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Neuer Master-Studiengang Angewandte Sozialwissenschaften startet im Wintersemester 2024/25

Die Gesellschaft ist mittendrin in der sozial-ökologischen und digitalen
Transformation. Damit die Menschen die oft technisch getriebenen
Veränderungen auch in ihrem Sinne nutzen und akzeptieren können, müssen
Technik und Gesellschaft Hand in Hand gehen. Hier sind Fachleute wichtig,
die unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen. Im wissenschaftlich und
zugleich stark praxis- und anwendungsorientiert ausgerichteten Master-
Studiengang Angewandte Sozialwissenschaften bearbeiten die Studierenden in
enger Zusammenarbeit mit Unternehmen und Organisationen reale Praxisfälle.
Er startet im Wintersemester 2024/25 an der Hochschule Darmstadt (h_da).
Bewerbungen sind ab dem 03.06. möglich.

Zwei Vertiefungsrichtungen stehen den Studierenden zur Wahl. Im
Schwerpunkt „Arbeit und Organisation“ befassen sie sich mit den Folgen der
digitalen, gesellschaftlichen und sozial-ökologischen Transformation für
die Arbeitswelt. Was bedeutet der Wandel für die Beschäftigten oder auch
für die betriebliche Mitbestimmung? Im späteren Berufsleben koordinieren
die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs zum Beispiel die
Einführung neuer KI-basierter Technologien im Personalmanagement oder auch
der Produktion und bringen hierbei unterschiedliche Perspektiven wie die
der Geschäftsführung, des Technologieteams und der Beschäftigten zusammen.

Im Fokus der Vertiefungsrichtung „Innovation und Gesellschaft“ steht die
Frage, wie gesellschaftliche Innovationen politisch, rechtlich und
wirtschaftlich gelenkt werden können. Ebenfalls im Blick: die Balance
zwischen technischen Innovationen und ethischen Standards. Im künftigen
Beruf vermitteln die Absolventinnen und Absolventen beispielsweise beim
Bau neuer Windparks zwischen unterschiedlichen Interessen, um in einem
moderierten Austausch zu einer einvernehmlichen Lösung zu finden.

„Die Absolventinnen und Absolventen unseres Masterstudiengangs Angewandte
Sozialwissenschaften können in einem zunehmend komplexen Arbeits- und
Gesellschaftsumfeld verschiedenste Perspektiven einnehmen, diese kritisch
und kreativ durchdenken und mit ihrer interdisziplinären Perspektive zu
sozialwissenschaftlich ganzheitlichen Lösungen beitragen“, sagt
Studiengangsleiterin Prof. Dr. Eva-Maria Walker aus dem Fachbereich
Gesellschaftswissenschaften der h_da. Die Studierenden arbeiten später für
Unternehmen, Non-Profit-Organisationen oder Einrichtungen im öffentlichen
Sektor zum Beispiel im Change- und Nachhaltigkeitsmanagement, im Bereich
Human Resources und Organisationsentwicklung, in der Gesundheits- und
Sozialpolitik sowie in der Entwicklungszusammenarbeit.

Bewerbungen sind ab dem 03.06. möglich unter https://h-da.de/bewerbung

Hochschule Darmstadt (h_da)
Die Hochschule Darmstadt (h_da) ist eine der größten deutschen Hochschulen
für Angewandte Wissenschaften (HAWs). Sie bietet ihren aktuell 14.500
Studierenden ein praxisnahes und anwendungsorientiertes Studium in den
Bereichen MINT, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Architektur, Medien und
Design. Viele Projekte und Inhalte in Studium, Forschung und
gesellschaftlichem Transfer beschäftigen sich mit den Zukunftsthemen
Nachhaltige Entwicklung, Mobilität und Digitalisierung. Die h_da betreibt
ein eigenes Promotionszentrum Nachhaltigkeitswissenschaften und vergibt
als erste und einzige deutsche Hochschule den akademischen Grad eines
Doktors der Nachhaltigkeitswissenschaften. Visionär ist die europäische
Hochschulallianz „European University of Technology (EUT+)“, der die h_da
angehört: Gemeinsam mit acht weiteren Hochschulpartnern und gefördert von
der EU-Kommission möchte die h_da zu einem neuen Hochschultyp
zusammenwachsen – zur „Europäischen Universität“.

Website h_da: https://h-da.de
Website EUT+: https://www.univ-tech.eu

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Europawahl: IfW Kiel rät zu mehr Freihandelsabkommen gegen China- Abhängigkeit

Die Bedeutung Chinas für den Außenhandel der EU ist zwar hoch, ging in den
letzten Jahren aber zurück. Grund ist, dass die EU den Handel mit anderen
Ländern intensiviert hat. In einer aktuellen Analyse rät das IfW Kiel der
EU, diesen Kurs fortzusetzen und Freihandelsabkommen etwa mit Australien
oder den Mercosur-Staaten abzuschließen. So könnte sie angesichts
geopolitischer Spannungen die Abhängigkeit von China reduzieren. Momentan
dominiert China als Lieferant der EU für bestimmte Elektronikprodukte und
Rohstoffe. Käme es zu einem Handelsabbruch, hätte dies kurz- und
mittelfristig hohe Kosten zur Folge.

Insgesamt geht die Bedeutung Chinas als Handelspartner laut Analyse des
IfW Kiel leicht zurück, dennoch bleibt das Land die größte Importquelle
der EU (20,5 Prozent 2023) und ihr drittgrößtes Exportziel (8,7 Prozent),
nach den USA (19,7 Prozent) und Großbritannien (13,1 Prozent).

„Die EU sollte nicht per se weniger mit China handeln, aber sehr viel mehr
auch mit anderen Ländern. Zwar verdanken wir dem Warenaustausch mit China
günstige Produkte in den Bereichen Elektronik oder grüner Transformation,
die Abhängigkeit ist aus geoökonomischen Überlegungen heraus aber
bedenklich“, sagt Alexander Sandkamp, Handelsforscher am IfW Kiel
anlässlich seiner aktuellen Analyse (EU-China trade relations: Where do we
stand, where should we go/https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/eu-
china-trade-relations-where-do-we-stand-where-should-we-

go-32958/?ADMCMD_simTime=1716955200).

Demnach gilt die Abhängigkeit insbesondere für elektronische Produkte wie
Laptops oder Mobiltelefone, aber auch für Solarmodule oder LEDs. Ebenso
für Rohstoffe, die in der grünen Energiegewinnung oder für Batteriezellen
wichtig sind, wie Germanium oder Magnesium sowie die Seltenen Erden im
Allgemeinen. Für die genannten Produkte und Rohstoffe dominiert China die
weltweite Versorgung mit Marktanteilen von bis zu 90 Prozent.

China langfristig als Handelspartner zu ersetzen

Bei einem kurzfristigen Handelsstopp mit China, etwa wegen kriegerischer
Auseinandersetzungen mit Taiwan, gäbe es für die EU daher praktisch keine
alternativen Lieferanten, insbesondere, weil auch andere westliche Staaten
wie die USA um diese buhlen würden.

Langfristig – wenn sich neue Handelsstrukturen und Lieferketten etabliert
haben – dürfte China als Handelspartner aber zu ersetzen sein.
Simulationen des IfW Kiel zeigen, dass die Wirtschaftsleistung der EU dann
jährlich um etwa 0,8 Prozent geringer ausfallen würde, bezogen auf 2023
entspricht dies 136 Mrd. Euro. In China wären es 0,9 Prozent.

„Folgenschwer ist vor allem ein kurzfristiger Handelsstopp mit China, der
die EU unvorbereitet trifft. Daher muss sie heute die Weichen stellen, um
für einen Konflikt gewappnet zu sein. Das Mittel der Wahl dafür sind
Freihandelsabkommen, sie reduzieren die Handelskosten deutlich und erhöhen
die Planbarkeit. Für Rohstoffe wie die Seltenen Erden etwa sollte die EU
die Verhandlungen mit Australien, Malaysia und den Mercosur-Staaten
schleunigst wieder aufnehmen“, so Sandkamp.

„Gerade auch im Hinblick auf die Europawahl müssen die Parteien jetzt den
Mut finden, für Freihandelsabkommen mit strategischen Partnerländern
einzustehen, dies würde die geopolitische Position der EU enorm stärken
und den Wohlstand aller Beteiligten erhöhen.“

Jetzt lesen: Kiel Policy Brief EU-China trade relations: Where do we
stand, where should we go/https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/eu-
china-trade-relations-where-do-we-stand-where-should-we-

go-32958/?ADMCMD_simTime=1716955200

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Mehr Gründungen in der Landwirtschaft und in den Freien Berufen, weniger im gewerblichen Bereich

IfM Bonn erwartet in 2024 stabile bis leicht rückläufige Gründungszahlen.

Im vergangenen Jahr starteten mehr Gründerinnen und Gründer in der Land-
und Forstwirtschaft (+ 4,5 %) sowie in den freien Berufen (+ 1,7 %) als in
2022. Dagegen sanken die Existenzgründungen im gewerblichen Bereich
geschätzt um 5 %. Aufgrund von Erfassungsfehlern in den Gewerbeämtern
liegt keine genaue Anzahl für die gewerblichen Gründungen vor.

Insgesamt sank die Anzahl aller Existenzgründungen um 3 % auf 329.000. Sie
liegt damit weiterhin unter dem Niveau der Vor-Corona-Zeit.

Strukturwandel setzt sich fort
Die Entwicklung im Fünfjahreszeitraum 2019 bis 2023 zeigt, dass sich die
Struktur der Tätigkeitsbereiche weiter zu Gunsten der nichtgewerblichen
Tätigkeiten verschiebt: Während die jeweiligen Anteile an allen
Existenzgründungen bei den Freien Berufen und in der Land- und Forstwirten
steigen, sinkt der Anteil der Gewerbetreibenden auf unter 70 %.

Das IfM rechnet unter anderem aufgrund der wirtschaftlichen und
politischen Unsicherheiten und der bisher verhaltenen Nachfrage seitens
der Haushalte und des Auslands für 2024 nicht mit einem starken Anstieg
der Existenzgründungen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IfM Bonn erstellen
regelmäßig Statistiken zu den Existenzgründungen und Unternehmensaufgaben
in Deutschland, die auf den Gewerbean- und -abmeldungsdaten des
Statistischen Bundesamtes sowie den Auswertungen der Finanzverwaltungen
der Länder beruhen. Nicht gründungs- und schließungsrelevante
Meldeanlässe, wie beispielsweise Rechtsformänderungen, rechnen sie aus den
Daten der Gewerbeanzeigen heraus.

Alle aktuellen Zahlen zu den Existenzgründungen in 2023 sind auf der
Internetseite des IfM Bonn (www.ifm-bonn.org) zu finden.

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RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Containerumschlag weiter aufwärtsgerichtet

Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für
Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und
Logistik (ISL) ist nach der aktuellen Schnellschätzung im April auf
saisonbereinigt 128,8 Punkte gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen. In
den europäischen Häfen ist der Containerumschlag um knapp 8 Prozent
gegenüber dem Vormonat gesunken. Damit hat er einen Großteil des kräftigen
Anstiegs im Vormonat wieder verloren.

Das Wichtigste in Kürze:

• Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für
Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und
Logistik (ISL) ist saisonbereinigt im April auf 128,8 Punkte gegenüber
128,1 Punkte (revidiert) im Vormonat gestiegen.

• Der Nordrange-Index, der Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung im
nördlichen Euroraum und in Deutschland gibt, ist im April gegenüber dem
Vormonat von 115,2 (revidiert) auf 106,1 Punkte kräftig gesunken.
Insgesamt deutet der Containerumschlag aber noch immer auf eine
allmähliche Erholung in Europa hin.

• In den chinesischen Häfen ist der Containerumschlag dagegen recht
deutlich von 139,2 Punkten im Vormonat auf 143,5 Punkte gestiegen.

• Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index für Mai 2024 wird am 26. Juni 2024
veröffentlicht.

Zur Entwicklung des Containerumschlag-Index sagt RWI-Konjunkturchef
Torsten Schmidt: „Der Containerumschlag bewegt sich wieder in der Nähe
seines langfristigen Trends. Damit hat der Welthandel auch die jüngsten
Belastungen überwunden. Angesichts der weltweiten geopolitischen und
handelspolitischen Spannungen ist das Potenzial für einen kräftigeren
Anstieg jedoch gering.“

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Torsten Schmidt, Tel.: (0201) 8149-287, torsten.schmidt@rwi-
essen.de

Originalpublikation:
https://www.rwi-
essen.de/presse/wissenschaftskommunikation/pressemitteilungen/detail/rwi-
isl-containerumschlag-index-containerumschlag-weiter-aufwaertsgerichtet

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