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Regional

POL-HA: 233 neue Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärter in Hagen

Neue Polizistinnen und Polizisten
Neue Polizistinnen und Polizisten

Hagen (ots) Behörden- und Ausbildungsleitung der Polizei Hagen empfingen am Montag, 02.09.2019, 233 junge Frauen und Männer, die nach einem Auswahlverfahren ihre Polizeiausbildung beginnen. Ziel ist die Ernennung zur Polizeikommissarin bzw. zum Polizeikommissar nach drei Jahren und der Erwerb des akademischen Titels Bachelor of Arts. In den kommenden Monaten erwartet die Neuankömmlinge eine Kombination aus Theorie, Training und Praxis. Nach einer ersten Theoriephase an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Hagen folgt eine Trainingszeit in der Polizeischule in Selm, bevor die echte Polizeipraxis in einer der Kooperationsbehörden beginnt (Siegen-Wittgenstein, Olpe, Märkischer Kreis, Ennepe-Ruhr-Kreis, Bochum und Hagen).

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Stadt Hamm, Objekt des Monats September

Edith Koppel und Karl Lebenstein
Edith Koppel und Karl Lebenstein

Das Doppelporträt von Edith Koppel (geb. 19.8.1910 in Essen-Steele, sie wohnte Brückenstraße 11) und Dr. Karl Lebenstein (geb. 12.10.1906 im Haus Weststraße 11) hat der Hammer Fotograf Josef Viegener im August 1933 in seinem Atelier an der Oststraße aufgenommen. Das junge Paar war frisch verheiratet. Am 25. Juli 1933 hatten sich die beiden auf dem Standesamt in Hamm das Ja-Wort gegeben. Die Zukunft der Eheleute stand jedoch unter keinem guten Stern. Schon die Heiratsurkunde führte den jüdischen Gerichtsassessor als „früheren Rechtsanwalt, jetzt berufslos“. Denn die antisemitische Politik der Nationalsozialisten hatte mit dem sogenannten „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ vom 7. April 1933 alle jüdischen Frauen und Männer sowie politisch missliebige Personen aus dem Beamtenapparat entlassen.

Die Eltern von Karl Lebenstein – Samuel Lebenstein (1855-1931) und seine Frau Emma geb. Kronenberg – besaßen etwa seit der Jahrhundertwende an der Großen Weststraße 11, direkt an der Haltestelle der „Elektrischen“, ein Geschäftshaus. Offenbar führten sie die Firma, die fertige Oberbekleidung, aber auch Stoffe zum Selbstschneidern anbot, gemeinsam. Denn das Haus war mit einem Schild mit beiden Namen versehen: Lebenstein – Kronenberg. Wie lange die beiden das Textilgeschäft betrieben, ist nicht bekannt. Vielleicht wechselte es nach Samuel Lebensteins Tod im Jahr 1931 an die Gebrüder Gumpert. 1933 ging der Oberbekleidungsladen dann an einen „arischen“ Inhaber über, an Alfred Rosenberger: „Das deutsche Fachgeschäft für schöne Damenkleidung“.

Schon im Sommer 1933 war also die Ausgrenzung jüdischer Frauen und Männer deutlich wahrzunehmen und für die Betroffenen bereits eine Bedrohung der Existenzgrundlage. Daher lebten Edith und Karl Lebenstein auch nur für kurze Zeit in Karls Geburtshaus an der Weststraße. Bereits am 5. September 1933 machten sie sich gemeinsam mit Emma Lebenstein, Karls Mutter, und mit Bruder Arthur auf den Weg nach Palästina – und retteten so ihr Leben. Mit viel Mühe – und einem gescheiterten Versuch, den Lebensunterhalt mit einem Café zu bestreiten – konnte sich Karl Lebenstein dort wieder als Rechtsanwalt niederlassen. Im Jahr 1960 starb er im Alter von 53 Jahren in Tel Aviv.

Edith Lebenstein stand nach dem Tod ihres Mannes noch in Kontakt zum Gymnasium Hammonense, wo Karl im Jahr 1925 sein Abitur abgelegt hatte. In ihrem Mitteilungsblatt Nr. 20 erinnerte die Schule an den verstorbenen Karl Lebenstein, ihren ehemaligen Schüler. Edith Lebenstein starb in hohem Alter mit 91 Jahren am 12. Januar 2001.

Dan Lebenstein, der Sohn von Edith und Karl, hat zu diesem Text freundlicherweise einige Informationen beigesteuert. Als er das Foto seiner Eltern und die Publikation sah, die die Ausstellung FOTO FARBE FORM. Bildwelten der Brüder Viegener, freute er sich sehr. „Ganz wichtig“, erklärt Dan Lebenstein gerührt, sei es, „das Andenken an meine Eltern zu bewahren“.

Maria Perrefort

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POL-BO: Pkw-Fahrer entfernt sich unerlaubt nach Unfall mit neunjährigem Fahrradfahrer

Bochum (ots) Ein Neunjähriger aus Castrop-Rauxel ist bei einem Verkehrsunfall am frühen Samstagabend, 7. September, in Bochum-Gerthe verletzt worden. Der Junge stürzte mit seinem Fahrrad, der Autofahrer aus Dortmund hinterließ seine Personalien nicht.

Gegen 17.25 Uhr war der Neunjährige mit seinem Fahrrad auf der Gerther Straße unterwegs. Als dieser nach links in die Lothringer Straße (Fußgängerzone) abbiegen wollte, erschrak er sich vor einem von links kommenden Pkw Daimler Chrysler, der die Lothringer (Fußgängerzonenbereich) an der Kreuzung Gerther Straße weiter geradeaus fahren wollte. Der augenscheinlich ältere Autofahrer (circa 65 Jahre, graue Haare) hielt kurz an und sprach mit dem ebenfalls anwesenden Vater des Neunjährigen, entfernte sich dann aber unerwartet ohne seinen Namen zu hinterlassen. Auf dem Beifahrersitz soll eine weibliche Person (ebenfalls in etwa 65 Jahre, Brillenträgerin) gesessen haben.

Das vollständige Dortmunder Kennzeichen des Flüchtigen liegt der Polizei vor, sodass die Ermittlungen an der Halteranschrift umgehend eingeleitet werden konnten.

Die Polizei bittet Zeugen des Verkehrsunfalls, sich während er Geschäftszeiten beim Bochumer Verkehrskommissariat unter der Rufnummer 0234 909-5205 zu melden.

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POL-BO: Unfall mit E-Scooter offenbart im Nachhinein mehrere Verstöße

Bochum (ots) Bei einem Verkehrsunfall am Freitagnachmittag, 6. September, ist ein 28-jähriger E-Scooter-Fahrer in Bochum-Langendreer leicht verletzt worden.

Gegen 15.20 Uhr kam es im Kreuzungsbereich Unterstraße/Alte Bahnhofstraße zu einem Verkehrsunfall zwischen einer 84-jährigen Bochumer Autofahrerin und einem 28-jährigen E-Scooter-Fahrer.

Der 28-jährige Bochumer benutzte nach derzeitigem Ermittlungsstand verbotswidrig den Gehweg und in der Verlängerung die dem Fußgängerverkehr vorbehaltene Fußgängerfurt. Dort überquerte er die Fahrbahn. Hier erfasste ihn die links abbiegende Pkw-Fahrerin. Die Lenkstange des E-Scooters brach bei dem Zusammenstoß und der Elektro-Rollerfahrer verletzte sich bei dem anschließenden Sturz. Eine RTW-Besatzung brachte ihn ins Krankenhaus.

Ein durchgeführter Drogenvortest bei dem 28-Jährigen schlug an. Eine Blutprobe wurde ihm entnommen. Der E-Roller verfügte nicht über das erforderliche Versicherungskennzeichen und hatte keine KBA-Zulassung. Deswegen wurde das Gefährt sichergestellt. Nun erwartet den Fahrer des E-Rollers ein umfangreicheres Ermittlungsverfahren.

Zeugen des Unfalls können sich während der Geschäftszeiten beim Verkehrskommissariat unter der Rufnummer 0234 909-5205 melden.

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