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MUT-TOUR 2021: Mehr Offenheit im Umgang mit Depression

Die „MUT-TOUR“ ist ein Aktionsprogramm, bei dem Menschen mit und ohne
Depressionserfahrung gemeinsam in Deutschland unterwegs sind, um ein
Zeichen für einen offenen Umgang mit der Erkrankung zu setzen. Die
Stiftung Deutsche Depressionshilfe übernimmt die Schirmherrschaft und das
Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen
(LIA.nrw) ist am 3. August beim Aktionstag in Bochum vor Ort.

Diesen Sommer ist die „MUT-TOUR“ vom 17. Juli bis 18. September mit acht
Tandem-Teams und zwei Wander-Teams in Deutschland unterwegs. Nach
vorheriger Anmeldung können Interessierte, die sich für weniger Angst und
Scham im Umgang mit Depression einsetzen möchten, die „MUT-TOUR“-Teams für
einige Kilometer mit dem eigenen Fahrrad oder wandernd begleiten.

In einigen Städten finden Informationsveranstaltungen und Mitfahraktionen
statt. Das LIA.nrw ist gemeinsam mit dem Institut für Arbeitsfähigkeit am
3. August 2021 am Bochumer Rathausplatz dabei. Ab 14:30 Uhr begleiten auch
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LIA.nrw die Tour mit dem Fahrrad.

„Insbesondere im Kontext der Arbeitswelt werden psychische Erkrankungen
für Betroffene schnell zu einer zusätzlichen Herausforderung, wenn darüber
nicht gesprochen wird. Aufklärung und  Entstigmatisierung psychischer
Erkrankungen sind ebenso wichtig, wie die persönliche, die betriebliche
und gesellschaftliche Präventionsarbeit. Dafür braucht es Aufmerksamkeit
und ein öffentliches Bewusstsein für psychische Erkrankungen wie die
Depression. Darum war meine Entscheidung, hier mitzumachen, schnell
getroffen und ich bin besonders froh, dass auch Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter aus dem LIA.nrw sofort bereit waren, an der Aktion
teilnehmen“, so Dr. Kai Seiler, Präsident des LIA.nrw.

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KI-Champions Baden-Württemberg: Fraunhofer IPM für KI-Tool zur Erstellung intelligenter Planungskarten ausgezeichnet

Digitale Prozesse können Planung und Bau urbaner Infrastruktur um ein
Vielfaches schneller und effizienter machen. Ein am Fraunhofer IPM
entwickeltes Tool nutzt Methoden der künstlichen Intelligenz, um 3D-
Umgebungsdaten automatisiert zu interpretieren und daraus intelligente
Planungskarten zu generieren. Für die Entwicklung der Technologie wurden
die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun von Wirtschaftsministerin
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut als »KI-Champions Baden-Württemberg«
ausgezeichnet.

Digitale Karten bilden schon heute überwiegend die Grundlage für die
Planung neuer Verkehrswege oder Kabeltrassen. Die Erstellung solcher
Karten ist komplex: Eine herkömmliche Landkarte des Bauareals muss mit den
für die Planung notwendigen Informationen angereichert werden. Wo stehen
Bäume, Laternen, Abfalleimer? Welcher Straßenbelag ist verbaut? Sind
möglicherweise Schienen zu berücksichtigen? Solche Informationen werden in
Vor-Ort-Begehungen und mithilfe von 3D-Messtechnik erhoben, von Fachleuten
manuell gesichtet, interpretiert und in die Karten eingepflegt – ein sehr
zeitaufwändiger Prozess. Eine am Fraunhofer IPM entwickelte KI-basierte
Lösung erlaubt nun erstmals, eine automatisierte Dateninterpretation und
die Integration der Informationen in intelligente Karten. Diese Karten
bilden die Grundlage vollautomatisierter Planungsprozesse.

Datenschatz: weltweit einzigartiger Trainingsdatensatz für Städtebau und
Architektur

Wie gelingt es der Software, Häuser, Schilder, Bäume oder Bordsteinkanten
in Kamerabildern und Scannerdaten zu erkennen, von anderen Objekten
abzugrenzen und zu klassifizieren? Das Fraunhofer IPM-Team kombiniert dazu
klassische geometrie- und merkmalbasierte Objekterkennung mit Methoden des
Deep Learning. Deep Learning basiert auf künstlichen neuronalen Netzen
(KNN), die für bestimmte Erkennungsaufgaben trainiert werden. Dieser
Ansatz aus dem Bereich des Machine Learning gehört zu den Methoden der
künstlichen Intelligenz. Für das Training der KNN wurde ein weltweit
einzigartiger, umfassender Trainingsdatensatz speziell für den Kontext
Infrastrukturplanung entwickelt. Er enthält mehr als 30 Objektklassen
inklusive unterschiedlicher Tages- und Jahreszeiten, spezifischer
Lichtverhältnisse bis hin zu regionalen Besonderheiten.

Tiefes Verständnis von 3D-Daten ist entscheidend

Als Vorbereitung für die automatisierte Interpretation der Messdaten
werden die 2D-Kameradaten und 3D-Scandaten zunächst fusioniert, sodass
neben geometrischen Informationen auch Farbe und Textur von Oberflächen im
Datensatz enthalten sind. Damit wird es z. B. möglich, unterschiedliche
Baumarten oder Oberflächen wie Asphalt, Kies oder Gras zu unterscheiden.
»Wir kommen ursprünglich von der Hardwareseite«, sagt Professor Dr.
Alexander Reiterer, der das Projekt am Fraunhofer IPM verantwortet.
»Unsere Laserscanner gehören zu den schnellsten der Welt. Wir haben über
die Jahre ein tiefes Verständnis bezüglich der Qualität der Daten
aufgebaut und wir wissen, wie wir mit möglichen Fehlerquellen umgehen
müssen.« Dieses Datenverständnis sowie neu aufgebaute Kompetenzen im
Bereich KI sind die Grundlage für das Software-Tool, das semantisch
angereicherte, intelligente Planungskarten vollautomatisch aus Messdaten
erstellt – ein bis vor Kurzem schlicht undenkbarer Prozess, für den die
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun als »KI-Champion BW«
ausgezeichnet wurden.

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Blutkonserven werden knapp! Spahn und BZgA rufen zur Blut- und Plasmaspende auf

Der Bestand an Blutkonserven hat sich aufgrund der Corona-Pandemie und
aktuell auch wegen der Urlaubszeit stark verringert. Zusätzlich werden
durch die Flutkatastrophe in einigen Regionen Deutschlands dringend
Blutpräparate benötigt, um die vielen Verletzten versorgen zu können. Nach
Auskunft von Blutspendediensten ist die Lage so gravierend, dass bereits
die Reserven für Notfälle knapp werden. Die Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ruft daher bundesweit zur Blut- und
Plasmaspende auf.

Der Bestand an Blutkonserven hat sich aufgrund der Corona-Pandemie und
aktuell auch wegen der Urlaubszeit stark verringert. Zusätzlich werden
durch die Flutkatastrophe in einigen Regionen Deutschlands dringend
Blutpräparate benötigt, um die vielen Verletzten versorgen zu können. Nach
Auskunft von Blutspendediensten ist die Lage so gravierend, dass bereits
die Reserven für Notfälle knapp werden. Die Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ruft daher bundesweit zur Blut- und
Plasmaspende auf.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Infrastruktur in den vom Hochwasser
betroffenen Gebieten teilweise so beschädigt ist, dass einige
Blutspendedienste zurzeit keine Termine anbieten können. Spendenwillige
sollten sich daher bei den Spendediensten nach möglichen Terminen
erkundigen. Alternativ können sie auf Spendedienste in Regionen
ausweichen, die nicht vom Hochwasser betroffen sind.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Blutspenden retten Leben. In den
von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten werden aktuell viele
Verletzte versorgt, die dringend auf Spenderblut angewiesen sind.
Gleichzeitig sind Blutkonserven auch wegen der Pandemie in Deutschland
knapp geworden. Jede Spende hilft, das Leid der Menschen zu lindern und
die Versorgung sicherzustellen. Darum nutzen Sie die Angebote der
Blutspendedienste und gehen Sie zur Blut- oder Plasmaspende!“

Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung, appelliert: „Angesichts des dramatischen
Rückgangs bei den Blut- und Plasmaspenden bitte ich alle Bürgerinnen und
Bürger, die spenden können, dies auch zu tun. Damit leisten Sie einen
wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Patientenversorgung im gesamten
Bundesgebiet und helfen ganz konkret auch denjenigen, die durch die
Überflutungen verletzt wurden und dringend auf weitere Blutspenden
angewiesen sind. Nur wenn sich genügend Menschen zur Spende
bereiterklären, können notwendige Bluttransfusionen sichergestellt werden.
Spenden Sie deshalb Blut und Plasma und vor allem: Spenden Sie jetzt!“

Blutkonserven und Blutprodukte sind nach schweren Unfällen, bei größeren
Operationen oder zur Behandlung bestimmter Erkrankungen unverzichtbar. In
Deutschland können Menschen im Alter von 18 bis 68 Jahren Blut spenden.
Eine Blutspende älterer Spenderinnen und Spender ist nach individueller
ärztlicher Entscheidung ebenfalls möglich.

In der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Sorge vor Infektionen
haben Blutspenden noch mehr an Bedeutung gewonnen. Die Kriterien für eine
Blut- oder Plasmaspende sind weiterhin unverändert. Spendenwillige ohne
Krankheitssymptome können wie bisher Blut und Plasma spenden. Die
umfassenden Hygienekonzepte in den Blutspendeeinrichtungen stellen sicher,
dass für Spenderinnen und Spender kein erhöhtes Risiko für eine SARS-
Cov-2-Ansteckung besteht.

Daher können alle, die sich gesund und fit fühlen, zur Blut- oder
Plasmaspende gehen. Das medizinische Fachpersonal vor Ort überprüft
routinemäßig den Gesundheitszustand der Spenderinnen und Spender. Auch
nach einer Impfung gegen das Coronavirus ist eine Spende möglich. Viele
Blutspendedienste erlauben eine Blut- oder Plasmaspende schon 24 Stunden
nach der Impfung. Der Impferfolg wird durch die Blut- oder Plasmaspende
nicht eingeschränkt.

Weitere Hintergrundinformationen zum Thema Blut- und Plasmaspende sowie
eine Übersicht der Blut- und Plasmaspendedienste stehen zur Verfügung
unter:
http://www.blutspenden.de

sowie im Medienservice der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
unter:
http://www.bzga.de/presse/medienservice

Häufige Fragen zur Blut- und Plasmaspende während der Corona-Pandemie sind
verfügbar unter:
http://www.blutspenden.de/faq

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Zukunft im Elektrohandwerk gestalten - BIBB veröffentlicht vier Praxishilfen für die neuen Ausbildungsberufe

Pünktlich zum offiziellen Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. August
veröffentlicht das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) vier neue
Umsetzungshilfen für die modernisierten Berufe der elektro- und
informationstechnischen Handwerke. Die Publikationen aus der BIBB-Reihe
„Ausbildung gestalten“ richten sich insbesondere an Ausbilderinnen und
Ausbilder, an Berufsschullehrerinnen und -lehrer sowie an Mitglieder in
Prüfungsausschüssen und unterstützen diese in ihrer täglichen
Ausbildungspraxis.

In Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern, Sachverständigen aus der
betrieblichen Praxis, den zuständigen Bundesministerien sowie dem
Rahmenlehrplanausschuss der Kultusministerkonferenz hat das BIBB zuvor die
Ausbildungsberufe Elektroniker/-in, Informationselektroniker/-in und
Elektroniker/-in für Maschinen und Antriebstechnik zukunftsfähig gemacht.
Außerdem wurde vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen rund um
smarte Wohn- und Arbeitsgebäude ein neuer Ausbildungsberuf geschaffen:
Elektroniker/-in für Gebäudesystemintegration. Der Ausbildungsberuf
Systemelektroniker/-in wurde aufgehoben. Die neuen Ausbildungsordnungen
treten zum 1. August 2021 in Kraft.

Um die Neuerungen für das Ausbildungspersonal in Betrieben sowie das
Lehrpersonal in Berufsschulen anschaulich und greifbar zu machen,
erläutern die vier neuen Umsetzungshilfen des BIBB die Änderungen in den
Ausbildungsrahmenplänen sowie der Prüfungsstruktur und geben konkrete
Hinweise, praktische Tipps und Beispiele für die Gestaltung des
Ausbildungsalltags.

„Digitalisierung, Energie- und Verkehrswende verändern die Arbeitswelt im
Elektrohand-werk rasant und damit auch die Qualifikationsanforderungen an
die Fachkräfte“, erläutert BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser. „Sie
müssen flexibel sein, prozessorientiert denken, im Team arbeiten und sich
ständig weiterbilden. Der Laptop wird zum universellen Werkzeug. Die dafür
erforderliche berufliche Handlungskompetenz bei den Auszubildenden zu
fördern, ist Aufgabe des Ausbildungspersonals. Nach der Neuordnung der
Berufe erhält das Ausbildungspersonal mit den aktuellen Veröffentlichungen
des BIBB nunmehr die notwendige praktische Unterstützung, um Betriebe
sowie Berufseinsteiger und Berufseinsteigerinnen im Elektrohandwerk fit
für die Zukunft zu machen.“

Die Veröffentlichungen in der BIBB-Reihe „Ausbildung gestalten“ stehen mit
umfangreichen Zusatzmaterialien unter <www.bibb.de/ausbildunggestalten>
zum kostenlosen Download zur Verfügung und sind darüber hinaus als
kostenpflichtige Printversionen bestellbar.

Informationen zu den neuen, berufsübergreifend geltenden
Ausbildungsinhalten zu den Themen „Digitalisierung“, „Nachhaltigkeit“,
„Recht“ und „Sicherheit“ finden Sie unter <www.bibb.de/vier-sind-die-
zukunft>

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