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SRH Hochschule in Nordrhein-Westfalen startet Nachhaltigkeits-Studiengang

Als eine von wenigen Hochschulen in Deutschland erhielt die SRH Hochschule
in Nordrhein-Westfalen kürzlich das Siegel „Klimapositiv“, u. a. durch das
Engagement an internationalen Klimaschutzprojekten.

Rektor Prof. Dr. Lars Meierling kündigte im Herbst bereits an, dass diese
Vorhaben im Rahmen der Corporate Social Responsibility der Hochschule nur
der Beginn seien, einen Beitrag zur sozialen, ökologischen und
ökonomischen Nachhaltigkeit zu leisten. „Da das Thema Nachhaltigkeit eines
der zentralen Punkte der strategischen Ausrichtung der Hochschule ist, ist
es der folgerichtige Schritt, den Schwerpunkt„ Nachhaltigkeit“ jetzt auch
in das Lehrangebot der Hochschule zu integrieren“, betonte Meierling.

„Wir arbeiten aktuell mit Hochdruck an dem Master-Studiengang
„Sustainability & Transformation Management M. Sc.“, so Dr. Jane
Gleißberg, welche die Thematik an der Hochschule verantwortet. „Dieser
Studiengang wird curricular nach dem CORE-Prinzip die Themen der
Nachhaltigkeit aus den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales und die
Übertragung dieser Felder in Unternehmen, Institutionen und Organisationen
unter der Berücksichtigung von Transformationsansätzen besetzen“. Der
Studiengang soll bereits im Wintersemester 2022 an den Start gehen.

Die Hochschule sehe sich laut Gleißberg in der Verantwortung, junge
Menschen nicht nur für das Thema Nachhaltigkeit zu begeistern, sondern mit
dem neuen Studiengang fundierte Anwendungskompetenzen zu vermitteln.

Mehr zu den unterstützten Nachhaltigkeitsprojekten unter:
www.orangebutgreen.com

Die SRH Hochschule in Nordrhein-Westfalen betreibt drei Campus in Hamm,
Leverkusen und Münster und bietet rund 800 Studierenden aus über 25
Nationen mehr als 20 akkreditierte deutsch- und englischsprachige
Studienprogramme auf Bachelor- und Masterniveau in den Bereichen
Management, Soziale Arbeit, Wirtschaft, Logistik und Psychologie.

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Promotionsstipendien ausgeschrieben: Forschung zur Geschichte und Gegenwart des zentraleuropäischen Judentums

Auch 2022 werden bis zu zehn Stipendien an
Promovierende vergeben, die an einer Dissertation im Bereich der
Geschichte und Kultur des zentraleuropäischen Judentums arbeiten. Mit dem
Leo Baeck Fellowship ermöglichen die Studienstiftung des deutschen Volkes
und das Leo Baeck Institut London Doktorandinnen und Doktoranden eine
einjährige Promotionsförderung. Eine Bewerbung ist ab sofort und bis zum
1. Februar 2022 möglich.

Das Stipendienprogramm ist international ausgerichtet und fördert seit
2006 exzellente Doktorandinnen und Doktoranden aller Fächer, die sich mit
der Erforschung jüdischen Lebens in Zentraleuropa beschäftigen.
Eingereicht werden können Dissertationsvorhaben aus allen Epochen,
Fachdisziplinen und geografischen Regionen, sofern sie einen Bezug zum
deutschsprachigen Judentum haben.

Die Förderung bietet Zuschüsse für Reisen zu Archiven,
Forschungsinstituten, Konferenzen und Bibliotheken weltweit. Das Programm
ist offen für alle Nationalitäten und Hochschulen weltweit und bringt
somit Promovierende unterschiedlicher Wissenschaftskulturen zusammen.

// Breite Fächervielfalt – einjähriges Vollstipendium //

Eine Bewerbung ist bis zum 1. Februar 2022 möglich. Die Förderung setzt
zum Oktober 2022 ein und umfasst ein einjähriges Vollstipendium von
monatlich 1.450 Euro. Zusätzliche Unterstützung können
Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler mit Kind
erhalten sowie Promovierende, die sich (zeitweise) im Ausland aufhalten.

Tagungen bieten den Fellows darüber hinaus die Gelegenheit, sich
frühzeitig international zu vernetzen und wissenschaftlich auszutauschen.
Ergänzend zum Stipendium können wissenschaftliche Tätigkeiten im Umfang
einer 25 -Prozent-Stelle wahrgenommen werden. Arbeitssprachen sind Deutsch
und Englisch.

Alumni des Leo Baeck Fellowship Programms führen den Gedanken der
interdisziplinären und internationalen Zusammenarbeit seit 2014 mit
regelmäßigen Konferenzen und einer eigenen Schriftenreihe des Leo Baeck
Instituts London weiter. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung
finanziert das Leo Baeck Fellowship-Programm.

// Weltweites Netzwerk: Bisher 167 Promovierende gefördert //

In den vergangenen 15 Jahren konnten insgesamt 167 Promovierende unter
anderem aus Frankreich, Großbritannien, Israel, Kanada, Polen, der
Schweiz, der Tschechischen Republik, Ungarn, den USA sowie Deutschland
gefördert werden. Unter den Geförderten sind beispielsweise Historiker,
Philosophinnen, Filmwissenschaftler, Musikwissenschaftlerinnen oder
Literaturwissenschaftler. Die Ehemaligen sind heute unter anderem in
Museen, Archiven und in der Forschung tätig.

Namensgeber des Programms ist der Rabbiner Dr. Leo Baeck (1873-1956). Die
gleichfalls nach ihm benannten Institute sind in Jerusalem, New York und
London ansässig und wurden in den 1950er-Jahren von jüdischen
Intellektuellen wie Hannah Arendt und Martin Buber gegründet. Aufgabe der
Institute ist es, die Geschichte und Kultur des deutschsprachigen
Judentums aufzuarbeiten. Mit dem Leo Baeck Fellowship Programm wird dieser
Auftrag durch eine gezielte Nachwuchsförderung aufgegriffen.

Ausführliche Informationen zum Programm und den Bewerbungsbedingungen
finden Sie unter: www.studienstiftung.de/leo-baeck/

Pandemiebedingt können die Auswahlgespräche und Seminare derzeit
gegebenenfalls im Rahmen von Videokonferenzen stattfinden.

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Der Pelosol ist der Boden des Jahres 2022

Seit 2005 wird alljährlich einem ausgewählten Bodentyp der Titel „Boden
des Jahres“ verliehen. Verantwortlich dafür ist das Kuratorium für den
Boden des Jahres, hinter dem die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft
(DBG, eine der Trägerorganisationen der GeoUnion), der Bundesverband Boden
(BVB) sowie der  Ingenieurtechnische Verband für Altlastenmanagement und
Flächenrecycling (ITVA) stehen. Boden des Jahres 2022 ist der Pelosol, ein
schwerer Tonboden, der einerseits mäßig fruchtbar, andererseits aber auch
schwer zu bearbeiten ist. Der Initiative „Boden des Jahres“ geht es vor
allem darum, der Öffentlichkeit die große Bedeutung des Bodens für das
Leben auf der Erde bewusst zu machen.

Die Menschheit lebt ganz entscheidend vom Boden. Diese oberste Erdschicht,
in der sich Gestein, Wasser, Luft und die Biosphäre wechselseitig
durchdringen, bildet den wesentlichen Lebensraum für Tiere und Pflanzen
und produziert unsere Nahrungsmittel. Dabei ist sie in vielerlei Weise
bedroht: durch Überbauung, Erosion, Schadstoffbelastung und viele weitere
Schädigungen. Dieser entscheidenden Rolle des Bodens für das Leben und das
Überleben der Menschheit sind wir uns – als Konsumenten, als Bauherren,
als Spaziergänger oder als Touristen – in der Regel nicht bewusst, und
Verlust und Bedrohung des Schutzgutes „Boden“ nehmen wir nicht wahr. Dies
und die Vielfalt der Böden, die sich auf unterschiedlichem
Gesteinsuntergrund entwickelt haben, will die Aktion ‚Boden des Jahres‘
vermitteln.

Der Boden des Jahres wird jedes Jahr um den 5. Dezember, den Weltbodentag,
verkündet. Zumeist findet die Auftaktveranstaltung in der Berliner
Landesvertretung des Bundeslandes statt, das die Schirmherrschaft für den
Boden des Jahres hat. Nachdem für das Jahr 2022 und damit für den Pelosol
das Land Baden-Württemberg die Schirmherrschaft übernommen hatte, fand die
Vorstellung des Bodens des Jahres 2022 am 3. Dezember 2021 in der
Vertretung des Landes Baden-Württemberg in Berlin statt. In der
ganztägigen Veranstaltung wurde der Pelosol in mehreren Vorträgen, darüber
hinaus auch in kurzen Videos, aus unterschiedlicher Perspektive gewürdigt.
Das Landesamt für Geologie, Bergbau und Rohstoffe, der Geologische Dienst
Baden-Württembergs, hatte in der Vorbereitung für das Jahr des Pelosols
einen Tonboden im württembergischen Schönbuch aufgegraben, ein Jahr lang
sorgfältig untersucht und die Ergebnisse nicht nur zu einem informativen
Vortrag zusammengefasst, sondern auch einen höchst lehr- und
abwechslungsreichen Film dazu erstellt.

Der Pelosol (griechisch für ‚Tonboden‘) zeichnet sich dadurch aus, dass
unter der obersten Bodenschicht, dem humusreichen B-Horizont, ein in der
Regel mächtiger Tonhorizont liegt, dessen Tonmineralbestandteile – die
feinsten mineralischen Bestandteile im Boden – bei Feuchtigkeit Wasser
aufnehmen und ein Aufquellen des Bodens bewirken. Wenn der Boden dann
wieder trocknet, gibt er das gespeicherte Wasser wieder ab und schrumpft,
was zu Trockenrissen führt. Durch dieses abwechselnde Quellen und
Schrumpfen wird das tonige Material ständig durchgeknetet, von oben
eingetragener Humus und Nährstoffe werden eingearbeitet, es entstehen die
charakteristischen Polyeder oder auch prismenförmige Gebilde mit
senkrechten Schrumpfrissen. Dieser Durchmischungsprozess wird
Peloturbation genannt, der Tonhorizont deshalb auch P-Horizont. Weil die
Pelosole nur bei einem bestimmten Maß an Durchfeuchtung gut zu bearbeiten
sind, heißen sie auch „Minutenböden“ (wobei die Beschränkung der
Bearbeitungsfähigkeit auf Minuten etwas übertrieben ist).

Der Pelosol gehört nicht zu den häufigen und weitverbreiteten Bodentypen
in Deutschland; er kommt vor allem auf Tongesteinen unterschiedlicher
Gesteinsformationen, z.B. des Keupers oder des Unteren und Mittleren
Juras, vor, außerdem vereinzelt auf älteren Auenlehmen in Tallagen sowie
auf tonigen Verwitterungsprodukten aus vulkanischem Material.

Unterstützt wird die Aktion Boden des Jahres auch vom Umweltbundesamt.

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Erfolg für Würzburger Masterstudierende

Wie können sich Städte wirksam gegen steigende Temperaturen schützen?
Studierende der Universität Würzburg haben dafür ein neues Konzept
entwickelt. Ihre Idee wurde jetzt mit dem DLR Copernicus Master
ausgezeichnet.

„Durch den Klimawandel sind weltweit mehr als 200 Millionen Menschen dem
Risiko steigender Temperaturen ausgesetzt, die zu einer höheren Rate
hitzebedingter Erkrankungen und Todesfälle führen können. Diese Zahl
könnte bis 2050 auf 1,6 Milliarden ansteigen. Da es an Daten mangelt, sind
viele Städte nicht darauf vorbereitet, geeignete Maßnahmen zur Eindämmung
und Anpassung zu ergreifen.“

Mit diesen Worten beschreiben Sofia Garcia, Nils Karges, Andreas Bury,
Antonio Castañeda und Annika Ludwig ein Problem, das weltweit vor allem
Städte und große Ballungsräume zunehmend herausfordert. Die fünf sind an
der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) im internationalen
Masterstudiengang „Applied Earth Observation and Geoanalysis of the Living
Environment“ (EAGLE) eingeschrieben. In diesem Studiengang lernen
Studierende, wie sie mit Hilfe von Satellitendaten und Daten aus anderen
Geoinformationsquellen zu einer nachhaltigen Nutzung und Entwicklung des
Lebensraumes Erde sowie seiner Ressourcen beitragen können.

Daten vor Ort und aus dem Weltraum

Einen solchen Beitrag will das Team mit einer neuen, von ihm entwickelten
interaktiven Plattform leisten. UrbanSens, so der Name der Plattform, soll
das Leben in Städten auch unter den Bedingungen des Klimawandels angenehm
machen. Mit dieser Idee hat die Gruppe jetzt die DLR Challenge
„Environment, Energy & Health“ im Rahmen der Copernicus Master gewonnen.

„Am Anfang stand die Idee, die Kenntnisse und die Überwachung von
Umweltparametern in städtischen Gebieten zu verbessern und sie mit
weltraumgestützten Umweltbeobachtungen zu kombinieren“, beschreibt Sofia
Garcia das Vorgehen der Gruppe. Mit Hilfe dieser Daten sei es möglich,
Phänomene wie städtische Wärmeinseln und Luftverschmutzung besser zu
verstehen.

Straßengenaue Informationen

Zum Einsatz kommen dabei sowohl statische als auch mobile Sensoren, die
vor Ort wesentliche Umweltparameter wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und
den Grad der Luftverschmutzung erfassen. Das Hauptziel ist der Aufbau von
Sensornetzwerken in städtischen Gebieten, die verlässliche Vor-Ort-
Messungen ermöglichen und eine Datenkommunikation nahezu in Echtzeit
gewährleisten.

In einem nächsten Schritt werden diese Informationen verknüpft mit
Erdbeobachtungsdaten, die von Satelliten gewonnen werden. „Auf diese Weise
erhalten Entscheidungsträger und Bürgern tiefere Einblicke in die
Situation bei ihnen vor Ort mit Informationen bis hin auf die Ebene
einzelner Straßen“, erklärt Nils Karges.

Verknüpfung mit Gerechtigkeitsfragen

Ziel ist es, „die Trends von Umweltparametern in städtischen Gebieten mit
hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung zu modellieren“, ergänzt Andreas
Bury. Um dies zu erreichen, sei eine Fusion von multispektralen und
multitemporalen Fernerkundungsdatensätzen, digitalen Höhen- und
Oberflächenmodellen und Sensordaten vorgesehen.

„Unsere Plattform könnte eine digitale Innovation und eine Initialzündung
auf dem Weg zum Konzept der intelligenten Stadt sein“, ergänzt Andreas
Bury. Darüber hinaus könne sie „der erste Schritt zur Entwicklung lokaler
Strategien für eine urbane Resilienz sein, die auch Gerechtigkeitsfragen
berücksichtigen“, so Annika Ludwig. Deshalb bezieht das Team auch
sozioökonomische Daten ein, um die am stärksten gefährdeten Gebiete in der
Stadt zu erfassen.

5000 Euro Daten im Wert von 10.000 Euro sind das Preisgeld für das
UrbanSens-Team. Es soll für die weitere Umsetzung des Projekts eingesetzt
werden.

Über den Wettbewerb

Die Copernicus Masters sind ein globaler Wettbewerb, in dessen Mittelpunkt
die Nutzung von Erdbeobachtungsdaten steht. Ausgezeichnet werden Konzepte,
die den Nutzen der europäischen Copernicus-Dienste für das tägliche Leben
aufzeigen und neue Lösungsansätze für aktuelle Probleme aufzeigen.
Initiatoren des Programms sind die European Space Agency (ESA), die
Europäische Kommission und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt
(DLR).

Schon im vergangenen Jahr hatte ein EAGLE-Student der Universität Würzburg
die DLR Challenge gewonnen. Henrik Fisser hat es geschafft, dass LKW aus
dem All gezählt werden können. Seine Daten zeigten, dass der Lastverkehr
während der coronabedingten Einschränkungen auf den Straßen deutlich
zurückgegangen war.

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