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querFELDein-Podcast: Neue Folge zum Thema nachhaltige Lebensmittelsysteme

Wussten Sie, dass wir in Deutschland jedes Jahr rund 12 Millionen Tonnen
Lebensmittel wegwerfen? Allein 52% dieser Lebensmittelabfälle entstehen in
privaten Haushalten.

Und obendrein ist die weltweite Lebensmittelproduktion für mehr als ein
Drittel der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Die Emissionen aus der
Produktion tierischer Lebensmittel sind fast doppelt so hoch wie die aus
der Produktion pflanzlicher Lebensmittel.

Ganz zu schweigen von den Kosten für den Transport von Lebensmitteln, die
durch Importe und Exporte entstehen, oder von der Menge an Fleisch, die
wir essen. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Gesundheit, denn derzeit
sind 70 % aller Todesfälle in Europa auf Krankheiten zurückzuführen, die
davon beeinflusst werden, was und wie viel wir essen.

Mit all diesen Aspekten im Hinterkopf haben die Moderatorinnen Sibylle &
Julia Dr. José Luis Vicente-Vicente und Beatrice Walthall in den
querFELDein-Podcast eingeladen. Beide arbeiten am ZALF im Projekt
FOODSHIFT2030, das darauf abzielt, unsere Lebensmittelsysteme nachhaltiger
zu gestalten.

Der Podcast ist auf Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube und
auf dem Blog verfügbar: https://www.quer-feld-ein.blog/hoeren/

Die Podcast-Folge in voller Länge: https://www.quer-feld-ein.blog/episodes
/the-future-of-our-food-regional-seasonal-socially-fair-english-episode


Die Podcast-Folge in der Kurzvariante: https://www.quer-feld-
ein.blog/episodes/reingehort-the-future-of-our-food-regional-seasonal-
socially-fair-english-episode

Die Online-Wissensthek „querFELDein“ der Leibniz-Gemeinschaft bündelt
Fakten, News und Ideen rund um die Landwirtschaft der Zukunft. In einem
interaktiven Blog-Format bringt sie dabei Perspektiven aus Forschung,
Praxis und Gesellschaft zusammen und lädt zum Dialog ein. Initiiert vom
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. und gefördert
vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes
Brandenburg (MWFK) wird das Projekt neben dem ZALF unterstützt vom
Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB), dem Leibniz-
Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), dem Leibniz-
Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ), dem Leibniz-Institut für
Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP), dem Leibniz-Institut für
Raumbezogene Sozialforschung (IRS), dem Deutschen Institut für
Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE), dem Potsdam-Institut für
Klimafolgenforschung (PIK), der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung
Eberswalde (HNEE), der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-
Senftenberg (BTU), dem Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN), dem
Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK),
dem Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen
Universität München (LSB), dem Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie
(IPB), Saxony5, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL
Schweiz), Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in
Transformationsökonomien (IAMO) und Fraunhofer-Institut für Solare
Energiesysteme (ISE): www.quer-feld-ein.blog

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Migrationsrecht kompakt: Videoreihe vermittelt juristische Grundlagen zu Asyl und Migration

Einen umfangreichen Überblick über das deutsche Aufenthaltsgesetz gibt
eine neue Videoreihe, die Juristinnen und Juristen der Martin-Luther-
Universität Halle-Wittenberg (MLU) gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz
erstellen. Darin werden anhand von konkreten Beispielen verschiedene
Facetten und Aspekte des Migrationsrechts systematisch behandelt. Die
Videos sind auf der Plattform des Informationsverbunds Asyl & Migration
frei verfügbar.

Die Reihe richtet sich an Personen, die im Bereich der Migrations- und
Flüchtlingshilfe tätig sind. "Mit den Videos wollen wir das Basiswissen an
Menschen vermitteln, die sich in das Thema Migration neu einarbeiten
müssen", sagt der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Winfried Kluth, der an
der MLU die Forschungsstelle Migrationsrecht leitet. Ein Schwerpunkt der
Reihe liegt auf dem Komplex Flucht und Migration. Die ersten beiden Videos
sind bereits erschienen, sie widmen sich den Themen "Einreise und
Aufenthalt" sowie "Ausbildung". In Anlehnung an die Gliederung des
Aufenthaltsgesetzes sollen in den kommenden Monaten weitere Videos folgen,
die sich mit verschiedenen Aufenthaltsgründen befassen und Themen wie den
Familiennachzug behandeln. Das Deutsche Rote Kreuz plant, die Videos als
Ergänzung für die Schulung und Weiterbildung seiner Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter zu verwenden. Auf der Website des Informationsverbunds Asyl &
Migration sind sie zudem frei zugänglich. Finanziert wird die Reihe über
Mittel der Glücksspirale.

In der Forschungsstelle Migrationsrecht bündelt die MLU seit 2016 ihre
juristische Expertise im Bereich Asyl, Migration und Integration. Neben
der Forschung und Handreichungen zu aktuellen Fragestellungen beteiligen
sich ihre Mitglieder aktiv an der Ausbildung von Studierenden zum
Themenkomplex. Darüber hinaus beraten sie etwa den Bundestag bei
Gesetzgebungsverfahren sowie Behörden und Verbände in Fragen des
Asylrechts sowie der Entwicklung und Umsetzung von Weiterbildungs- und
Integrationsmaßnahmen.

Die Videos sind online zu finden unter:
https://www.asyl.net/publikationen/videos

Weitere Informationen über die Forschungsstelle Migrationsrecht unter:
https://kluth.jura.uni-halle.de/forschungsstelle_migrationsrecht/

Weitere Informationen zum Bereich Wohlfahrtsarbeit im Deutschen Roten
Kreuz unter: https://drk-wohlfahrt.de

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Mit Pflege-Expert*innen die Gesundheit von Menschen mit geistiger Behinderung verbessern

Menschen mit geistiger Behinderung haben ein erhöhtes Gesundheitsrisiko,
gleichzeitig ist für sie der Zugang zu Angeboten erschwert. Ein
Verbundprojekt unter der Führung der HAW Hamburg will daher die
Gesundheitskompetenz und Selbstwirksamkeit der Zielgruppe fördern und die
Versorgungslage verbessern. Der Innovationsfonds des Gemeinsamen
Bundesausschusses fördert das Projekt mit 4,7 Millionen Euro.

Erwachsene mit geistiger Behinderung zu einem gesünderen und
selbstbestimmten Leben zu befähigen – das ist das Ziel einer neuen Studie
im Verbundprojekt FaPP-MgB unter der Leitung von Prof. Dr. Miriam Tariba
Richter vom Department Pflege und Management der HAW Hamburg. Dafür werden
ab März Menschen mit geistiger Behinderung gesucht. Insgesamt 256
erwachsene Menschen können an der Studie teilnehmen.

Im Mittelpunkt der Studie stehen gemeinsam entwickelte Präventionspläne
von Menschen mit geistiger Behinderung und Pflege-Expert*innen zur
Gesundheitsförderung in den Bereichen Bewegung, Ernährung,
Stressmanagement und Sucht. Die Teilnehmer*innen werden von Pflege-
Expert*innen – das sind akademisch qualifizierte Pflegende mit
Masterabschluss – individuell beraten und auf dem Weg zu mehr
Selbstwirksamkeit und gesteigerter Gesundheit begleitet. Prof. Dr.
Richter, Professorin für Pflegewissenschaft, betont das „Voneinander-
lernen“: „Wir beziehen unsere Studienteilnehmer*innen aktiv mit ein und
lernen von ihnen, so wie sie von uns lernen,“ erklärt sie.

Die Bedeutung des Verbundprojekts unterstreicht die Hamburger
Senatskoordinatorin für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen
in Hamburg, Ulrike Kloiber: „Menschen mit Behinderung sind keine
Hilfeempfänger*innen, sondern Expert*innen in eigener Sache. Das Projekt
zielt darauf ab, Menschen mit geistiger Behinderung als Expert*innen für
sich wahrzunehmen und sie zu befähigen, sich um ihre eigene Gesundheit zu
kümmern.“

Die Konsortialpartner der Studie sind neben der Hochschule für Angewandte
Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) das Sengelmann Institut für Medizin
und Inklusion (SIMI) der Evangelischen Stiftung Alsterdorf (ESA), die
Fachhochschule Bielefeld (FHB), das Deutsche Krankenhausinstitut (DKI) und
die AOK Rhein-land/Hamburg (AOK). Gemeinsam wollen sie die Situation der
betroffenen Erwachsenen durch eine gezielte Gesundheitsförderung und
-prävention verbessern und bringen dazu ihre jeweilige Expertise aus
Wissenschaft, Versorgungspraxis und Gesundheitsberatung ein. Als
Kooperationspartner*innen tragen außerdem der BKK Landesverband Nordwest,
Leben mit Behinderung Hamburg, die alster-dorf assistenz west, die
alsterdorf assistenz ost sowie das BHH Sozialkontor mit zur Durchführung
des Projekts bei.

Nicht nur das Land Hamburg und die Teilnehmer*innen können von der Studie
profitieren. Die neue Versorgungsform könnte auch auf andere Regionen
übertragen und Teil der Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen
werden.

WEITERE INFORMATIONEN

FaPP-MgB – Fallmanagement und Pflegeexpertise als Präventionsansatz für
erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung - G-BA Innovationsfonds:
https://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/neue-versorgungsformen/

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Gift für Mensch und Natur - Humboldt-Stipendiat in Analytischer Chemie

Wie schädlich ist Zigarettenmüll? Prof. Sina Dobaradaran erforscht es.
Wie schädlich ist Zigarettenmüll? Prof. Sina Dobaradaran erforscht es.

Zigaretten schaden nicht nur der menschlichen Lunge. Auch die Umwelt
bekommt was ab. Wie stark es Gewässer trifft, erforscht unter anderem
Professor Sina Dobaradaran an der Fakultät für Chemie der Universität
Duisburg-Essen (UDE). Gefördert wird sein Aufenthalt durch ein
Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Weltweit werden mehr als 5,4 Billionen Zigaretten pro Jahr verkauft und
landen geraucht oft in Wald und Flur statt im Abfall. „Die meisten Filter
zersetzen sich in der Umwelt nur langsam, denn sie bestehen aus
Celluloseacetat (CA). Und das ist biologisch nicht einfach abbaubar“,
erklärt Professor Dobaradaran. Er hat Umwelt- und Gesundheitstechnik an
drei iranischen Universitäten studiert und erforscht.

CA wird zwar auch bei der Produktion von Textilien, Handydisplays oder
Flachbildschirmen genutzt, die Herstellung der Zigaretten-Filter ist
mengenmäßig jedoch ungeschlagen. Da die Filter die Bestandteile des Rauchs
idealerweise absorbieren, gelangen die gefährlichen Chemikalien des Tabaks
und die Schadstoffe, die in den Stummeln zurückbleiben, über die falsche
Entsorgung direkt in die Umwelt. „Wie giftig der Rauch für den Menschen
ist, wurde schon untersucht. Kaum aber, wie die Gewässer und
Wasserorganismen durch die potenziell giftigen Chemikalien der Zigaretten
bedroht werden“, so der 45-jährige Nichtraucher.

An der UDE möchte der gebürtige Iraner bei Professor Torsten C. Schmidt in
der Analytischen Chemie bis 2023 mit Unterbrechung neun Monate lang
untersuchen, welche und wie viele aromatische Amine aus den Glimmstängeln
ins Wasser übergehen. „Außerdem möchte ich untersuchen, ob die
weggeworfenen Zigaretten samt den darin enthaltenen Stoffen die
Wasserressourcen bedrohen und werde dazu Proben aus der Ruhr nehmen.“
Stipendiat Sina Dobaradaran hofft, dass seine Ergebnisse in politische
Entscheidungen einfließen, wenn es um die Umsetzung nachhaltiger
Entwicklungsziele geht.

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