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Berufsbildungsbericht 2022 veröffentlicht

BIBB-Hauptausschuss verabschiedet Stellungnahme

Der Berufsbildungsbericht 2022 der Bundesregierung ist am heutigen
Mittwoch im Anschluss an die Verabschiedung im Bundeskabinett vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veröffentlicht worden
(<www.bmbf.de/berufsbildungsbericht>). Parallel mit dem Erscheinen des
Berufsbildungsberichts veröffentlicht der Hauptausschuss des
Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auch seine Stellungnahme. Diese
hatte der BIBB-Hauptausschuss zuvor in seiner Sitzung am 1. April 2022 auf
der Grundlage des vom BMBF vorgelegten Entwurfs des Berufsbildungsberichts
verabschiedet.

In seiner gemeinsamen Stellungnahme würdigt der BIBB-Hauptausschuss, dass
Aus- und Weiterbildung sowie die Umsetzung der Prüfungen auch im
vergangenen Jahr trotz der Widrigkeiten durch die Coronapandemie
überwiegend gelungen seien. Dennoch bleibe die Situation auf dem
Ausbildungsmarkt herausfordernd und die Gefahr einer Abwärtsspirale bei
den Neuverträgen sei nicht gebannt. Für eine langfristige Erholung des
Ausbildungsgeschehens sei es unter anderem notwendig, wieder mehr Betriebe
für die Ausbildung und mehr Bewerberinnen und Bewerber für
Ausbildungsplätze zu gewinnen sowie das passgenaue Zusammenführen von
Angebot und Nachfrage weiter zu verbessern.

Der BIBB-Hauptausschuss hat die gesetzliche Aufgabe, die Bundesregierung
in grundsätzlichen Fragen der Berufsbildung zu beraten. Dazu gehört laut
Berufsbildungsgesetz (BBiG) auch die Stellungnahme zum Entwurf des
Berufsbildungsberichts. Der Hauptausschuss ist zu gleichen Teilen mit
Vertreterinnen und Vertretern von Bund, Ländern sowie Arbeitgeber- und
Arbeitnehmerorganisationen besetzt.

Die gemeinsame Stellungnahme des BIBB-Hauptausschusses sowie die
ergänzenden Voten der Gruppen der Beauftragten der Arbeitgeber, der
Arbeitnehmer und der Länder im Wortlaut:
<www.bibb.de/dokumente/pdf/stellungnahmezumbbb2022.pdf>

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Hochschule Bochum mit Transferkonzept „THALES“ erfolgreich

Als „Innovative Hochschule“ den Wandel zu einer nachhaltigen
Metropolregion mitgestalten

Seit mehr als zehn Jahren versteht sich die Hochschule Bochum der
Nachhaltigkeit verpflichtet. Dafür hat sie ihre Forschung und Entwicklung
immer weiter am Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung ausgerichtet. Als
Hochschule für Angewandte Wissenschaften möchte sie durch den Wissens- und
Technologietransfer einen aktiven Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der
Hochschule und unserer Gesellschaft leisten. Dabei möchte sie besonders in
der Metropole Ruhr wirken, die sich als Standort energie- und
ressourcenintensiver Industrien zahlreichen Herausforderungen bei der
Gestaltung einer lebenswerten Region gegenübersieht.

Gefördert wird die Hochschule Bochum dabei zukünftig von der Bund-Länder-
Initiative „Innovative Hochschule“. Sie unterstützt ab 2023 für fünf Jahre
das Projekt „Transfer Hub for the Advancement, Livability and Efficacy of
Sustainability Transformation– THALES“ (Transferzentrum für die
Weiterentwicklung, Lebensqualität und Wirksamkeit von
Nachhaltigkeitstransformationen). Die genaue Fördersumme wird in den
kommenden Monaten mit dem Projektträger verhandelt.

Diese Förderentscheidung, mit der die Hochschule Bochum nach dem FH-
Impuls-Projekt „ruhrvalley“ bereits zum zweiten Mal aus Bundesmitteln (90
Prozent des Etats von „Innovative Hochschule“ stellt das BMBF, 10 Prozent
tragen die Länder bei) in ihren Aktivitäten unterstützt wird, sieht die
HAW einerseits als Auszeichnung für ihr Engagement in Sachen
Nachhaltigkeit und andererseits als wichtige Investition in ihre Zukunft
und die der Region.

Der Kern des Vorhabens sind der Aufbau eines Transferzentrums an der
Hochschule mit einer durchdachten Dienstleistungs- und Managementstruktur,
der Aus- und Aufbau strategischer Partnerschaften mit Multiplikator*innen
der Metropole Ruhr zu einem regionalen Transfernetzwerk
(Transformationsallianz) für Nachhaltigkeit sowie die Umsetzung von neun
konkreten Transferprojekten in den Transformationsfeldern „Resilienz,
Mobilität, Energie“, „Nachhaltiges Leben und Wirtschaften“ sowie
„Produzieren, Planen, Bauen“. Die Transferprojekte orientieren sich am
Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung und den Sustainable Development
Goals (SDGs) der Vereinten Nationen, mit Fokus auf die
Transformationsfelder „Nachhaltige Städte und Gemeinden“, „Nachhaltige/r
Konsum und Produktion“ und „Maßnahmen zum Klimaschutz“.

„Innovative Hochschule“ ist eine Bund-Länder-Initiative zur Förderung des
forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfers. „Unsere
Hochschulen für Angewandte Wissenschaft und Fachhochschulen sowie die
kleinen und mittleren Universitäten sind mit ihrer Verankerung in der
Region Innovationsmotoren für unser Land“, verdeutlichte Bettina Stark-
Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung und Vorsitzende der
Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) anlässlich der
Förderentscheidungen. „Mit der Förderinitiative ‚Innovative Hochschule‘
unterstützen wir ihre Stärken ganz gezielt“, denn sie seien Strategiegeber
im regionalen Innovationssystem.

Beschlossen wurde die Initiative von den Regierungschefinnen und -chefs
von Bund und Ländern im Jahr 2016. Sie soll insbesondere Hochschulen für
Angewandte Wissenschaften sowie kleine und mittlere Universitäten darin
unterstützen, sich im Leistungsbereich Transfer und Innovation zu
profilieren und ihre strategische Rolle im regionalen und überregionalen
Innovationssystem zu stärken. Insgesamt stellen Bund und Länder für die
zweite Förderrunde bis zu 285 Millionen Euro zur Verfügung. Die
Fördermittel werden zu 90 Prozent vom Bund und zu zehn Prozent vom
Bundesland der jeweiligen Hochschule getragen.

Über alle neu eingereichten Anträge ist nun in einem gemeinsamen
wissenschaftsgeleiteten Wettbewerbsverfahren entschieden worden. Unter den
165 antragstellenden Hochschulen befanden sich 110 Fachhochschulen, 42
Universitäten und Pädagogische Hochschulen sowie 13 Kunst- und
Musikhochschulen. Die Förderinitiative wird in zwei Auswahlrunden
durchgeführt. An der zweiten Auswahlrunde (2023 bis 2027) konnten sich
sowohl bereits in der ersten Auswahlrunde geförderte Hochschulen als auch
bisher nicht geförderte Hochschulen beteiligen. Es wurden insgesamt 55
Hochschulen ausgezeichnet, neun davon in Nordrhein-Westfalen. Neben der
Hochschule Bochum sind dies die Fachhochschule Bielefeld, die Hochschule
Rhein-Waal, die Folkwang Universität der Künste in Essen, die
Fachhochschule Südwestfalen in Kooperation mit der Hochschule Hamm-
Lippstadt, die Technische Hochschule Köln, die Technische Hochschule
Ostwestfalen-Lippe sowie die Universität Siegen.

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Jetzt greift Künstliche Intelligenz selbst zum Pinsel

KI-Verfahren designen Banknoten unter Berücksichtigung
sicherheitsrelevanter Merkmale

Auf der „Optical & Digital Document Security (ODDS)“ Konferenz in Wien
stellten die inIT-Mitarbeiter Anton Pfeifer, Julian Bültemeier und
Christoph-Alexander Holst ihre aktuellen KI-Verfahren für die
automatisierte Erstellung von Sicherheitsdokumenten vor. Die ODDS ist die
weltweit wichtigste und größte Fachkonferenz für physische, digitale und
virtuelle Dokumentensicherheit.

Seit mehr als zehn Jahren forschen inIT-Wissenschaftler der Arbeitsgruppe
„Diskrete Systeme“ unter Leitung von Institutsleiter Professor Volker
Lohweg an Verfahren zur automatisierten Produktion und Qualitätssicherung
von Banknoten, an intelligenten Banknoten sowie der Sicherheit an
Bankautomaten.

Portraits und Motive auf Banknoten werden mittels eines Stichtiefdrucks –
dem Intaglio-Druckverfahren – erzeugt. Der Stichtiefdruck verleiht den
Motiven ihre einzigartige Haptik und ihr Aussehen. Das Druckverfahren kann
mit handelsüblichen Druckern nicht reproduziert werden, weshalb der
Stichtiefdruck eines der wichtigsten Sicherheitsmerkmale von Banknoten
ist. Traditionell werden Druckvorlagen manuell in Kupferplatten
eingraviert – ein Vorgang der bis zu drei Monate dauern kann. Heutzutage
wird dafür eine spezielle Software eingesetzt, die die Erstellungszeit auf
einige Wochen reduziert. Dieser Prozess lässt sich durch den Einsatz von
KI automatisieren. „Unser bisheriger KI-Designalgorithmus benötigte für
die automatische Überführung eines Portraits in ein Intaglio-Muster noch
bis zu zwei Tage. Dies konnten wir mit unseren aktuellen
Forschungsarbeiten auf wenige Minuten reduzieren“, berichtet der
wissenschaftliche Mitarbeiter Julian Bültemeier. Den Designprozess von
Banknoten zu beschleunigen, bedeutet nicht nur wirtschaftliche Kosten zu
reduzieren, sondern auch Fälschern immer einen Schritt voraus zu sein.

Das Potential Künstlicher Intelligenz und die Relevanz digitaler
Technologien für Sicherheitsdokumente hat auch die wissenschaftliche
Community erkannt. Die „Optical & Digital Document Security”(ODDS) ist
eine Zusammenlegung der ehemaligen Konferenzen „Optical Document Security“
und „Digital Document Security“. In der neuen Form adressierte die ODDS
erstmals sowohl physische optische Dokumentensicherheit als auch digitale
Sicherheitskonzepte für Zahlungsverkehr und Identitätssicherstellung. „Mit
unseren Forschungsthemen rund um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz
in der Dokumentensicherheit treffen wir also genau den Zahn der Zeit. Für
die Zukunft sind wir exzellent aufgestellt und freuen uns, am digitalen
Wandel mitzuwirken“, resümiert Forschungsgruppenleiter Christoph-Alexander
Holst. Die nächste ODDS ist bereits wieder in Planung. Sie wird 2023 in
Paris stattfinden. Dort haben die inIT-Mitarbeiter dann wieder die
Möglichkeit, erneut ihre Weltneuheiten zu präsentieren.

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HCU-Studierende entwickeln nachhaltige Strategien für den Ostseeraum

Im Rahmen eines Studienprojekts erarbeiten die angehenden
Stadtplaner:innen klimafreundliche Ideen und Visionen für eine nachhaltige
Stadt- und Raumentwicklung für den Ostseeraum.

Im Netzwerk „VASAB – Vision and Strategies around the Baltic Sea” stimmen
die Anrainerstaaten sich zur räumlichen Entwicklung im Ostseeraum ab. Die
Überarbeitung der gemeinsamen Vision soll die Makroregion fit für die
Zukunft machen. In einem groß angelegten Konsultationsprozess lädt „VASAB“
zu Kritik und fachlichen Beiträgen zum Entwurf der Vision ein.

Die Betreuer:innen des Studienprojekts, Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling
(Stadtplanung und Regionalentwicklung) und Charlotte Muhl, erwarten, dass
die Studierenden in ihrer Stellungnahme aufzeigen, inwieweit „VASAB 2040“
die Erfordernisse des Klimawandels aufgreift und ob das Netzwerk den
Zukunftsanforderungen einer nachhaltigen Stadt- und Raumentwicklung
gerecht wird.

Der Konsultationsprozess fällt mit dem deutschen Vorsitz in "VASAB"
zusammen. 2022 und 2023 hat das Bundesministerium für Wohnen,
Stadtentwicklung und Bauwesen den Vorsitz. Die Projektgruppe arbeitet mit
dem Bundesministerium, dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und
Raumforschung (BBSR) und dem "VASAB"-Sekretariat in Riga zusammen.

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