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Berlin Science Week @HU

Von Kunst und gesellschaftlichem Wandel - Programm der Humboldt-
Universität zu Berlin zur Science Week.

Gesellschaftlicher Wandel bedingt einen Kulturwandel – aber welche Rolle
spielt darin die Kunst? Im Rahmen der diesjährigen Berlin Science Week
geht die Humboldt-Universität zu Berlin den ambivalenten Wechselwirkungen
zwischen Kultur, Wissenschaft und Politik nach. Die Veranstaltungen finden
in Präsenz im Hauptgebäude der Humboldt-Universität, im Humboldt Labor im
Humboldt Forum und im Tieranatomischen Theater statt. Der Eintritt ist
frei, eine Anmeldung erforderlich.

Neu zur Science Week: Sciencely im „Bahnhof der Wissenschaften“

Zur Science Week launcht die Humboldt-Universität die App „Sciencely“. Die
App lädt zur spielerischen Erkundung der Ausstellung der HU im U-Bahnhof
„Unter den Linden“ und der Umgebung ein. Per Bilderkennung oder Auswahl in
der App kann mit Motiven der Ausstellung, architektonischen Details,
Denkmälern oder auch U-Bahnschildern gechattet werden. Die App ist
kostenlos erhältlich im App Store und Play Store.

Das gesamte Programm der HU zur Berlin Science Week finden Sie hier:
https://open-humboldt.de/de/projects/berlin-science-week-hu

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Bund und Länder unterstützen die Weiterentwicklung des DFKI mit jährlich 22 Mio. Euro

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie die
Bundesländer Berlin, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz,
Saarland und Schleswig-Holstein unterstreichen die Rolle des DFKI als
Mittler zwischen Grundlagenforschung und industrieller Anwendung im
Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). In einer gemeinsamen
Absichtserklärung gaben Bund und Länder gestern bekannt, das DFKI mit
zusätzlich 22 Millionen Euro pro Jahr unterstützen zu wollen, von denen
die Hälfte vom Bund kommt.

Das DFKI verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung beim Transfer von
Forschungsergebnissen in die industrielle Praxis. In 24
Forschungsbereichen, neun Kompetenzzentren und acht Living Labs werden
ausgehend von anwendungsorientierter Grundlagenforschung Prototypen,
Produktfunktionen und eingebettete Lösungen entwickelt.

Für die Bundesregierung spielt das DFKI eine entscheidende Rolle bei der
Umsetzung der nationalen KI-Strategie und gehört zu den
Forschungseinrichtungen, die weiter gestärkt werden sollen. Das DFKI
engagiert sich in zahlreichen Gremien und in internationalen Kooperationen
für den Wissenschafts- und Technologiestandort Deutschland. Junge
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fördert es bei der akademischen
Qualifizierung, bei der Weiterentwicklung als Führungskraft in der
Industrie, aber auch als Unternehmensgründer.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek erklärt: „Jede Investition in
die Forschung zur Künstlichen Intelligenz ist eine Investition in unsere
Zukunft. Künstliche Intelligenz ist eine der entscheidenden
Schlüsseltechnologien. Mit mehr als 600 hochqualifizierten
Wissenschaftlern ist das DFKI heute eines der führenden
anwendungsbezogenen KI-Forschungsinstitute Deutschlands von
internationaler Strahlkraft. Ich freue mich sehr, dass es uns gemeinsam
mit den beteiligten Ländern gelungen ist, das DFKI auf eine solide,
zukunftsfähige Grundlage zu stellen und die KI-Forschung am DFKI auch
weiterhin verlässlich finanziell zu fördern. Unser Ziel ist es, durch das
DFKI den Transfer aussichtsreicher KI-Forschung und -Entwicklung in
innovative Produkte, Dienstleistungen und Start-ups spürbar zu
beschleunigen. Der gemeinsame Kraftakt von Bund und Ländern wird dazu
beitragen, das DFKI strategisch, inhaltlich und qualitativ
weiterzuentwickeln. Nun sind auch die privaten Gesellschafter der DFKI
GmbH am Zug, ebenfalls ihren Beitrag zu erhöhen, damit dieses wichtige KI-
Forschungszentrum seine Erfolgsgeschichte fortschreiben und seinen Beitrag
zur Umsetzung der KI-Strategie leisten kann.“

DFKI-CEO Prof. Antonio Krüger: „Wir sind sehr froh über diese von Bund und
Ländern getragene Bestätigung und Unterstützung unserer wissenschaftlichen
Arbeiten und wirtschaftlichen Transferleistungen. Diese Absichtserklärung
zur Weiterentwicklung des DFKI ist für uns Ansporn und Herausforderung
zugleich. Unsere Mission ist „KI für den Menschen“, unser Ziel ist es,
wissenschaftliche Relevanz und wirtschaftlichen Nutzen für das
gesellschaftliche Wohl zu verbinden. Wir sind überzeugt, dass KI-Techniken
helfen, Herausforderungen wie den menschengemachten Klimawandel, soziale
Ungerechtigkeiten und den Kampf gegen gefährliche Krankheiten erfolgreich
anzugehen und setzen uns für diese Aufgaben mit großer Energie ein.“

Zunächst in Rheinland-Pfalz und im Saarland gegründet, wuchs das DFKI um
weitere Standorte, Projektbüros und Außenstellen, so zuletzt in Schleswig-
Holstein. Die feierliche Eröffnung der DFKI-Außenstelle Lübeck, die 2021
eingerichtet wurde, ist für den 17. November 2021 geplant.

Über das DFKI:
Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)
wurde 1988 als gemeinnützige Public-Private-Partnership (PPP) gegründet.
Es unterhält Standorte in Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen, ein
Projektbüro in Berlin, ein Labor in Niedersachsen und Außenstellen in
Lübeck und Trier.
Das DFKI verbindet wissenschaftliche Spitzenleistung und wirtschaftsnahe
Wertschöpfung mit gesellschaftlicher Wertschätzung. Das DFKI forscht seit
über 30 Jahren an KI für den Menschen und orientiert sich an
gesellschaftlicher Relevanz und wissenschaftlicher Exzellenz in den
entscheidenden zukunftsorientierten Forschungs- und Anwendungsgebieten der
Künstlichen Intelligenz. In der internationalen Wissenschaftswelt zählt
das DFKI zu den wichtigsten „Centers of Excellence“. Aktuell forschen ca.
1.250 Mitarbeitende aus über 65 Nationen an innovativen Software-Lösungen.
Das Finanzvolumen lag 2020 bei 64,6 Millionen Euro.

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Übung macht den Meister: „Hands-on-Training“ von Katheter-Eingriffen bei Schlaganfallpatienten am Dresdner Uniklinikum

Am heutigen Donnerstag (14. Oktober) schulen die Expertinnen und Experten
des Instituts für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie am
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden Ärztinnen beziehungsweise
Ärzte aus ganz Deutschland. Sie werden in einem eintägigen Hands-on-
Training in die mechanische Thrombektomie eingewiesen. Dieser
katheterbasierte Eingriff zur Entfernung von Blutgerinnseln großer
Hirngefäße ist seit wenigen Jahren ein zentraler Baustein der Akut-
Behandlung des ischämischen Schlaganfalls. Doch der Bedarf, insbesondere
den ärztlichen Nachwuchs zu schulen, ist nach wie vor hoch.

Mit jährlich rund 300  mechanischen Thrombektomien  verfügt die
Neuroradiologie des Dresdner Uniklinikums über große Erfahrung und ist
neben München einziger Ausrichter der von der Deutschen Gesellschaft für
Neuroradiologie (DGNR) initiierten Kurse. „Etwa 85 bis 90 Prozent aller
jährlich in Deutschland auftretenden Schlaganfälle werden durch ein
Blutgerinnsel – auch Thrombus genannt – verursacht, durch das ein
Blutgefäß im Gehirn verschlossen wird“, sagt Prof. Jennifer Linn. „Folge
dieser ischämischen Schlaganfälle ist, dass gewisse Bereiche des Gehirns
nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden. Damit fehlen auch
Sauerstoff, Zucker und andere wichtige Nährstoffe, ohne die das Hirngewebe
nicht überleben kann“, erklärt die Direktorin des Instituts für
diagnostische und interventionelle Neuroradiologie weiter.

Bei der Akutversorgung von Schlaganfällen – in Deutschland sind davon
jährlich rund 290.000 Patientinnen beziehungsweise Patienten betroffen –
wird nach einer radiologischen Untersuchung des Gehirns versucht, das
Gerinnsel mit einem Medikament aufzulösen. Diese „Lyse“ genannte Therapie
reicht in bestimmten Fällen nicht aus. Insbesondere bei größeren
Hirngefäßen gibt es dann die Option, das Blutgerinnsel mit einem
Hirnkatheter zu entfernen. Seit sechs Jahren ist die Wiedereröffnung eines
größeren verschlossenen Hirngefäßes mit Hilfe der sogenannten mechanischen
Thrombektomie wissenschaftlich nachgewiesener offizieller Standard bei der
Behandlung schwerer ischämischer Schlaganfälle. „Dabei schieben
spezialisierte Neuro-Radiologen einen Katheter von der Leiste aus bis an
die Stelle des Gehirns, an der das Blutgerinnsel eine Arterie blockiert
hat“, erklärt PD Dr. Matthias Gawlitza, der den Dresdner Kurs leitet.

Das Institut für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie des
Dresdner Uniklinikums verfügt über einen großen Erfahrungsschatz bei
diesem Eingriff. Bereits bevor die mechanische Thrombektomie offiziell als
Standartmethode anerkannt wurde, hat das Institut sie mit großem Erfolg
angewandt. Im Rahmen des Neurovaskulären Netzwerks
Ostsachsen/Südbrandenburg (SOS-NET), das die Akutversorgung in der Region
bündelt, wird ein Großteil der Behandlungsbedürftigen mit der Indikation
einer mechanischen Thrombektomie notfallmäßig ins Dresdner Uniklinikum
verlegt. Hier kann der Thrombus von spezialisiertem ärztlichem Personal
mithilfe des minimal-invasiven Eingriffs geborgen und über Hohlkatheter
abgesaugt werden. Bei dem Weg durch die Gefäße navigiert die
Neuroradiologin oder der Neuroradiologe den Katheter anhand kontinuierlich
gemachter Angiografie-Bilder. Diese Röntgentechnik lässt die Gefäße nach
Gabe von Kontrastmittel sichtbar werden. Am Dresdner Uniklinikum stellt
derzeit ein siebenköpfiges interventionelles, ärztliches Team sicher, dass
die mechanische Thrombektomie an jedem Tag des Jahres rund um die Uhr
vorgenommen werden kann.

Inzwischen ist die Technik der Thrombektomie soweit verfeinert worden,
dass beinahe 90 Prozent aller für den Eingriff geeigneten Gefäße
wiedergeöffnet werden können. Der Behandlungserfolg stellt sich oft
bereits während der Intervention ein. So ist es nicht ungewöhnlich, dass
die vom Schlaganfall Betroffenen schon auf dem OP-Tisch wieder sprechen
oder vormals gelähmte Gliedmaßen bewegen können. Dies wird in der Fachwelt
als „Lazarus-Effekt“ beschrieben. Anders als bei der Lyse, die spätestens
vier bis sechs Stunden nach dem Schlaganfall zu erfolgen hat und deshalb
der Zeitpunkt des Ereignisses genau bestimmt werden muss, bleibt für die
Thrombektomie mehr Zeit. Der Eingriff kann in einem Zeitfenster von 24
Stunden erfolgen. Das ist insbesondere für die Fälle relevant, bei denen
sich der Schlaganfall im Schlaf ereignet und sein Zeitpunkt damit nicht
exakt genug ermittelbar ist.

Bei dem Dresdner Hands-on-Kurs wird in Kleingruppen an modernsten
Angiographiesimulatoren und an Flussmodellen im Katheterlabor trainiert.
Hierbei lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die auch in der
Behandlung verwendeten Materialien und Geräte sowie deren korrekte
Anwendung kennen. „Unser Ziel ist es, dass die Teilnehmenden des Kurses
die Grundzüge der Thrombektomie zunächst im Simulator üben, bevor sie mit
ihren erlernten Fähigkeiten erstmals Patienten behandeln“, sagt PD Dr.
Gawlitza. In erste Linie rekrutieren sich die Teilnehmenden dieser Kurse
aus dem ärztlichen Nachwuchs solcher Kliniken, die über die notwendige
Infrastruktur verfügen und bestehende Teams ausbauen möchten. In dem
Setting des Kurses werden diese Ärztinnen und Ärzte von erfahrenen
Spezialistinnen und Spezialisten anhand praxisnaher Simulatoren geschult.
Dabei diskutieren sie auch konkrete Behandlungsfälle um die Gefahren und
Probleme aufzuzeigen, die mit diesem Eingriff verbunden sind.

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Wintersemester: Erste Studierende der Hebammenwissenschaft in Sachsen- Anhalt starten ins Studienleben

Medizin, Zahnmedizin und Pflege im Bachelor oder Master,
Hebammenwissenschaft: Mehr als 330 Studierende in fünf Studiengängen
beginnen zum Wintersemester an der Universitätsmedizin Halle ihr Studium.
Der fünfte Studiengang ist ein Novum – nicht nur in Halle, sondern in ganz
Sachsen-Anhalt und wird landesweit nur hier angeboten.

Zum allerersten Mal sind 24 Studierende im Studiengang
Hebammenwissenschaft immatrikuliert. Die integrierte praktische Ausbildung
des dualen Studiengangs findet an den Universitätsklinika in Halle und
Magdeburg statt. Nach vier Jahren Studium starten die ersten akademisch
ausgebildeten Hebammen ins Berufsleben. Die klassische Berufsausbildung
wird mit der Umstellung auf das Hochschulstudium nicht mehr angeboten.

„Alle Veranstaltungen in den Semestern, in denen kein Patientenkontakt
stattfindet, laufen im Wintersemester an der Medizinischen Fakultät wieder
in Präsenz“, betont Prof. Dr. Michael Gekle, Dekan der Medizinischen
Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. „Damit können
unsere Studierende ihr Studium im Wesentlichen wie in Vor-Corona-Zeiten
absolvieren und die Vorzüge des Studentenlebens in Halle genießen“, so
Gekle weiter. Auch die Studierenden des neuen Studiengangs
Hebammenwissenschaft starten in Präsenz.

Grundsätzlich gilt für alle Lehrveranstaltungen die „3G-Regel“. Für die
Studierenden, die nicht geimpft oder genesen sind, stellt die Medizinische
Fakultät weiterhin Schnelltests zur Verfügung.

Den größten Anteil an Erstsemesterstudierenden an der Medizinischen
Fakultät haben die Fächer Medizin und Zahnmedizin. Hier beginnen insgesamt
266 angehende Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte ihren neuen
Lebensabschnitt.

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