TU Ilmenau mit ausgezeichneter Qualität in Lehre und Studium
Die TU Ilmenau hat elf Lehrende für deren überdurchschnittliches
Engagement in der Lehre und der hervorragenden Betreuung Studierender
ausgezeichnet. Die Preise, die mit 1000 Euro pro Person dotiert sind,
würdigen überdurchschnittliche didaktische Fähigkeiten ebenso wie das
persönliche Engagement bei der Betreuung von Studierenden. Die Preise
wurden, basierend auf dem Votum der Studierenden, auf Vorschlag der
Fakultäten vergeben.
Bei der Preisverleihung bezeichnete die Vizepräsidentin für Studium und
Lehre, Professorin Anja Geigenmüller, die Qualität in Lehre und Studium
als eines der wichtigsten strategischen Ziele der Universität: „Gute Lehre
ist keine Selbstverständlichkeit. Sie setzt individuelle Bereitschaft,
Interesse und Vermögen von Lehrenden voraus, ihr Wissen nicht nur einfach
weiterzugeben, sondern studierendenzentriert zu agieren.“ Das bedeute vor
allem, Studierende an eine eigene Auseinandersetzung mit Lehrinhalten
heranzuführen, sie für ein Fach zu begeistern und sie zu befähigen, ihr
Studium selbstbestimmt zu absolvieren.
Die elf Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Lehrpreises
haben dies auf verschiedene Weise umgesetzt. Die Fakultäten nominierten
Lehrende, die zum Beispiel durch die Konzipierung und Betreuung
studentischer Projekte zur eigenständigen Auseinandersetzung mit
Lehrinhalten und fachübergreifenden Themen animieren. Andere Nominierungen
würdigten die Fähigkeit von Lehrenden, auch komplizierte Sachverhalte
verständlich und nachvollziehbar zu erklären und damit leichtere Zugänge
zu Fachwissen zu schaffen. Auch das Engagement für eine qualitativ
hochwertige Online-Lehre wurde wiederholt gewürdigt. Die Überführung von
Lehrinhalten in Online-Formate verlangte nicht nur technische Kompetenz
und eine schnelle Umstellung auf Online-Kanäle, sondern vor allem
didaktisches Vermögen, Präsenzinhalte auch auf Distanz lebendig und
nachhaltig zu vermitteln und das Interesse am Fach auch über Lehrvideos
wach zu halten.
Die Vergabe der Lehrpreise fand wegen der Corona-Pandemie als Online-
Veranstaltung statt. Dabei nutzten die Beteiligten die Gelegenheit, sich
über Erfahrungen in der Lehre, Möglichkeiten einer individuellen
Weiterentwicklung und auch Wünsche an die Universitätsleitung zur Stärkung
der Lehre an der TU Ilmenau auszutauschen. Neben
Weiterbildungsmöglichkeiten und eigenen Vorbildern sei der Kontakt zu
anderen Lehrenden auch über Disziplingrenzen hinweg sehr wichtig. Prof.
Dirk Westermann von der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik
sieht als wichtige Voraussetzung dafür, ein guter Lehrender zu sein, die
eigene Bereitschaft: „Als Lehrender wird man gut, wenn man neugierig
bleibt und bereit ist, von anderen zu lernen.“ Für Dr. Erik Gerlach von
der Fakultät Maschinenbau gehört dazu, Konzepte und Methoden der Lehre an
den Bedürfnissen Studierender auszurichten. Silke Augustin, ebenfalls
Lehrende in der Fakultät Maschinenbau, ist überzeugt, dass das Studium an
einer technischen Universität vom Austausch der Lehrenden untereinander
profitieren kann: „Daraus können spannende Projekte und Lehrformen
entstehen, gern auch stärker interdisziplinär. Die TU Ilmenau hat aufgrund
ihrer Größe und ihrer bereits vielseitigen interdisziplinären
Forschungsbeziehungen dafür sehr gute Voraussetzungen.“
Der Lehrpreis wird zweijährlich vergeben und ist eingebettet in das
Qualitätsmanagementsystem der Universität. Als systemakkreditierte
Universität verfügt die TU Ilmenau über geprüfte Instrumente, Prozesse und
Steuerungskriterien, um die Qualität ihrer Studiengänge und
Studienbedingungen eigenständig zu sichern und weiterzuentwickeln. Die
Universität ist damit legitimiert, ihre Studiengänge in einem definierten
internen Verfahren, unter Beteiligung externer Sachverständiger, selbst zu
akkreditieren. Ein Viertel aller Hochschulen der Bundesrepublik haben
bislang diesen Nachweis erbracht und tragen das Siegel
„systemakkreditiert“. Erst 18 Hochschulen, davon 11 Universitäten, haben
sich bereits zum zweiten Mal dieser Prüfung unterzogen und gelten somit
als reakkreditiert – darunter auch die TU Ilmenau. Erst vor kurzem stellte
sich die Universität erneut einer externen Prüfung ihres
Qualitätsmanagementsystems und konnte die Systemreakkreditierung bis 2026
erreichen. Für die Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Professorin Anja
Geigenmüller, hat Qualität System: „Unser Qualitätssicherungssystem im
Bereich Studium und Lehre ist nachweislich geeignet, unsere
Qualifikationsziele zu erreichen, die Qualitätsstandards unserer
Studiengänge zu gewährleisten und dabei in der Universität eine
Qualitätskultur zu schaffen. Umso mehr freut es mich daher, Vorbilder für
exzellente Lehre durch Qualitätssicherungsmaßnahmen wie den Lehrpreis
sichtbar machen zu können und universitätsintern wie extern den
Stellenwert exzellenter Lehre deutlich zu unterstreichen.“
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