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#COP26: Das IASS auf der Weltklimakonferenz in Glasgow

Vom 31. Oktober bis 12. November 2021 wird auf der 26. Klimakonferenz der
Vereinten Nationen (COP 26) in Glasgow an der weiteren Umsetzung des
Pariser Klimaabkommens gearbeitet. Das Institut für transformative
Nachhaltigkeitsforschung (IASS) ist mit Expertinnen und Experten vor Ort
dabei oder die Forschenden leisten einen Beitrag bei virtuellen
Veranstaltungen. Das IASS ist zudem wieder mit einem Reflection and
Dialogue Space präsent, der die Kommunikationskultur der COP durch
engagierten Austausch und wechselseitiges Lernen verbessern soll.

Alle Veranstaltungen sind in englischer Sprache.

Mit Team COBENEFITS, IASS & NewClimate, UNFCCC Side Event

10.11.2021, 16:45-18:00, Lomond Auditorium

Die Messlatte höher legen: Neue Erkenntnisse darüber, wie Co-Benefits die
Bemühungen um Klimaschutzziele unterstützen können

Die Umsetzung von entwicklungsorientierten NDCs ist der Schlüssel zum
Erreichen nationaler Klimaziele. Neue Instrumente zur Bewertung des
Zusatznutzens von Minderungsmaßnahmen können ehrgeizige sektorbezogene
Pfade unterstützen. Auf dieser Veranstaltung werden Erfahrungen aus
Ländern am Beispiel Kenia vorgestellt und der NDC-Update-Bericht sowie die
Factsheet-Reihe zu den Co-Benefits veröffentlicht.

Mit Carolin Fraude & Team IASS

31.10.2021 - 13.11.2021

Co-Creative Reflection & Dialogue Space (CCRDS)

Das CCRDS ist Teil eines transdisziplinären Forschungsvorhabens des IASS
in Kooperation mit der Universität Lund, der Universität Freiburg und der
Universität von East Anglia, welches die Kommunikationskultur auf der UN-
Klimakonferenz zum Anlass nimmt, Potenziale für eine transformative
Klimakommunikation und Möglichkeiten zur Veränderung von Formaten und
Rahmenbedingungen auf der COP zu untersuchen.

Mit IASS-Direktor Mark Lawrence

09.11.2021, 18:00 to 20:00 GMT, “Action Room 2” in Area “B (geschlossene
Veranstaltung)

Die CCAC-Ministerkonferenz

Das Klima- und Luftreinhalte-Ministertreffen ist das höchste politische
Gremium der Climate Clean Air Coalition (CCAC). Bei diesem Treffen kommen
Minister sowie Ministerinnen und Leitende von Partnerorganisationen
zusammen, um Maßnahmen zur Bewältigung von Klima- und
Luftreinhaltungsproblemen zu verstärken - mit besonderem Schwerpunkt auf
Methan. Die Minister sowie Ministerinnen berichten über die wichtigsten
Maßnahmen zur Reduzierung von SLCPs und/oder sollen Zusagen für den CCAC-
Treuhandfonds machen. Auf der Tagung wird die 2030-Strategie und der
überarbeitete CCAC-Rahmen formell verabschiedet als auch die CCAC-
Drehkreuze eingerichtet. Außerdem soll das CCAC-Methan-Flaggschiff ins
Leben gerufen werden.

Die COP26-Side-Events

Mit Affiliate Scholar Nicole de Paula, IASS & Women Leaders for Planetary
Health

01.11.2021, 14:00 – 15:00 CET, EU Pavillion

Klimawandel und Gesundheit in Europa: Aufbau und Austausch von Wissen

Die Bewältigung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit
erfordert solide Kenntnisse und evidenzbasierte, gerechtigkeitsorientierte
Lösungen sowohl bei der Anpassung als auch bei der Schadensbegrenzung.

Mit Barbara Olfe-Kräutlein, IASS

Verwirklichung unserer Ziele für eine nachhaltige Entwicklung durch einen
integrierten Ansatz des Kohlenstoffmanagements

01.11.2021, 19:00-20:00, Online

Das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele und der Pfade für 1,5°C erfordert
eine groß angelegte Reduzierung und negative CO2-Emissionen. Benötigt wird
dazu ein flexibler Ansatz, bei dem naturbasierte Lösungen wie etwa die
Wiedervernässung von Torfgebieten, die CO2-Abscheidung aus industriellen
Quellen mit sicherer geologischer Speicherung und die langfristige
Speicherung in Rohstoffen wie Baumaterialien eine wichtige Rolle spielen.
Die Verwertung kann einen Mehrwert schaffen und dazu beitragen, das
wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Potenzial der
CO2-Entfernung zu nutzen.

Mit Laima Eicke, IASS

02.11.2021, 9:00-10:00 EST, Virtual COP 26 European Union Side Event

Verlagerung der öffentlichen Unterstützung und der Politik auf eine
saubere und gerechte Energiewende im globalen Süden

Bei dieser Veranstaltung wird das Potenzial für einen fossilfreien,
sauberen und gerechten Entwicklungspfad im globalen Süden untersucht. Auf
der Grundlage von Forschungsergebnissen, die vom Internationalen Institut
für Nachhaltige Entwicklung mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft
für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und vom Institute for Advanced
Sustainability Studies durchgeführt wurden, werden die Möglichkeiten von
Investitionen in saubere Energien in Ländern mit niedrigem und mittlerem
Einkommen betrachtet im Gegensatz zur weiteren öffentlichen Förderung
fossiler Brennstoffe. Dabei sollen die wichtigsten Grundsätze für eine
faire und gerechte Umsetzung solcher Maßnahmen und Förderungen aufgezeigt
werden. Vortragende aus Regierungen, Entwicklungsbanken und der
Zivilgesellschaft werden ihre Ansichten über die Art der Unterstützung,
die internationale Zusammenarbeit und die politischen Rahmenbedingungen
darlegen, die zur Umsetzung erforderlich sind.

Mit Laura Nagel, COBENEFITS, IASS

11.11.2021, 19:00-20:00, EU Pavillion

Energiewende: Mitmenschliche Führung auf dem Weg zu einer nachhaltigen
Welt

Unsere Zukunft erfordert dringend überzeugende Ansätze für einen positiven
Wandel und eine globale Energiewende zu Netto-Null-Emissionen,
einschließlich eines "Bottom-up"-Ansatzes, der alle Bürger einbezieht. Die
Herausforderung besteht unter anderem darin, eine mitmenschliche Führung
zu fördern, damit niemand bei diesem Transformationsprozess zurückgelassen
wird. Auf der Podiumsdiskussion werden aktive Glaubensvertreter und junge
Menschen zu Wort kommen. Mit einer Keynote von Laura Nagel vom IASS-Team
COBENEFITS zu „sozialen und wirtschaftlichen Vorteilen von erneuerbaren
Energien und Klimamaßnahmen“.

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„Stellenwert des Arbeits- und Infektionsschutzes hat in der Pandemie zugenommen“

Die überwiegende Mehrheit der Betriebe und Einrichtungen in Deutschland
hat während der Pandemie die notwendigen Maßnahmen zum Arbeits- und
Infektionsschutz umgesetzt. Das ergab eine Befragung des Instituts für
Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen
Unfallversicherung (IPA).

Das Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen
Unfallversicherung (IPA) befragte knapp 450 Fachkräfte für
Arbeitssicherheit  aus verschiedenen Branchen wie Industrie, Öffentlicher
Dienst, Finanzsektor, Einzelhandel und Öffentlicher Personennahverkehr
sowie weitere Personen, die mit Sicherheit und Gesundheit in Betrieben und
Einrichtungen betraut sind. Die Befragung sollte zum einen den Status quo
der Umsetzung des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards liefern und zum
anderen Perspektiven für weiterführende Maßnahmen aufzeigen.

Es zeigte sich, dass zum Zeitpunkt der Befragung von Dezember 2020 bis Mai
2021 die Beschäftigten in nahezu allen Betrieben und Einrichtungen zu den
eingeleiteten Präventions- und Arbeitsschutzmaßnahmen informiert und
unterwiesen waren. In den meisten Betrieben und Einrichtungen lag ein
überarbeiteter oder neu eingeführter Pandemieplan vor und häufig wurde
bereits vor dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 auf die SARS-
CoV-2-Pandemie reagiert.

Zur Kontaktreduktion wurde, soweit möglich, häufig die Anzahl der Personen
vor Ort durch Regelungen zum mobilen Arbeiten eingeschränkt. Auch für
Präsenzveranstaltungen wurden technische Alternativen angeboten. Dort, wo
die persönliche Anwesenheit notwendig ist, wurden Trenn- und
Spuckschutzwände angebracht. In der Regel erhielten die Beschäftigten eine
persönliche Schutzausrüstung.

Branchenspezifische Unterschiede

Bei den ergriffenen Maßnahmen konnten branchenspezifische Unterschiede
hinsichtlich der Kontaktreduktion und der Schutzausrüstungen festgestellt
werden. „An diesem Ergebnis sieht man, wie wichtig die branchenspezifische
Anpassung von Schutzmaßnahmen ist“, so Dr. Swaantje Casjens,
Projektleiterin.
„Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass der Stellenwert des Arbeits- und
Infektionsschutzes in der Pandemie zugenommen hat“, führt Prof. Thomas
Behrens, stellv. Institutsdirektor des IPA, aus. „Bemerkenswert ist auch,
dass bereits zu Beginn der Pandemie schon viele Betriebe und Einrichtungen
Maßnahmen zum Infektionsschutz ergriffen hatten“.

Die Frage nach den langfristigen Konsequenzen der Pandemie wurde je nach
Branche unterschiedlich bewertet. So geht man in Branchen, in denen eine
Präsenz am Arbeitsplatz für die Ausübung der Tätigkeit notwendig ist,
davon aus, dass sich hinsichtlich des mobilen Arbeitens im Vergleich zu
Vorpandemie-Zeiten nur wenig ändern wird. Fachkräfte für Arbeitssicherheit
aus Branchen mit vorwiegender Bürotätigkeit gaben dagegen an, dass mobiles
Arbeiten und eine Reduzierung von Dienstreisen auch noch nach der Pandemie
bleiben werden.

Eine Kurzfassung der Ergebnisse wurde bereits in einem IPA aktuell
veröffentlicht. Ein ausführlicher Beitrag dazu, ist in der Zeitschrift
Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin erschienen.

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26. UN-Klimakonferenz: Viadrina-Umweltökonom Prof. Dr. Reimund Schwarze begleitet Verhandlungen in Glasgow

Prof. Dr. Reimund Schwarze, Umweltökonom an der Europa-Universität
Viadrina Frankfurt (Oder) und am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in
Leipzig, nimmt ab Montag, dem 1. November, bis Freitag, dem 12. November,
an der 26. UN-Klimakonferenz in Glasgow, Schottland, teil.

Prof. Dr. Reimund Schwarze, Umweltökonom an der Europa-Universität
Viadrina Frankfurt (Oder) wird  bei der 26. UN-Klimakonferenz in Glasgow
gemeinsam mit seinem Team als wissenschaftlicher Beobachter auftreten.
Nähere Informationen zu seiner Reise und seiner Arbeit vor Ort können Sie
über den Twitter-Kanal der Viadrina @viadrina verfolgen sowie im Kurz-
Interview mit Prof. Dr. Reimund Schwarze zu seinen Erwartungen an die UN
Climate Change Conference (COP26) unter https://www.europa-
uni.de/de/struktur/unileitung/pressestelle/viadrina-
logbuch/wissenschaft/20211026-reimund-schwarze-cop26/Beitrag/index.html

nachlesen.

Bei Interesse vermitteln wir Ihnen gern ein Interview mit Reimund Schwarze
zum Verhandlungsstand während der Konferenz und zu den Ergebnissen nach
Beendigung des Gipfels. Kontaktieren Sie uns per Mail (presse@europa-
uni.de) oder telefonisch: 0335 – 5534 4515.

Der Klimagipfel in Glasgow findet nach der Absage 2020 trotz der
anhaltenden Corona-Pandemie in Präsenz statt und wird rund 10.000
Delegierten aus 197 Ländern eine Plattform zum Austausch über den
Klimawandel bieten. Thematischer Schwerpunkt wird die Frage sein, wie das
im Jahr 2015 ausgehandelte Pariser Klimaabkommen mit einer maximalen
Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius umgesetzt werden kann.

Zur Person
Prof. Dr. Reimund Schwarze ist Professor für Internationale Umweltökonomie
an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und leitet die
Abteilung „Klimaökonomie“ am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in
Leipzig. Seit mehr als 15 Jahren untersucht er internationale
Klimaverhandlungen aus politisch-ökonomischer Perspektive und entwickelt
Modelle zur Verbesserung der globalen Klimapolitik.

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DFKI Spin-Off coneno unterstützt niederländische und belgische Gesundheitsorganisationen beim Monitoring von COVID-19

COVID 19 hat gezeigt, wie wichtig umfangreiche Basis-Informationen zu
Ansteckungswegen, Krankheitsverläufen und Symptomen sowohl für die
Abschätzung des Pandemieverlaufes als auch für die langfristige Forschung
sind. Die Plattform CASE des 2016 gegründeten DFKI-Spin-offs coneno
unterstützt das Monitoring von infektiösen Krankheiten durch direkte
Beteiligung der Bevölkerung.

CASE – eine digitale partizipatorische Bürgerwissenschaftsplattform –
kommt derzeit in den Niederlanden (infectieradar.nl) und Belgien
(survey.infectieradar.be) sowie bei einer LongCOVID-Studie in den
Niederlanden zum Einsatz. Sie ermöglicht es Bürgern an wissenschaftlichen
Studien teilzunehmen, ihre Daten zur Verfügung zu stellen und somit die
Forschung aktiv zu unterstützen. CASE wird aktuell vor allem im Rahmen von
Studien im Gesundheitssektor eingesetzt, weitere Anwendungsszenarien
sollen folgen.

CASE bildet die Grundlage der länderspezifischen Instanzen von
InfluenzaNet und ermöglicht den beteiligten Gesundheitsorganisationen
großflächige (Langzeit-) Studien und Umfragen mithilfe der Nutzer
durchzuführen. Diese können per Web-App an Studien teilnehmen, sich die
Ergebnisse anzeigen lassen und sich über Risikogebiete und
Krankheitsausbrüche auf einer Karte informieren. Darüber hinaus bekommen
sie weitere Informationen zu Krankheiten wie Symptome, Hygienehinweise,
Ansteckungswege etc. Davon profitieren sowohl die Studienersteller als
auch die Teilnehmer. Eine der Kernfunktionen, die CASE von anderen
Plattformen unterscheidet, ist der intelligente, dynamische Ansatz: Der
Studienersteller kann sehr flexibel festlegen, was sich innerhalb der
Studie wann und wie dynamisch ändern soll. Dies führt dazu, dass sich das
System aufgrund des Nutzerverhaltens der bisher gegebenen Antworten sowie
dem Kontext individuell an den Nutzer anpassen kann. Darüber hinaus wurde
CASE auf Basis der höchsten Privacy- und Sicherheitsstandards entwickelt.

Der Kontakt zu verschiedenen europäischen Gesundheitsorganisationen
entstand im Rahmen des von der EU geförderten Projekts „CIMPLEX“, das
durch das DFKI koordiniert wurde. Dort lag der Fokus unter anderem auf den
klassischen Grippeerkrankungen. Schwerpunkte waren die Vorhersage und
Beeinflussung von Krankheitsausbreitungen und anderen
Ansteckungsphänomenen sowie deren soziale und wirtschaftliche
Auswirkungen.

Mit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie und dem starken Interesse von
verschiedenen europäischen Gesundheitsorganisationen bei der Überwachung
der Krankheitsausbreitung und allgemeinen Untersuchung von
Krankheitssymptomen sowie Langzeitfolgen rückte COVID-19 mehr und mehr
auch in den Fokus von InfluenzaNet und den einzelnen Länderinstanzen des
Netzwerkes.

Aktuell laufen Gespräche zum Einsatz von CASE in weiteren Ländern. Darüber
hinaus ist coneno am EU-Projekt VERDI – “SARS-coV2 variants Evaluation in
pRegnancy and paeDIatrics cohorts” beteiligt, welches die Erforschung und
Bewertung des Einflusses von SARS-coV2 Varianten auf Schwangere und Kinder
zum Ziel hat. Das Projekt mit 21 Partnern aus zwölf Ländern startet am 1.
November 2021.

Erfolgreicher KI-Transfer durch Ausgründungen

Für den erfolgreichen Transfer von vielversprechenden Technologien,
Forschungsergebnissen und Know-how in Wirtschaft und Gesellschaft sind
Ausgründungen ein zentraler Faktor. Bereits seit 1988 ermutigt das DFKI
ambitionierte Forschende zur Gründung und unterstützt sie dabei aktiv. So
sind bisher 99 Spin-offs mit mehr als 2.500 Arbeitsplätzen aus dem DFKI
hervorgegangen. Mehr als die Hälfte davon sind weiterhin als eigenständige
Unternehmen aktiv. Viele weitere wurden von etablierten Unternehmen
übernommen und bereichern deren Produktportfolio mit innovativen KI-
Technologien aus dem DFKI.

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