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TU Berlin: Mit „Universitätsarchiv Online“ Berliner Uni- und Stadtgeschichte recherchieren

Blick in die Universitäts- und Stadtgeschichte

Mit dem neuen Recherchetool „Universitätsarchiv Online“ bietet die TU
Berlin historisch Interessierten einen erleichterten Zugang zu ihren
Archivalien

Wer lehrte an der Technischen Hochschule Berlin, der Vorgängereinrichtung
der TU Berlin? Welchen Einfluss nahmen die Forschungen eines ehemaligen
TU-Professors oder einer Professorin auf Stadtplanung, Architektur oder
Infrastruktur Berlins? Welche Flugblätter kursierten an der Uni in den
68ern? Wer an der Geschichte der Bauakademie, der Königlich Technischen
Hochschule, also der TU Berlin und ihren Vorgängereinrichtungen
interessiert ist, kennt das Universitätsarchiv. Pünktlich zum 75.
Geburtstag der Universität ging es nun mit einem neuen Recherchetool
online, das eine ortsunabhängige, gezielte Recherche nach relevanten
Beständen und Archivalien ermöglicht, um so den Archivbesuch
vorzubereiten. Neben Erschließungsdaten bietet das Portal – soweit
vorhanden und rechtlich zulässig – auch Digitalisate, meist per Link zu
den digitalisierten Sammlungen der Universitätsbibliothek, wo diese
gehostet werden.

„Wir haben die Veröffentlichung unserer Archivalien bereits seit Anfang
2020 mit einem professionellen archivischen Recherchetool aus der Schweiz
vorbereitet und können nun damit Zugang zu unseren wichtigen Beständen
bieten“, erklärt Dr. Irina Schwab, Leiterin des Universitätsarchivs. Dazu
zählen zum Beispiel sechs Regalmeter zur Geschichte des Rektorats der TU
Berlin von 1930 bis 1945. Er gehöre neben den Studierendenmatrikeln von
1868 bis 1930 und 1935 bis 1945 zu den wenigen Unterlagen, die die
Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs überstanden haben.

Gezielte Vorbereitung auf den nächsten Besuch im Lesesaal

„Universitätsarchiv online“ wird laufend aktualisiert und erweitert. Dafür
müssen die vorhandenen Erschließungsdaten zunächst inhaltlich und
rechtlich überprüft werden. Die neu erschlossenen und damit für die
Nutzung aufbereiteten Bestände werden sukzessive veröffentlicht, es sei
denn, einer Veröffentlichung stehen urheber- oder datenschutzrechtliche
Bestimmungen entgegen. Schutzfristen nach dem Berliner Archivgesetz oder
andere Einschränkungen der Benutzbarkeit von Archivgut können ebenfalls
über das neue Recherchetool ermittelt werden. Nutzer*innen können die
Archivalien in einer persönlichen Trefferliste zusammenstellen und für den
nächsten Lesesaalbesuch bestellen. Digitalisierte Nutzungskopien, die
nicht online veröffentlicht werden dürfen, sowie die Archivalien selbst
können wie bisher im Lesesaal des Universitätsarchivs eingesehen werden.

Für die nahe Zukunft ist außerdem eine Schnittstelle zum Archivportal
Europa geplant, um das Archivgut der TU Berlin auch überregional sichtbar
zu machen.

Recherchetool „Universitätsarchiv online“:
<https://uniarchiv-online.tu-berlin.de>

Zur Universitätsbibliothek/Sonderabteilung Universitätsarchiv
<https://www.tu.berlin/go10286/>

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Kooperationen gegen den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen

Prof. Dr. Tom Ziegler von der SRH Hochschule für Gesundheit informiert
potenzielle Praxispartner:innen über das Berufsbild Physician Assistant.

„Mit dem Physician Assistant dringt ein innovatives Berufsbild auf den
Wachstumsmarkt Gesundheit. Hier am Campus Gera bilden wir
kompetenzorientiert diese wichtigen Fachkräfte aus. Ein Grundpfeiler des
NC-freien Bachelorstudiengangs ist die Praxisorientierung. Entsprechend
wichtig ist es, dass wir Praxispartner:innen für unsere Studierenden
gewinnen können“, meint Prof. Dr. Tom Ziegler, Professor für Klinische
Medizin und Studiengangsleiter im Bachelorstudiengang Physician Assistant
am Campus Gera.

Dementsprechend wird Prof. Dr. Tom Ziegler am 20. April 2022 um 15.30 Uhr
potenzielle Praxispartner:innen im Rahmen einer Online-
Informationsveranstaltung zum Thema „Ein PA`ler auf meiner Station. Was
habe ich davon?“ begrüßen. Der Physician Assistant ist ein medizinischer
Assistenzberuf, der vor allem in den USA sowie seit etwa 15 Jahren in den
Niederlanden verankert ist. Die Etablierung des Berufsbilds wird von der
Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gefördert.
Physician Assistants sollen Ärzt:innen in enger Zusammenarbeit mit diesen
unterstützen und entlasten, womit einer Zersplitterung der Versorgung und
fraglichen Auswirkungen auf Patient:innensicherheit und
Versorgungsqualität entgegengewirkt werden soll. Die Idee der
einheitlichen Heilkundeausübung des Arztes bzw. der Ärztin wird dabei
nicht berührt.

In der akademischen Ausbildung zum Physician Assistant wird den
Studierenden umfangreiches Wissen vermittelt, um Ärzt:innen bei ihrer
Arbeit zu unterstützen, aber auch um komplexe Aufgaben in der
Gesundheitsversorgung durchzuführen. So können Absolvent:innen z. B.
Wundversorgung und
-verschlüsse vornehmen oder auch orientierende Ultraschalluntersuchungen,
als delegierte ärztliche Leistungen, durchführen. Sie sind sowohl in der
stationären als auch in der ambulanten Versorgung tätig und können
wesentlich dazu beitragen, bestehende Versorgungslücken zu kompensieren.
Die SRH Hochschule für Gesundheit bietet ihren NC-freien Bachelor-
Studiengang Physician Assistant sowohl in Gera, Heide und Heidelberg als
auch in Leverkusen an.

Interessierte können sich für die kostenfreie Online-Veranstaltung am
20.04.2022 um 15.30 Uhr ab sofort kostenfrei unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
anmelden. Die Veranstaltung wird ein weiteres Mal am 11.05.2022 um 15.30
Uhr stattfinden.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam
/tom-ziegler/

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10 Jahre Kompetenzzentrum Regionales Lernen – auf dem Weg zu transformativen Bildungslandschaften

Die Natur, Handwerksbetriebe, Krankenhäuser, Klärwerke, Einkaufszentren,
die Fischereiwirtschaft oder der Bauernhof können Beispiele sein: Lernen
außerhalb der Schule, fächerübergreifend sowie handlungsorientiert und an
ausgewählten Beispielen in der Region – solche Themen stehen im Fokus des
Kompetenzzentrums Regionales Lernen an der Universität Vechta.
Ausgestattet mit dieser Idee, dem entsprechenden Bildungskonzept (siehe
Kasten „Regionales Lernen 21+“ unten) und ersten Umsetzungserfahrungen
nahm es vor 10 Jahren seine Arbeit auf. Ziel war es, eine Plattform für
angewandte didaktische Forschung und Wissenschaftstransfer in der Praxis
zu schaffen.

Den „Schul-Stoff“ im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar zu machen, ist
eines der Anliegen des Kompetenzzentrums. Lernstandorte stehen hierbei mit
ihren jeweiligen Expert*innen im Mittelpunkt. Schüler*innen können auf
diese Weise Praxis direkt vor Ort erleben und davon lernen. Für die
entsprechende Wissensvermittlung bedarf es aber nicht nur der Umgebung,
sondern auch der didaktisch-methodischen Maßnahmen. Als wissenschaftliches
Transferzentrum betreut das Kompetenzzentrum heute unterschiedliche
Reallabore für Regionales Lernen, indem thematische Bildungsnetzwerke und
Bildungslandschaften (Infokasten) initiiert und koordiniert werden.
Wesentlich dafür ist der Austausch mit Akteur*innen in Forschung,
Schulpraxis, Wirtschaft und Gesellschaft über Netzwerkstrukturen. Das
Kompetenzzentrum sorgt für einen umfangreichen Transfer der Forschung zum
Regionalen Lernen, einerseits über Modellprojekte in der Region Nordwest
Niedersachsen und andererseits in verschiedene weitere Modellregionen.
Zum Tätigkeitsspektrum gehören weiterhin die Initiierung und Mitarbeit in
transdisziplinären Forschungsprojekten sowie Publikationsaktivitäten. Die
Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeit bilden darüber hinaus die Basis
für Lehrveranstaltungen zum Regionalen Lernen in verschiedenen
Lehramtsstudiengängen der Universität Vechta. Veranstaltungen, Angebote
auf Tagungen und Kongressen sowie die Mitarbeit in verschiedensten
Gremien, Institutionen und Netzwerken ergänzen das Tätigkeitsfeld.
„Nach 10 Jahren sind die erfolgreiche Weiterentwicklung des
Bildungskonzepts Regionales Lernen 21+ und vor allem ein umfassender
Transfer des Konzepts in die Praxis auf ein breites Themenspektrum im
Bereich des außerschulischen Lernens gelungen“, sagt die wissenschaftliche
Leiterin des Kompetenzzentrums Regionales Lernen Prof.in Dr.in Martina
Flath. „Zufrieden auf das Erreichte blickend, nehmen wir zugleich
zahlreiche neue Ziele und Herausforderungen für die weitere Entwicklung in
den Blick.“ „Wir möchten zum Beispiel unser Konzept Regionales Lernen 21+
zu einem bedeutenden Schlüssel für die Bildung für nachhaltige Entwicklung
– welche Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt –
weiterentwickeln, in der Ausbildung von Lehrpersonen und in der
Bildungslandschaft regional und überregional etablieren“, sagt die
geschäftsführende Leiterin Dr.in Gabriele Diersen. „Der internationale
Transfer und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fächern sind
weitere interessante Bereiche“, hebt Prof. Dr. Leif Mönter hervor, der
seit März in der wissenschaftlichen Leitung des Kompetenzzentrums
mitwirkt.

Das Bildungskonzept Regionales Lernen 21+
Auf der Basis des Bildungskonzepts Regionales Lernen 21+ werden
handlungsorientierte Lernsettings geplant und Bildungsangebote
durchgeführt, die eine originale Begegnung und Erkundung der Lerninhalte
ermöglichen. Weil die Region als Lebens-, Natur-, Kultur- und
Wirtschaftsraum zum Lernort wird, können Expert*innen vor Ort mit
eingebunden und ihr Handeln authentisch erlebbar, erfahrbar und direkt
erkennbar werden. In der bildungsbezogenen Zusammenarbeit zwischen Schule
und anderen Institutionen, Unternehmen oder auch Privatpersonen können
fachbezogene Hintergründe, ökologische und ökonomische Zusammenhänge sowie
kulturelle Dimensionen wie z.B. individuelle Werthaltungen verdeutlicht
und reflektiert werden.

Regionale Bildungsnetzwerke und Bildungslandschaften
Angetrieben von der Idee, die Welt außerhalb des Klassenzimmers gezielt
für die Umsetzung einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung zu nutzen,
sind ausgehend von singulären Lernangeboten für Schulen vor Ort etablierte
thematische Bildungsnetzwerke entstanden, in denen außerschulische und
innerschulische Akteur*innen gemeinsam aktiv sind. Je nach Themenfeld und
regionalen Potentialen werden individuelle Vorgehensweisen,
Bildungsangebote, Partnerschaften und Strukturen geschaffen, die es
ermöglichen, einerseits die Bildung nach neuesten Maßstäben zu
qualifizieren und andererseits einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung
der Region zu leisten.

Aktuell koordiniert das Kompetenzzentrum Regionales Lernen fünf
thematische Bildungsnetzwerke
•       Land- und Ernährungswirtschaft im Landkreis Vechta: RUBA e.V.,
AGRELA e.V.
•       Expedition Berufswelt in der Stadt Vechta
•       KursZukunft in den Landkreisen Oldenburg, Ammerland, Cloppenburg,
Diepholz, Osnabrück und Vechta sowie den kreisfreien Städten Delmenhorst,
Oldenburg und Osnabrück
•       Bildungsnetzwerk Bioökonomie in der Region Weser-Ems
•       Lernen in der Fischwirtschaft in der Region niedersächsische
Nordseeküste

Gremien und Zusammenschlüsse, in denen das Kompetenzzentrum aktives
Mitglied oder leitend/koordinierend tätig ist
•       Expertengremium des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft
(BZL)
•       Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof (BAGLoB e.V.)
•       Wissenschaftsinitiative der BAGLoB e.V.
•       Bildungs- und Informationsprojekt „Transparenz schaffen – von der
Ladentheke bis zum Erzeuger“ in den Bundesländern Bremen und Niedersachsen
•       Steuerungskreis der Bildungsregion Vechta
•       Landeswettbewerb „Jugend forscht“
•       Förderverein Regionale Umweltbildung Agrarwirtschaft (RUBA e.V.)
•       Arbeitsgemeinschaft Regionales Lernen Agrarwirtschaft (AGRELA
e.V.)
•       Naturpark Dümmer
•       AG Nachhaltige Hochschule der Universität Vechta

Projekte
Hier eine Übersicht der aktuell laufenden Forschungs- und Modellprojekte:
Außerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft
Laufzeit: 23.03.2017 - 30.09.2022
Finanzierung durch: Europäischer Meeres- und Fischereifonds & Land
Niedersachsen (Landwirtschaftskammer Niedersachsen)
KURS-Zukunft2020
Laufzeit:             01.08.2019 – 30.06.2022
Finanzierung:  ESF-Mittel über das Fachkräftebündnis NORDWEST, Hansalinie
e.V., LI Food
Zukunftsdialog2020
Laufzeit:             01.05.2019 – 30.04.2021
Finanzierung: DBU
Außerschulisches Lernen in der regionalen Wirtschaft - Expedition
Berufswelt
Laufzeit: unbefristet
Finanzierung: Schulstiftung St. Benedikt
Lernen auf dem Bauernhof – wissenschaftliche Begleitung
Finanzierung: RUBA e.V./AGRELA e.V.
Zukunftsdialog+
Laufzeit:             12/2021 – 30.04.2024
Finanzierung:    DBU

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Popakademie Talks zum Krieg in der Ukraine

Am Dienstag 05. April 2022 (ab 19 Uhr) dreht sich der erste Popakademie
Talk im Sommersemester um den Krieg in der Ukraine. Zu Gast ist Dr. Arve
Hansen, die Moderation übernimmt Prof. Dr. David-Emil Wickström.

Das Gespräch zwischen Dr. Arve Hansen und Prof. Dr. David-Emil Wickström
behandelt den aktuellen Krieg in der Ukraine, die Hintergründe und welche
Rolle Musik im Russisch-Ukrainisch Konflikt spielt. Dabei gehen sie auf
historische Hintergründe und die Situation nach 2014 ein, zudem wird die
aktuelle Lage beleuchtet.

Dr. Arve Hansen arbeitet beim Norwegischen Helsinki-Komitee, einer NGO die
sich für den Erhalt der Menschenrechte einsetzt. Er hat Russisch,
Ukrainisch und osteuropäische Regionalstudien in Minsk, Kiew und Tromsø
studiert. Dr. Arve Hansen hat zu Urbanismus, Massenproteste und
Oppositionskultur in der Ukraine, Belarus und Russland geforscht und dazu
auch den Russisch-Ukrainischen Konflikt untersucht. Er war neulich für das
Norwegische Helsinki-Komitee in der Ukraine, um Menschenrechtsverstöße im
Krieg zu dokumentieren.

Prof. Dr. David-Emil Wickström ist Studiengangsleiter für die Studiengänge
Popmusikdesign B.A. und Weltmusik B.A. Wickström studierte
Musikwissenschaft, Ethnomusikologie und Skandinavistik. Er promovierte in
Dänemark über post-sowjetische Musik und ist gemeinsam mit Dr. Arve Hansen
Mitverfasser des Buchs „A War of Songs – Popular Music and Recent Russia-
Ukraine Relations“, das 2019 erschien.” Mehr Infos:
https://www.ibidem.eu/en/war-of-songs-9783838211732.html

Der Popakademie Talks am 05. April 2022 um 19 Uhr findet online und auf
Englisch statt, es gibt die Möglichkeit Fragen zu stellen.
Zur Anmeldung: https://www.popakademie.de/de/dabei-sein/talks/popakademie-
talks-zum-krieg-in-der-ukraine/u/6/


Die weiteren Termine der Popakademie Talks im Sommersemester 2022 werden
zeitnah bekannt gegeben.

Die Popakademie Baden-Württemberg steht für gegenseitigen Respekt,
Freiheit und Demokratie und gegen jede Form von Aggression und
kriegerischer Handlungen. Im Kampf gegen Despotismus und Gewaltanwendung
kommt gerade der Kunst eine besondere Aufgabe zu. Die
Solidaritätsbekundung der Popakademie mit der Ukraine ist hier
nachzulesen: https://www.popakademie.de/de/ueber-uns/news/popakademie-
solidarisiert-sich-mit-der-ukraine/u/1177/?q=1


Mehr über die Popakademie Baden-Württemberg: https://www.popakademie.de

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