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Ringvorlesung zum Krieg in der Ukraine

Augenzeugen, Aktuelles, Analysen: Fachleute sprechen an der Universität
Bamberg über die Situation in der Ukraine.

Am Schwarzen Meer haben der Ukrainer Vadym und seine Frau Inna früher
ihren Urlaub verbracht. Jetzt ist der Badeort ein Trümmermeer. Ein Foto
zeigt, wie der Soldat auf einer Couch inmitten von Ruinen sitzt. Der
Journalist Till Mayer hat dieses aufgenommen – kurz bevor Vadym im Krieg
ums Leben kam. Eines von Mayers Fotos ist nun überlebensgroß auf Vadyms
Granitgrabstein eingraviert.

Der Kriegsberichterstatter Till Mayer ist ein Redner der Ringvorlesung
„Der Krieg in der Ukraine. Hintergründe, Einordnung und Fragestellungen“,
die von der Universität Bamberg organisiert wird. Kürzlich aus der Ukraine
zurückgekehrt, berichtet er am Donnerstag, 12. Mai, von den Ereignissen an
der Front. Bereits eine Woche zuvor, am 5. Mai, startet die Ringvorlesung
mit Prof. Dr. Johannes Grotzky. Der frühere Osteuropakorrespondent der ARD
und Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks gibt eine Hintergrundanalyse
und bietet eine Einordnung der Absichten des russischen Präsidenten
Wladimir Putin, den er selbst kennen gelernt hat.

Weitere ausgewiesene Fachleute halten jeden Donnerstag – vom 5. Mai bis
21. Juli, bis auf Feiertage – von 18:15 bis 19:45 Uhr einen Vortrag über
den Krieg in der Ukraine auf der Online-Plattform Zoom. Ihre Expertise
reicht von Kultur- und Kommunikationswissenschaft über Politik und Recht
bis hin zu Philosophie und Theologie. Neben geschichtlichen Hintergründen,
geht es in den einzelnen Vorträgen auch um Kinder oder die Kirche während
des Krieges. Es wird es eine kritische Analyse der Medienberichterstattung
geben und es werden Überlegungen zur Friedensperspektive angestellt.

Die Vorträge und Diskussionen sollen Informationen vermitteln,
Orientierung geben und zentrale Themen der öffentlichen Debatten im
Ukraine-Krieg fokussieren. Organisiert wird die Ringvorlesung von Prof.
Dr. Markus Behmer, Experte für empirische Kommunikatorforschung, und dem
Theologen und Ethiker Prof. Dr. Thomas Weißer, Lehrstuhlinhaber
Theologische Ethik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Weitere Informationen zu den Vorträgen finden Sie in der angehängten Pdf-
Datei.

Zoom-Zugangsdaten: https://uni-bamberg.zoom.us/j/99127265719 (Meeting-ID:
991 2726 5719)

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Nach Knieverletzung (Vorderes Kreuzband): Wann können Sportler wieder trainieren? / GOTS Sportmedizin

Knieverletzungen, besonders wenn das Vordere Kreuzband betroffen ist,
bedeuten meist sofort: raus aus dem Sport. Nach einer Operation müssen
Athleten im Anschluss viel Geduld und Fleiß bei der Reha zeigen, ehe sie
wieder zurück in den Sport können. Doch wann ist es eigentlich so weit,
wie wird das untersucht, gemessen, getestet, was spielt eine entscheidende
Rolle dabei und was können Sportler selbst tun, um den Prozess eventuell
zu beschleunigen? Darüber berichtet Prof. Dr. Wolf Petersen, Chefarzt der
Klinik für Orthopädie/Unfallchirurgie und Stellvertretender Ärztlicher
Direktor am Martin-Luther-Krankenhaus Berlin auf dem 37. Kongress der
GOTS.

Das Hauptrisiko für eine Verletzung des vorderen Kreuzbands (VKB) liegt
vor allem in den Sportarten Fußball, Handball, Volley- und Basketball und
im Ski alpin, also in Sportarten mit schnellen Richtungswechseln.
Besonders die Altersklasse der 16 bis 25Jährigen ist hiervon betroffen,
Mädchen und Frauen durchaus häufiger, bedingt durch Bewegungsmuster, die
eine X-Bein-Stellung fördern.

In dieser Stellung kommt das vordere Kreuzband unter Stress. Kommt in der
Bewegung der Körperschwerpunkt zusätzlich noch hinter das Knie, muss der
Streckmuskel aktiviert werden um das Gelenk zu stabilisieren.  Die Kraft
dieses Muskels kann dann dazu führen, dass das vordere Kreuzband reißt.

Prof. Petersen: „Bei einer Begleitverletzung, zum Beispiel wenn der
Meniskus mit betroffen ist, heißt es schnell operieren. Durch Nähen des
Meniskus und den Ersatz des Kreuzbandes durch ein Transplantat. Gibt es
keine Begleitverletzung kann man auch 4 bis 6 Wochen mit der OP warten,
bis das Kniegelenk von der Reizung und Schwellung befreit ist.“

Als Transplantat – Ersatz für das VKB – eignen sich Beugesehnen,
Patellarsehne und Quadrizeps-Sehne. Letztere wird vor allem für jüngere
Sportler bevorzugt, um, je nach auszuübender Sportart, die Beugesehnen zu
schonen.

In den ersten beiden Wochen erfolgt eine Teilentlastung, zum Beispiel
durch Gehen an Krücken, Tragen von Orthesen oder ähnlichen Hilfsmitteln.
Insgesamt braucht es nach der Operation dann meist 8 Monate, ehe wieder
trainiert werden kann.

„Bei der Rückkehr in den Sport geht man heute aber vom rein zeitbasierten
Vorgehen weg hin zu funktionellen Tests“, so Petersen. Über 6 bis 8 Monate
werden Kraft, Balance, Beweglichkeit, Gelenkstabilität, Sprungkraft und
viele weitere Parameter in speziellen Messverfahren ermittelt. Bei der
Sprungkraft beispielsweise spielen die Höhe und Weite des Sprunges eine
ebenso entscheidende Rolle, wie die Qualität der Landung, die nicht in
einer X-Bein-Stellung erfolgen soll.

Für die Entscheidung „Back to Sports“ ist der sogenannte „Lower Limb
Symetry Index“ äußerst wichtig. Heißt: Im Verhältnis zur gesunden Seite
muss das operierte Knie mindestens über 85 Prozent eines jeden Parameters
wieder aufnehmen können.

Um dies so schnell wie möglich zu erreichen, können Sportler gezielte
Programme absolvieren. Die Experten der GOTS empfehlen hier unter anderem
das Programm „STOP-X“. Es beinhaltet eine Auswahl von geeigneten
neuromuskulären Übungen, um die Funktion des Kniegelenkes nach einer
Verletzung oder Operation wiederherzustellen.

„Nur ´ein bisschen´ Physiotherapie reicht hier nicht. Es ist wichtig, dass
die Sportler viel in Eigenregie machen. Eine gezielte Prä- und
Rehabilitation sind unerlässlich“, so Petersen.

Seltener gibt es nach VKB-Verletzung auch eine komplett konservative
Behandlung. Dies ist der Fall, wenn keine Begleitverletzungen vorliegen
und der Patient im Anschluss nicht mehr viel Sport treiben will. Mit
funktionellen Tests finden die Ärzte dann heraus, ob der Betroffene das
kaputte Band kompensieren kann oder nicht.

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Noch bis zum 2. Mai für den Hidden Movers Award bewerben und 75.000 Euro Preisgeld für Bildungsprojekte gewinnen

Innovative Bildungsinitiativen aufgepasst! Noch bis zum kommenden Montag,
2. Mai 2022 nimmt die Deloitte-Stiftung Bewerbungen für den Hidden Movers
Award entgegen. Es winken insgesamt 75.000 Euro Preisgeld, ein Kick-off-
Coaching und sechs Monate Pro-bono-Beratung. Eine Bewerbung ist online
möglich: http://www.hidden-movers.de/hidden-movers/bewerbung/

Die Deloitte-Stiftung sucht „Hidden Movers“ – noch wenig bekannte
innovative Bildungsinitiativen, die junge Menschen stärken. Aus
innovativen Ideen, örtlichen Initiativen und regionalen Projekten im
Bildungssektor will der Hidden Movers Award Vorbilder mit Strahlkraft
machen, die bundesweit nachhaltige Veränderungen im Leben Jugendlicher
bewirken. Die Gewinnerinitiativen des jährlich vergebenen Awards erhalten
nicht nur ein Preisgeld, sondern werden je nach Bedarf mit Beratung,
Coachings und kommunikativer Begleitung gefördert.

Aussicht auf den Hidden Movers Award haben etwa Initiativen, die junge
Menschen auf dem Weg zum Schulabschluss oder beim Berufseinstieg
unterstützen, die Jugendliche in besonderen Herausforderungen des Alltags
begleiten, interkulturelle Begegnungen schaffen und Digitalkompetenzen
vermitteln. „So individuell wie die Menschen in diesem Land sind auch ihre
Herausforderungen. Daher fördern wir Bildungsinitiativen, die dort
anpacken, wo Unterstützung gebraucht wird. Und das auf den Wegen, auf
denen wir Jugendliche am besten erreichen. Im vergangenen Jahr haben wir
zum Beispiel ein Projekt ausgezeichnet, in dem junge Menschen auf sozialen
Plattformen Finanzwissen für Jugendliche geteilt haben“, sagt Prof. Dr.
Wolfgang Grewe, Vorstandsvorsitzender der Deloitte-Stiftung.

Der Hidden Movers Award wird in drei Kategorien vergeben. Die Art der
Förderung der Gewinnerinitiativen orientiert sich an der jeweiligen
Kategorie. So erhalten Preisträgerinnen und Preisträger der Kategorie
Innovation die Unterstützung, die es braucht, um aus einer guten Idee ein
starkes Projekt zu machen. Dazu gehören sechs Monate Pro-bono-Beratung von
den Deloitte-Expertinnen und Experten, ein Coaching der Social
Entrepreneurship Akademie und ein Kommunikationspaket. Gewinnerinitiativen
in den Kategorien Wachstum und Sprachförderung (Kutscheit-Preis) erhalten
neben Pro-bono-Beratung und Coaching insgesamt ein Preisgeld in Höhe von
75.000 Euro, um ihr Projekt auf das nächste Level zu bringen.

„Wir wollen von den Bewerberinnen und Bewerbern im ersten Schritt
erfahren, worum es im Projekt geht, welche Idee hinter ihrem Engagement
steckt und wie sie nachhaltige Veränderung im Leben junger Menschen
bewirken. Und natürlich interessiert uns, wo die Gründerinnen und Gründer
stehen und wie sie sich entwickeln wollen“, erklärt Jil Hammerschmidt, Co-
Head of Innovation bei Deloitte. Sie ist seit diesem Jahr Mitglied der
Expertenkommission. Diese prüft zunächst die Einreichungen formal und
inhaltlich auf Herz und Nieren. Die intensive Auseinandersetzung mit den
Projekten ist wichtig, um das Engagement der Bildungsinitiativen wirklich
verstehen und ihr Potenzial erfassen zu können. Namenhafte Expertinnen und
Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Medien und dem gemeinnützigen
Sektor stellen die Jury, welche die Gewinnerprojekte auswählt. Die Award-
Verleihung soll – wie auch im Vorjahr – im November 2022 in München
stattfinden, sofern es die pandemische Lage zulässt.

Über die Deloitte-Stiftung
Unter dem Leitmotiv „Perspektiven für morgen“ bündelt die Deloitte-
Stiftung ihr Engagement für Bildung und Wissenschaft. Mit ihren
Aktivitäten fördert sie die Aus- und Weiterbildung junger Menschen,
unterstützt die Entwicklung neuer, zukunftstauglicher Bildungsmodelle und
leistet einen Beitrag zur Verbesserung des Innovationstransfers von der
Hochschule in die Wirtschaft. Die Deloitte-Stiftung wurde von den
Gesellschaftern und Führungskräften von Deloitte gegründet. Sie wird vom
Deutschen Stiftungszentrum im Stifterverband betreut.

http://www.hidden-movers.de

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Qualitätssicherung in der Intensivmedizin: Update der DIVI- Qualitätsindikatoren veröffentlicht

Fünf Jahre nach dem letzten Update sind jetzt die neuen
intensivmedizinischen Qualitätsindikatoren der Deutschen
Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)
erschienen. Verantwortlich zeichnet sich hierfür die Nationale
Steuerungsgruppe Peer Review, ein 31-köpfiges interprofessionelles
Autorenteam.

„Wir konnten in diese vierte Ausgabe zahlreiche neue
Forschungserkenntnisse einfließen lassen und selbstverständlich wurden
aktualisierte Leitlinien berücksichtigt“, erklärt Dr. Oliver Kumpf aus der
Charité Berlin, Sprecher der Steuerungsgruppe und federführender Autor.
Das Dokument sei bewusst sehr pragmatisch gehalten. „Jeder, der sich auf
die Reise machen möchte, die eigene Qualität zu messen, sollte sich mit
diesen Punkten auseinandersetzen.“

Viel Zeit hat die Gruppe vor allem in die Präzisierung von Formulierungen
investiert, um Fehlinterpretationen jeglicher Art vermeiden zu können. Das
30 Seiten starke Dokument fasst in zehn Punkten kompakt die wesentlichen
Behandlungsaspekte und Strukturmerkmale zusammen, die mit den
Qualitätsindikatoren für jede Intensivstation überprüfbar sind:

01. Tägliche multiprofessionelle und interdisziplinäre Visite mit
Dokumentation von Tageszielen
02. Management von Sedierung, Analgesie und Delir
03. Patientenadaptierte Beatmung (bei schwerem Lungenversagen)
04. Frühzeitige Entwöhnung von einer invasiven Beatmung (Weaning)
05. Überwachung der Maßnahmen zur Infektionsprävention
06. Maßnahmen zum Infektionsmanagement
07. Patientenadaptierte klinische Ernährung
08. Strukturierte Kommunikation mit Patienten und Angehörigen
09. Frühmobilisation
10. Leitung der Intensivstation

„Man muss aber nicht alle Aspekte gleichzeitig oder nacheinander
betrachten“, so Kumpf. Die Kennzahlen sollen nicht dazu dienen, eine
Station in zehn Prozessen zu betrachten – vielmehr sollten sich
intensivmedizinische Behandlungsteams zunächst den einen Aspekt verstärkt
anschauen, den sie verbessern möchten. „Wir wollen ja motivieren,
anzufangen. Mit Hilfe der Indikatoren ist es wirklich nicht kompliziert!“
Zur Unterstützung bei der Evaluation von Qualität verweist er auf das
Peer-Review-Verfahren der DIVI. „Damit hat man einen Startpunkt für
Qualitätsverbesserung“.

Die Publikation ist zum Download veröffentlicht unter: https://www.divi.de
/joomlatools-files/docman-files/publikationen/peer-review/220310
-qualitaetsindikatoren-intensivmedizin-divi-peer-review.pdf

Interessierte Teams finden zudem zum intensivmedizinischen Peer-Review-
Verfahren der DIVI und der Landesärztekammern auf diesen Seiten weitere,
aktualisierte Informationen und Ansprechpartner:
https://www.divi.de/empfehlungen/qualitaetssicherung-intensivmedizin/peer-
review

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