Komplexe Technologien verständlich machen, darum geht es im „FIT-Studium“ Foto: Ulrike Myrzik
Komplexe technische Zusammenhänge einfach und dennoch korrekt vermitteln – diese Fähigkeit wird in Zeiten von hoher Informationstaktung und Fake News immer wichtiger. Studierende des berufsbegleitenden Studiengangs Forschungs-, Innovations- und Technologiekommunikation (FIT) der HM entwickeln Kommunikationsstrategien für Wissenschaft, Technologieunternehmen und Verbände.
Das Masterstudium Forschungs-, Innovations- und Technologiekommunikation (FIT) richtet sich an angehende Experten im Spannungsfeld von Technologie und Gesellschaft: an Ingenieure, die ihr Fachwissen zielgruppengerecht aufbereiten wollen und an Betriebswirte, Designer, Sozial- und Geisteswissenschaftler, die sich in einem technisch geprägten Kommunikationsfeld etablieren wollen. Das berufsbegleitende Studium ist ideal für Nachwuchskräfte in Technologieunternehmen, Wissenschaftsorganisationen, Verbänden oder Agenturen und bereitet praxisorientiert auf verantwortungsvolle Aufgaben in der internen und externen Unternehmenskommunikation vor.
Komplexe Technologien zielgruppengerecht aufbereiten In Zeiten von schneller Informationsbeschaffung, Fake News und hoher Informationstaktung lernen die Teilnehmer des Masterstudiums, den Überblick zu behalten. Sie schaffen die Grundlagen für informierte Entscheidungen und gesellschaftliche Partizipation in Unternehmen und Institutionen durch zielgruppengerechte, gesellschaftsorientierte und inhaltlich korrekte Kommunikation.
Auf ingenieurwissenschaftlichem Fundament gebaut Die Teilnehmer studieren interdisziplinär auf der Basis eines starken, ingenieurwissenschaftlichen Fundaments. Vertiefende Module in MINT- Fächern, werden in den Kontext wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Zusammenhänge gesetzt und durch praktische Kompetenzen in der Medienkonzeption und -produktion abgerundet. Dabei stehen angewandte Forschungen und Innovationen im Mittelpunkt, die sich direkt auf den Alltag von Verbraucherinnen und Verbraucher auswirken oder die Transformation von Industrie- und Dienstleistungsunternehmen antreiben.
Nach dem Studium haben die Absolventen gute berufliche Aussichten in der internen oder externen Kommunikation oder im Projektmanagement von Technologieunternehmen, Forschungsorganisationen und Verbänden sowie in der Fort- und Weiterbildung. Sie positionieren neue Technologien und Innovationen und fördern die Technologiekompetenz und Partizipation.
Die Weiterbildung dauert 5 Semester und startet im Wintersemester 2022/23.
v.l.n.r) David Bongartz, Detlef Braun, Prof. Dr. Maike Rabe, Prof. Dr. Thomas Gries (Bildschirm) und Oberbürgermeister Felix Heinrichs Stadt Mönchengladbach
Mönchengladbach als Vorzeigestandort einer emissionsfreien und digitalisierten Textilproduktion – das Konzept der Textilfabrik 7.0 (T7) soll dies möglich machen. Die Wirtschaftsförderung Mönchengladbach (WFMG) stellt den Fortschritt des innovativen Vorhabens im aktuellen Ratszyklus in den Ausschüssen für Planung, Bauen und Stadtentwicklung sowie Finanzen, Beteiligungen und Wirtschaft der Politik vor.
Mönchengladbach hat eine lange Textilindustrie-Historie. Das Wachstum zur Großstadt zu Beginn der Industrialisierung ist ebenso eng mit der Textilindustrie verbunden wie Strukturumbrüche und damit verbundene Krisen seit den 1960er Jahren. Längst stehen die nächsten Strukturumbrüche für die Branche an, die in Mönchengladbach und Umgebung nach wie vor ein wichtiges regionales Cluster hat. Sowohl die erweiterte Digitalisierung mit den Themen Künstliche Intelligenz, Robotisierung oder Cyber-Security als auch die Ökologisierung der Produktion hin zur Emissionsfreiheit stellen den Wirtschaftszweig vor immense Herausforderungen.
Das Zukunftsprojekt Textilfabrik 7.0 soll genau diese Herausforderungen adressieren und eine wettbewerbsfähige Industrieproduktion für das gesamte verarbeitende Gewerbe am Beispiel der Textil- und Modewirtschaft erproben. T7 ist ein breit aufgestelltes Modellprojekt für eine Industrieproduktion der Zukunft am Beispiel der Textil- und Bekleidungswirtschaft.
Oberbürgermeister Felix Heinrichs: „Für die Stadt bietet das Vorhaben die Chance, zukunftsfeste und wissensgetriebene Arbeitsplätze auf nachhaltiger Basis aufzubauen. Mit der Textilfabrik 7.0 präsentiert sich Mönchengladbach als zukunftsweisender Forschungs- und Entwicklungsstandort der Industrie. Im Monforts-Quartier erhalten wir mit der nachhaltigen Jeans-Produktion durch den C&A-Konzern bereits einen kleinen Vorgeschmack darauf, welche positiven Impulse uns am Standort durch die Neugestaltung der textilen Fertigung erwarten.“
Vom Textiltechnologie- und -entwicklungszentrum zum Industriepark der Zukunft
„In der ersten Phase wollen wir ein innovatives Textiltechnologie- und -entwicklungszentrum im Umfeld der Hochschule aufbauen“, erklärt David Bongartz, Prokurist der WFMG. „Hier sollen Unternehmen auf kleiner Fläche die Möglichkeit bekommen, einen attraktiven Maschinen- und Anlagenpark sowie Ingenieur- und Designdienstleistungen zu nutzen. Ob Kleinserienfertigung oder digitale Textilfertigung – das Zentrum wird Raum für innovative Produktentwicklung bieten“, sagt Bongartz.
In der zweiten T7-Entwicklungsphase wird die Entwicklung eines Industrieparks der Zukunft angestrebt. Hier soll die Textil- und Bekleidungsindustrie unter Zero-Emission-Bedingungen und CO2-Neutralität Produkte entwickeln und produzieren. Inwieweit der Park im Stadtgebiet oder als interkommunale Entwicklung aufgebaut werden kann, wird in den nächsten Monaten erarbeitet. Die Regional- und Flächennutzungsplanung gibt hier den Rahmen vor.
Projektpartner aus lokaler Forschung, Kommune und Wirtschaft
T7 ist ein Gemeinschaftsprojekt des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung der Hochschule Niederrhein und des ITA (Institut für Textiltechnik) an der RWTH Aachen, des Verbandes der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie sowie des Verbandes der Rheinischen Textil- und Bekleidungsindustrie, mit der Textilakademie NRW sowie der WFMG für die Stadt Mönchengladbach.
„Zentrale Bedeutung ist für uns die konkrete und enge Zusammenarbeit von Unternehmen der Textil- und Bekleidungswirtschaft mit den Hochschulpartnern zur Entwicklung marktreifer Innovationen in der Branche“, sagt Detlef Braun, Geschäftsführer der Textilakademie NRW.
„Übergeordnetes Ziel der T7 ist, wissensgetrieben eine umfassende Reform der Textil- und Bekleidungswirtschaft sowie Projekte im so genannten Re- Shoring – der Rückverlagerung von Produktionsstätten in Industrieländer – möglich zu machen, um auch zukünftig eine internationale Spitzenrolle in der Textilbranche übernehmen zu können“, sagt Prof. Dr. Thomas Gries, Leiter des Instituts für Textiltechnik der RWTH Aachen.
„Hierbei sind die Aspekte einer nachhaltigen Produktion und konsequenten Digitalisierung von allerhöchster Bedeutung. Es ist nach wie vor viel Know-how am Standort Mönchengladbach im Rheinischen Revier vorhanden, das wir gemeinsam mit Unternehmen zu zukunftsfesten Innovationen weiterentwickeln können“, sagt Prof. Dr. Maike Rabe von der Hochschule Niederrhein.
Genau dieser Zusammenschluss aus kommunalen Akteuren, regionalen Hochschulen sowie Wirtschafts- und Industrievertretung wurde innerhalb des Antrags- und Bewilligungsprozesses der Strukturwandelförderung im Rheinischen Revier durch die NRW-Landesregierung sowie die Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR) gelobt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist der Förderantrag mit dem ersten Stern innerhalb des ZRR-Antragsprozesses mit der höchsten Punktzahl aller in dieser Runde eingereichten Anträge bewertet.
T7 – Großprojekt im Strukturwandel
Der Aufbau des Zentrums (Phase 1) soll über die Braunkohle- Strukturwandelförderung finanziert werden. Im Juni 2021 wurde daher die Projektskizze für einen Förderantrag durch das T7-Projektkonsortium eingereicht. In den nächsten Wochen und Monaten sollen für das Großprojekt passende Förderzugänge für die Realisierung des Vorhabens identifiziert werden. „Hierbei ist Maßarbeit gefragt, um für das komplexe Großprojekt entsprechende Fördermöglichkeiten zu entwickeln. Vereinfacht gesprochen, wird dann das für die Region vorgesehene Geld in die gewählte Förderkulisse geleitet“, erklärt Bongartz.
Hier prüft das Konsortium gerade das bestmögliche Vorgehen. Hierzu zählt auch der Aufbau einer passenden Organisations- und Betreiberstruktur für das angedachte Technologie- und Entwicklungszentrum. Inwieweit sich die Stadt bzw. städtische Töchtergesellschaften zusammen mit Partnern an einer oder mehreren Gesellschaften des Zentrums beteiligen könnten, wird derzeit erarbeitet und geprüft.
Den Förderbescheid brachte Staatssekretär Dr. Dirk Günnewig (2.v.l.) persönlich in Gelsenkirchen vorbei. L.: Vizepräsidentin Prof. Dr. Tatjana Oberdörster, r.: Präsident Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, 2.v.r.: Prof. Dr Laura Anderle WH/Barbara Laaser
Um die Fortschritte bei der digitalen Lehre an Hochschulen nachhaltig auszubauen, fördert das nordrhein-westfälische Ministerium für Kultur und Wissenschaft gemeinsam mit der „Digitalen Hochschule NRW“ (DH.NRW) in der Förderlinie „OERContent.nrw“ die Erstellung von digitalen Lehr-/Lernangeboten für das Landesportal „ORCA.nrw“. Zwei Anträge der Westfälischen Hochschule waren hier erfolgreich: das Gelsenkirchener Projekt „diAM:INT“ und das Recklinghäuser Projekt „BioLabSim“.
Gelsenkirchen/Recklinghausen. Die Mitgliedshochschulen der „DH.NRW“, zu der auch die Westfälische Hochschule gehört, haben im Jahr 2021 das Landesportal für Studium und Lehre „ORCA.nrw“ (Open Resources Campus NRW) eröffnet. Auf „ORCA.nrw“ wird frei lizenziertes Lehr-/Lernmaterial, das heißt sogenannte Open Educational Resources (OER) für Lehrende und Studierende bereitgestellt. Um die hochschulübergreifende digitale Lehre mit offenen Bildungsressourcen kontinuierlich weiterzuentwickeln, fördert das NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft gemeinsam mit der „Digitalen Hochschule NRW“ solche Projekte ab April über zwei Jahre mit insgesamt bis zu 1,5 Millionen Euro. Unter 58 Projektanträgen war die Westfälische Hochschule mit zwei Projekten bei der Konkurrenz um Fördermittel erfolgreich: Das Projekt „diAM:INT“ stellt digitale Aufgaben zur Mathematik in Informatik, Naturwissenschaft und Technik bereit und erfolgt unter der Leitung der Westfälischen Hochschule als Gemeinschaftsarbeit mit der Ruhr-Universität und der RWTH Aachen. Das Projekt „BioLabSim“ liefert biologische Laborsimulationen. Geleitet wird es von der RWTH Aachen, die Westfälische Hochschule ist mit ihrem Recklinghäuser Labor für Bioprozesstechnik beteiligt. Außerdem arbeitet noch die Hochschule Rhein-Waal an Bio-Lab-Sim mit. „OERContent.nrw“ ist die größte bundesweite Förderlinie für offene Bildungsressourcen. Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen: „Mit ,ORCA.nrw‘ kommen wir unserer Vision eines vernetzten Wissenschaftsstandortes einen entscheidenden Schritt näher“.
Wissenschaftliche Ansprechpartner: Prof. Dr. Tatjana Oberdörster, Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der Westfälischen Hochschule, Telefon (02091) 9596-341, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Prof. Dr. Laura Anderle für „diAM:INT“, Fachgruppe Informatik an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen, Telefon (0209) 9596-782, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Prof. Dr. Frank Eiden für „BioLabSim“, Labor für Bioprozesstechnik an der Westfälischen Hochschule in Recklinghausen, Telefon (02361) 915-585, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
In Tumorboards besprechen Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen die bestmögliche Behandlung für jeden einzelnen Patienten. Thomas Albrecht Uniklinikum Dresden
Bei fortgeschrittenen Tumoren im Enddarm (Rektum) besteht die Gefahr, dass sie nach erfolgter Operation nach einiger Zeit wieder nachwachsen, sich sogenannte Rezidive bilden. Nur wenn der wiederkehrende Tumor durch eine Operation vollständig entfernt wird, besteht Aussicht auf Heilung. Der chirurgische Eingriff bei solchen Rezidiven ist meist hoch komplex und erfordert das Zusammenspiel unterschiedlicher Fachdisziplinen. Die Operation wiederkehrender Tumoren sollte daher nur an großen, spezialisierten Zentren vorgenommen werden.
Anlässlich des Darmkrebsmonats März empfiehlt das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden Patientinnen und Patienten mit einem wieder aufgetretenen Rektumkarzinom, so früh wie möglich eine Zweitmeinung an einem großen Zentrum wie dem NCT/UCC einzuholen.
Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden, der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR).
Darmkrebs ist deutschlandweit die zweithäufigste Tumorerkrankung bei Frauen und die dritthäufigste bei Männern. Knapp ein Drittel der Darm- Tumoren entwickeln sich im Enddarm, auch Mastdarm oder Rektum genannt. Aufgrund ihrer anatomischen Lage im kleinen Becken sind Tumoren des Enddarms besonders schwer zu operieren. Wenn die Geschwulst bereits die äußere Schicht der Darmwand erreicht hat oder in benachbartes Gewebe eingewachsen ist, steigt die Gefahr, dass Tumorreste oder einzelne Tumorzellen trotz einer Operation im Körper verbleiben. Dies kann dazu führen, dass der Krebs nach einiger Zeit wiederkehrt. Ein solches Rezidiv tritt abhängig vom Stadium des ursprünglichen Tumors und der Qualität des chirurgischen Eingriffs in etwa fünf bis 15 Prozent der Fälle auf. Der wiederauftretende Tumor ist dann meist nicht mehr auf Gewebeschichten des Darms beschränkt, sondern wächst an und in der Beckenwand und kann in Knochen, Blutgefäße und Nerven vordringen. Diese Rezidive werden häufig als inoperabel eingestuft und die Patientinnen und Patienten palliativ behandelt. „Auch bei wiederkehrenden Rektumkarzinomen ist aber in vielen Fällen eine Operation mit dem Ziel einer Heilung möglich. Dabei handelt es sich oftmals um einen großen Eingriff, der viel Erfahrung und das exzellente Zusammenspiel verschiedenster Fachdisziplinen erfordert. Wir möchten Betroffenen daher dringend raten, sich eine Zweitmeinung an einem großen Zentrum einzuholen“, sagt Prof. Jürgen Weitz, Direktor der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Dresden und Mitglied im Geschäftsführenden Direktorium des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC).
Mehr als 100 Darmkrebs-Operationen werden jährlich an der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Dresden vorgenommen, davon etwa 15 bei wiederkehrendem Rektumkarzinom. Bei diesen hochkomplexen Eingriffen arbeiten verschiedene Spezialistinnen und Spezialisten wie Gefäßchirurgen – die unter anderem auf die Rekonstruktion von Blutgefäßen spezialisiert sind, Expertinnen und Experten für Bauchraum-Chirurgie (Viszeralchirurgie), Gynäkologen, Urologen und Traumatologen – Experten für die Chirurgie des knöchernen Skeletts – eng zusammen.
Vor jeder Therapie wird am NCT/UCC in so genannten Tumorboards – Besprechungen zu denen sich Spezialistinnen und Spezialisten aus den verschiedenen an der Behandlung einer Krebserkrankung beteiligten Fachabteilungen treffen – eine für jede Patientin und jeden Patienten individuelle Therapieempfehlung erarbeitet. Dabei wägen die Expertinnen und Experten intensiv ab, ob die jeweilige Patientin oder der Patient eine solch große Operation mit oft langwieriger Wundheilung verkraften kann. Besprochen wird beispielsweise auch, ob in Kombination mit einer Operation eine Chemo- oder Strahlentherapie erfolgen kann. Am Universitätsklinikum Dresden steht hierfür auch die besonders schonende Form der Protonentherapie zur Verfügung.
„Die Operation ist die einzige Möglichkeit, um die Prognose des Patienten erheblich zu verbessern und im besten Fall eine Heilung herbeizuführen. Sowohl die Folgen einer Operation einerseits wie auch das fortschreitende Wachstum des Tumors im Körper andererseits können die Lebensqualität allerdings erheblich einschränken. Hier besprechen wir mit den Betroffenen sehr intensiv, welchen der möglichen Wege sie gehen möchten“, erklärt Prof. Weitz.
Forschende untersuchen am NCT/UCC zudem, wie sich die therapeutischen Möglichkeiten weiter verbessern lassen. „Im Rahmen einer Studie konnten wir beispielsweise zeigen, in welchen Fällen eine präoperative Strahlentherapie bei wiederkehrendem Rektumkarzinom ratsam ist. Hier gilt es – wie auch in Bezug auf eine Operation – jeweils sehr genau abzuwägen, welcher Therapieplan optimal ist “, erklärt Dr. Johannes Fritzmann von der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Dresden. Ein wichtiges Anliegen der Forschung ist es zudem, die Rezidivwahrscheinlichkeit weiter zu senken. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am NCT/UCC entwickeln daher computergestützte Assistenzsysteme, die die Chirurgen künftig bei ihrer schwierigen Millimeterarbeit unterstützen sollen. Im Zusammenspiel mit modernsten robotergestützten Verfahren sollen sie eine noch präzisere Entfernung des Tumors ermöglichen und gleichzeitig das gesunde Gewebe bestmöglich schonen.
Eine Zweitmeinung am NCT/UCC Dresden können Patientinnen und Patienten über ihren Onkologen, ihren Hausarzt oder auf eigene Initiative hin einholen. In der Regel genügt es, zunächst alle verfügbaren Befunde zuzuschicken. Eine möglicherweise längere und beschwerliche Anreise ist zunächst nicht nötig. Nur wenn aufgrund der Befunde eine Operation denkbar erscheint, sollten sich Betroffene auch persönlich vorstellen.
Kontakt für Patienten oder Ärzte, die Interesse an einer Zweitmeinung bei wiederkehrendem Rektumkarzinom haben: Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Dresden, Tel.: 0351 458-3200 (Chirurgische Poliklinik/Spezialsprechstunden), E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Internet: ukdd.de/vtg