Katie Melua, Blue Balls Festival Luzern, 28. Juli, besucht von Léonard Wüst
Rezension:
Besetzung der Begleitband: Harp, Maria Cristina, Drums Simon, Bass Roary, Keyboards/Piano Marc.
Beste Voraussetzungen. ausverkaufter Konzertsaal, gutgelauntes erwartungsfreudiges Publikum.
Für ihr Konzert am Blue Balls Festival spielte und sang Katie Melua eigene Kompositionen und coverte ein paar ihre Lieblingssongs. Jazz- und Blues-Klassiker aus den 1970ern, so beispielsweise: Von Ray Davies (The Kinks) „Nothing in this world can stop me worryin‘ „bout that girl“
„Piece of my heart“ eine Komposition von Jerry Ragovoy und Bert Berns deren bekannteste Version von Janis Joplin stammt.
„Spooky „ von Dusty Springfield
Diese Songs hat Katie Melua adaptiert und daraus eindrückliche neue Versionen gemacht und ihnen mit ihrer einfühlsam charismatischen Stimme eine ganz besondere Identität verliehen.
All diesen Lieblingssongs gemeinsam ist das Besondere, dass diese komponiert und interpretiert wurden, als sie (*1984) noch gar nicht geboren war. Dies eröffnet Katie natürlich auch die Freiheit, auf völlig unvorbelastete Art und Weise an die Werke heran zu gehen und diese ihrem Empfinden nach zu modellieren.
Perfekt unterstützt von ihrer Band, erstmals durch eine Harfistin ergänzt, reihte sie einen Song an den andern, immer ein paar Erläuterungen über das jeweilig vorgetragene einstreuend. Unterstützt von ihren brillanten Mitmusikern bot die Künstlerin eine mitreissen aufwühlende Vorstellung, auch sehr abwechslungsreich, demonstrierend, dass sie neben gefühlvoll balladesk auch grooven kann, ebenso mal rockig poppig daherkommt um wieder beim jazzig bluesigen zu landen, wo die Harmonie der Protagonisten besonders zum Tragen kommt. In diesem eineinhalbstündigen Set, ohne Pause performte die Sängerin fast zwei Dutzend Songs und begeisterte das Auditorium, das sich dann auch folgerichtig, mit einer langanhaltenden Standing Ovation bedanke. Die Belohnung folgte in Form einer wunderschönen Zugabe, einer Adaption von „What a wonderful world“, bekannt durch die Interpretation von Louis Armstrong.
Fazit: Katie Melua, der Inhalt hat gehalten, was die Verpackung versprochen hatte.
Kleine Hörprobe der Künstlerin: Katie Melua
Text: www.leonardwuest.ch
Fotos: www.blueballs.ch katiemelua.com/ KKL Luzern und Wikipedia
Links auf alle andern von mir besuchten Konzerte am Blue Balls Festival 2016
Sóley Stefánsdóttir, 24. Juli 2016
Ala.ni 26. Juli 2016
Seal, 27. Juli 2016
www.gabrielabucher.ch Paul Ott:www.literatur.li
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Rezension:
Das Publikum, im sehr gut besetzten Saal war zum grösseren Teil etwas reifen Alters, eher der Kategorie „Musikantenstadl“ Fans zuzuordnen.
Dieser unsägliche Einheitsbrei der immer gleichen Beats, der fast immer gleichen Harmonien Abfolge, dem nichtssagenden Soundgemixe. Wenn Du ein bisschen was von Musik verstehst, tut das einfach nur weh. Banal, aber eben, mehrheitstauglich.
Kleine Hörprobe des Künstlers:
Rezension:
Völlig überzeugt von ihrem Können wagte sie es, nach einer gewissen Zeit, die Bühne zu verlassen und ohne Mikrophon a Capella weiter singend durch den Konzertsaal zu schreiten, diesen grandiosen Saal, der weltweit als die Kathedrale der Akustik schlechtin gilt. Sowas hab ich persönlich an gleicher Stelle erst einmal erlebt, als die kanadische Starsopranistin Barbara Hannigan dasselbe tat, während einer ihrer Auftritte am Lucerne Festival.
Rezension: Zu Beginn, der Tradition verpflichtet, erfolgte eine kurze Begrüssung durch Urs Leierer, den Festivalgründer und –direktor im gutgefüllten weissen Konzertsaal des KKL. Das Parterre war praktisch voll, dafür auf den Galerien nur vereinzelt einige Besucher. Die Isländerin, begleitet von ihren Mitmusikern, Kathy am E Piano und Albert an den Gitarren, setzte sich, nach einer kurzen Begrüssung des Publikums, an den Flügel um den ersten Song zu intonieren. Die Independent Performerin stellte auf dem Synthesizer die benötigten Sequenzen ein, und griff dann in die Tasten.
Gewöhnungsbedürftig sind ihre Kompositionen allemal, die Resonanz und der Applaus nach den Songs liessen darauf schliessen, dass sehr viele Insider anwesend waren, mehrheitlich weiblichen Geschlechts. Die Künstlerin wechselte vom Flügel zum E Piano, packte sich auch wieder mal die Gitarre, reihte Song an Song, verbindend mit ein bisschen Small Talk dazwischen, was ihr aber eher nicht so zu liegen scheint. Am meisten Beifall gabs natürlich für ihren wahrscheinlich bekanntesten Song „Pretty Face“ aus dem Album „We sink“
Zu einem „Islandapplaus“ Marke Fussball Euro 2016, wie ihn ihre Fussball spielenden Landsmänner in Frankreich jeweils bekamen, reichte es zwar nicht, aber doch genügend, um uns eine Zugabe zu gewähren.