Pressetermin mit Oberbürgermeister Thomas Eiskirch
Die Bochumer Bürger können sich über neuen Wohnraum freuen. Die VBW Bauen und Wohnen GmbH hat sich für die nächsten fünf Jahre das Ziel gesetzt rund 1500 neue Wohnungen in Bochum zu errichten. Zur Vorstellung des ersten Neubaupakets treffen sich heute Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, Stadtwerke Geschäftsführer Frank Thiel und Norbert Riffel, Geschäftsführer VBW Bauen und Wohnen GmbH, am Lennershof. Dort werden derzeit die letzten nicht mehr zukunftsfähigen Häuser aus den 50er-Jahren abgerissen, damit neuer Raum für attraktive und barrierefreie Wohnungen entstehen kann. Das erste Maßnahmenpaket enthält die Neubaumaßnahmen in den VBW-Quartieren Flüssesiedlung, Lennershof, Brantropstraße und Voedestraße. Insgesamt sind in diesen vier Quartieren 288 neue Wohnungen geplant, davon 118 öffentlich geförderte Wohneinheiten. Dies entspricht einem prozentualen Anteil von 41 % für den sozialen Wohnungsbau. Das Investitionsvolumen der VBW beträgt allein für diese ersten Neubaumaßnahmen rd. 100 Millionen Euro, davon entfallen auf die Baumaßnahmen am Lennershof 25 Millionen Euro. Die VBW platziert derzeit die Ausschreibungen am Markt. Der Baubeginn für die ersten Maßnahmen soll bereits Ende dieses Jahres erfolgen. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch: „Das ist ein gutes Signal und ein wichtiger Impuls für die städtebaulichen Aktivitäten. Es ist deutlich erkennbar: In Bochum entsteht Neues. Die VBW unterstreicht mit dem geplanten Investment von rund 100 Millionen Euro ihr Engagement in Bochum und legt mit einem Anteil von 41 % einen Schwerpunkt auf den sozialen Wohnungsbau.“ Zitat VBW Geschäftsführer Norbert Riffel: „Die VBW ist der Quartiersentwickler in Bochum im Neubau und im Bestand. Mit unserer Wachstumsstrategie wollen wir auf die erfolgreichen Ergebnisse bereits durchgeführter Quartiersentwicklung aufbauen. Wir werden bei jeder Maßnahme Eigentum, öffentlich geförderten und freifinanzierten Wohnraum bauen. Damit schaffen wir Wohnraum für alle Schichten und stellen auch die soziale Durchmischung sicher.“ Zitat Stadtwerke Geschäftsführer Frank Thiel: „Als größter Gesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzender unterstütze ich diesen Weg ausdrücklich. Zudem können wir hier am Lennershof mit innovativen Energiekonzepten auch als Stadtwerke Bochum unseren Beitrag leisten
Technische Berufe hautnah erleben – dazu haben Schülerinnen einmal im Jahr beim bundesweiten Girls‘Day die Möglichkeit. Die USB Bochum GmbH beteiligt sich jedes Jahr an dieser tollen Aktion, um jungen Frauen einen Blick in eine immer noch männerdominierte Branche zu ermöglichen. Nach einer Begrüßung durch Geschäftsführer Dr. Thorsten Zisowski führten zwei Kfz-Mechatronik-Azubis die 13 Mädchen durch die Werkstätten des USB. Dort werden die etwa 300 USB-Fahrzeuge gewartet und bei Bedarf repariert. Dazu zählen nicht nur die klassischen Müllsammelfahrzeuge, sondern auch komplexe Reinigungsmaschinen und Elektrofahrzeuge. Im Anschluss erkundeten die Teilnehmerinnen das USB-Gelände an der Havkenscheider Straße, an der sich Bochums größter Wertstoffhof und die ehemalige Zentraldeponie Kornharpen befinden. Dort gab Azubi Andre Böcker einen Einblick in die Arbeit als „Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft“. Nach einem gemeinsamen Mittagessen konnten sich die Teilnehmerinnen mit jungen USB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern austauschen; dabei berichtete u.a. ein Berufskraftfahrer-Azubi von seinem Arbeitsalltag. In diesem Beruf gibt es künftig gute Berufschancen. Auch Frauen sind hinterm Steuer gern gesehen und schon einige haben beim USB die Ausbildung durchlaufen. Gegen 14 Uhr fand der ereignisreiche Tag ein fröhliches Ende. Informationen zu allen Ausbildungsberufe und Informationen zu Ausbildung und Praktika beim USB finden Interessierte unter: www.usb-bochum.de/karriere
Bochum (ots) - Zwei junge Klemmbrett-Betrügerinnen hat die Polizei Bochum am Mittwochmittag, 25. April, um 12.30 Uhr auf der Dr.-Gerhard-Petschel-Brücke in Bochum-Querenburg vorläufig festgenommen. Dort hatte das Duo offensiv Menschen angesprochen, um sie zum vermeintlichen "Spenden" zu animieren. Ein Passant hatte die Polizei gerufen. Bei Anblick der Polizei versuchte eines der Mädchen zu flüchten. Beide konnten vor Ort gestellt werden. Die beiden 16-Jährigen (beide aus Duisburg) wurden vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen im zuständigen Kriminalkommissariat 35 dauern an.
Wir möchten ausdrücklich vor solchen Betrugsmaschen warnen. Oft werden Menschen angesprochen und um Spenden für einen vermeintlichen guten Zweck gebeten. In vielen Fällen soll ein solches Gespräch aber nur ablenken. Dann ist neben dem gespendeten Kleingeld auch schnell das Portemonnaie oder das Handy weg.
In Bochum und dem Ruhrgebiet gab es vor etwas über 50 Jahren rund 300.000 Bergleute und keinen einzigen Studierenden; Ende dieses Jahres wird es genau anders herum sein: Auf 300.000 Studis kommt kein einziger aktiver „Kumpel“ mehr – ein Beispiel für den Strukturwandel, wie ihn auch Bochum kennt. Die Stadt – einst geprägt von Bergbau, Stahlproduktion und Autobau – ist heute einer der größten Hochschulstandorte Deutschlands. Auf dem Arbeitnehmerempfang am Mittwoch, 25. April, diskutierte Oberbürgermeister Thomas Eiskirch mit seinen Gästen, darunter viele Gewerkschaftsmitglieder und Betriebsräte, über solche tiefgreifenden Entwicklungen und großen Gestaltungsaufgaben für Stadt und Region. Die Grundbotschaft für Bochum: „Wir haben davor keine Angst mehr, weil wir Strukturwandel können“, sagte Thomas Eiskirch.
Der Strukturwandel gab in diesem Jahr thematisch den Impuls für den Arbeitnehmerempfang des Oberbürgermeisters anlässlich des Tags der Arbeit am 1. Mai. Filmisch stimmte ein kurzer Beitrag die Gäste im Rathaus auf den Abend ein. 60 Jahre Bochum im Zeitraffer: erst stolze, dann stürzende Fördertürme, mächtige Gussstahlglocken, glänzende Karossen, große Arbeitskämpfe, blühende Hochschullandschaft, moderne Dienstleistungsstadt, bald erste Gigabit-City Deutschlands. Der Clip erinnerte daran, wofür Bochum früher stand, zeigte, wo die Stadt heute steht, wo sie morgen und übermorgen sein möchte. Im anknüpfenden Interview stellten sich Thomas Eiskirch und die neue Bochumer DGB-Vorsitzende Bettina Gantenberg den Fragen von Moderatorin Janina Amrath zum Strukturwandel in Bochum und zum sozialen Gesicht der Stadt. Stets gemeinsamer Nenner: Arbeit.
„Wir brauchen Arbeitszeiten, die zu den Lebensbedingungen der Menschen passen“, forderte
IG Metall-Chefin Eva Kerkemeier in der Gesprächsrunde. „Zeit für Kinder, pflegebedürftige Eltern oder Ehepartner.“ Hier will und wird die Stadt ihren Beitrag leisten und berufstätigen Eltern helfen, indem sie an sieben Standorten bald flexiblere Kita-Zeiten anbietet, damit zum Beispiel auch Schicht- oder Samstagsarbeitende ihren Nachwuchs verlässlich betreut wissen. Ein Angebot, dass Berufstätige nach Bochum locken soll. Ebenso wie ausreichend attraktiver Wohnraum und bezahlbare Mieten.
„Die VBW als mehrheitlich kommunal geprägte Wohnungsbaugesellschaft will in den nächsten fünf Jahren 1.500 neue Wohnungen bauen“, berichtete Thomas Eiskirch. „In einem ersten Paket entstehen 300 Stück – 41 Prozent davon als geförderter sozialer Wohnungsbau.“ Bei der Forderung nach insgesamt „mehr“ für hilfebedürftige Bürgerinnen und Bürger wie Arbeitslose, Alleinerziehende und „Aufstocker“, bei denen das geringe Gehalt durch Sozialleistungen ergänzt wird, machte er deutlich: „Wir geben die Fördergelder für sozialen Wohnungsbau seit 2016 komplett aus. Mehr bekommen wir leider nicht von Bund und Land.“
Für einige Betroffene wird es in Bochum dennoch weitere Hilfe geben: durch eine Beschäftigungsgesellschaft. „Damit haben wir extra gewartet, weil es bis zu den Koalitionsverhandlungen im Bund kein Commitment gab, dass man einen ,zweiten Arbeitsmarkt‘ will“, erklärte Thomas Eiskirch. „Jetzt gibt es ein klares Signal.“ Der so genannte „Passiv-Aktiv-Tausch“ ermöglicht es künftig, Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren. Danach können Sozialleistungen (z.B. für Unterkunft und Heizung) in Zuschüsse für Arbeitgeber umgewandelt werden. Wer arbeitet, kann diese aufgestockt als Gehalt ausgezahlt bekommen. In Bochum soll die Beschäftigungsgesellschaft zunächst schwerpunktmäßig für einen Personenkreis neue gesellschaftliche Perspektiven ermöglichen: für Langzeitarbeitslose mit Kindern. „Denn Hartz IV soll sich nicht vererben“, wünscht sich Bochums Oberbürgermeister.
Als Gestaltungsaufgabe nahm er mit, wie schwierig die Arbeit an Hauptschulen sei. „Die Lehrerinnen und Lehrer sind am Limit“, schilderte Doris Stiller von der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft. Die Schulform müsse gerade ab der siebten Klasse viele Kinder aufnehmen, die die Erprobungszeit am Gymnasium oder an der Realschule nicht bestanden hätten. Kritik übte die Lehrerin der Lieselotte-Rauner-Schule in Wattenscheid auch an der Aufhebung der Grundschulbezirke. Dieser Beschluss auf Landesebene ermögliche die freie Wahl und führe dazu, dass Eltern, denen das möglich sei, ihre Kinder vorzugsweise in guten Stadtteilen anmeldeten und so Grundschulen mit wenig sozial durchmischter Schülerschaft entstünden. „Dadurch geht so viel schief – das können wir ab der fünften Klasse gar nicht mehr aufholen“, bedauerte sie. „Vieles davon kann nur die Landesregierung regeln“, bedauerte Thomas Eiskirch. Die Stadt werde sich weiter unter anderem mit Schulsozialarbeiterinnen und -arbeitern an den Schulen engagieren.
Nach dem moderierten Austausch nutzen die Gäste Raum und Zeit für weitere Gespräche zum „Arbeiten in Bochum“. Zu ihnen zählten neben den Vertreterinnen und Vertretern der Gewerkschaften die Fraktionsmitglieder des Bochumer Rates und die Bochumer Abgeordneten des Deutschen Bundestages sowie des Landtages NRW.