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Organ-On-A-Chip-Verfahren in der Anti-Doping-Forschung, Nähe und Distanz im Sport, Interview mit Prof. Ingo Froböse

Lässt sich mit Mini-Organen Anti-Doping-Forschung betreiben? Welche Rolle
spielen Trainer*innen bei der Prävention von sexualisierter Gewalt? Und
warum kann Ingo Froböse so gut erklären? Antworten liefert die neue
Ausgabe des Forschungsnewsletters der Deutschen Sporthochschule Köln.

FORSCHUNG AKTUELL heißt der Forschungsnewsletter, den die Deutsche
Sporthochschule Köln Medienvertreter*innen regelmäßig anbietet, um
ausgewählte spannende Forschungsaktivitäten an Deutschlands einziger
Sportuniversität vorzustellen.

Die Themen in der aktuellen Ausgabe:

PAPER
Das Organ-On-A-Chip-Verfahren könnte die Anti-Doping-Forschung nachhaltig
verändern. Auf einen ungefähr kreditkartengroßen Träger werden 3D-Mini-
Organe eingesetzt und mit Hilfe von Druck und Wärme in einem
miniaturisierten Nährstoffkreislauf kultiviert, um eine dem menschlichen
Organismus möglichst ähnliche Umgebung zu simulieren. In einer Pilotstudie
haben Forscher*innen der Deutschen Sporthochschule Köln das Verfahren
erstmals im Bereich der Anti-Doping-Forschung mit anabolen Steroiden
getestet: mit vielversprechenden Ergebnissen. Mehr lesen: https://www
.dshs-koeln.de/aktuelles/forschung-aktuell/archiv/nr-22022/paper/

PROJEKT
Eine Befragung zu sexualisierter Gewalt im Leistungssport in Deutschland
(»Safe Sport«) ergab, dass ein Drittel der befragten Kaderathlet*innen im
Laufe ihrer Karriere mindestens einmal eine Form von sexualisierter
Belästigung oder Gewalt erfahren hat. Wie viel Nähe ist angemessen? Wann
wird aus „normaler“ Hilfestellung eine übergriffige Handlung? Mit dieser
Fragestellung setzt sich das Projekt »TraiNah« auseinander und stellt die
Trainer*innen als zentrale Akteur*innen in der Prävention von
sexualisierter Gewalt in den Vordergrund. Mehr lesen: https://www.dshs-
koeln.de/aktuelles/forschung-aktuell/archiv/nr-22022/projekt/

PERSON
Seit rund 44 Jahren ist Univ.-Prof. Dr. Ingo Froböse an der
Sporthochschule, er wollte nie weg. Vielen ist Froböse durch das
Morgenmagazin bekannt, dort beantwortet er Fragen rund um Sport, Bewegung
und Gesundheit. Durch seine Medienarbeit ist er zu einem der Gesichter der
Sporthochschule geworden. Mit Leib und Seele hat er sich dem Thema
Gesundheit verschrieben. Was für ihn Gesundheit bedeutet, woher sein
Talent zum Erklären kommt und wie er gleichzeitig belastbar, produktiv und
ausgeglichen sein kann, das erzählt er im Interview. Mehr lesen:
https://www.dshs-koeln.de/aktuelles/forschung-
aktuell/archiv/nr-22022/person/

PODCAST
Prof. Wilhelm Bloch beschäftigt sich mit den kleinsten Strukturen unseres
Körpers: Molekülen und Zellen. Welche Veränderungen das Coronavirus hier
verursacht und warum gerade die Sportmedizin eine besondere Rolle spielt,
erklärt er in Folge 14 von „Eine Runde mit...". Die Sportsoziologin
Prof.'in Bettina Rulofs hat 2016 erstmals Daten dazu erhoben, wie viele
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sexualisierte Gewalt im Sport
erlebt haben. In Folge 15 von „Eine Runde mit..." spricht sie über Gründe,
Ausmaß und den Weg zur Aufarbeitung und Prävention von sexualisierter
Gewalt. Mehr lesen: https://www.dshs-koeln.de/aktuelles/forschung-
aktuell/archiv/nr-22022/podcast/


NEWS
+++ Schmerzen im E-Sport – Einzelfall oder Massenphänomen? +++ Forschend
kommunizieren: von Anfang an! +++ Datenanalyse in der Halfpipe +++
„Bewegung gegen Krebs“ +++»Safe Clubs« geht an den Start +++ Sportvereine
und die Pandemie – Mitgliederbasis ist besonders betroffen +++ Mehr lesen:
https://www.dshs-koeln.de/aktuelles/forschung-
aktuell/archiv/nr-22022/podcast/

FORSCHUNG AKTUELL im Netz: www.dshs-koeln.de/forschungaktuell

Originalpublikation:
https://doi.org/10.1002/dta.3161

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Kooperationsprojekt mit überzeugenden Abschlussarbeiten abgeschlossen

Der Bundesverband der Regionalbewegung e.V. (BRB) hat im vergangenen
Wintersemester (2021/2022) erstmalig als Praxis- und Fachpartner das
Marketingprojekt-Seminar im Studiengang Unternehmensmanagement (B.A.) an
der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) begleitet.
Vier der 14 Teams schlossen das Marketing-Seminar mit ausgezeichnetem
Ergebnis ab.

Im Marketingprojekt-Seminar, geleitet von HNEE Professor Dr. Gerd Peters,
setzten sich insgesamt 56 Studierende mit aktuellen praxisorientierten
Projekten und Tools des Bundesverbandes der Regionalbewegung e.V. zum
Thema Regionalvermarktung auseinander.

Inhaltlich hat sich das Seminar vor allem mit dem Thema „Regionalmarken"
befasst. Neben der Entwicklung von Konzepten zum „Tag der Regionen“ und zu
Pilotprojekten rund um das Thema „Kantine sucht Region“ in Brandenburg,
stand auch die Untersuchung von „Erfolgsfaktoren von Regionalsiegeln“ und
die Suche nach geeigneten Kooperationen im Bereich Influencer-Marketing
für regionale Produkte und Initiativen an.

Insgesamt vier Teams haben sowohl den Leiter des Marketing-Seminars als
auch die Regionalbewegung mit hervorragenden Ergebnissen überzeugt und
erhielten für ihre Leistungen die Note 1.

Ein Studierenden-Team entwickelte mit der „Nacht der Regionen“ ein
innovatives und attraktives Format für den Tag der Regionen, der als
Veranstaltungsplattform der Regionalbewegung jährlich in weit über 1000
Aktionen bundesweit öffentlichkeitswirksam für Regionalität wirbt. Zum Tag
der Regionen 2022 soll im Herbst in Eberswalde eine von den Studierenden
entwickelte „Nacht der Regionen“ veranstaltet werden. Ein weiteres Team
hat das Konzept für einen regionalen Genussmarkt auf dem Gelände des
Barnimer Brauhauses Nähe Eberswalde entwickelt, der eine Plattform für
regionale Produzent*innen und regional-affine Bürger*innen sein soll. Der
Genussmarkt wird ebenfalls im Rahmen des Tag der Regionen veranstaltet
werden. Felix Schmid aus dem Projektteam erläutert die Idee des
Genussmarktes in einem kurzen Videostatement (s. Link zum Youtube-Video).

Überzeugt hat eine weitere Gruppe mit seinem interaktiven Praxisleitfaden
zum Einsatz von Influencern für die Vermarktung der RegioApp. Die RegioApp
ist das bundesweite Marketinginstrument der Regionalbewegung für regionale
Produzenten, Verkaufsstellen und Gastronomiebetriebe, die auf regionale
Produkte setzen.

Ein ausgezeichnetes Ergebnis lieferte außerdem das Team, das sich in ihrer
Projektarbeit mit einer Bedarfs- und Situationsanalyse vom Einsatz
regionaler Produkte in Betriebskantinen auseinandersetzte. Das Team
akquirierte erfolgreich einen Praxispartner und entwickelte für die David
Chipperfield Kantine in Berlin ein Marketingkonzept zur besseren
Sichtbarkeit ihres regionalen Engagements und präsentierte für die Kantine
zwei neue Partner aus dem Netzwerk der Regionalbewegung für neue regionale
Kooperationen.

Der enge Austausch sowie die wissenschaftliche Begleitung seiner Arbeit
ist dem Bundesverband der Regionalbewegung e.V. enorm wichtig. Sowohl die
HNEE als auch die Regionalbewegung freuen sich über den regen Austausch
und die erfolgreichen Abschlüsse der Projektarbeiten sowie auf weitere
Kooperationsprojekte.

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Weniger Feinstaub beim Heizen mit Holz

Heizen mit Holz liegt in Deutschland nach wie vor im Trend. Die steigenden
Energiepreise und die Abhängigkeiten von internationalen Märkten machen
den nachwachsenden Rohstoff noch attraktiver.
Doch bei der Verbrennung von Holz in Kaminöfen oder Holzheizungen
entstehen enorm viel Feinstaub und Abgase. Diese Schadstoffe gefährden
Mensch und Umwelt. Das Umweltbundesamt empfiehlt sogar - mit Hinweis auf
die hohen Emissionen – die Abschaffung von Holzfeuerungen.
Die beste Lösung, um die Emissionsfracht wirksam zu verringern, ist eine
intelligente Führung des Verbrennungsprozesses.

Viele halten Heizen mit Holz für eine saubere Sache. Doch bei der
Verbrennung von Holz in Kaminöfen oder Scheitholzheizkesseln entstehen
enorm viel Feinstaub und phasenweise hohe Konzentrationen potenziell
toxischer Abgaskomponenten. Diese Schadstoffe gefährden Mensch und Umwelt.
Das Umweltbundesamt empfiehlt sogar - mit Hinweis auf die hohen Emissionen
– die Abschaffung von Holzfeuerungen.
Die beste Lösung, um die Emissionsfracht wirksam zu verringern, ist eine
intelligente Führung des Verbrennungsprozesses. Manche
Einzelraumfeuerstätten und die meisten Heizkessel haben mittlerweile eine
Lambda-Sonde zur Messung von Rest-Sauerstoff im Abgas. Um den
Verbrennungsprozess noch präziser steuern und damit den Ausstoß von
Feinstaub und anderen Schadstoffe weiter absenken zu können, ist ein
zusätzlicher Sensor zur Messung von unverbrannten Kohlenwasserstoffen und
Kohlenmonoxid notwendig.

Sensor verringert Feinstaub-Emissionen

Dieser Sensor, der bei Einbindung in ein Verbrennungsluft-Regelungssystem
die Emissionen von Feinstaub erheblich verringern kann, wird als CO/HC-
Sensor bezeichnet. Der Sensor wurde bisher in verschiedenen Holzöfen
bereits eingesetzt. Das Problem war jedoch eine relativ geringe
Einsatzdauer, bevor der Sensor wieder ausgewechselt werden musste. Zudem
war der CO/HC-Sensor in der Herstellung vergleichsweise teuer.
Eine Arbeitsgruppe am Institut für Sensor- und Informationssysteme (ISIS)
der Hochschule Karlsruhe hat unter der Leitung von Prof. Dr. Heinz Kohler
ein Sensor- und Verbrennungsluft-Regelungssystem entwickelt, das die
Emissionen bei der Verbrennung von Holz deutlich reduziert. Ein zentraler
Bestandteil dieser Regelung ist der CO/HC-Sensor. Die Kombination aus
Sensorik und Algorithmus sowie die darauf aufbauende Einstellung der
Primär- und Sekundärluftströme führt zu einer deutlichen Verminderung von
Schadstoffen, also des Schadgas- und Feinstaubausstoßes.

Patentiertes Verfahren zur Verringerung der Schadstoffe

Die Wissenschaftler haben den CO/HC- Sensor, der von einem
Partnerunternehmen produziert werden kann, in einem patentierten Verfahren
so verbessert, dass der Sensor stabil im Abgas läuft und durch Anwendung
einer neu entwickelten Methode zur Regeneration länger stabil bleibt.
Damit kann der CO/HC-Sensor nun in allen Scheitholz-Verbrennungsprozessen
zum Einsatz kommen und hat nach bisherigen Erkenntnissen voraussichtlich
eine Standzeit von mehreren Heizperioden.

Die Feinstaub- und Schadgasverringerung aus Scheitholzöfen wurde sowohl im
Labor als auch anhand von Feldtests über mehrere Monate untersucht. Durch
den Einsatz des CO/HC-Sensors in Kombination mit einer neuartigen,
automatisierten Verbrennungsluftregelung, einem Abgaskatalysator und einem
Partikelfilter konnten sehr geringe Abgas-Werte gemessen werden, die
erheblich unter den aktuellen gesetzlichen Vorgaben liegen.

Die Erfindung wurde zum Patent angemeldet (DE, EP) anhängig). Die
Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH unterstützt die Wissenschaftler und die
Hochschule Karlsruhe bei der Patentierung und Vermarktung der aktuellen
Entwicklung und des gesamten Steuer- und Regelungssystems für
Scheitholzfeuerungen. TLB ist mit der Verwertung dieser zukunftsweisenden
Technologie beauftragt und bietet Herstellern von Stückholz-Öfen oder
-Heizkesseln Möglichkeiten der Lizenzierung.
Für weitere Informationen: Innovationsmanager Dr.-Ing. Hubert Siller
(Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.)

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Princeton-Professor hält öffentliche Vorlesungsreihe zur Musikgeschichte

Im Sommersemester 2022 übernimmt Professor Rob C. Wegman von der Princeton
University eine Vorlesungsreihe zur Musikgeschichte des Mittelalters und
der Renaissance. Prof. Wegman gilt als international führender Forscher
auf dem Gebiet der Alten Musik. Seine Vorlesungen (in deutscher Sprache),
zu denen auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen ist, finden
online ab dem 12. April statt: jeweils dienstags und freitags von 16.15
bis 17.45 Uhr.

Mit Professor Rob Wegmans Vorlesungen zur Musikgeschichte des Mittelalters
und der Renaissance (ca. 800-1600 n. Chr.) setzt die Saarbrücker
Musikwissenschaft die Vorlesungsreihe „Musikgeschichte im Überblick“ fort,
die über vier Semester läuft. Über die Studierenden der Musikwissenschaft
hinaus richtet sich die Reihe an die interessierte Öffentlichkeit und
Studierende aller Fachrichtungen. Beginn ist am Dienstag, 12. April, um
16.15 Uhr.

Rob C. Wegman lehrt seit 1995 an der Princeton University und war bereits
2014 als Gastprofessor an der Universität des Saarlandes. Er ist einer der
weltweit besten Spezialisten auf dem Gebiet der Alten Musik und Autor
zahlreicher Bücher und Zeitschriftenartikel. An der Saarbrücker
Musikwissenschaft schätzt er die kollegiale Zusammenarbeit und die
exzellente Institutsbibliothek. In seinen Arbeiten hat er wiederholt
Forschungsergebnisse der früheren Saarbrücker Professoren Walter Wiora,
Ernst Apfel und insbesondere die bahnbrechende Theorie des 2011
verstorbenen Wolf Frobenius zur Entstehung der frühen Motette aufgegriffen
und weitergeführt.

Die Online-Vorlesungen finden ab dem 12. April über die Plattform MS Teams
statt: jeweils dienstags und freitags von 16.15 bis 17.45 Uhr (bis 31.
Mai). Die Vorlesungen sind einzeln und ohne musikalische Vorkenntnisse
verständlich.

Den Link zur Teilnahme finden Sie unter: <www.uni-
saarland.de/musikwissenschaft>

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