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Entwicklung nachhaltiger und energieautonomer Kühlcontainersysteme für afrikanische Krankenhäuser

Konzeptionelle Abbildung der geplanten nachhaltigen und energieautonomen Kühl- und Wasseraufbereitungscontainersysteme  Grafik: Oliver Schmid
Konzeptionelle Abbildung der geplanten nachhaltigen und energieautonomen Kühl- und Wasseraufbereitungscontainersysteme Grafik: Oliver Schmid

Internationales Forschungskonsortium unter Federführung der Hochschule
Karlsruhe (Die HKA) wird von der EU über vier Jahre mit 8 Mio. Euro
gefördert

Am heutigen Dienstag, 12. Oktober 2021, trafen sich an der Hochschule
Karlsruhe (Die HKA) Vertreter der 13 Projektpartner zum offiziellen Start
des internationalen Forschungsprojekts "SophiA", die aus diesem Anlass von
Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, und Prof. Dr.-
Ing. Franz Quint, Prorektor für Forschung, Kooperationen und
Qualitätsmanagement der HKA, begrüßt wurden. Neben der federführenden HKA
sind aus Deutschland das Steinbeis-Europa-Zentrum, die
Nichtregierungsorganisation Operieren in Afrika sowie die Unternehmen
MARTIN Systems GmbH, Simply Solar GbR und RAACH Solar beteiligt, das
französische International Institute of Refrigeration, die Hochschule für
Angewandte Wissenschaften der Ostschweiz, die Makerere University in
Uganda, das Institut International d'Ingénierie de l'Eau et de
l'Environnement in Burkina Faso, das Ministerium für Öffentliche
Gesundheit
in Kamerun sowie die südafrikanischen Unternehmen Everflo und Kovco.

Unterstützt wird das Projekt zudem von weiteren nationalen Ministerien,
Gesundheitsbehörden und Krankenhäusern sowie von namhaften
Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen.

Als eines von zwei Leuchtturmprojekten, die in der Ausschreibung
Accelerating the green transition and energy access Partnership with
Africa
(TOPIC ID: LC-GD-2-3-2020) bei der Evaluation die volle Punktzahl
erreichten, zählt das Projekt unter 150 Einreichungen zu den vier
ausgewählten Projekten und wird von der EU für eine Laufzeit von vier
Jahren mit 8 Mio. Euro gefördert.

"SophiA steht für "Sustainable off-grid solutions for pharmacies and
hospitals in Africa" (,Nachhaltige netzunabhängige Lösungen für Apotheken
und Krankenhäuser in Afrika'), so Projektleiter Prof. Dr.-Ing. habil.
Michael Kauffeld, der an der HKA das Institut für Kälte-, Klima- und
Umwelttechnik leitet und an der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik
lehrt. "Ziel unseres Projekts ist die Entwicklung nachhaltiger und
energieautonomer Kühl- und Wasseraufbereitungscontainersysteme für
afrikanische Krankenhäuser, die diesen eine stabile Kühlung von Wasser,
Medikamenten, Blutplasma, Seren und Impfstoffen im Temperaturbereich von
+6
°C bis -70 °C erlauben, und diese vor Ort in vier unterschiedlichen
afrikanischen Klimazonen im realen Einsatz zu testen."

Obwohl das globale Phänomen der Verstädterung auch in Afrika zu beobachten
ist, leben die meisten Menschen dort nach wie vor in ländlichen und
abgelegenen Gebieten mit schlechter Infrastruktur und geringen
Wachstumsmöglichkeiten. Ländliche Gemeinden in Afrika leiden unter einem
schlechten Zugang zu Gesundheitsversorgung, Schulen und Infrastruktur, was
auch zu Armut und Krankheiten führt. Schlechte und unzuverlässige
Stromversorgung sowie der fehlende Zugang zu sicherem und sauberem
Trinkwasser sind häufig anzutreffen und die Hälfte der Menschen südlich
der
Sahara hat keinen Zugang zu Elektrizität.

In den afrikanischen Subsaharagebieten gibt es etwa 98.700 bis 120.000
(öffentliche) Gesundheitseinrichtungen (22.000 Krankenhäuser und 98.000
Gesundheitsstationen), von denen etwa ein Viertel keinen Zugang zu
Elektrizität haben und nur knapp mehr über eine zuverlässige
Stromversorgung verfügen. Außerdem haben in vielen Regionen bis zur Hälfte
dieser Einrichtungen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. Auf dem
afrikanischen Kontinent wird zwischen 2015 und 2050 mehr als die Hälfte
des
weltweiten Bevölkerungswachstums erwartet, was verdeutlicht, wie wichtig
es
ist, sich mit der Gesundheit der Bevölkerung zu befassen - auch als
Voraussetzung für eine gute sozio-ökonomische Entwicklung. Dabei muss die
medizinische Versorgung gerade in den abgelegenen ländlichen Gebieten mit
schlechter Strom- und Wasserversorgung zurechtkommen, also insbesondere
kleine lokale medizinische Versorgungszentren oft mit verunreinigtem
Wasser, ohne Kühlung (von Medikamenten), ohne Klimaanlage und mit
mangelhaften sanitären Einrichtungen.

Ein oft vernachlässigter und häufig unterschätzter Bereich ist die Kühlung
in abgelegenen ländlichen Gesundheitseinrichtungen (Krankenhäuser,
Gesundheitsposten und Apotheken), da sie auf mehreren Niveaus benötigt
wird. Krankenhäuser benötigen typischerweise für den Operationssaal und
die
Intensivstation (z. B. gekühltes Wasser bei +6 °C), zur Kühlung von
Medikamenten (+5 °C), von Blutplasma (-30 °C) und Impfstoffen (für einige
bis zu -70 °C, z. B. einzelne Covid-19 oder Ebola Impfstoffe). Viele
Medikamente und Salben sowie Erythrozytenkonzentrate (aus roten
Blutkörpern
bestehende Konserve zur Bluttransfusion) müssen um +5 °C gekühlt werden
und
verderben ansonsten schnell. Bei -30 °C lässt sich Blutplasma zwei Jahre
lang aufbewahren. Ist es nicht im entscheidenden Moment verfügbar, kann
dies zu weiteren Erkrankungen oder sogar zum Tod führen. Als Reaktion auf
die Ebolavirus-Epidemie 2014-2015 in Westafrika hatten Forscher die
Entwicklung von Ebola-Impfstoffen beschleunigt. Aufgrund des frühen
Entwicklungsstadiums und der begrenzten, kritischen Stabilitätsdaten
musste
der Impfstoff bei -60 °C oder kälter gelagert werden. Geeignete
Kühlzentren
bzw. -ketten waren während der Ebola-Krise nicht verfügbar und sind es
auch
jetzt während der Covid-19-Pandemie nicht.

Neben der Bereitstellung von sicherem und sauberem Trinkwasser ist der
Zugang zu Energie ist eine entscheidende Voraussetzung für den Einsatz
zeitgemäßer medizinischer Technologie und damit auch ein zentraler Faktor,
damit grundlegende Gesundheitsdienste erbracht werden können. Der
afrikanische Kontinent verfügt über ein enormes Potenzial an erneuerbaren
Energien, aber beispielsweise Photovoltaik (PV) wird bis heute nur in
geringem Umfang genutzt. Sie wird jedoch in naher Zukunft eine praktikable
Option darstellen, da die Brennstoffkosten steigen und die Kosten für PV-
Paneele drastisch gesunken sind. Darüber hinaus können mit PV betriebene
Systeme erheblich zur Verringerung der CO2-Emissionen beitragen.
Eigenständige dieselbetriebene Generatoren erzeugen mehr als 1 kg CO2/kWh,
während PV-Solarsysteme im Durchschnitt weniger als 250 g CO2 erzeugen.

Über SophiA soll nun eine nachhaltige, netzunabhängige Versorgung für
ländliche und abgelegene Gesundheitseinrichtungen in Afrika bereitgestellt
werden und den Zugang zu Energie und Gesundheitsleistungen für alle
ermöglichen. SophiA wird vor Ort innovative, erschwingliche und effiziente
solarbetriebene Geräte entwickeln um folgende Aspekte sicherzustellen:

- Stromversorgung bei Netzausfällen
- Sicheres und sauberes Trinkwasser
- Heißes Wasser; bei Bedarf Dampf
- Kühlung von Operationssälen oder Intensivstationen
- Kühlung von Medikamenten bei +5 °C; eventuell Kühlung von Lebensmitteln
- Tieftemperaturlagerung von Blutplasma bei -30 °C
- Ultratieftemperatur-Lagerung von empfindlichen Medikamenten (z. B.
einige
Covid-19- oder Ebola-Impfstoffe) bei -70 °C

Dazu werden PV-Paneele, solarthermische Module, Ultrafiltration in
Kombination mit UV-Lampen und kapazitiver De-Ionisierung sowie natürlichen
Kältemitteln mit niedrigem Treibhauspotenzial (low GWP) in einem
dreistufigen Kaskadenkältesystem mit hocheffizienter thermischer
Energiespeicherung eingesetzt. Darüber hinaus werden PV MedPorts, eine
einfache und zu 100 % solarbetriebene Lösung, entwickelt und in kleinen
abgelegenen Gesundheitsstationen in vier verschiedenen afrikanischen
Klimazonen in Burkina Faso, Kamerun, Uganda und Malawi getestet und
demonstriert.

Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Feldtestinstallationen wird nach
Abschluss des Projekts eine modulare Containerversion verfügbar sein. Dazu
wird ein Leitfaden erstellt, der es lokalen Unternehmen ermöglicht,
ähnliche Systeme vor Ort zu bauen.

"Langfristig soll SophiA immer mehr Menschen in Afrika den Zugang zu
solarer Energie für Strom, Heizung und Kühlung von Lebensmitteln und
Medikamenten sowie zu sicherem und sauberem Trinkwasser ermöglichen und so
die Lebensqualität auf nachhaltige Weise verbessern", so Prof. Dr.-Ing.
habil. Michael Kauffeld, der gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Jan Hoinkis das
Projekt leitet. "Eine breite Einführung von SophiA-Systemen wird
ökologische, wirtschaftliche, soziale und insbesondere gesundheitliche
Vorteile mit sich bringen, um vor Ort nachhaltige, dem afrikanischen
Kontext angemessene Lösungen zu bieten. SophiA wird in Afrika so einen
Beitrag zu einem nachhaltigen Entwicklungswachstum leisten können."

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Forschungsprojekt soll kleine Labore wettbewerbsfähig machen

Bereits vorhandene manuelle Laborinstrumente sollen so miteinander verknüpft werden, dass sie Laborprozesse automatisiert durchführen können.  Corinna Korinth  Hochschule Albstadt-Sigmaringen
Bereits vorhandene manuelle Laborinstrumente sollen so miteinander verknüpft werden, dass sie Laborprozesse automatisiert durchführen können. Corinna Korinth Hochschule Albstadt-Sigmaringen

Ein neues Forschungsprojekt an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen soll
auch kleineren Laboren automatisierte Prozesse ermöglichen und sie so
wettbewerbsfähig machen. Hierfür sollen dort bereits vorhandene manuelle
Laborinstrumente so miteinander verknüpft werden, dass sie Laborprozesse
automatisiert durchführen können. Realisiert wird dies durch Roboterarme,
die mit hochflexiblen Werkzeugen wie Greifern oder Schraubern ausgestattet
sind.

Allein in deutschen Laboren werden täglich Tausende Coronavirus-Analysen
durchgeführt, unzählige weitere Blutuntersuchungen kommen hinzu. Um diesem
enormen Probenaufkommen Herr zu werden, setzen insbesondere große
medizinische Labore auf automatisierte Prozesse. Da dies jedoch sehr
kostspielig ist – ein einziges Gerät kostet häufig so viel wie ein kleines
Einfamilienhaus – können kleine und mittlere Betriebe hier oft nicht
mithalten. Abhilfe soll jetzt das Forschungsprojekt „LARS“ der Hochschule
Albstadt-Sigmaringen und der Konstanzer jetzt-GmbH schaffen. Das Projekt
ist Teil des vom Gesundheitsnetzwerk BioLAGO koordinierten bundesweiten
ZIM-Netzwerks „DIGInostik“.

Im Zuge von „LARS“ (Laboratory Automation Robotic System) soll die
Grundlage für eine flexible und kosteneffiziente Laborautomationsplattform
entwickelt werden. Ziel ist es, bereits vorhandene manuelle
Laborinstrumente so miteinander zu verknüpfen, dass sie Laborprozesse
automatisiert durchführen können. Realisiert wird dies durch Roboterarme,
die mit hochflexiblen Werkzeugen wie Greifern oder Schraubern ausgestattet
sind.

„In der Endphase soll das System auch Labormitarbeiter oder Gegenstände
selbstständig erkennen, sodass der Prozess störungsfrei funktioniert“,
sagt Prof. Dr. Thole Züchner vom Studiengang Bioanalytik, der das Projekt
seitens der Hochschule leitet und in der Modellfabrik am Sigmaringer
Innovationscampus durchführt. Dort verfügt die Hochschule über ein Gerät,
das automatisiert Proben vermessen kann. Thole Züchner ist optimistisch,
„dass wir gemeinsam zu Ergebnissen kommen werden, die kleineren und
mittleren Unternehmen die Laborautomation finanziell zugänglich machen“.
So sieht es auch Klaus König, Geschäftsführer der jetzt-GmbH: „Mit ,LARS‘
unterstützen wir kleine Labore dabei, kosteneffektive und prozesssichere
Arbeit zu leisten. So können sie größere Mengen verarbeiten und mit großen
Laboren mithalten.“ Weitere Unterstützung kommt von der Konstanzer
fruitcore GmbH, die ihr Robotersystem für die Projektarbeit bereitstellt.

Das Projekt „LARS“ wird für drei Jahre mit insgesamt rund 450.000 Euro im
ZIM-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert.
Hervorgegangen ist es aus dem ZIM-Netzwerk „DIGInostik“ des
Gesundheitsverbunds BioLAGO. Darin arbeiten über 20 Partner aus Industrie,
Forschung und Medizin an verbesserter Diagnostik durch Künstliche
Intelligenz. „Bisher wurden sieben Forschungsvorhaben mit einem Volumen
von 8,5 Millionen Euro eingereicht. Wir freuen uns sehr, dass das erste
Projekt nun bewilligt wurde“, so Dr. Michael Steinwand, Vorstandsmitglied
von BioLAGO.

Die aus „LARS“ gewonnenen Erkenntnisse fließen auch in die
Lehrveranstaltungen des Studiengangs Bioanalytik an der Hochschule
Albstadt-Sigmaringen ein, der dieses Thema mit seinem einzigartigen
Studienschwerpunkt Laborautomation beleuchtet.

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Arbeitszeit gesund gestalten. Als Betrieb Arbeitszeit erfolgreich in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigen.

LIA.praxis 6 -
LIA.praxis 6 - "Arbeitszeit gesund gestalten. Wie Ihr Betrieb Arbeitszeit erfolgreich in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigen kann." " www.lia.nrw/impressum

Viele Belastungen für die Sicherheit und die Gesundheit von Beschäftigten
ergeben sich aus der Länge der Arbeitszeiten oder werden durch die
Gestaltung der Arbeitszeit in ihren Auswirkungen beeinflusst. Daher müssen
Arbeitgebende in Ihrer Gefährdungsbeurteilung auch Aussagen zur Gestaltung
der Arbeitszeit treffen.

Die Broschüre LIA.praxis 6 „Arbeitszeit gesund gestalten.“ zeigt, wie
vielseitig der Faktor Arbeitszeit für die Gefährdungsbeurteilung am
Arbeitsplatz ist. Gleichzeitig stellt die Broschüre Wege vor, wie diese
Herausforderung gemeistert werden kann. Dieser einmal erarbeitete Standard
kann als Vorlage für die Fortschreibung der Gefährdungsbeurteilung genutzt
werden.

Die Gefährdungsbeurteilung hilft Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern dabei,
Belastungen aus der Arbeitszeitgestaltung zu erfassen, Gesundheitsgefahren
zu erkennen und sinnvolle Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Erfahrungsgemäß
fällt jedoch die Berücksichtigung der Arbeitszeit bei der
Gefährdungsbeurteilung oft schwer. Jede Veränderung der
Arbeitszeitgestaltung wirkt sich auch unmittelbar auf das
betriebswirtschaftliche Handeln aus. Umgekehrt beeinflussen Veränderungen
in den betriebswirtschaftlichen Abläufen oder in der Auftragslage
unmittelbar die Arbeitszeiten im Betrieb.

Mehr unter www.lia.nrw/arbeitszeitgesundgestalten

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Artenvielfalt im Garten und auf dem Balkon fördern: neuer OPEN-vhb-Kurs der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Hummeln fliegen mehrere Kilometer entfernt liegende Nahrungsquellen an. Sie profitieren schnell von günstigen Nahrungsressourcen in Gärten.  Foto: Christoph Moning  Copyright: Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Hummeln fliegen mehrere Kilometer entfernt liegende Nahrungsquellen an. Sie profitieren schnell von günstigen Nahrungsressourcen in Gärten. Foto: Christoph Moning Copyright: Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Der neue, von Expert:innen der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT)
und ihren Verbundprojektpartnerinnen konzipierte OPEN-vhb-Kurs "Lass es
brummen" vermittelt fundiertes Wissen zum Thema Artenvielfalt sowie die
notwendigen Grundlagen, um auf der eigenen Grünfläche Biodiversität zu
fördern. Er richtet sich an alle, die einen Beitrag zum Erhalt der
Artenvielfalt leisten möchten: an Privatpersonen ebenso wie an
Pädagog:innen oder Fachleute wie Landschaftsarchitekt:innen und
Gärtner:innen. Das Kursangebot ist kostenfrei und terminunabhängig im
Online-Angebot der virtuellen Hochschule Bayern nutzbar.

Die Erkenntnisse um den Verlust von Artenvielfalt und insbesondere das
Insektensterben haben eine breite und weitreichende gesellschaftliche
Diskussion ausgelöst. Viele Privat- sowie Fachleute möchten etwas für den
Erhalt beziehungsweise die Förderung der Biodiversität tun - ob auf den
Freiflächen des eigenen Zuhauses oder im Rahmen ihrer beruflichen
Tätigkeit. An sie richtet sich der Online-Kurs "Lass es brummen" an der
virtuellen Hochschule Bayern.

Die Teilnehmer:innen lernen, ökologische Grundlagen und Zusammenhänge in
Bezug auf Biodiversität zu verstehen und ihre eigene Grünfläche
dahingehend zu interpretieren. Sie erwerben das nötige Wissen, um
einschätzen zu können, welche entsprechenden Ziele sie in ihrem Garten
beziehungsweise auf ihrem Balkon erreichen können und welche Wirkung ihre
Projekte auf die Artenvielfalt haben. Schlussendlich sind sie nach dem
Kurs in der Lage, praktischen Biodiversitätsschutz im privaten Grün
umzusetzen. Die Teilnahme setzt keine Vorkenntnisse voraus.

Die Verbundprojektleitung lag bei Prof. Dr. Christoph Moning von der
Fakultät Landschaftsarchitektur sowie dem Institut für Ökologie und
Landschaft der HSWT. Projektpartner der HSWT waren die Katholische
Universität Eichstätt-Ingolstadt sowie der Lehrstuhl für Biogeografie der
Universität Bayreuth.

Weitere Infos und Anmeldung auf der Kursseite der virtuellen Hochschule
Bayern:
https://open.vhb.org/blocks/ildmetaselect/detailpage.php?id=211#UsbCEyH7tas

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