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RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Kräftiger Dämpfer für den Welthandel

Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für
Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und
Logistik (ISL) ist nach der aktuellen Schnellschätzung im Februar
saisonbereinigt um 3,6 Punkte auf 117,1 gefallen. Dabei ist der
Containerumschlag vor allem in China kräftig zurückgegangen. Aber auch in
den europäischen Häfen ist er deutlich gesunken.

Das Wichtigste in Kürze:

- Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für
Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und
Logistik (ISL) ist saisonbereinigt im Februar von 120,7 (revidiert) auf
117,1 Punkte deutlich gefallen.

- Der Nordrange-Index, der Hinweise auf die wirtschaftlichen Entwicklung
im nördlichen Euroraum und in Deutschland gibt, ist im Februar gegenüber
dem Vormonat von 111,1 (revidiert) auf 106,0 gesunken.

- In den chinesischen Häfen kam es zu einem kräftigen Rückgang des
Containerumschlags. Der Index ging von 130,6 auf 106,9 zurück. Die Daten
dürften aber zumindest teilweise durch das chinesische Neujahrsfest
verzerrt sein (s. dazu unten die „Daten zur Sonderauswertung unter
Ausschluss der chinesischen Häfen“ unter „Downloads“).

- Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index für März 2022 wird am 29. April 2022
veröffentlicht.

Zur Entwicklung des Containerumschlag-Index sagt RWI-Konjunkturchef
Torsten Schmidt: „Die Erholung des Containerumschlags hat erneut einen
Dämpfer erhalten. Dabei dürften die Sanktionen gegen Russland bisher nur
einen Teil des Rückgangs in den europäischen Häfen erklären, hinzu kommen
nach wie vor die Engpässe bei den Transportkapazitäten.“

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TU Berlin: Reduktion von CO2-Emissionen bei der Zementherstellung

Gemeinsame Medieninformation von TU Berlin, thyssenkrupp Uhde und Holcim
Deutschland GmbH

Neues innovatives Verfahren zur CO2-Abscheidung in der Zementindustrie

thyssenkrupp, Holcim und TU Berlin starten Forschungsprojekt zur
Emissionsreduktion durch Aminwäsche (Carbon Capture)

In der Zementindustrie wird auf vielfältige Weise an der Reduktion von
CO2-Emissionen gearbeitet. Der Grund: Auch bei vollständigem Einsatz von
erneuerbaren Energien wird bei der Zementherstellung rohstoffbedingt CO2
frei und an die Atmosphäre abgegeben. In einem gemeinsamen Projekt
untersuchen die Partner thyssenkrupp Uhde, Holcim und die TU Berlin daher
den Einsatz neuster Aminwäsche-Technologie zur CO2-Abtrennung. Ziel ist
es, den CO2-Ausstoß von bestehenden Zementanlagen deutlich zu reduzieren
und gleichzeitig das abgetrennte CO2 für weitere Anwendungen zu nutzen.
Konkret werden unter anderem neue Stoffaustausch-Apparate entwickelt, die
den Wirkungsgrad verbessern sollen und widerstandsfähiger gegen
Verunreinigungen sind. Das Projekt wird vom Bundesministerium für
Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.

Die Technologie der Aminwäsche beruht auf der gezielten Bindung von
einzelnen Bestandteilen eines Abgasstroms wie CO2 in einer Waschlösung.
Verwendet werden dabei wässrige Lösungen von Aminen. Die aufgenommenen
Gasbestandteile werden anschließend durch Erwärmung des Waschmittels
wieder freigesetzt und können so effektiv abgetrennt und separat
gespeichert oder verwendet werden.

„Die Aminwäsche wird bereits vielfach eingesetzt, um CO2 aus Prozessgasen
oder auch Abgasen zu gewinnen. Nun entwickeln wir die Technologie weiter
und optimieren sie für die Zementindustrie. Auch weitere Anwendungen wie
zum Beispiel bei Müllverbrennungsanlagen sind möglich, um CO2 direkt an
der Quelle auffangen zu können“, erläutert Dr. Ralph Kleinschmidt, Head of
Technology, Innovation and Sustainability bei thyssenkrupp Uhde.

„Innovative Abtrennungstechnologie für die Gasbehandlung zu entwickeln und
bestehende Trenntechniken immer effizienter, umweltschonender sowie
nachhaltiger zu gestalten und diese zur Anwendung zu bringen ist eine
drängende sowie entscheidende Aufgabe und direkter Beitrag zum
Klimaschutz. Diese Aufgabe gelingt nur in enger Kooperation zwischen
Industrie und Forschungseinrichtungen wie Universitäten“, sagt Prof.
Dr.-Ing. Jens-Uwe Repke, Leiter des Fachgebiets Dynamik und Betrieb
technischer Anlagen an der TU Berlin.

Arne Stecher, Leiter Dekarbonisierung Holcim Deutschland betont: „Carbon
Capture wird in der nahen Zukunft eine Notwendigkeit für Zementwerke sein.
Daher suchen wir nach der besten Carbon-Capture-Technologie und testen
verschiedene Verfahren. Die CO2-Abscheidung durch Aminwäsche ist eine
vielversprechende Lösung. Ich freue mich, dass wir den Einsatz des
innovativen Verfahrens in der Zementindustrie gemeinsam mit unseren
Partnern erproben können.“

Die Leistungsfähigkeit und Effizienz des zu erprobenden Verfahrens zur
CO2-Abscheidung werden mit realem Abgas des Zementwerks am Standort Beckum
untersucht. Damit werden die Grundlagen für einen kommerziellen Einsatz
gelegt. Außerdem werden verschiedene Verwendungsmöglichkeiten für das
gewonnene CO2 analysiert. Mit diesem Verfahren wollen die Partner einen
Beitrag zur Reduktion von Klimagasen insbesondere bei Bestandsanlagen zur
Zementherstellung leisten. Diese können dann mit Einrichtungen zur
Abtrennung des CO2 aus dem Prozessabgas nachgerüstet werden ohne weitere
Anpassungen am Produktionsprozess.

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Hidden Movers Award 2022: Wie die Deloitte-Stiftung Bildungsinitiativen auf ein neues Level hebt

Der von der Deloitte-Stiftung ausgelobte Award zeichnet
Bildungsinitiativen mit Mut zur Veränderung aus. Insgesamt werden 75.000
Euro Preisgeld, ein Kick-off-Coaching und sechs Monate Pro-bono-Beratung
vergeben. Bildungsprojekte können sich bis zum 2. Mai 2022 online
bewerben.

Eine Perspektive für die Zukunft geben – das ist das Ziel vieler
Bildungsinitiativen. Häufig sind es kleine lokale Projekte, die einen
großen Unterschied im Leben junger Menschen machen. Nach zwei Jahren
pandemiebedingter Einschränkungen und Homeschooling brauchen junge
Menschen diese individuelle Unterstützung mehr denn je. Hier setzt der
Hidden Movers Award der Deloitte-Stiftung an: Aus innovativen Ideen,
örtlichen Initiativen und regionalen Projekten im Bildungssektor will der
Award Vorbilder mit Strahlkraft machen, die bundesweit nachhaltige
Veränderungen im Leben Jugendlicher bewirken. Die Gewinnerinitiativen des
jährlich vergebenen Awards erhalten nicht nur ein Preisgeld, sondern
werden je nach Bedarf mit Beratung, Coachings und kommunikativer
Begleitung gefördert.

Die Förderung richtet sich vor allem an Bildungsinitiativen, die neue Wege
gehen. So haben in den vergangenen Jahren etwa ein pädagogischer Escape
Room zum Thema Cybermobbing, ein integratives Computerspiel und ein Rap-
Training mit innovativen Ansätzen überrascht. Die Gewinnerprojekte des
Hidden Movers Award unterstützen auf dem Weg zum Schulabschluss oder
Berufseinstieg, sie begleiten Jugendliche in besonderen Herausforderungen
des Alltags, schaffen interkulturelle Begegnungen und vermitteln
Digitalkompetenzen. Die Initiativen verbindet ihr unkonventioneller
Ansatz, mit dem sie die Bildungschancen junger Menschen verbessern. "So
individuell wie die Menschen in diesem Land sind auch ihre
Herausforderungen. Daher fördern wir Bildungsinitiativen, die dort
anpacken, wo Unterstützung gebraucht wird. Und das auf den Wegen, auf
denen wir Jugendliche am besten erreichen. Im vergangenen Jahr haben wir
zum Beispiel ein Projekt ausgezeichnet, in dem junge Menschen auf sozialen
Plattformen Finanzwissen für Jugendliche geteilt haben", sagt Prof. Dr.
Wolfgang Grewe, Vorstandsvorsitzender der Deloitte-Stiftung.

Der Hidden Movers Award wird in drei Kategorien vergeben. Die Art der
Förderung der Gewinnerinitiativen orientiert sich an der jeweiligen
Kategorie. So erhalten Preisträgerinnen und Preisträger der Kategorie
Innovation die Unterstützung, die es braucht, um aus einer guten Idee ein
starkes Projekt zu machen. Dazu gehören sechs Monate Pro-bono-Beratung von
den Deloitte-Expertinnen und Experten, ein Coaching der Social
Entrepreneurship Akademie und ein Kommunikationspaket. Gewinnerinitiativen
in den Kategorien Wachstum und Sprachförderung (Kutscheit-Preis) erhalten
neben Pro-bono-Beratung und Coaching insgesamt ein Preisgeld in Höhe von
75.000 Euro, um ihr Projekt auf das nächste Level zu bringen.

"Wir wollen von den Bewerberinnen und Bewerbern im ersten Schritt
erfahren, worum es im Projekt geht, welche Idee hinter ihrem Engagement
steckt und wie sie nachhaltige Veränderung im Leben junger Menschen
bewirken. Und natürlich interessiert uns, wo die Gründerinnen und Gründer
stehen und wie sie sich entwickeln wollen", erklärt Jil Hammerschmidt, Co-
Head of Innovation bei Deloitte. Sie ist seit diesem Jahr Mitglied der
Expertenkommission. Diese prüft zunächst die Einreichungen formal und
inhaltlich auf Herz und Nieren. Die intensive Auseinandersetzung mit den
Projekten ist wichtig, um das Engagement der Bildungsinitiativen wirklich
verstehen und ihr Potenzial erfassen zu können. Namenhafte Expertinnen und
Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Medien und dem gemeinnützigen
Sektor stellen die Jury, welche die Gewinnerprojekte auswählt. Die Award-
Verleihung soll – wie auch im Vorjahr – im November 2022 in München
stattfinden, sofern es die pandemische Lage zulässt.

Über die Deloitte-Stiftung
Unter dem Leitmotiv „Perspektiven für morgen“ bündelt die Deloitte-
Stiftung ihr Engagement für Bildung und Wissenschaft. Mit ihren
Aktivitäten fördert sie die Aus- und Weiterbildung junger Menschen,
unterstützt die Entwicklung neuer, zukunftstauglicher Bildungsmodelle und
leistet einen Beitrag zur Verbesserung des Innovationstransfers von der
Hochschule in die Wirtschaft. Die Deloitte-Stiftung wurde von den
Gesellschaftern und Führungskräften von Deloitte gegründet. Sie wird vom
Deutschen Stiftungszentrum im Stifterverband betreut.

http://www.hidden-movers.de

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Europäische Kooperationsstudie zu den Ursachen chronischer Körperbeschwerden

Psychologisches Institut sucht Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer

Chronische körperliche Beschwerden wie zum Beispiel Kopfschmerzen,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Magen-Darm-Probleme und Erschöpfungssymptome
sind weit verbreitet und betreffen nach aktuellen Schätzungen zwischen 20
und 30 Prozent der Allgemeinbevölkerung. Die Beschwerden gehen
typischerweise mit einer deutlich reduzierten Lebensqualität und
erheblichen Beeinträchtigungen im beruflichen und privaten Bereich einher.
Gleichzeitig wird häufig keine zufriedenstellende medizinische Ursache für
die Beschwerden gefunden und die Betroffenen leiden zunehmend unter
Frustration, Perspektivlosigkeit und erleben nicht selten eine Odyssee auf
der Suche nach adäquaten Behandlungsmöglichkeiten.

Eine neue Studie am Psychologischen Institut der Johannes Gutenberg-
Universität Mainz (JGU) unter Leitung von Prof. Dr. Michael Witthöft
untersucht derzeit mögliche Mechanismen und Einflussfaktoren chronischer
körperlicher Beschwerden. Die Studie ist Teil des großangelegten
europäischen Forschungsnetzwerkes ETUDE und wird von der EU im Rahmen des
Horizon 2020-Programms gefördert. Ziel dieses Projekts ist es, die
Ursachen chronischer körperlicher Beschwerden in Zukunft besser zu
verstehen und dieses Wissen in verbesserte Behandlungsprogramme übertragen
zu können. Für dieses Forschungsprojekt werden derzeit
Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer im Alter zwischen 18 und 65 Jahren
gesucht. Teilnehmen können sowohl Personen mit chronischen
Körperbeschwerden als auch gesunde Personen ohne derartige Belastungen.
Die Studie besteht aus einem circa 30-minütigen Online-Fragebogen und
einem circa 90-minütigen Studientermin in den Räumlichkeiten des
Psychologischen Instituts der JGU. Die Teilnahme an beiden Studienteilen
wird mit einer Aufwandsentschädigung in Höhe von insgesamt 30 Euro
vergütet.

Weitere Informationen sind unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
erhältlich.

Weitere Links:
https://klipsy.uni-mainz.de/ - Abteilung für Klinische Psychologie,
Psychotherapie und Experimentelle Psychopathologie
https://klipsy.uni-mainz.de/forschung/etude/ - Forschungsprojekt ETUDE

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