Zum Hauptinhalt springen

Regional

Stadt Bochum Infos:Probealarm: Stadt testet neue Sirenen

Sirene

In Bochum wird ein neues Alarmsirenennetz installiert, um die Bevölkerung bei Großschadens-Ereignissen zu warnen. Die ersten fünf installierten Sirenen müssen nun ihren Premieren-Testlauf bestehen: Am Dienstag, 30. Juli, 14 Uhr, wird Stadtdirektor Sebastian Kopietz in der Feuerwehr-Leitstelle, Brandwacht 1, einen Probealarm auslösen.

 

Die ersten Sirenen sind an folgenden Stellen im Stadtgebiet montiert: Rathaus Wattenscheid, Werner-von-Siemens-Schule, Bezirksverwaltungsstelle Bochum-Ost, Freiwillige Feuerwehr Stiepel und Bezirksverwaltungsstelle Bochum-Südwest. Der Probealarm wird entsprechend in der Nähe dieser Standorte am deutlichsten zu vernehmen sein – und zwar zunächst einen auf- und abschwellenden Heulton als Signal der Warnung vor Gefahr, und anschließend einen gleichbleibenden Dauerton als Zeichen der Entwarnung.

 

Bis 2021 will die Stadt rund 20 Sirenen in Bochum im Einsatz haben und so die Möglichkeit einer flächendeckenden Warnung sicherstellen.

 

Detaillierte Informationen über Alarmsirenen, ihre Funktion und die Bedeutung der Signale finden sich im Internet auf der Seite des NRW-Innenministeriums: www.im.nrw/themen/gefahrenabwehr/warnung-und-sirenen/sirenen

  • Aufrufe: 171

Stadt Bochum Infos:Biotop Gondelteich: Von Riesen und Zwergen unter Wasser

Chinesischer Marmorkarpfen Fischzählung Gondelteich
Chinesischer Marmorkarpfen Fischzählung Gondelteich

Der Fang des Tages würde jedem Profi-Angler zur Ehre gereichen: 85 Zentimeter lang und sicherlich zehn Kilogramm schwer ist der Koloss, ein uralter, riesiger chinesischer Marmorkarpfen. Mit einem solchen Giganten hatte hier niemand gerechnet. Stefan Staas, Doktor der Biologie, der den Riesenfisch aus dem Gondelteich im Bochumer Stadtpark gezogen hat, ist ziemlich baff: „Der gehört jetzt aber wirklich nicht hierher.“ Der Karpfen spitzt beleidigt das Maul. Dann wird er wieder freigelassen.

 

Der Gondelteich im Stadtpark gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Innenstadt. Familien picknicken hier, Spaziergänger und Freizeitsportler umkreisen ihn, Menschen allen Alters ruhen sich auf den ihn umgebenden Bänken aus. Schon daran sieht man, dass der Teich, nach behördlicher Klassifizierung als Regenrückhaltebecken definiert, weit mehr ist als nur eine mit Wasser vollgelaufene Kuhle im Boden. Er ist Lebensraum für Insekten und Wasservögel, für Amphibien und eben auch für Fische. Das war klar – und klar war seit dem hitzebedingten Fischsterben im Jahre 2018 auch, dass dieser Lebensraum für seine Bewohner mitunter zur tödlichen Falle werden kann, wenn nichts unternommen wird. Eine erste Sofort-Maßnahme der Stadtverwaltung gemeinsam mit der Technischen Hochschule Georg Agricola zum Schutz des Gewässers und der ansässigen Lebensformen war die permanente Überwachung der Wasserqualität. Als während der ersten Hitzewelle des Jahres die Temperaturen bedrohlich anstiegen und der Sauerstoffgehalt des Wassers absackte, konnte prompt reagiert werden: Der Technische Betrieb leitete tausende Liter Frischwasser in den Teich und installierte zwei Belüfter, die das Wasser mit Sauerstoff anreichern.

 

Aber das Problem des Teiches und seiner Fische ist nicht nur die Hitze. Weil der Gondelteich keinen natürlichen Zu- und Abfluss hat, ist die wachsende Schlammschicht aus verwelkten Blättern, Vogelkot und den Essensresten, die Unbelehrbare immer noch den Wasservögeln zuwerfen, eine ernste Bedrohung. Denn der Schlamm verbraucht Sauerstoff, wenn er sich zersetzt. Mindestens mittelfristig braucht der Teich eine Entschlammung.

 

Das geschieht üblicherweise mit einer Pumpe, die den Schlamm vom Grund des Gewässers saugt – aber auch alles andere, wenn es in die Öffnung passt. Und genau deshalb steht Dr. Stefan Staas in Wathose und Gummistiefeln in einem kleinen Kahn und wirft immer wieder einen Kescher ins Wasser, holt ihn ein und leert den Inhalt in einen großen Eimer im Bug des Bootes. Staas ist einer der Geschäftsführer der auf Fisch- und Gewässerökologie spezialisierten Firma Limnoplan aus Erftstadt bei Köln und schippert an diesem Morgen auf dem Gondelteich, um herauszufinden, welche Fischarten unter seinem Kiel schwimmen.

 

Als er das erste Mal wieder auf das Ufer zusteuert, grinst er breit: „Das sind ganz schön viele!“, ruft er der kleinen Gruppe Verwaltungsmitarbeiter zu, die ihm bei der Arbeit zusehen und auf erste Ergebnisse warten. Denn sie wollen die Lebensbedingungen im Teich dauerhaft verbessern und tüfteln daher an einem entsprechenden Konzept. Da ist es mehr als sinnvoll, sich anzusehen, was denn da genau unter der Wasseroberfläche los ist.

 

Und siehe da: Der Gondelteich ist überraschend fischreich, ganze Schwärme ziehen im Schatten unter den überhängenden Ästen der Parkbäume ihre Kreise. Der Experte entdeckt sogar mindestens zwei geschützte Arten, nämlich die seltenen, wenige Zentimeter großen Moderlieschen und Bitterlinge – seltsamerweise kommen sie im Gondelteich in großer Zahl vor, auch wenn ihre bevorzugte Umgebung üblicherweise anders aussieht. Staas zeigt noch andere Teichschwimmer, Barsche und Rotaugen. Und es gibt Brut im Wasser, der Teich ist also voller kleiner Lebewesen, das muss bei einer möglichen Entschlammung natürlich beachtet und Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Außerdem spielt die Art der Fische eine wichtige Rolle in Überlegungen, eventuell Wasserpflanzen zur Reinigung und Sauerstoffproduktion im Teich anzusiedeln – die sollten möglichst nicht sofort von den Fischen gefressen werden.

 

Die Bestimmung der Fischarten ist außerdem wichtig zur Einschätzung des Gefährdungspotenzials, denn je nach Art kommen sie mal besser, mal schlechter mit Sauerstoffmangel zurecht. Und sie lässt Schlussfolgerungen über mögliche nötige Eingriffe in die Populationen zu. Es kann durchaus sinnvoll sein, sie zu reduzieren oder ganze Arten zu entnehmen.

 

Womit Staas wieder auf den chinesischen Marmorkarpfen zu sprechen kommt. Diese Fische wurde in den 60ern und 70ern in deutschen Teichen ausgesetzt, weil sie die Wasserpflanzen abfressen sollten und verbreiteten sich rasch. Sie sind einheimischen Arten in fast allen Belangen überlegen – zum Beispiel vermehren sie sich deutlich erfolgreicher und verdrängen so nach und nach andere Fischarten. Wenn das Konzept zur dauerhaften Stabilisierung der Teich-Ökologie also einmal vorliegt, könnte einer der darin enthaltenen Punkte bedeuten, dass der mächtige Fisch, wenn er das nächste Mal aus dem Gondelteich gezogen wird, nicht wieder dahin zurückkehren darf.

 

  • Aufrufe: 162

FDP-Politiker Oliver Stirböck MdL informiert sich beim DEN Energie- und Wärmewende im Mittelpunkt des Gesprächs mit dem Vorstand

Besuch beim Deutschen Energieberater-Netzwerk in Offenbach: DEN-Bundesvorsitzende Dipl.-Ing. Hermann Dannecker, Oliver Stirböck MdL, und Peter Preisendörfer, stellvertretender DEN-Landessprecher für Hessen.  Foto: DEN
Besuch beim Deutschen Energieberater-Netzwerk in Offenbach: DEN-Bundesvorsitzende Dipl.-Ing. Hermann Dannecker, Oliver Stirböck MdL, und Peter Preisendörfer, stellvertretender DEN-Landessprecher für Hessen. Foto: DEN

Es war ein Besuch unter Nachbarn – der Offenbacher Stadtverordnete und Abgeordnete im Hessischen Landtag Oliver Stirböck MdL besuchte jetzt das Deutsche Energieberater-Netzwerk DEN e.V., welches seinen Sitz in der Stadt am Main hat. Dipl.-Ing. Hermann Dannecker, einer der beiden Bundesvorsitzenden des Netzwerks, stellte ihm die Organisation vor. Insbesondere aber erläuterte er dem Politiker die Sicht der DEN-Energieberater auf die Energie- und die Wärmewende.

Dabei sparte Dannecker nicht an Kritik an der Bundesregierung. Das jetzt als Referentenentwurf vorgelegte Gebäudeenergiegesetz sei enttäuschend. Sein Netzwerk habe frühzeitig klare und weiterführende Vorschläge in den Diskussionsprozess eingebracht, die jedoch nicht genügend berücksichtigt wurden. Insgesamt sei dieser Entwurf eines GEG viel zu wenig ambitioniert und werde den dringenden Forderungen nach mehr Energieeffizienz und Klimaschutz im Gebäudebereich nicht gerecht, so der Ingenieur.

Man solle endlich ehrlich argumentieren und zugeben, dass ein Verzicht auf liebgewonnene Gewohnheiten für den Klimaschutz mittelfristig unumgänglich sein werden, so Dannecker. Das gelte für Reisen und Verkehr, aber auch für Sanierungen im Gebäudebereich. Hier sollten öffentliche Gebäude Vorbilder sein für einen sehr guten energetischen Standard. Die Kommunen und Länder könnten hier beispielgebend vorangehen. Dannecker lobte in diesem Zusammenhang das baden-württembergisches Wärmegesetz.

Der DEN-Vorsitzende erklärte dem Politiker auch die Bedeutung von Kontrollen im Vollzug der Energieeinsparverordnung EnEV. Hier werde zu wenig getan. Wichtig für ein Gelingen der Wärmewende und eine hohe Qualität der energetischen Maßnahmen sei insbesondere eine neutrale Energieberatung. Wirtschaftliche Unabhängigkeit sei hier ein wichtiges Stichwort. Dies sei im Falle von Energieberatern, die dem DEN angehören, gegeben.

Dannecker stellte dem Liberalen auch die vom Energieberater-Netzwerk initiierte bundesweite Baumpflanz-Aktion vor. Er erläuterte die klimaschützende Bedeutung von Bäumen als Kohlenstoffspeicher und überreichte dem Politiker symbolisch einen Setzling.

Technische Details wie Planungsfehler bei Passivhäusern, insbesondere bei den Lüftungsanlagen, und die richtige Wärmedämmung zur Vermeidung von Schimmel rundeten das Gespräch ab, an dem auch der stellvertretende DEN-Landessprecher für Hessen, Peter Preisendörfer, teilgenommen hatte. Stirböck ist in der FDP-Fraktion im Landtag als Sprecher für Digitalisierung und Europa tätig. Außerdem gehört er dem Landtagsausschuss für Wirtschaft, Energie und Wohnen, dem Ausschuss für Digitales und Datenschutz und dem Europaausschuss an.

 

  • Aufrufe: 113

POL-BO: Schwerpunktaktion gegen Verkehrssünder: Polizei ahndet 466 Verstöße in Bochum

Schwerpunktaktion gegen Verkehrssünder Foto Polizei Bochum
Schwerpunktaktion gegen Verkehrssünder Foto Polizei Bochum

Bochum (ots) Fahrräder mit Motorunterstützung sind heute keine Seltenheit mehr - während der heutigen Schwerpunktaktion der Polizei in Bochum fuhr ein ganz spezielles Exemplar an einem Kollegen der Kradstaffel an der Castroper Straße vorbei - und zwar auffällig laut. Die nähere Betrachtung zeigte: Das ganze Fahrrad ist abenteuerlich. Ein provisorischer Motor - vermutlich aus einem Rasenmäher ausgebaut - lies das Fahrrad nach eigenen Angaben bis zu 30 Stundenkilometer schnell fahren. Dem Fahrer, einem 34-jährigen Bochumer, erwartet nun unter anderem eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz und gegen die Abgabeordnung. Der Motor wurde noch vor Ort teilweise demontiert.

Dieser Verstoß war einer von 466, die die Polizei bei der  Schwerpunktaktion vom 22. Juli gegen Verkehrssünder in Bochum geahndet hat. Mitarbeiter des Zolls, des Bundesamtes für Güterverkehr und der Unteren Abfallwirtschaftsbehörde der Stadt Bochum unterstützten die Polizeibeamten des Verkehrsdienstes bei den Kontrollen.

Unter den Verstößen waren unter anderem auch zwei fehlende Umweltplaketten, sieben Mautverstöße sowie zwei Ordnungswidrigkeitenanzeigen, unter anderem wegen Verstoßes gegen das Kreislaufwirtschaftsgesetz (illegaler Mülltransport).

Eine Hauptunfallursache ist immer noch überhöhte Geschwindigkeit. Um gezielt dagegen vorzugehen, haben Beamtinnen und Beamte des Verkehrsdienstes Geschwindigkeitskontrollen im Bereich der Bochumer Innenstadt durchgeführt. In 439 Fällen waren die Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs, auffallend viele Verstöße fielen bei der Messstelle an der Tenthoffstraße auf. Diese Kontrollstelle wurde aufgrund eines Bürgerhinweises miteinbezogen.

Neben den Tempomessungen ist auch der gewerbliche Güterverkehr intensiv kontrolliert worden. Bei diesen Kontrollen geht es vor allem darum, zu überprüfen, ob die Fahrer die Lenk- und Ruhezeiten einhalten und auch, ob die Lkw richtig beladen sind. Auch das Fahrzeug selbst wird kontrolliert - die Bremsen zum Beispiel oder auch das Reifenprofil. Solche technischen Mängel können zu schweren Unfällen führen. Vor allem bei Unfällen an Stauenden sind oft technische Mängel am Fahrzeug, aber auch Übermüdung oder falsche Ladung die Hauptursache.

Die heutige Bilanz beim gewerblichen Güterverkehr: Sieben Mal wurden die Lenk- und Ruhezeiten nicht eingehalten, in acht weiteren Fällen war die Ladung der Fahrzeuge falsch gesichert. Alle Fahrzeuge durften ihre Fahrt fortsetzen - nachdem sie umgeladen beziehungsweise nachgesichert haben.

Eine Schwerpunktaktion wie diese ist Teil vieler Maßnahmen der Polizei, um besonders für das Thema Geschwindigkeit zu sensibilisieren und dieses noch mehr in den Fokus von uns allen zu rücken. Denn jeder Unfall ist ein Unfall zu viel. Deshalb werden wir solche Schwerpunktaktionen auch künftig fortführen.

  • Aufrufe: 57