Die Internationale Raumstation über der Erde (Bild: Europäische Weltraumagentur ESA
Das Planetarium Bochum, Castroper Straße 67, lädt am Mittwoch, 6. Juni, ab 12 Uhr dazu ein, bei einer Live-Übertragung den Start des deutschen Astronauten Alexander Gerst zur Internationalen Raumstation ISS mitzuerleben.
Um 13.12 Uhr soll es soweit sein: Alexander Gerst bricht an Bord eines Sojus-Raumschiffs zur ISS auf. Bis November 2018 soll seine Mission dauern, und für drei Monate soll er sogar Kommandant der Raumstation sein. Die Besucherinnen und Besucher im Planetarium sind per Livestream bei der zentralen Veranstaltung in Berlin und natürlich vor allem beim Start in Baikonur dabei. Sie erfahren bei der rund zweistündigen Veranstaltung, was die Astronauten auf der ISS tun, wie ihr „All“-tag aussieht – und welchen Anblick die Erde von Bord der Raumstation bietet.
Karten für die Veranstaltung kosten 9,50 Euro, ermäßigt 6,50 Euro. Sie können im Internet unter www.planetarium-bochum.de oder zum Ortstarif bei der Ticket-Hotline 02 21 / 28 02 14 erworben sowie per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. reserviert werden. Sie sind auch an der Abendkasse erhältlich.
Von links: Barbara Muche, Daniel Kolb, Stefan Woßmann, Julian Becker und Anna Spaenhoff Autor/in: Sabine Kastel-Lübke
Rahmenbedingungen zu schaffen, die es rechtsextremen Strukturen erschweren, durchzudringen: Das ist gemeinsames Ziel der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Dortmund. Bei der Fachtagung „Läuft bei dir?!“ im Dietrich-Keuning-Haus wurde am Donnerstag, 17. Mai, intensiv über die einzelnen Aspekte von Rechtsextremismusprävention diskutiert.
Auf Einladung des Bereichs Kinder- und Jugendförderung der Stadt Dortmund, in Kooperation mit der Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie sowie der externen Projektbegleitung des Bundesprogramms „Demokratie leben! Partnerschaften für Demokratie“, kamen rund 100 interessierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus der sozialpädagogischen Kinder- und Jugendarbeit zusammen.
„Es geht um unsere und Ihre Arbeit!“, eröffnete Daniela Schneckenburger, Dezernentin des Kinder- und Jugendbereichs der Stadt Dortmund, den Diskurs. Auch wenn die Stadt „mit Sicherheit nicht auf der Kippe“ stünde, sei die Großwetterlage nicht gerade günstig. Alexander Völkel, seit fünf Jahren Redakteur der Nordstadtblogger, verdeutlichte in einem Vortrag die aktuelle, lokale Lage. Seine Beispiele zeigten klar: Die Auseinandersetzung hat an Schärfe zugenommen; der Kampf um die Demokratie ist kein einfacher. „Aber wenn es leicht wäre, müssten wir heute nicht hier sein!“, betont Schneckenburger. Es sei Aufgabe der Erwachsenen, der Eltern, Lehrer und Lehrerinnen sowie Pädagogen und Pädagoginnen, Jugendliche zu stärken, ihre Empathie auszubilden, Konflikt- und Medienkompetenz zu fördern. Den Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen wünschte sie Mut, Begeisterung und Engagement für den Dialog miteinander – und natürlich ebenso für ihre tägliche Arbeit.
„Jugendlichen Rechtsextremismus gab es schon in den 70er Jahren“, weiß Dr. Nils Schuhmacher von der Universität Hamburg, der ebenfalls als Referent geladen war. „Nur noch nicht den Begriff der Rechtsextremismus-Prävention.“ Viel passiert deshalb schon in den Dortmunder Einrichtungen. Und dennoch: Die rechtsextreme Szene, auch gerade in Dortmund, verändert sich und nutzt heute viele Aktionen und Angebote, die speziell für Jugendliche interessant sein können. Seien es Aufkleber, Musik, Demonstrationen, Sport, Auftreten im Internet oder auch einfach ihre Ansprache. Neue Medien wissen rechte Gruppierungen geschickt für ihre Ziele einzusetzen. Gerade dieser Themenbereich zog viele Teilnehmer zur weiteren Diskussion an. Aber auch andere Fragen wurden in Form von Workshops vertieft: Was verstehen wir unter Rechtspopulismus? Welche Musik hören Rechtsextreme eigentlich? Wie stehen Sport und Rechtsextremismus in Verbindung? Wie bewahrt man ein Kind vor dem Einstieg in die rechte Szene – oder wie holt man es wieder heraus? Und was hat die Geschlechterfrage mit all dem zu tun?
Was sollen wir sonst noch alles machen?
Neben der Herangehensweise beschäftigte die Akteure der sozialpädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vor allem die Erwartungshaltung an ihren Job. Gesellschaftlich betrachte man die Jugendarbeit oft als Reparaturbetrieb, der einspringe, wenn es irgendwo brennt, so Dr. Nils Schuhmacher. „Aber offene Jugendarbeit ist keine Feuerwehrarbeit!“ In der Prävention, die er lieber „demokratische Jugendarbeit“ nennt, um sie klarer von der Kriminalarbeit zu trennen, müsse es weniger um die Abwehr als vielmehr um die Entwicklung und Gestaltung gehen. Ein Fundamt mit ausreichend Freiräumen zu schaffen und Beziehungen aufzubauen, statt einen Wettbewerb untereinander auszutragen, das sei der Kern. „Und mit den Jugendlichen mithalten, seien wir mal ehrlich: Das können wir ohnehin nicht!“, nahm der Fachmann zum Ende ein wenig den Druck von den Altersgenossen.
Die Ferdinandstraße auf der Südseite des Hauptbahnhofes diente während der Bauarbeiten am ZOB als Ersatzbushaltestelle mit provisorischen Bussteigen. Die Ferdinandstraße steht jetzt wieder wie gewohnt als Verbindung zwischen Wittener- und Universitätsstraße zur Verfügung. Bevor die Straße wieder vollständig freigegeben wurde, hat das Tiefbauamt die Straßendecke erneuert und neue Parkplätze angelegt. Insgesamt wurde dabei auf der südlichen Fahrbahn in Richtung Wittener Straße so viel Platz gewonnen, dass ein neuer Radfahrstreifen markiert werden konnte.
Bei den jetzt durchgeführten Arbeiten handelt es sich um eine vorübergehende Lösung. Bisher konnte noch nicht eindeutig festgelegt werden, ob oder in welcher Form der Radschnellweg Ruhr künftig über die Ferdinandstraße verlaufen wird. Abhängig von diesen Entscheidungen wird es möglicherweise zu einer weiteren Neugestaltung der Ferdinandstraße kommen.
Foto der Übung (Feuerwehr Duisburg /Karsten Ophardt)
Die Berufsfeuerwehr und Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Duisburg probten am Donnerstag, 17. Mai, gemeinsam mit dem DRK den Ernstfall eines Krankenhausbrandes. Als Übungsobjekt stand das Malteser Krankenhaus St. Johannes Stift in Duisburg-Homberg zur Verfügung.
Simuliert wurde ein Stockwerkbrand in der fünften Etage. Unter Einsatz von Atemschutz und schwerem Gerät wurde die verrauchte Etage systematisch nach Personen abgesucht und entsprechende Brandbekämpfungsmaßnahmen „eingeleitet“.
Brände in Krankenhäusern, Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen sind eine extremgroße Herausforderung für die Einsatzkräfte. Haben sie bei einem normalen Wohnungsbrand in der Regel mit wenigen betroffenen Personen zu tun, sind es bei einem solchen Einsatz schnell 20 oder mehr Menschen, die es zu retten gilt. Hinzu kommt, dass Menschen in Krankenhäusern sich häufig nicht selbst aus der Gefahrensituation retten können und auf die Hilfe der Einsatzkräfte angewiesen sind.
Umso wichtiger ist es für die Helfer, solche Szenarien immer wieder unter möglichst realistischen Bedingungen zu üben. Nur so kann das Zusammenspiel der einzelnen Kräfte optimiert und Schwachstellen aufgezeigt werden. Das Angebot des St. Johannes Stiftes, eine solche Übung durchzuführen, nahm die Feuerwehr daher sehr gerne an. Der Löschzug 530 der Freiwilligen Feuerwehr übernahm im Vorfeld die Organisation dieser Übung.
Neben der Löscheinheit 5 der Berufsfeuerwehr waren an dieser Übung die Löschzüge 530 (Homberg), 510 (Baerl) und 120 (Fernmeldedienst) der Freiwilligen Feuerwehr mit insgesamt 58 Einsatzkräften und die Einsatzeinheit 2 des DRK Duisburg mit 21 Einsatzkräften beteiligt. Um bei einem realen Brandeinsatz sofort helfen zu können, besetzte der Löschzug 610 (Rheinhausen) der Freiwilligen Feuerwehr während der Übung die Feuer- und Rettungswache 5 in Homberg