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Die TH OWL auf der Weltausstellung Expo 2020 Dubai

Außenansicht des Deutschen Pavillons auf der Expo 2020 Dubai. Prof. Guido Falkemeier, Kristina Heidebrecht, Leonie Hans und Susann Ehrig.  TH OWL
Außenansicht des Deutschen Pavillons auf der Expo 2020 Dubai. Prof. Guido Falkemeier, Kristina Heidebrecht, Leonie Hans und Susann Ehrig. TH OWL

Ursprünglich sollte die Expo 2020 Dubai im Oktober des letzten Jahres
starten. Wegen der Corona-Pandemie wurde sie um ein Jahr verschoben. Nun
hat die Weltausstellung begonnen. Die Länder dieser Welt treffen sich vom
1. Oktober 2021 bis zum 31. März 2022 unter dem Motto „Connecting Minds,
Creating the Future“ in Dubai. Professor Guido Falkemeier, Kristina
Heidebrecht, Leonie Hans und Susann Ehrig vom Fachbereich Medienproduktion
der TH OWL waren vor Ort.

Mitten in der Wüste erstreckt sich ein 438 Hektar großes Areal, das
entspricht der Größe von über 600 Fußballfeldern. Unter dem Motto
„Gedanken verbinden, die Zukunft gestalten“ werden auf der Expo 2020 Dubai
Weltneuheiten präsentiert, die viele Millionen Besucherinnen und Besucher
faszinieren werden. Dabei stehen die Themen Nachhaltigkeit, neue Formen
der Mobilität und soziale Möglichkeiten im Mittelpunkt.

Die TH OWL ist Partnerin der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) des Deutschen
Pavillons auf der Expo 2020 Dubai. Studierende des Fachbereichs der
Medienproduktion haben sich für CAMPUS GERMANY ein innovatives
Medienprojekt einfallen lassen, das den Besucherinnen und Besuchern das
Thema „Nachhaltigkeit“ spielerisch und interaktiv näherbringt.
Im Raum des Deutschen Pavillons präsentieren die Studierenden ein
Bällebad, das den Besucherinnen und Besuchern Fakten zum Thema
Nachhaltigkeit in Deutschland vermittelt. Die Idee ist so simpel wie
genial. Man nimmt sich einen der vielen Bälle und legt ihn auf einen
Terminal. Der Ball wird eingesaugt und daraufhin wird ein Video, ein
Spiel, ein Fakt oder eine Geschichte zum Thema Nachhaltigkeit präsentiert.
Ziel ist es zu zeigen, wie sehr sich Deutschland schon heute der
Nachhaltigkeit verpflichtet fühlt.

100.000 Bälle füllen das Bällebad. Die Bälle selbst folgen dem Prinzip der
Nachhaltigkeit. Das Team um Professor Guido Falkemeier, Dekan des
Fachbereichs Medienproduktion, hat für die Bälle einen Hersteller
engagiert, der sie aus Rezyklat angefertigt hat. Nach der Expo sollen die
Bälle dann an lokale Kindergärten für kleinere Bällebäder gehen.

Der Beteiligung am DEUTSCHEN PAVILLON AUF DER der Expo 2020 Dubai ist die
enge Zusammenarbeit mit der Agentur facts and fiction vorangegangen. Die
Kölner Agentur hat die Ausstellung des Deutschen Pavillons unter dem Motto
CAMPUS GERMANY konzipiert und nach einer Anfrage von Professor Josef
Löffl, Leiter des Instituts für Wissenschaftsdialog, ist eine fruchtbare
Kooperation zwischen der Agentur und den Studierenden entstanden.

Die Medieninhalte des Bällebads wurden von zwölf Studierenden konzipiert.
Selbstständig haben sie recherchiert, in welchen Bereichen Deutschland in
Bezug auf Nachhaltigkeit besonders gut ist. Bei wöchentlichen
Projekttreffen und in Rücksprache mit der Agentur entstand so Stück für
Stück das Medienprojekt.

Noch bis zum 1. März 2022 lockt die Weltausstellung erwartete 25 Millionen
Besucherinnen und Besucher nach Dubai.

Hintergrundinformation:
Der Deutsche Pavillon befindet sich im Bereich „Sustainability“.
Auftraggeber ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die
Koelnmesse ist verantwortlich für Organisation und Betrieb. Konzept,
Planung und Realisierung des Deutschen Pavillons liegen bei der
„Arbeitsgemeinschaft Deutscher Pavillon Expo 2020 Dubai“, bestehend aus
den beiden Unternehmen facts and fiction und NÜSSLI Adunic. Dabei zeichnet
facts and fiction für das inhaltliche Konzept sowie die Ausstellungs- und
Mediengestaltung verantwortlich, NÜSSLI Adunic für die bauliche
Umsetzung. Die architektonische Umsetzung des Konzepts verantworten LAVA
Architekten im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft. Das Kulturprogramm
„Culture Lab“ verantwortet die Frankfurter Agentur VOSS+FISCHER zusammen
mit dem Kultur- und Medienmanager Mike P. Heisel als Arbeitsgemeinschaft.

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Michael Ziehl erhält Preis für Dissertation über das Hamburger Gängeviertel

Die Humboldt-Universität zu Berlin verleiht regelmäßig den Hartmut-
Häußermann-Preis „Soziale Stadt“. Geforscht hat Ziehl zur Kooperation von
Zivilgesellschaft und Politik am Beispiel des Hamburger Gängeviertels.

Michael Ziehl für Promotion „Koproduktion Urbaner Resilienz“ ausgezeichnet

Angesichts vielfältiger urbaner Krisen wird die kooperative Entwicklung
von Stadträumen immer bedeutender. Wie diese gelingen kann, zeigt Michael
Ziehl am Beispiel der Sanierung des historischen Gängeviertels in Hamburg.
Als Forschender eröffnet er tiefe Einblicke in die ungewöhnlich enge
Zusammenarbeit von engagierten Bürger*innen mit Politik und Verwaltung.
Dabei erfasst er Rahmenbedingungen, Konflikte sowie Anpassungsmaßnahmen
der Kooperation.

Vom historischen Arbeiterviertel zum Experimentier-Quartier

Den Stadtraum als Reallabor begreifend, gibt er konkrete
Handlungsanregungen, wie Resilienz koproduziert werden kann. Damit bietet
er Praxiswissen an, um eine nachhaltige Transformation von Städten
voranzutreiben und die Anpassungsfähigkeit urbaner Systeme zu erhöhen.

Sozial orientierte Stadtforschung an der HCU

Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Präsident HafenCity Universität Hamburg:
„Ich gratuliere Michael Ziehl herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung.
Die Würdigung zeigt die hohe Qualität der vorliegenden Dissertation und
dass die sozial orientierte Stadtforschung ein wichtiger Bestandteil der
interdisziplinären Ausrichtung der HCU ist.“

Prof. Dr. Gesa Ziemer (Kulturtheorie und kulturelle Praxis): „Die Arbeit
zeigt die immer größer werdende Bedeutung des kooperativen Zusammenspiels
von Politik und Zivilgesellschaft. Das Hamburger Gängeviertel ist dabei
ein besonders spannender Mikrokosmos bei der Stadt im Wandel.“

Die Dissertation wurde an der HCU von Prof. Dr. Gesa Ziemer (Direktorin
CityScienceLab, Erstbetreuerin) und Prof. em. Dr. Ingrid Breckner (Stadt-
und Regionalsoziologie, Zweitbetreuerin) betreut. Michael Ziehl hat im
Rahmen des Graduiertenkollegs „Performing Citizenship“ an seiner
Dissertation geforscht. Das Graduiertenkolleg war eine Kooperation
zwischen HCU, HAW Hamburg, Forschungstheater/FUNDUS THEATER und K3 –
Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg.

Zur Person

Dr. Michael Ziehl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im CityScienceLab an
der HCU. Er arbeitet als Lead Researcher für Citizen Co-Creation im
Projekt „Connected Urban Twins“. Michael Ziehl ist Doktor der Philosophie,
Diplom-Ingenieur der Architektur und Master of Science der Stadtplanung.
Er arbeitet freiberuflich als Urbanist, Stadtforscher und betreibt „Urban
Upcycling – Agentur für städtische Ressourcen“. Er hat Stadtplanung an der
HCU studiert.

Hartmut Häußermann Preis

Mit dem Preis werden herausragende Dissertationen ausgezeichnet, die eine
interdisziplinäre, aufklärerische und sozial orientierte Stadtforschung
verwirklichen. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Am 05. November 2021
fand die Verleihung in Berlin statt. Michael Ziehl teilt sich den Preis
mit Nihad El-Kayed, die zu „Local Conditions of Democracy“ promoviert hat.

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Wie mit „MICADO“ Ankommensprozesse von Migranten vereinfacht werden können

HCU-Forschende im Bereich „Digital City Science“ entwickeln eine
innovative IT-Lösung, die Migrantinnen und Migranten während des
Ankommens- und Integrationsprozesses in einer neuen Stadt unterstützt.

Migration ist heute Teil der urbanen Realität

Städte und Kommunen stehen vor den Herausforderungen Ankommensprozesse auf
eine Weise zu gestalten, die positive Effekte von Migration herausstellt
und unterstützt. Durch den Einsatz neuer digitaler Technologien und von
Daten und mithilfe leicht zugänglicher audiovisueller Oberflächen bietet
„MICADO“ eine technische Lösung, um Ankommens- und Teilhabeprozesse
effizienter zu gestalten. „MICADO“ steht für „Migrant Integration Cockpits
and Dashboards“.

Hamburg als Lead und Pilotierungsstadt

Die Professur „Digital City Science“ an der HCU leitet ein Konsortium aus
fünfzehn Projektpartnern aus fünf EU-Ländern (Deutschland, Spanien,
Italien, Belgien, Österreich). Das entwickelte Tool wurde in allen vier
Pilotierungsstädten (Hamburg, Antwerpen, Bologna, Madrid) in lokalen Teams
aufgebaut, die aus einem wissenschaftlichen, einem technischen und einem
städtischen Partner bestehen. Für Hamburg sind dies neben der HCU, die
Senatskanzlei, der Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) sowie
das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut (HWWI).

Einsatz neuer Technologien der Datenanalyse und Datenintegration

Mit der digitalen Anwendung wird die Kommunikation zwischen den drei
wichtigsten Stakeholdergruppen erleichtert: Mitarbeitende der für
Migrations- und Integrationsprozesse relevanten Behörden, Vertreter:innen
von Nichtregierungsorganisationen und Initiativen, die
Unterstützungsangebote liefern und die neuen Bürger:innen selbst sollen so
einfacher in einen Austausch treten.

Die nutzerorientierten Daten-Dienste fokussieren die vier Bereiche Arbeit,
Bildung, Wohnen und Gesundheit. Sowohl in Schritt-für-Schritt-Anleitungen
als auch in kurzen Artikeln werden relevante Informationen – etwa zur
Beantragung einer Gesundheitskarte oder über Wissenswertes während der
Wohnungssuche zur Verfügung gestellt. In einem Glossar werden einzelne
Begriffe zusätzlich erklärt. Die Inhalte werden neben Deutsch auch in
Englisch, Arabisch und Dari angezeigt.

Finale Pilotierungsphase und langfristige Anwendungsszenarien

Das durch EU-Mittel des „Horizon 2020 Förderprogramm“ finanzierte Projekt
läuft insgesamt dreieinhalb Jahre und startet jetzt in seine Endphase. In
dieser letzten Projektphase wird die Anwendung von einer größeren Gruppe
an späteren Nutzer:innen geprüft. Interessierte können sich dafür über
micado(at)hcu-hamburg.de beim Projektteam melden.

Prof. Dr. Jörg Noennig, Projektleiter und Professur Digital City Science:
„Wir freuen uns, dass aus MICADO inzwischen ein funktionsfähiges System
entstanden ist, dass wir in den letzten Monaten in unseren europäischen
Partnerstädten erstmalig im Realbetrieb einsetzen und testen konnten - mit
Erfolg! Wir sind zuversichtlich, dass aus dem guten Zusammenspiel der
Hamburger Beteiligten bald eine Lösung für unsere Stadt bereitstehen wird,
welche die Integrationsprozesse in Zukunft sehr effektiv unterstützen
wird.“

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Mehr.WERT.Pavillon erhält „Green Solutions Award“

Karsten Schlesier (Architektur) war Teil des Teams, das Entwurf und
Konzept begleitet und die Ausführung des Pavillons durchgeführt hat. Der
Pavillon wurde bereits im Rahmen der Tea Time Lectures vorgestellt.

Internationaler Wettbewerb: Einreichungen aus 25 Ländern

Beim internationalen Wettbewerb der „Construction21 Plattform“ waren ca.
200 Einreichungen aus 25 Ländern beteiligt. Der Mehr.WERT.Pavillon erhielt
die Auszeichnung in der Kategorie Sustainable Infrastructure.
Auswahlkriterien der Jury waren dabei unter anderem der sparsame Einsatz
von Material, Energieeffizienz, Vorfertigung und Kreislaufwirtschaft.
Weiterhin erfolgte die Auswahl auf Basis des Potenzials, die Fachleute des
Sektors zu inspirieren und in großem Maßstab repliziert zu werden.

Einsatz auf der Bundesgartenschau in Heilbronn 2019

Der Mehr.WERT.Pavillon wurde 2019 auf dem Gelände der Bundesgartenschau in
Heilbronn errichtet und diente als Ausstellungs- und Veranstaltungsort des
Landesumweltministeriums Baden-Württemberg. Er entstand auf Basis eines
Entwurfsstudios zum kreislaufgerechten Bauen an der Professur Nachhaltiges
Bauen des KIT Karlsruhe. Die Realisierung erfolgte durch die Fakultät
Architektur des KIT Karlsruhe gemeinsam mit der Bürogemeinschaft 2hs. Der
Pavillon hat nach seinem temporären Einsatz auf der BUGA 2019 einen neuen,
dauerhaften Standort am Neckarufer in Heilbronn erhalten.

Kreislaufgerechte Materialen für Pavillon

Der Pavillon besteht vollständig aus kreislaufgerechten Materialien, die
mittels lösbaren Verbindungen gefügt sind und einen vollständigen und
sortenreinen Rückbau ermöglichen. Ferner bedient sich die Struktur
mehrheitlich an Materialien und Komponenten, die bereits eine Erstnutzung
hinter sich haben und somit direkt der „Urbanen Mine“, also dem
vorhandenen Rohstofflager unserer gebauten Umwelt entnommen sind. Weitere
Informationen erhalten Sie hier.

Zur Person

Prof. Dipl.-Ing. Karsten Schlesier ist Vertretungsprofessor für
Tragwerksentwurf an der HCU. Er studierte Bauingenieurwesen an der TU
München (TUM) und der Universität Karlsruhe (KIT). Als Tragwerksplaner
beschäftigte er sich in verschiedenen Ingenieurbüros vorrangig mit der
Planung und Ausführung leichter Flächentragwerke, Fassaden- und
Glaskonstruktionen.

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