz. Die Interpretation des Havana Lyceum Orchestra beweist eindrucksvoll, wie jung und aufregend Mozart auch heute noch klingen kann – wenn man ihm mit Neugier und musikalischer Offenheit begegnet.

Francisco Repilado Chan Chan, für Horn und Orchester bearbeitet von Jorge Aragón

Kubanische Melancholie neu interpretiert

Mit der Bearbeitung von „Chan Chan“ – dem ikonischen Stück des Komponisten Francisco Repilado (alias Compay Segundo) – für Horn und Orchester wagt Jorge Aragón einen spannenden Brückenschlag zwischen Tradition und Klassik. Das Havana Lyceum Orchestra unter José Antonio Méndez Padrón verleiht dem berühmten Song eine neue orchestrale Tiefe, ohne seinen charakteristischen, melancholisch-schwebenden Charme zu verlieren. Die typisch kubanische Leichtigkeit bleibt erhalten, wird aber durch die Orchesterfarben noch intensiviert.

Sarah Willis: Horn mit Herz und Seele

Im Zentrum steht Sarah Willis, deren Hornspiel sich wunderbar in das kubanische Klangbild einfügt. Ihr warmer, lyrischer Ton unterstreicht die Melancholie von „Chan Chan“ und hebt zugleich die melodischen Feinheiten hervor. Ihre Phrasierung wirkt gesanglich, fast wie ein vokaler Erzählfluss – einfühlsam, aber nie sentimental. Besonders berührend ist der Dialog zwischen Horn und Orchester, der wie ein stilles Gespräch zwischen Kulturen wirkt.

Zwischen Nostalgie und Eleganz

Diese Version von „Chan Chan“ ist keine bloße Adaption, sondern eine emotionale Neuinterpretation, die sowohl kubanische Wurzeln als auch klassische Raffinesse in sich trägt. Das Zusammenspiel von Willis, dem Orchester und der raffinierten Bearbeitung ergibt eine bewegende Hommage – zart, ehrlich und musikalisch außergewöhnlich.

María Teresa Vera Veinte Años für Horn und Orchester bearbeitet von Jorge Aragón

Zeitlose Sehnsucht in neuer Klangfarbe

Havana Lyceum Orchestra Warmup auf dem Inseli Foto von Patrick Hürlimann
Havana Lyceum Orchestra Warmup auf dem Inseli Foto von Patrick Hürlimann

Die Bearbeitung von „Veinte Años“ – dem berühmten boleroartigen Lied von María Teresa Vera für Horn und Orchester – durch Jorge Aragón eröffnet dem Klassiker eine neue emotionale Dimension. In der Version mit dem Havana Lyceum Orchestra, dirigiert von José Antonio Méndez Padrón, bekommt das nostalgische Lied einen sinfonischen Rahmen, der die Tiefe und Schönheit der Melodie eindrucksvoll verstärkt, ohne deren Intimität zu verlieren.

Sarah Willis: Gesang auf dem Horn

Sarah Willis gestaltet die Solostimme mit großer Wärme und klanglicher Sensibilität. Ihr Horn klingt beinahe wie eine menschliche Stimme – weich, ausdrucksstark und voller Melancholie. Die Melodie von „Veinte Años“, geprägt von Abschied und Erinnerung, gewinnt in ihrem Spiel an Intensität und Ausdruck. Besonders eindrucksvoll ist ihre Fähigkeit, sich mit dem Orchester zu verweben und doch als Erzählstimme klar hervorzutreten.

Ein musikalischer Blick zurück

Diese Interpretation ist mehr als nur ein klassisches Arrangement – sie ist ein gefühlvoller Rückblick, getragen von Würde und Zärtlichkeit. Das Zusammenspiel aus traditioneller kubanischer Musik und klassischer Klangsprache macht „Veinte Años“ zu einem emotionalen Höhepunkt. Ein stiller, berührender Moment im Programm – voller Respekt für Herkunft und Gefühl.

José «Joseíto» Fernández „Guantanamera“ für Horn, Trompete und Orchester bearbeitet von Jorge Aragón

Ein kubanisches Symbol neu belebt

„Guantanamera“, eines der bekanntesten Lieder Kubas, erhält in der Bearbeitung von Jorge Aragón für Horn, Trompete und Orchester eine neue, sinfonische Gestalt. Die Melodie von José „Joseíto“ Fernández bleibt als kulturelles Erbe spürbar präsent, wird aber durch die orchestrale Fassung und die farbige Instrumentierung auf ein neues Niveau gehoben. Das Havana Lyceum Orchestra unter José Antonio Méndez Padrón bringt dabei nicht nur Präzision, sondern auch Herzblut und nationalen Stolz zum Ausdruck.

Ein Duo mit Charakter

Die Soloparts für Horn und Trompete sind klug aufeinander abgestimmt: Das Horn, weich und gesanglich, steht im Kontrast zur strahlenden, leicht melancholischen Trompete. Beide Instrumente treten in einen musikalischen Dialog, der die Vielschichtigkeit des Liedes unterstreicht – zwischen Volkstümlichkeit und Poesie, Melancholie und Hoffnung, aber auch durchaus mit groovendem, jazzigen Einschlag. Das Zusammenspiel ist feinsinnig und ausdrucksstark, ohne Effekthascherei. Ein absolutes Konzerthighlight.

Tradition mit neuem Klanggewand

Diese Version von „Guantanamera“ ist kein bloßes Zitat, sondern eine eigenständige musikalische Erzählung, die Respekt vor der Tradition zeigt und gleichzeitig Raum für künstlerische Freiheit lässt. Die Mischung aus klassischer Struktur und kubanischer Seele macht dieses Stück zu einem emotionalen wie musikalisch reizvollen Höhepunkt im Konzertprogramm.bei dem Hornsolistin Sarah Willis das Publikum animierte mitzusingen, was aber, wahrscheinlich zum akustischen Glück, nur leidlich gelang.

Ungewöhnliche Zugabe

Nach dem stürmischen, nicht enden wollenden Schlussapplaus verwöhnten uns die Ausführenden noch mit einer außergewöhnlichen Zugabe. Da legten die Hornistin Sarah Willis und Dirigent José Antonio Méndez Padrón, getragen von karibischen Rhythmen der übrigen Orchesterangehörigen, noch eine kesse Sohle in Form einer Salsa aufs Parkett, bejubelt vom Auditorium. Die ausführenden verließen schlussendlich umjubelt weiterspielend den Konzertsaal über die Zuschauerreihen ins Foyer, wo sie uns noch weiter mit feuriger Musik unterhielten.

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: Priska Ketterer, Peter Fischli und Patrick Hürlimann  www.lucernefestival.ch

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Havana Lyceum Orchestra Warmup auf dem Inseli Foto von Patrick Hürlimann

Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer

Sarah Willis Horn und musikalische Leitung

Mozart y Mambo Konzertfoto von Priska Ketterer

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Der Schweizer Klassiker, die Cervelat

Die Schweizer Küche auf der Suche nach Identität und Herbert Huber’s Gedanken dazu

Einige typische Schweizer Gerichte

Basler Mehlsuppe

Luzerner Kügelipastetli garniert

Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti

Aargauer Rüeblitorte

Hochverehrte Genussmenschen, liebe Mitesserinnen und Mitesser (nicht etwa die «Biibeli» gemeint)
Während Wirte klagen, Gäste würden weniger Zeit und Geld in Genuss investieren, wird öffentlich mehr übers Kochen gesprochen und geschrieben denn je. Über Beizen geurteilt – im Wartezimmer des Zahnarztes, in den Wirtschaften während des Essens und beim Picknick im Freien.

Älplermagronen serviert mit Salat
Älplermagronen serviert mit Salat

Täglich flimmern im Fernsehen Food-Trends, bis man sich wünscht, diese alle in den Mund zu stopfen und brav zu kauen. Eine Kochsendung löst die Andere ab. Heimatliche Gefühle werden mit «Mini Chuchi – Dini Chuchi» geweckt. Aber auch den Ärger auf die manchmal laienhaften ja geradezu blöden Kommentare der geladenen Gäste. Fazit: So ist im pulsierenden Feld voller kulinarischer Widersprüche die heimatliche Gastronomie auf Identitätssuche.

Die «alte» Schule und die «neue» Zukunft

Bündner Capuns
Bündner Capuns

Als Koch der «alten» Schule hinterfrage ich zwar, ob Köche überhaupt noch (traditionell) kochen können? Wo sich doch eine (fast) ganze Generation zu Küchendekorateuren entwickelt hat – und dabei das echte fundamentale Kochen verlernte. Eine weitere Frage: Gibt es überhaupt noch eine ehrlich zelebrierte «Schweizer Küche»? Wo doch das Angebot der Lebensmittelindustrie mit Fertig-Rösti bis Fixfertig-Gratin und Geschnetzeltem im Vakuumbeutel, Suppen aus der Büchse und Saucen in Pulverform nur so überquillt? Von Echtheit keine Spur.

Gegensteuer mit Kampagnen

Polenta con Coniglio alla ticinese
Polenta con Coniglio alla ticinese

Kampagnen wie «Schweizer Fleisch» oder Labels wie «Suisse Garantie» und das sehr erfolgreiche neue Label «Fait Maison» versuchen, ein nationales Lebensmittelbewusstsein zu schaffen. Doch bleibt die Schweizer Küche nicht im Schatten populärer Kulinarik der Nachbarländer, Schnellimbissbuden, Strassenfooderei und Ethnien-Küchen stecken – also im Spannungsfeld zwischen Tradition, Moderne, Regionalität und Globalisierung?

Die Schweizer Küche

Raclette mit  Beilagen
Raclette mit Beilagen

So ist die Identität der Schweizer Küche nicht statisch, sondern in Bewegung – ein Prozess, der das Selbstverständnis der Schweiz als multikulturelles, mehrsprachiges und weltoffenes Land auch kulinarisch widerspiegelt.

Schnetz ond dronder
Schnetz ond dronder

Eigentlich wäre es so einfach, unsere Schweizer Küche ehrlich und kompromisslos zu pflegen. Auch in den Restaurants. Mit original hausgebrutzelter Rösti, Zürcher oder Nidwaldner Geschnetzeltem. Mit raffinierter hauseigener Fondue-Mischung, mit Original-Raclette oder Papet Vaudois. Mit Tessiner Polenta oder dem Risotto aus dem Valle Maggia. Haben Sie je eine Kalberwurst mit Zigerhörnli geschlemmt? Oder mit Maluns, Capuns, Pizokel, Bündner Gerstensuppe und Beinwurst die Gaumen erfreut? Oder wie wäre es mit einer kulinarischen «Tour de Suisse» mit Zwischenhalt bei der Appenzellerin mit ihrem charmantesten Käse?

Kulinarischer Föderalismus

Die YB Wurst im Wankdorf Stadion
Die YB Wurst im Wankdorf Stadion Bern

So ist in einem Land mit starker föderalistischer Struktur die Küche ein möglicher Baustein für nationale Identifikation. Diese haben wir bitter nötig.

Schmeckt immer die Oriinal Sankt Galler Bratwurst aber ja ohne Senf
Schmeckt immer die Oriinal Sankt Galler Bratwurst aber ja ohne Senf

Anstatt sich auf ein einziges nationales Gericht oder eine uniforme Küche festlegen zu wollen, könnte die Schweiz ihre kulinarische Identität bewusst aus deren Vielfalt schöpfen. In einer Welt, die zunehmend nach Einheitlichkeit strebt, ist diese ein kultureller Schatz – ein Geschmack von Heimat in Varianten. Auf denn zur nächsten Lagerfeuer-Party mit der Nationalwurst Cervelat. Ein Hoch auf die kulinarische Schweiz. Ihre kulinarische Identität ist nicht in Stein gemeisselt – sie wird immer wieder neu entdeckt. Solange es noch Genussmenschen geben wird.

Text   www.herberthuber.ch

Fotos Von Shutterstock generierte KI Bilder

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Bündner Gerstensuppe mit Schnittlauch garniert

Ossobuco ticinese it Risotto

Käsefondue Moitié moitié

Reichhaltige Bernerplatte

Original Zuger Kirschtorte

 

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Das Luzerner Sinfonieorchester mit Martha Argerich Foto Philipp Schmidli

Pianofestival Luzern Le Piano Symphonique Alle Facetten des Klaviers am Vierwaldstädtersee

Vom 12. – 18. Januar 2026 lädt das Luzerner Sinfonieorchester bereits zur fünften Ausgabe seines Klavierfestivals «Le Piano Symphonique» ein. Klavierliebhaberinnen und -liebhaber aus aller Welt dürfen sich erneut auf herausragende Künstlerpersönlichkeiten der internationalen Pianistenszene freuen.

Martha Argerich bleibt dabei wichtige Schlüsselfigur und künstlerisches Herz des Festivals als «Pianiste Associée» und wird sowohl am 16.01. gemeinsam mit ihren vertrauten Kammermusikpartnern Janine Jansen (Violine) und Mischa Maisky (Violoncello) sowie am 17.01. als Solistin mit dem Luzerner Sinfonieorchester zu erleben sein.

Zu den Gästen des Festivals zählen 2026 u. a. Hélène Grimaud ( Eröffnungskonzert mit Renaud Capuçon, 12.01.), Maria João Pires (Mozart KV 595 mit Robin Ticciati, 14.01.), Alexandre Kantorow (mit einer Uraufführung von Anders Hillborg unter Christoph Eschenbach, 15.01.), Beatrice Rana (Rezital, 14.01.), Jean Rondeau (mit Lichtprojektion in Kooperation mit dem Lichtfest Luzern, 16.01.), sowie Chefdirigent Michael Sanderling, der erneut zentrale programmatische Akzente setzt.

Ein weiteres Highlight ist die filmische Weltpremiere von William Kentridge (17.01.), der sich in seinem Werk «O quickly disappearing photograph» Luigi Dallapiccolas Klavierzyklus widmet.

Darüber hinaus präsentiert das Festival drei Debütkonzerte im Zeugheersaal des Hotel Schweizerhof Luzern mit Schaghajegh Nosrati (15.01.), Roman Borisov (16.01.) und Fil Liotis (17.01.), ein internationales Expertenpanel zur Nachwuchsförderung (15.01.) sowie öffentliche Meisterkurse unter Leitung von Christoph Eschenbach (16. & 17.01.) mit Abschlusskonzert (18.01.).

Auch 2026 bietet «Le Piano Symphonique» wieder eine Fülle unvergesslicher musikalischer Momente – ein Eintauchen in eine magische Festivalwelt, die SRF Kultur treffend als «ein Klavierfestival der Sonderklasse» bezeichnete.

Die Konzerte finden im KKL Luzern, im Orchesterhaus des Luzerner Sinfonieorchesters in Kriens sowie im Hotel Schweizerhof Luzern statt.

www.klavierfestival-le-piano-symphonique.ch

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Pete Antunes Schlagwerk

Tower of Power 13.07.2025, KKL Luzern, besucht von Léonard Wüst

Tower of Power

Tower of Power

Lradsänger Jordan John im Element

Tower of Power Summer 2024 gut aufgelegt vor einem Konzert

 

Besetzung:
Jordan John, Gesang, Emilio Castillo, Saxophon/MD, Stephen „Doc“ Kupka, Baritonsaxophon
Tom E. Politzer, Saxophon, Adolfo Acosta, Trompete, Dave Richards, Trompete/Posaune
Jerry Cortez, Gitarre, Roger Smith, B3 Orgel/Tasten, Marc van Wageningen, Bass, Pete Antunes, Schlagzeug

Vorfreude und Atmosphäre

Die Ankündigung, dass das legendäre Funk- und Soul-Ensemble Tower of Power im KKL Luzern auftreten würde, ließ Herzen höher schlagen – zu Recht. Bereits vor dem Einlass war die Stimmung spürbar: Musikfans jeden Alters mit High-Five, Trommler, Funk-Fans, etliche mit Trompeten-Sounds im Ohr. Das KKL präsentierte sich in gewohnt hochklassigem Ambiente. Die Mischung aus Vorfreude, Neugier und sichtlichem Respekt gegenüber den US-Veteranen der Funkmusik zauberte eine fast würzige Spannung in den Konzertsaal, der sehr gut gefüllt war, vor allem von Babyboomern und Alt 68ern.

Die Band „Tower of power“

Emilio Castillo Bandleader,Tenor  Zweites Saxophon
Emilio Castillo Bandleader, ZweitesTenor Saxophon

Gegründet 1968 von den Brüdern Emilio und Jack Estillo als „The Motown“ im kalifornischen Oakland auf der gegenüberliegenden Seite der Bay Bridge, also vis a vis von San Francisco, der damaligen Hochburg der Hippiekultur und der Love & Peace Bewegung.

Schon fast unglaublich: Als ich am 21. Juli 1969 um 03.56 Uhr, also mitten in der Nacht am Fernseher mitfieberte, wie Neil Armstrong als erster Mensch seinen Fuss auf den Mond setzte, existierte diese Band schon über ein Jahr.

Von der „Ur Formation von 1968 sind noch diese beiden dabei:

Bandleader Emilio Castillo, Saxophon/MD und Stephen „Doc“ Kupka, am Baritonsaxophon, ansonsten waren schon über 60 verschiedene Musiker temporär in der Band engagiert.

Auch von andern Musikern gern engagiert für Studioaufnahmen

Tower of Power Konzertfoto von Vanessa Bösch
Tower of Power Konzertfoto von Vanessa Bösch

Der Bläsersatz der Band, die Tower of Power Horns, wurde auch dadurch bekannt, dass sie auf den Aufnahmen anderer Künstler mitarbeiteten. Dazu gehörten die Monkees, Carlos Santana, Elton John, John Lee Hooker, Rod Stewart, Jefferson Starship, Heart, Huey Lewis and the News, Little Feat, Lyle Lovett, Phish, Aerosmith, Rolling Stones, Eurythmics, Phil Collins, Toto, Klaus Lage, Tom Jones usw.

 

Der Auftakt

 

Jerry Cortez Leadgitarre
Jerry Cortez Leadgitarre

Als Tower of Power die Bühne betrat, brandete sofort ein Beifallsorkan auf. Die Bläsersektion – Trompeten, Saxophone – zielgenau wie eine Schweizer Uhr, startete mit einem prägnanten kurzen Blast, gefolgt vom einsetzenden Rhythmus: harte Funk-Gitarre, grooviges Bassspiel, prägnante Drums. Die Auftaktnummer „Soul Vaccination“ packte die Zuschauer sofort – energiegeladen, tight, mitreißend. Der Groove setzte sich in den Körpern fest, und man merkte: Das ist Funk, den man nicht nur hört, sondern spürt.

Virtuosität trifft Charisma

 

Tower of Power Konzertfoto von Vanessa Bösch
Tower of Power Konzertfoto von Vanessa Bösch

Tower of Power überzeugte nicht nur durch ihre legendäre Bläserfraktion, sondern auch durch pure Virtuosität in allen Bereichen. Die Lead-Sänger wechselten sich souverän ab, jeder Song bekam seine eigene Nuance durch differenzierte Gesangsfarben. Der Gitarrist zeigte solide Rhythmusarbeit, gelegentlich unterbrochen von schmelzenden Soli, die den Zuhörer aufhorchen ließen. Doch der wahre Star war die Bläser-Front: blitzschnelle Läufe, punktgenaue Einsätze – man merkte sofort, warum diese Band seit Jahrzehnten Maßstäbe im Funk-Soul-Genre setzt.

 

Stimmung und Publikum

 

Jordan John Leadsänger und Multiinstrumentalist
Jordan John Leadsänger und Multiinstrumentalist

Das Publikum im KKL war durchmischt: Funk-Veteranen, junge Musikliebhaber, Stammgäste des Hauses. Schon nach wenigen Liedern standen viele, wippten mit, klatschten im Takt – ein sicheres Zeichen, dass die Musik nicht nur gehört, sondern gelebt wurde. Die Band interagierte liebenswürdig mit dem Publikum: Zwischen den Songs kurze Anekdoten, Hintergrundinfos, Dankesworte an Luzern – alles sympathisch, ohne zu übertrieben zu wirken. Besonders bewegend war der Moment, als ein softer Soul-Track gespielt wurde und alle Lichter gedimmt wurden – die emotionale Verbindung im Raum verstärkte sich merklich.

Soundqualität im Konzertsaal des KKL

 

Tower of Power Konzertfoto von Vanessa Bösch
Tower of Power Konzertfoto von Vanessa Bösch

Das KKL Luzern zeigte sich erneut als erstklassiger Konzertort, der die enorme Klangpower von Tower of Power kristallklar und ausgewogen in den Saal transportierte. Die Bässe waren kräftig, aber kontrolliert – kein Dröhnen. Die Bläser kamen glasklar, das Schlagzeug crisp und prägnant. Auch in den hinteren Reihen blieb jedes Detail erhalten, was bei komplexer Bläsermusik enorm wichtig ist. Technikerjob mit A+, man spürte jedes Vibrato, jede Nuance, ohne dass etwas im Mix verlorenging.

 

Höhepunkte des Abends

Mehrere Klassiker heizten die Stimmung an und sorgten für ekstatische Tanz-Impulse, „Soul Vaccination“ pulsierte mit unbändiger Power, bei „You’re Still a Young Man“ zeigte sich die gefühlvolle, melancholische Seite der Band – Gänsehaut auf allen Plätzen. Besonders beeindruckend: „So very hard to go“ und die spontane Bläser-Jam-Session mitten im zweiten Set. Zwei Saxophonisten duellierten sich spielend, die Trompete antwortete darauf mit strahlenden Höhen – und das Baritonsaxophon rundete alles ab. Es war pure Funk-Magie, eingefangen ohne erzwungene Showeffekte. Look in my eyes

Bandchemie und Bühnenpräsenz

 

Tower of Power Konzertfoto von Vanessa Bösch
Tower of Power Konzertfoto von Vanessa Bösch

Ob langjähriges Mitglied oder Neuzugang – bei Tower of Power fügten sich alle zu einem homogenen Ganzen. Die Bandmitglieder strahlten Symbiose aus, lachten sich an, verstanden sich auch nonverbal. Diese Natürlichkeit übertrug sich direkt aufs Publikum: Man fühlte, dass diese Musik nicht nur ein Job, sondern Leidenschaft ist. Leadsänger Jordan John, der jüngste auf der Bühne, nahm mehrfach die Gitarre selbst in die Hand, mischte sich in den Gesamtsound ein – unprätentiös und handwerklich Klasse. Die Dankesworte „Thank you, Luzern – you are part of our journey“ hallten lange nach.

Fazit und Ausblick

Des Leadsängers rhetorischen Ruf in den Raum „You want some more“ wurde mit Gejohle und Yeahrufen quittiert und so kamen wir noch in den Genuss von den bestbekannten Nummern „What Is Hip?“ und “You’re still a young man“


Das Konzert von Tower of Power im KKL Luzern war ein unvergessliches Erlebnis für Funk- und Soul-Fans. Herausragende Musiker, eine phänomenale Bläsersektion, ein bestens aufgelegtes Publikum und ein, auch für solche Konzerte geeigneter Saal,machten den Abend zur runden Sache. Jeder Song, ob Klassiker oder Deep Cut, traf den Nerv des Auditoriums. Wer die Chance hatte, dabei zu sein, nahm pure Musikbesessenheit mit nach Hause. Und eines ist sicher: Tower of Power ist auch nach Jahrzehnten noch voller Energie, Groove und Stil – eine Empfehlung für jeden, der starke Bandperformance in intimer Atmosphäre sucht.

 

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: www.allblues.ch    und Homepage https://towerofpower.com/

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veranstaltet von: www.allblues.ch und https://www.kkl-luzern.ch/

Tower of Power Konzertfoto von Vanessa Bösch

Tower of Power

Tower of Power Konzertfoto von Vanessa Bösch

Tower of Power Konzertfoto von Vanessa Bösch

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