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Medizinische Entscheidungen treffen

Prof. Dr. Thomas Fleischmann von der SRH Hochschule für Gesundheit hält
Antrittsvorlesung zum Thema „Medical Decision Making Revisited – wie
medizinische Entscheidungen entstehen“.

„Viele Entscheidungen in der Medizin sind einfach und unkompliziert, wenn
man das entsprechende Wissen und ausreichend Erfahrung besitzt. Einige
Entscheidungen bei der Behandlung sind jedoch schwierig, komplex und mit
Unsicherheiten behaftet, und gerade diese Entscheidungen können weit und
tief reichende Folgen für die Patient:innen haben. Deshalb ist es wichtig,
zu verstehen, wie medizinische Entscheidungen entstehen und den Prozess
der Entscheidungsfindung zu optimieren“, erklärt Prof. Dr. Thomas
Fleischmann, Professor im Bachelor-Studiengang Physician Assistant mit
Schwerpunkt Notfallmedizin an der SRH Hochschule für Gesundheit.

Dieses Wissen ist auch für Physician Assistants von großer Bedeutung, da
diese als Bindeglied zwischen Patient:innen, Pflegepersonal und Ärzt:innen
agieren. Um delegierbare Aufgabe wie die Mitwirkung an der Erläuterung von
Diagnose und Behandlungsplan oder die Koordination in einem
therapeutischen Team zu übernehmen, ist es notwendig, die von den
Ärzt:innen getroffenen Entscheidungen nachvollziehen zu können. Deshalb
ist es wichtig, die Studierenden bereits während ihres Studiums mit
medizinischen Entscheidungsprozessen vertraut zu machen.

In seiner kostenfreien Online-Antrittsvorlesung zum Thema „Medical
Decision Making Revisited – wie medizinische Entscheidungen entstehen“
gibt Prof. Dr. Thomas Fleischmann am 28. April um 17:30 Uhr einen
Überblick über bekannte und untersuchte Vorgehensweisen, um in einfachen
oder in komplexen Situationen medizinische Entscheidungen zu treffen.
Diese Wege, eine Entscheidung zu treffen, unterscheiden sich deutlich
voneinander und können nur in entsprechenden Situationen eingesetzt
werden. Dies ist medizinischen Entscheidungsträger:innen aber häufig gar
nicht bewusst und sie treffen Entscheidungen zudem oft unter Zeit- und
Handlungsdruck. Es kann dann kritisch werden, wenn Vorgehensweisen in
Situationen eingesetzt werden, in denen sie nicht geeignet oder sogar
gefährlich sind. In der Vorlesung werden Erkenntnisse zur
Entscheidungsfindung von medizinischen Entscheidungs-träger:innen, der
Metakognition, vorgestellt.

Die SRH Hochschule für Gesundheit bildet an den Campus Gera, Heide,
Heidelberg und Rheinland in Leverkusen bereits im Gesundheitswesen tätiges
Fachpersonal im Bachelor-Studiengang Physician Assistant akademisch
weiter. Als medizinische Assistent:innen übernehmen die Absolvent:innen
sowohl organisatorische als auch delegierbare patient:innenbezogene
Tätigkeiten und befassen sich mit administrativen und
Dokumentationsaufgaben. Damit bietet der Berufsalltag vielfältige
Einsatzmöglichkeiten, etwa in der hausärztlichen Versorgung, der
Intensivmedizin oder der Notaufnahme, die auch den Schwerpunkt von Prof.
Dr. Thomas Fleischmann bildet.

Seit der Weiterbildung in Unfallchirurgie und Innerer Medizin arbeitete er
in der Notfallmedizin und war zuletzt Chefarzt des Zentrums für Notfall-
und Akutmedizin der imland Kliniken Rendsburg und Eckernförde. Er ist
Herausgeber mehrerer Bücher zu Medizin und Management von
interdisziplinären Notaufnahmen und wirkt auf verschiedenen Ebenen an der
Neuorganisation der Notfallversorgung mit. Prof. Dr. Thomas Fleischmann
ist seit dem Sommersemester 2021 Dozent und seit November 2021 Professor
an der SRH Hochschule für Gesundheit.

Interessierte können sich für die kostenfreie Online-Antrittsvorlesung am
28.04.2022 um 17:30 Uhr ab sofort unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder
https://eveeno.com/283999104 anmelden.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam
/thomas-fleischmann/

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Jetzt bewerben um den Friedrich-Edding-Preis 2023!

Gesucht werden herausragende Dissertationen zu Fragen der Berufsbildung

Gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) als
Netzwerkpartner eröffnet die Arbeitsgemeinschaft
Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN) den Wettbewerb um den „Friedrich-
Edding-Preis für Berufsbildungsforschung 2023“. Ausgezeichnet werden
herausragende Dissertationen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen
Disziplinen, die sich mit Fragen der Berufsbildung befassen.

Um den Preis bewerben können sich Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler, deren Dissertation für das Promotionsverfahren an einer
Hochschule zugelassen wurde oder deren Promotionsverfahren bereits
abgeschlossen ist. Ausgeschlossen sind Dissertationen, die vor Januar 2020
erschienen sind. Es können sowohl Monographien als auch kumulative
Arbeiten in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden. Die
Bewerbungsfrist endet am 30. September 2022. Die Dissertationen werden von
einer unabhängigen Fachjury begutachtet. Die Preisverleihung findet 2023
während einer Veranstaltung der AG BFN statt.

BIBB-Forschungsdirektor Prof. Dr. Hubert Ertl ergänzt: „Seit 2013 wird der
Friedrich-Edding-Preis für Berufsbildungsforschung von der AG BFN alle
zwei Jahre vergeben. Bei der Auswahl der Dissertationen legen wir nicht
nur Wert auf wissenschaftliche Kriterien. Die Forschungsergebnisse müssen
auch für die Bildungspraxis relevant sein und die verwendeten Methoden
sollen innovative Zugänge zur Berufsbildungsforschung aufzeigen.“

Die 1991 gegründete AG BFN ist ein Netzwerk von Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlern aus Hochschulen sowie öffentlichen und privaten
Institutionen, die Beiträge zur Berufsbildungsforschung leisten. Ziel der
Arbeitsgemeinschaft ist es, die Zusammenarbeit und den wissenschaftlichen
Austausch zwischen den unterschiedlichen Akteuren und Disziplinen
anzuregen und zu unterstützen, relevante Forschungsfelder zu
identifizieren sowie den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Benannt
ist der Preis nach Friedrich Edding (1909 - 2002), dem langjährigen
Direktor am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und
Professor für Bildungsökonomie an der Technischen Universität Berlin.

Weitere Informationen unter <www.bibb.de/agbfn-friedrich-edding-
preis-2023>

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Ausstellung mit studentischen Arbeiten zum Meeresspiegelanstieg auf Spiekeroog

Sonderausstellung „Neuinselland“ zeigt landschaftsarchitektonische
Szenarien

Weitreichende, teils provokante Zukunftsvisionen: Masterstudierende der
Leibniz Universität Hannover haben Szenarien zum Meeresspiegelanstieg für
die Insel Spiekeroog entwickelt und stellen diese nun in der Ausstellung
„Neuinselland“ auf der Nordseeinsel vor. Die Ausstellung im dortigen
Nationalpark-Haus ist ab Mittwoch, 6. April 2022, für drei Monate zu
sehen. Sie ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Arbeiten sind die Ergebnisse eines Master-Studienprojekts über
landschaftsarchitektonische Szenarien zum Meeresspiegelanstieg, das im
Kontext des Forschungsprojektes „Gute Küste Niedersachsen“ im
Wintersemester 2021/22 angeboten wurde. Es lief im Fachgebiet Entwerfen
urbaner Landschaften des Instituts für Freiraumentwicklung unter der
Leitung von Prof. Dr. Martin Prominski. Im Zentrum standen die Fragen: Was
passiert jeweils bei verschiedenen angenommenen Meeresspiegelanstiegshöhen
mit der Insel Spiekeroog? Wie verhalten sich dabei die raum-zeitlichen
Beziehungen? Welchen Beitrag können landschaftsarchitektonische Strategien
leisten, um nachhaltig eine hohe Lebensqualität für alle Lebewesen auf der
Insel zu sichern? Insulanerinnen, Insulaner und Urlaubsgäste jeglichen
Alters sind eingeladen, sich die daraus entstandenen spannenden Szenarien
für die Insel im Nationalpark-Haus anzuschauen.

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Der Emissionshandel entwickelt sich zu einem wesentlichen Instrument auf dem Weg zur Klimaneutralität

Der Emissionshandel hat 2021 weiter an Dynamik gewonnen und wird zu einem
Schlüsselinstrument für die Dekarbonisierung. Das zeigt der Statusbericht
der International Carbon Action Partnership (ICAP) 2022 in
Projektträgerschaft von adelphi.
• Rund 90% der weltweiten Emissionen unterliegen heute Regelungen mit dem
Ziel der Treibhausgasneutralität.
• Mehr als ein Drittel dieser Emissionen fallen unter ein
Emissionshandelssystem (EHS).
• Die 25 sich Anfang 2022 in Betrieb befindlichen EHS decken 55% des
globalen BIP, 17% der globalen Treibhausgasemissionen und fast ein Drittel
der Weltbevölkerung ab.
• 2021 haben EHS 161 Mrd. USD erwirtschaftet, ein Anstieg von mehr als 50%
gegenüber 2020.

Emissionshandelssysteme können einen wesentlichen Beitrag zur
Dekarbonisierung leisten, die dringend erforderlich ist, um bis Mitte des
Jahrhunderts die Klimaneutralität zu erreichen. Sie schaffen Anreize für
Investitionen in neue Technologien und generieren Mittel, die für
Ausgleichsmaßnahmen zugunsten von stark betroffenen Bevölkerungsgruppen
verwendet werden können.

Laut dem neunten ICAP-Statusbericht gibt es Anfang 2022 weltweit 25
funktionierende Emissionshandelssysteme in Ländern, auf die 55% des
globalen BIP entfallen. Diese 25 Systeme decken 37% der Emissionen in den
Bereichen ab, für die es bereits gesetzlich verankerten Zielen für
Klimaneutralität gibt, und 17% der Emissionen in Bereichen, für die solche
Ziele derzeit diskutiert werden. Außerdem sind momentan 22 weitere
Emissionshandelssysteme in der Entwicklung oder Planung.

„Der Emissionshandel kann eine Schlüsselrolle bei der Dekarbonisierung der
Volkswirtschaften spielen und muss Teil der Pläne für Klimaneutralität
sein“, erklärt Stefano De Clara, Leiter des ICAP-Sekretariats. „Wir kennen
einige der Technologien, die die Welt braucht, um bis zur Mitte des
Jahrhunderts klimaneutral zu werden - und wir wissen, dass der
Emissionshandel ein entscheidendes Preissignal für den Einsatz von solchen
Technologien zur Emissionsminderung und -vermeidung sendet."

Er fügt hinzu: „Die Versuchung, sich von den Klimazielen zu verabschieden,
ist derzeit groß, da die Regierungen mit steigenden Inflationserwartungen
und Energiepreisen zu kämpfen haben. Dies wäre jedoch ein Fehler. Ein
Nachlassen beim Klimaschutz würde zu weiteren Krisen und Preissteigerungen
in der Zukunft führen. Mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz bietet eine große
Chance für Innovationen. Der Emissionshandel kann dabei einen wertvollen
Beitrag leisten."

Neben Infografiken und aktualisierten detaillierten Daten zu den
Kohlenstoffmärkten weltweit enthält der diesjährige Statusbericht auch
hochkarätige Artikel über die bisherige Entwicklung der neuen
Emissionshandelssysteme in China und im Vereinigten Königreich. Weitere
Themen sind eine mögliche Ausweitung des EU-Emissionshandelssystems auf
den maritimen Sektor und ein Bericht darüber, wie Kalifornien
sicherstellt, dass sein Kohlenstoffmarkt eine sozial gerechte
Transformation ermöglicht und wie das Interesse an CO2-Preisen in ganz
Amerika wächst.

„Das Erreichen der Klimaneutralität bis etwa zur Mitte des Jahrhunderts
ist heute ein übergeordnetes Ziel, das den größten Teil der Weltwirtschaft
betrifft“, bemerkt Dirk Weinreich, ICAP-Ko-Vorsitzender und Leiter des
Referats Klimaschutzgesetz und Emissionshandel im Bundesministerium für
Wirtschaft und Klimaschutz. „Emissionshandelssysteme sind gut geeignet, um
dieses Ziel zu erreichen: Sie bieten sowohl Sicherheit bezüglich der
Emissionsmengen als auch längerfristige Marktsignale, die notwendig sind,
um die für einen kohlenstoffarmen Übergang erforderlichen Investitionen zu
fördern. Eine möglichst umfassende weltweite CO2-Bepreisung hätte den
doppelten Vorteil, dass sie die Wirksamkeit von Klimaschutzmaßnahmen
erhöhen und die verstärkten Klimaambitionen von Vorreiter-Ländern sichern
würde.“

„Die Transformation hin zur Klimaneutralität wird die Aufgabe einiger
kohlenstoffintensiver Industrien und den Ausbau neuer, kohlenstoffarmer
Industrien erfordern“, meint Rajinder Sahota, ICAP-Ko-Vorsitzende und
stellvertretende Geschäftsführerin im Bereich Klimawandel und Forschung
beim California Air Resources Board. "Das Potenzial für ein klimaneutrales
Wachstum ist beträchtlich. Damit diese Transformation gelingt, muss sie
jedoch sozial gerecht sein und darf niemanden zurücklassen. Von Anfang an
haben wir auf ein Portfolio aus Anreizen, Vorschriften und CO2-Preisen
gesetzt. Die Gestaltung von Programmen zur CO2-Bepreisung und die
Reinvestition von Geldern können dazu beitragen, dass die Schwächsten vor
den negativen Auswirkungen dieser Transformation geschützt werden, und so
wirksame und dauerhafte Klimaschutzmaßnahmen vorantreiben."

Über ICAP

Der ICAP-Statusbericht wird seit 2014 jährlich vom Sekretariat der
International Carbon Action Partnership in Berlin veröffentlicht. ICAP
bringt regionale, nationale und subnationale Regierungen sowie Behörden
aus der ganzen Welt zusammen, um wichtige Aspekte zur Gestaltung von EHS
zu diskutieren, unter anderem durch Fachdialoge zu technischen Aspekten
von EHS und Wissensaustausch. Bestimmte Tools und Forschungsprodukte von
ICAP stehen auf der ICAP-Website zur Verfügung. ICAP unterstützt auch den
Aufbau von Kapazitäten in Ländern, die die Einführung von
Emissionshandelssystemen erwägen oder derzeit entwickeln. 37 nationale und
subnationale Regierungen sind ICAP seit der Gründung im Jahr 2007
beigetreten.

Über adelphi

Seit 2008 hat adelphi die Projektträgerschaft ICAPs inne und stellt das
Personal für das ICAP-Sekretariat. adelphi ist Europas führender
unabhängiger Think-and-Do-Tank für Klima, Umwelt und Entwicklung. Als
strategische Politikberatung setzen wir uns ein für einen gerechten
transformativen Wandel und eine lebenswerte und zukunftsfähige
Gesellschaft. 280 kluge Köpfe arbeiten lokal und global zu Umwelt und
Nachhaltigkeit und den Herausforderungen politischer, ökonomischer und
gesellschaftlicher Veränderungen. Wir sind Zukunftsagentinnen in einem
globalen Netzwerk aus Strategen, Praktikerinnen, Vor- und Nachdenkern.
Durch transdisziplinäre Forschung, evidenzbasierte Beratung und im Dialog
mit politischen und gesellschaftlichen Akteuren und Unternehmen gestalten
wir politische Agenden, vermitteln Themen im politischen Raum und
unterstützen Entscheiderinnen.

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