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Mann filmt Fisch beim Ersticken begleitet von lauter Volksmusik: PETA erstattet Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Bochum

Grausame Inszenierung: Einer Whistleblower-Meldung an PETA zufolge wurde am Ostersonntag ein Tierqualvideo auf der Facebook-Seite „Kais Angelshop“ veröffentlicht. In dem Video ist zu sehen, wie ein Mann eine lebende Forelle über eine Minute lang im Kescher herumträgt und sie ersticken lässt. Während das Tier zappelt, aus dem Kescher springt und nach Sauerstoff ringt, läuft im Hintergrund laute fröhliche Volksmusik und die Kamera filmt das Leid des Fisches. Nach kritischen Kommentaren wurde das Video bereits kurz darauf gelöscht – jedoch liegt PETA eine Kopie und die Aussage des Whistleblowers vor. Die Tierrechtsorganisation erstattete nun Anzeige gegen den Geschäftsführer des Angelshops bei der Staatsanwaltschaft Bochum wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

 

Wir wissen mittlerweile, dass ein Fisch ein Jemand ist, kein Etwasda ist es ein Armutszeugnis, sich in den sozialen Netzwerken profilieren zu wollen, indem man fühlende Tiere beim Ersticken filmt und das Ganze musikalisch untermauert“, so Meeresbiologin Dr. Tanja Breining, Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Fische müssen nach dem Fang betäubt werden und ersticken lassen ist keine zulässige Betäubungsmethode!“

 

Hintergrundinformationen

Fische sind faszinierende Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten. Sie kommunizieren über Laute, Gerüche und Körpersprache, schließen Freundschaften, lernen durch Beobachten, kooperieren bei der Jagd und beschützen ihren Nachwuchs. [1; 2] Neben internationalen wissenschaftlichen Studien, die bestätigen, dass Fische Schmerzen spüren, kommt auch das Friedrich-Loeffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, in seiner Stellungnahme für die Bundesregierung zu dem Schluss, dass „Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten“. [3]

 

Eine aktuelle Studie der Universität in Bonn zeigt, dass Fische addieren und subtrahieren können. [4]

Die Autorin der Studie, Professor Dr. Vera Schlüssel, schließt aus ihren Experimenten, dass Menschen andere Tierarten tendenziell unterschätzenbesonders diejenigen, die nicht zu den Säugetieren zählen. Insbesondere das Leid der Fische wird ihrer Meinung nach ignoriert, da sie nicht „niedlich“ sind, weder Fell noch Federn haben. Ihren qualvollen Toden durch die grausamen Praktiken der kommerziellen Fischerei wird daher wenig Beachtung geschenkt. [5]

 

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

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Symptome trotz Behandlung? Teilnehmer für Asthma-Studie gesucht

Für eine klinische Studie mit einem neuen Asthma-Medikament, das derzeit an Studienzentren hier in der Region erprobt wird, werden noch Probanden gesucht. Patienten und Patientinnen zwischen 18 und 65 Jahren, bei denen mittelschweres bis schweres Asthma diagnostiziert wurde und die derzeit mit einem oder mehreren Inhalatoren behandelt werden, können sich für die Studie bewerben. Nähere Informationen dazu finden Sie unter: https://www.c-lys.com/de/asthma.

 

Aktuelle Behandlungsmöglichkeiten kurieren oft nur die Symptome, nicht aber die Ursache der Erkrankung – und sie sind nicht immer zuverlässig. So gibt es immer noch zahlreiche Asthmatiker und Asthmatikerinnen, die trotz ihrer Behandlung unter Symptomen wie Atemnot und unstillbaren Hustenattacken leiden. Das neue Medikament soll diese Krankheitssymptome lindern. Es basiert auf einem Wirkstoff, der die mit Asthma verbundene Überreaktion des körpereigenen Immunsystems abschwächen soll.

Asthma ist eine der häufigsten Atemwegserkrankungen. Allein in Deutschland sind laut Gesundheitsatlas Asthma des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) rund 3,5 Millionen Menschen betroffen (1).

 

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Symposium: Klimawandel und Klimakrise an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM)

The Damaged Planet – Symposium mit internationalen Gästen
Mit Beiträgen von Alenda Y. Chang, Thom van Dooren, Beate Gütschow, Carmen
Hornbostel, Milo Rau, Doris Schweitzer, Nicole Seymour, Agnes Stillger,
Markus Wissen und Aktivist*innen von Fridays for Future, Bündnis
Ökozidgesetz, Shell Must Fall, Ende Gelände, u.a.

Freitag + Samstag, 6. + 7. Mai 2022
Aula der KHM und online, auf Deutsch und Englisch
Filzengraben 2, 50676 Köln
Anmeldungen bitte via: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Der Online-Link wird 1 Tag vorher verschickt / The online link will be
sent one day before

Handlungsmöglichkeiten in der Klimakrise werden weltweit diskutiert. In
Fortführung der Veranstaltungsreihe "The Damaged Planet – Solidarität mit
unserem verletzten Planeten“ (im letzten Wintersemester) möchte die KHM
die aktuelle Lage mit Akteuren aus den unterschiedlichen Fachgebieten im
Rahmen eines 2tägigen Symposiums diskutieren.

Das Symposium startet am Freitag, den 6. Mai, mit den Theatermacher*innen
Carmen Hornbostel und Milo Rau, die ihren ökosozialen Einsatz am NT Gent
auch als Zusammenarbeit mit aktivistischen Gruppierungen verstehen. Die an
der KHM lehrende Künstlerin Beate Gütschow verbindet ebenfalls politisches
und künstlerisches Engagement zu einer fotografischen Arbeit, die sie im
Anschluss ihres Forschungsfreisemesters vorstellen wird. Die Studierenden
und Absolvent*innen der KHM Fabiana Fragale, Jens Mühlhoff und Kilian
Kuhlendahl werden einen Film über Aktivismus in Deutschland vorstellen,
der aus dem Filmmaterial von Steffen Meyn entstanden ist. Meyn hatte die
Besetzung des Hambacher Waldes dokumentiert und ist dabei 2018 tragisch
ums Leben gekommen. In einem Panel werden die Aktivist*innen Leonie
Bremer, Peter Emorinken-Donatus, Esteban Servat und Louise Wagner von
ihren Aktionen berichten. Die Film- und Medienwissenschaftlerin Alenda Y.
Chang beschäftigt sich mit Ökologie in Videospielen und setzt sich für
eine medienvermittelte Interessenvertretung bedrohter Spezies ein. Der
Philosoph und Autor Thom van Dooren stellt in seinen Multispezies-
Ethnographien eine Ethik der Sorge vor, in der Wissen vom eigenen Handeln
nicht abgekoppelt ist. Die Literaturwissenschaftlerin Nicole Seymour
beschäftigt sich aus queer-feministischer Perspektive mit Emotionen in
Eco-Kunst, Aktivismus und Diskurs und fragt, ob es auch kontraproduktive
Erzählungen der ökologischen Krise gibt. Agnes Stilliger,
Kunsthistorikerin und Ethnologin, spricht über „Environmental Racism“ und
de-koloniale Kunstpraktiken in Afrika. Wie Wirtschaft und Recht neu
gedacht werden können, danach fragen der Politikwissenschaftler Markus
Wissen und die Rechtssoziologin Doris Schweitzer und plädieren dabei
nachdrücklich für eine alternative Ökonomie jenseits von Profit und einem
neuen Recht der Natur.

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Russische Invasion der Ukraine erschüttert Bulker-Markt

Die russische Invasion in der Ukraine führt zu Verwerfungen auf zwei
Hauptmärkten für trockene Massengüter – mit weitreichenden Folgen für die
Bulkschifffahrt.

Die russische Invasion in der Ukraine führt zu Verwerfungen auf zwei
Hauptmärkten für trockene Massengüter – mit weitreichenden Folgen für die
Bulkschifffahrt.

Zum einen ist die Ukraine einer der weltweit bedeutendsten
Getreideproduzenten mit einem jährlichen Exportvolumen von ca. 45 Mio.
Tonnen. Durch den bewaffneten Konflikt wird damit gerechnet, dass nur ein
Bruchteil der üblichen Produktion erreicht werden wird. Dies wird nicht
nur schwerwiegende Auswirkungen auf die weltweite Nahrungsmittelversorgung
und die Marktpreise haben, sondern auch auf die Bulkschifffahrt. Das
Exportvolumen der Ukraine – das vor allem Länder in Asien und Afrika zum
Ziel hat – kann voraussichtlich nicht durch Exporte anderer Länder ersetzt
werden, sodass die Nachfrage nach Seetransport vor allem bei Größenklassen
bis Panamax geringer ausfallen wird.

Zum anderen exportierte Russland 2021 noch ca. 40 Mio. Tonnen Kohle in die
EU und das Vereinigte Königreich. Die beschlossenen Embargos werden zu
einer Neuorganisation des Seetransports von Kohle führen. Während Russland
auch für Kohle aus dem Ostseeraum neue Abnehmer in Asien wie z.B. Indien
und China suchen wird, werden die europäischen Länder zusätzliche Importe
aus Übersee benötigen. Sollten russische Gaslieferungen nach Europa weiter
reduziert werden, sind darüber hinaus zusätzliche Importe für die
Stromerzeugung notwendig. Somit steigt die Nachfrage nach Seetransporten
auf langen Distanzen, was vor allem im Capesize-Segment zu spüren sein
wird. In Folge der Krise zog der Baltic Dry Index zuletzt wieder merklich
an. Langfristig ist jedoch mit einem weitere Rückgang der europäischen
Kohleimporte zu rechnen, die sich seit 2010 bereits fast halbiert haben.

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