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Transparenz fördern, um Tierversuche zu vermeiden BfR unterstützt „Initiative Transparente Tierversuche“

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gehört zu den
Erstunterzeichnern der „Initiative Transparente Tierversuche“. Das
gemeinsame Projekt der Senatskommission für tierexperimentelle Forschung
der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Initiative
„Tierversuche Verstehen" der Allianz der Wissenschaftsorganisationen
startet am 1. Juli 2021. Zu den erklärten Zielen zählen die transparente
Information und offene Kommunikation über Tierversuche in der Forschung.
Hier ist auch das BfR mit seinem Deutschen Zentrum zum Schutz von
Versuchstieren (Bf3R) schon seit Jahren aktiv. „Tierversuche müssen für
die Öffentlichkeit transparent sein, um akzeptiert zu werden“, sagt BfR-
Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Unsere Tierstudienregister
AnimalTestInfo und AnimalStudyRegistry sollen helfen, Studien
nachvollziehbarer zu machen und unnötige Tierversuche zu vermeiden.“

Zur Initiative:

<https://www.initiative-transparente-tierversuche.de/>

AnimalTestInfo:

<https://www.animaltestinfo.de>

AnimalStudyRegistry:

<https://www.animalstudyregistry.org>

Bereits seit dem Jahr 2014 veröffentlicht das BfR Zusammenfassungen zu in
Deutschland genehmigten Tierversuchen. Auf AnimalTestInfo können so
Informationen zu jedem hierzulande genehmigten Tierversuch abgerufen
werden. Bürgerinnen und Bürger können erfahren, für welche Zwecke
Tierversuche durchgeführt werden, welche und wie viele Tiere verwendet
werden und welche Maßnahmen im Vorfeld getroffen wurden, um die Anzahl der
Tiere und deren Belastung auf ein Mindestmaß zu begrenzen.

Die transparente Darstellung der aktiven Projektgenehmigungen zeichnet ein
umfassendes Bild der deutschen Forschungslandschaft und erlaubt auch einen
Blick auf in Zukunft geplante Tierversuche. Jeder Tierversuch muss vorab
durch eine zuständige Behörde genehmigt werden. Sobald dies passiert, wird
auf AnimalTestInfo eine Zusammenfassung veröffentlicht. Seit dem 1. Januar
2021 werden diese Zusammenfassungen außerdem an die Europäische Kommission
übermittelt, die nach Vorlage von AnimalTestInfo ein eigenes System
(ALURES-DECLARE) etabliert hat. Hier werden in Zukunft
Projektzusammenfassungen aus allen Mitgliedsstaaten der EU gemeinsam
veröffentlicht.

Darüber hinaus steigert die vom Bf3R im Jahr 2019 gestartete
AnimalStudyRegistry (ASR)-Datenbank die Qualität von wissenschaftlichen
Studien auf internationaler Ebene. In dieser Datenbank werden Tierstudien
schon während der Versuchsplanung registriert. So sollen Forscherinnen und
Forscher dazu animiert werden, auch Forschungserkenntnisse zu
veröffentlichen, die nicht zu dem erwünschten Studienergebnis geführt
haben. Denn gerade diese Experimente können für andere Forscherinnen und
Forscher wichtige Hinweise enthalten und so helfen, doppelte Tierversuche
zu vermeiden.

Weitere Vorteile der Registrierung sind: Die Planung eines Versuchs wird
durchdachter und zielgerichteter, die Ergebnisse sind nachvollziehbar und
steigern den wissenschaftlichen Standard. Und: Wer sein Experiment vorab
registriert, kann auch die eigene Glaubwürdigkeit erhöhen, indem
ausgeschlossen wird, dass Versuchsziele erst nachträglich formuliert
wurden. Ziel der ASR-Datenbank ist eine bessere und transparentere - also
nachvollziehbare - Forschung sowie der Schutz von Versuchstieren. Beides
ist nicht voneinander zu trennen.

Neben den Datenbanken forscht das BfR auch selber mit Tieren, zum Beispiel
an der Verbesserung von Haltungs- und Versuchsbedingungen für Labormäuse.
Mit der Unterzeichnung der Transparenzinitiative verpflichtet sich das BfR
weiterhin, verlässlich für mehr Transparenz über Tierversuche einzutreten
und den öffentlichen Dialog darüber mitzugestalten. Dazu gehört ein
intensiver Austausch mit allen Akteuren und Interessierten. Die relevanten
Informationen zu den Aktivitäten zur Förderung der Kommunikation über
Tierversuche sind leicht zugänglich und werden aktuell gehalten. Insgesamt
trägt das Bekenntnis zur „Initiative Transparente Tierversuche“ dazu bei,
die Forschung und das Tierwohl zu stärken.

Über das Bf3R

Das Deutsche Zentrum zum Schutz von Versuchstieren (Bf3R) wurde im Jahr
2015 gegründet und ist integraler Bestandteil des Bundesinstituts für
Risikobewertung (BfR). Es koordiniert bundesweite Aktivitäten mit den
Zielen, Tierversuche auf das unerlässliche Maß zu beschränken und
Versuchstieren den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten. Darüber hinaus
sollen weltweit Forschungsaktivitäten angeregt und der wissenschaftliche
Dialog gefördert werden.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich
unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für
Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die
Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und
Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in
engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

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Pflege lernen und lehren Neuer Masterstudiengang Pflegepädagogik an der Uni Kiel

Nicht nur der Bedarf an Pflegefachkräften, sondern auch an qualifizierten
Lehrenden für die Ausbildung in Pflege- und Gesundheitsberufen wächst
stetig. Auf diese gesamtgesellschaftliche Herausforderung hat die
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mit der Einrichtung eines
neuen Studiengangs reagiert: Der Ein-Fach-Master Pflegepädagogik startet
zum kommenden Wintersemester und wird Absolventinnen und Absolventen dazu
befähigen, Fachkräfte an Pflegeschulen gemäß Pflegeberufegesetz
auszubilden. Das speziell auf die Pflegebranche zugeschnittene Kieler
Studienangebot ist damit einmalig in der deutschen Universitätslandschaft.
„Ich freue mich sehr, dass wir als CAU mit dem neuen Masterprogramm einen
Beitrag zur Stärkung und Weiterentwicklung der Pflegeberufe leisten
können. Als Universität nehmen wir damit auch unsere Verantwortung in der
Gesellschaft wahr und bemühen uns um die Lösung sozialer und
gesundheitspolitischer Zukunftsfragen“, betont Professor Markus Hundt,
Vizepräsident für Studium & Lehre sowie wissenschaftliche Weiterbildung an
der Uni Kiel.

Der Studiengang richtet sich an zugelassene Pflegefachkräfte mit
Bachelorabschluss und wird als Vollzeitstudiengang über drei Semester
angeboten. Studieninhalte bauen auf der bereits vorhandenen
Pflegeexpertise der Studierenden auf und bestehen aus pädagogischen,
pflegedidaktischen und schulpraktischen Modulen aus Forschung und Praxis.
Als besonderes Gemeinschaftsprojekt begrüßt Professor Andreas Bihrer,
Dekan der Philosophischen Fakultät, den Studiengang, der an gleich zwei
CAU-Fakultäten angesiedelt ist: „Die Philosophische Fakultät freut sich,
mit dem Masterstudiengang Pflegepädagogik ihr Lehrangebot beruflicher
Master sowie die bereits gute Zusammenarbeit mit der Medizinischen
Fakultät im Bereich Studium und Lehre ausbauen zu können.“ Auch Professor
Joachim Thiery, Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand Forschung
und Lehre, zeigt sich enthusiastisch: „In der medizinischen
Pflegeausbildung wird mit der neuen strukturierten Ausbildung von
Pflegepädagogen und Pflegepädagoginnen die spätere Vermittlung von Theorie
und Praxis auf exzellentem Niveau sichergestellt. Ich bin überzeugt, dass
der Studiengang sich auch auf die Entwicklung der medizinischen Lehre und
interprofessionales Lernen positiv auswirken wird. Wir freuen uns zudem
sehr, dass wir mit Herrn Professor von Gahlen-Hoops einen besonders
qualifizierten Pädagogen gewinnen konnten, der die Medizin und die
Philosophische Fakultät näher zusammenbringt.“

Masterabschluss in Pflegepädagogik an der Uni Kiel

Wolfgang von Gahlen-Hoops, Studiengangsleiter und seit März Professor für
Didaktik der Pflege und Gesundheitsberufe an der CAU, erklärt, warum der
Kieler Studiengang eine besondere Perspektive bietet: „Der Masterabschluss
schafft eine sehr gute Voraussetzung sowohl für die pädagogische Arbeit in
der 2020 neu gestalteten Pflegeausbildung als auch für den Bereich der
pflegerischen Weiterbildung. Pflegedidaktisch hat sich hier inzwischen
viel verändert, so kommen neue Lehr-Lernformate, digitale und simulative
Lernumgebungen und weitere Anforderungen in den Blick.“ Gleichzeitig gehe
es auch darum, die individuellen Möglichkeiten zu erkennen, neue Ansätze
und Haltungen zu studieren und die Gestaltung von zukunftsfähigen Lehr-
und Lernprozessen kritisch zu reflektieren. „Diese Inhalte werden sowohl
in der Medizinischen Fakultät als auch der Philosophischen Fakultät
anschaulich, kooperativ und auf wissenschaftlichem Niveau vermittelt. Der
Studienort Kiel bietet somit erstklassige Bedingungen in Deutschland“, so
der Studiengangsleiter.

Um sich für den Masterstudiengang einzuschreiben, ist eine Prüfung der
Eignungsvoraussetzungen notwendig. Für das Wintersemester sollte der
Antrag bis 1. August 2021 eingereicht werden. Am Dienstag, 27. Juli, von
16:00 bis 17:00 Uhr wird es eine digitale Informationsveranstaltung zum
Studienfach Pflegepädagogik an der CAU geben. Weitere Informationen zu
Studieninhalten und Bewerbung unter www.pflegepaedagogik.uni-kiel.de/de

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Wie helfen Modellierungen und Simulationen in der Corona-Krise? Grenzen und Möglichkeiten im MATH+ Talk

Zur Bedeutung von mathematischen Modellierungen und Simulationen in der
Pandemie hat der Exzellenzcluster MATH+ eine Panel-Diskussion auf YouTube
veröffentlicht. Um verständlich zu machen, wie Mathematik in der Corona-
Krise hilft, haben die MATH+ WissenschaftlerInnen über das Thema „Ischgl,
Heinsberg, Berlin – Mathematik der Pandemie. Möglichkeiten und Grenzen
mathematischer Modellierung" gesprochen. Gemeinsam mit der Moderatorin
Julia Vismann diskutieren sie darüber, wie unterschiedliche Ansätze
mathematischer Modellierung in der Pandemie helfen können, Prognosen zur
Pandemie-Dynamik zu erstellen und damit die Politik in Bezug auf
entsprechende Maßnahmen zu beraten.

Edda Klipp, Professorin für Theoretische Biophysik an der Humboldt-
Universität zu Berlin, Kai Nagel, Professor für Verkehrsplanung an der
Technischen Universität Berlin und Christof Schütte, Professor für
Biocomputing an der Freien Universität Berlin und Präsident des Zuse-
Instituts sprechen mit Julia Vismann über ihre Methoden und die Grenzen
von Modellierungen. Am Beispiel der Corona-Pandemie erklären sie, wie
angewandte Mathematik die Gesellschaft bei Herausforderungen unterstützen
kann. Die Diskussion ist verfügbar unter:
https://mathplus.de/de/unkategorisiert/math-talk-wie-helfen-mathematische-
modellierungen-und-simulationen-in-der-corona-krise/


Im Gespräch mit Julia Vismann diskutieren die Forschenden auch ihre
unterschiedlichen Ansätze in der agentenbasierten Modellierung, die vor
allem in der Größenordnung der untersuchten Gebiete und der Anzahl der
Agenten liegt. Während sich die Arbeitsgruppe um Edda Klipp mit komplexen
Modellen, frei zugänglichen Daten und sehr detailgetreuen Abbildungen auf
eine Kleinstadt, Gangelt im Kreis Heinsberg mit etwa 11.000 Einwohnern,
konzentriert, beziehen sich die Teams um Kai Nagel und Christof Schütte
auf die Bewegungsmuster und Interaktionen in der Großstadt Berlin mit über
einer Million Agenten.

Wichtige Ausgangsfragen für die Modellierungen und Simulationen sind
dabei: Was verhindert eine Infektionswelle am besten? Welche Faktoren
tragen in welchem Maße zur Infektionsdynamik bei, wie etwa das Öffnen der
Gastronomie? Wie wirken sich nicht-pharmazeutische Gegenmaßnahmen,
beispielsweise Schließungen von Schulen und Maskentragen, auf die
Infektionsdynamik aus? Die unterschiedlichen Szenarien für den Lockdown
werden unter diesen Fragestellungen in beiden Forschungsgruppen mit
unterschiedlichen Ansätzen simuliert, und aus den so im Modell
entstandenen Bewegungsmustern und Interaktionen können Rückschlüsse auf
die Realität gezogen werden.

Erörtert wird, welche Möglichkeiten die Mathematik über Modellierungen und
Simulationen einbringen kann. Doch es geht auch um die Grenzen: Inwieweit
sind Modelle eben nur Modelle und müssen ständig neu geprüft und bewertet
werden?

Film und Medieninformationen:
- Aufzeichnung der Diskussionsrunde "Ischgl, Heinsberg, Berlin – Pandemie
der Mathematik": https://www.youtube.com/watch?v=KbTu3BsmxWQ
- Text und Medieninformation vom 30. März 2021 "Mathematik in der Pandemie
–  Hilfestellungen in der Krise durch die Berliner Mathematik":
https://mathplus.de/news/mathematics-in-pandemic-assistance-in-crisis-by-
berlin-mathematics/

- MATH+ Wissenschaftler Tim Conrad vom Zuse-Institut im Radioeins-
Interview vom 28. Juni 2021 über Modellierungen und die Gefahr durch die
Delta-Variante:
https://www.radioeins.de/programm/sendungen/der_schoene_morgen/_/98540.html
- MATH+ Wissenschaftler Kai Nagel, Corona-Modellierer von der TU Berlin,
zieht im Berliner Tagesspiegel-Interview  vom 18.Juni 2021 die Lehren aus
dem Jahr 2020:
https://www.tagesspiegel.de/wissen/corona-modellierer-zu-delta-und-einer-4
-welle-wir-wissen-was-wir-letzten-sommer-nicht-genuegend-getan-

haben/27297946.html

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Unstatistik des Monats: Pflanzenkost hilft gegen Corona

Die Unstatistik des Monats Juni ist die Berichterstattung über eine Studie
zum Zusammenhang zwischen der Ernährung und Coronainfektionen. Es handelt
sich hierbei um den klassischen Fall eines unbegründeten Rückschlusses von
Korrelation auf Kausalität: Dass eine Coronainfektion bei Menschen mit
einer pflanzenbasierten Ernährung mit niedrigerer Wahrscheinlichkeit einen
schweren Verlauf nimmt, heißt nicht, dass die Ernährung die Ursache für
einen milderen Krankheitsverlauf sein muss.

Die Unstatistik des Monats Juni ist die Berichterstattung über eine Studie
aus BMJ Nutrition, Prevention & Health zum Zusammenhang zwischen der
Ernährung und Coronainfektionen. Denn dieser Zusammenhang existiert in der
Tat: Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Coronainfektion einen schweren
Verlauf nimmt, ist bei Menschen mit einer pflanzenbasierten Ernährung
deutlich kleiner. Zumindest war das in der in der Studie untersuchten
Stichprobe von rund 3000 besonders coronagefährdeten Personen aus dem
Gesundheitswesen (95 Prozent davon Ärzte) der Fall.

Das heißt aber nicht, dass die Ernährung die Ursache für einen milderen
Krankheitsverlauf sein muss, wie es etwa das „Deutsche Ärzteblatt“ in
seiner Online-Ausgabe suggeriert: „Studie: Ernährung beeinflusst Verlauf
von COVID-19“. Es handelt sich hierbei um den klassischen Fall eines
unbegründeten Rückschlusses von Korrelation auf Kausalität. So steigt mit
zunehmendem Konsum von Softgetränken das Risiko für einen
Kreislaufkollaps. Aber nicht, weil der Konsum von Softgetränken einen
Kreislaufkollaps begünstigt, sondern weil bei sommerlicher Hitze mehr
Softgetränke konsumiert werden und die Wahrscheinlichkeit eines Kollapses
steigt.  Dergleichen zusätzliche Einflussfaktoren sind in sogenannten
epidemiologischen Beobachtungsstudien, zu denen auch die vorliegende
Untersuchung gehört, nie völlig auszuschließen. Zwar hat man hier durchaus
versucht, den Einfluss weiterer Ursachen zu neutralisieren, aber das
gelingt in den seltensten Fällen perfekt.  So geht etwa die Vorliebe für
vegetarisches Essen oft mit einem gesundheitsbewussteren Verhalten in
anderen Lebensbereichen und damit einer stärkeren Immunabwehr einher, die
für sich alleine genommen auch ohne vegetarisches Essen für einen milderen
Verlauf von Coronainfektionen sorgt. Auch der zentrale Effekt des
Lebensalters wurde möglicherweise nicht korrekt berücksichtigt, denn in
der Studie ist von der wichtigen Wechselwirkungen zwischen dem Alter, der
Vorliebe für vegetarisches Essen und dem Verlauf von Coronainfektionen
keine Rede. Generell kann man hier nur einen Ratschlag aus der führenden
Wissenschaftszeitschrift Science wiederholen, mit Schlussfolgerungen aus
epidemiologischen Beobachtungsstudien sehr vorsichtig zu sein (G. Taubes:
Epidemiology faces its limits, Science 1995).

Rückschlüsse aus Beobachtungsstudien bleiben vielfach reine Spekulation

Der leider nur selten realisierte Goldstandard ist hier ein geplantes
Experiment: Man teilt die Versuchspersonen zufällig in zwei Gruppen ein,
die einen bekommen Pflanzenkost, die anderen eher Nackensteak, und dann
verfolgt man, wo Corona glimpflicher verläuft. In einer idealen Welt
wissen die Personen in den beiden Gruppen dabei noch nicht einmal, ob sie
Salat (Verum) oder Schnitzel (Placebo) essen, wodurch zum Beispiel
eingebildete Effekte („ich lebe ja so gesund“) ausgeschlossen werden
können. Ohne solche kontrollierten Experimente bleiben Rückschlüsse aus
Beobachtungsstudien vielfach reine Spekulation.

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