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Sammelband „Medien – Bildung – Nachhaltige Entwicklung. Inter- und transdisziplinäre Diskurse“ erschienen

Der Band versammelt Beiträge, die sich mit Nachhaltigkeit und Bildung für
nachhaltige Entwicklung (BNE) unter den Vorzeichen von Digitalität
auseinandersetzen. Ziel ist es, Digitalität und Nachhaltigkeit in ein
Verhältnis zu setzen und auf dieser Grundlage Bildung in einer «Kultur der
Digitalität» zu konturieren.

Die praxisbezogenen, empirischen und theoretisch-konzeptionellen Beiträge
des Bandes nähern sich diesem Themenfeld auf inter- und transdisziplinäre
Weise an. Dabei werden Perspektiven aus Medienbildung, Medien- und
Fachdidaktik(en), kultureller Bildung und Bildung für nachhaltige
Entwicklung eingenommen. Der Band richtet sich an Akteur:innen aus
schulischen und außerschulischen Bildungskontexten sowie aus der
Hochschulbildung.

Der Band ist kostenlos im Open Access (PDF)
(https://www.beltz.de/fachmedien/erziehungswissenschaft/produkte/details/52138
-medien-bildung-nachhaltige-entwicklung.html
) herunterladbar oder
kostenpflichtig als Print-Ausgabe
(https://www.beltz.de/fachmedien/erziehungswissenschaft/produkte/details/51986
-medien-bildung-nachhaltige-entwicklung.html
) erhältlich.

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Gastronomiebetriebe in Niedersachsen: 40 Prozent durch Krisen existenzbedroht, 36 Prozent gestärkt

Universitäten Osnabrück und Heidelberg veröffentlichen neue Studie: Seit
2020 waren und sind Gastronomiebetriebe in besonderem Maße von den
Auswirkungen verschiedener Krisen betroffen. Covid-19-Pandemie,
Arbeitskräftemangel, Energiekrise und Inflation setzten Unternehmen auf
mehrfache Weise unter Druck und machten diverse Anpassungen notwendig.
Eine aktuelle Studie von Wirtschaftsgeographen der Universitäten Osnabrück
und Heidelberg zeigt: Zwar sind diese multiplen Krisen für einen großen
Teil der Betriebe existenzbedrohend, aber viele Betriebe gehen auch
gestärkt aus den schwierigen Zeiten hervor.

„Etwa 40 Prozent der Gastronomiebetriebe in Niedersachsen sehen ihre
Existenz bedroht. Allerdings geben auch rund 36 Prozent der Betriebe an,
dass sie gestärkt aus den Krisen hervorgehen“ erklärt Philip Völlers vom
Institut für Geographie der Universität Osnabrück. „Viele Betreibe haben
die Schließungszeiten in der Pandemie für Renovierungen genutzt,
Lieferdienste eingerichtet und ihr Marketing verbessert. Teilweise
überwiegen die positiven Auswirkungen dieser Bewältigungsmaßnahmen die
negativen Folgen der Pandemie für die Unternehmen“ erläutert er weiter.
Auch Energiekrise und Arbeitskräftemangel haben zu Anpassungen geführt,
die sich oft dauerhaft positiv auswirken. „In der Energiekrise wurden
häufig Maßnahmen zur Energieeffizienz umgesetzt, auf den Personalmangel
wurde mit Digitalisierung, optimierten Abläufen und Öffnungszeiten
reagiert“ ergänzt Dr. Philip Verfürth. An manchen Standorten hat auch der
Wegfall von Konkurrenz die verbleibenden Betriebe gestärkt.

Vor 2020 waren die größten Herausforderungen für die niedersächsische
Gastronomie die Zunahme der behördlichen Auflagen (57,4 Prozent), der
Personalmangel (46,8 Prozent) und die steigenden Kosten (28,0 Prozent). Im
Jahr 2023 bleiben steigende Kosten (87,5 Prozent) insbesondere vor dem
Hintergrund der anhaltenden Inflationsentwicklung, Personalmangel (75,0
Prozent) und behördliche Auflagen (56,4 Prozent) die Hauptprobleme für die
Gastronomiebetriebe.

Das Team, bestehend aus Prof. Dr. Martin Franz, Dr. Philip Verfürth und
Philip Völlers vom Institut für Geographie der Universität Osnabrück sowie
Dr. Thomas Neise von der Universität Heidelberg, hat insgesamt 679
Gastronomiebetriebe mithilfe eines Fragebogens untersucht. Gefördert wird
die Studie zur „Krisenbewältigung und strategischen Anpassung von
Gastronomiebetrieben“ im Rahmen des Pro*Niedersachsen-Programms des
Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK).
Aufbauend auf den Ergebnissen der Befragung werden aktuell qualitative
Interviews mit Gastronomen und Gastronominnen sowie Expertinnen und
Experten geführt, um tiefere Einblicke in deren Umgang mit
Krisensituationen zu gewinnen. „Unser Ziel ist es, aus den Ergebnissen
Handlungsempfehlungen nicht nur für die Gastronomiebetriebe, sondern auch
für Einrichtungen und Organisationen zu entwickeln, die
Gastronomiebetriebe unterstützen – also zum Beispiel
Wirtschaftsförderungen, Industrie- und Handelskammern oder den Deutschen
Hotel- und Gaststättenverband“ erklärt Dr. Thomas Neise die Hintergründe.

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ifaa-Trendbarometer: Angestellte sind skeptischer gegenüber KI am Arbeitsplatz im Vergleich zu Führungskräftenkräf

Eine aktuelle Befragung des ifaa verdeutlicht, dass Führungskräfte
optimistischer auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) am
Arbeitsplatz reagieren, während Beschäftigte ohne Führungsposition
vermehrt Sorge und Unsicherheit äußern. Als Gründe für diese Skepsis
werden vorrangig Befürchtungen wie eine Abhängigkeit von der Technik, ein
Verlust der Kontrolle über die KI, Sorge um den eigenen Arbeitsplatz sowie
eine Unzuverlässigkeit der KI genannt.  Link zur Auswertung:
https://www.arbeitswissenschaft.net/fileadmin/user_upload/KI-
Trendbarometer-2023.pdf

Jennifer Link, wissenschaftliche Mitarbeiterin des ifaa kommentiert die
Ergebnisse: "Die Diskrepanz in den Reaktionen zwischen Führungskräften und
Angestellten verdeutlicht, dass eine umfassende Aufklärung über die
Potenziale und Risiken von KI am Arbeitsplatz entscheidend ist. Es ist
wichtig, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass KI als unterstützendes
Werkzeug dient und zahlreiche Möglichkeiten zur Verbesserung des
Arbeitsplatzes bietet.“

77 % der befragten Führungskräfte äußern beim Gedanken an KI am
Arbeitsplatz positive Assoziationen, darunter Vorfreude und Neugier. Im
Gegensatz dazu gaben 55 % der Befragten ohne Führungsposition an, negative
Gefühle wie Sorge oder Unsicherheit zu empfinden.

Chancen durch den Einsatz von KI für Beschäftigte:

Beispielhaft seien hier genannt:

Effektive Unterstützung bei Aufgaben: KI kann als Assistenzsystem bei
einer breiten Palette von Aufgaben unterstützen, zum Beispiel in der
Entscheidungsfindung.

Fokussierung auf anspruchsvollere Tätigkeiten: Die Implementierung von KI
ermöglicht es Mitarbeitenden, sich verstärkt auf Tätigkeiten zu
konzentrieren, die menschliche Fähigkeiten, wie Kreativität und Empathie,
erfordern.

Reduzierung von Monotonie: Durch die Automatisierung gleichförmiger
Aspekte der Arbeit trägt KI dazu bei, dass Arbeitstätigkeiten weniger
monoton werden.

Verbesserung der physischen Sicherheit: Der Einsatz von KI am Arbeitsplatz
kann zur Verbesserung der physischen Sicherheit beitragen, was
insbesondere in industriellen Produktionsbereichen relevant ist.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Christine Molketin
unter 0211 542263-26 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.. Gern vermitteln wir ein
Interview mit unseren Experten.

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Online-Vortrag: „Achtsamkeit, Resilienz und die Rolle kognitiver Verzerrungen“

Das Thema Achtsamkeit ist schon länger in aller Munde. Es häufen sich
wissenschaftliche Belege dafür, dass Maßnahmen zur Herstellung oder
Steigerung von Achtsamkeit, wie Meditation, Atemkontrolle und
Visualisierungsübungen, zu einer Verbesserung des Wohlbefindens und einer
Erhöhung der Stresstoleranz führen können. Aber was erzeugt diese Effekte
und welche Rolle spielen dabei kognitive Verzerrungen, wie etwa der
Negativitäts-Bias? In ihrem Online-Vortrag am 22.05.2024 referiert Prof.
Dr. Mary Sengutta über „Achtsamkeit, Resilienz und die Rolle kognitiver
Verzerrungen“. Die von Prof. Marcus Eckert moderierte Veranstaltung
beginnt um 18:00 Uhr.

In unserem Gehirn laufen verschiedene systematische, zum Teil irrational
anmutende Prozesse ab, derer wir uns selbst nicht bewusst sind. Zum
Beispiel stechen einzelne negative Aspekte unter einer Vielzahl positiver
stets hervor – wir können sicher sein, dass unsere Wahrnehmung das
Negative zuerst aufspürt – umgekehrt ist dies jedoch nicht so. Sind wir
umgeben von echten oder angenommenen Schwierigkeiten, würden wir gar nicht
darauf kommen, den Blick auf das zu lenken, was gerade gut funktioniert.

Einige Mechanismen unserer Wahrnehmung sind durchaus notwendig, um die
Vielzahl an Informationen, die unablässig auf uns einprasselt,
kräfteschonend zu bewältigen. Aber sind es vielleicht gerade solche,
grundsätzlich nützlichen Funktionen des menschlichen Gehirns, die unter
bestimmten Umständen dafür sorgen können, dass wir in Stress geraten und
manchmal auch darin steckenbleiben? Vielleicht sogar dann, wenn die
Situation eigentlich gar nicht so dramatisch ist? Könnte es sein, dass ein
beträchtlicher Teil unseres Unbehagens gar nicht mit den realen
Begebenheiten, sondern vielmehr mit unserer eigenen Wahrnehmung
zusammenhängt? Können Achtsamkeitsübungen dabei helfen, unsere Wahrnehmung
in positivem Sinne umzugestalten und dabei vielleicht sogar unsere
psychische Widerstandsfähigkeit steigern? Und hat das Ganze eigentlich
Nebenwirkungen? Diese und weitere Fragen beantwortet Prof. Dr. Mary
Sengutta in ihrem Online-Vortrag.

Zur Teilnahme am Online-Vortrag benötigen Interessierte entweder Computer,
Smartphone oder Tablet mit Internetzugang und Audioausgabe. Mit der
Anmeldung bis zum 21.05.2024 per E-Mail an studienorganisation(at)apollon-
hochschule(dot)de erhalten externe Teilnehmer:innen die Zugangsdaten zum
virtuellen Vortragsraum. Der Warteraum ist ab 17:45 Uhr geöffnet.
Studierende der APOLLON Hochschule entnehmen die Anmeldemöglichkeiten und
Zugangsdaten den Informationen auf dem Online-Campus.

Prof. Dr. Mary Sengutta ist Professorin für Psychologie mit Schwerpunkt in
den Bereichen klinische Psychologie und Sozialpsychologie an der APOLLON
Hochschule. Am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) war sie in der
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie über viele Jahre als klinische
Psychologin mit Schwerpunkt auf Erstdiagnostik psychischer Störungen bei
Jugendlichen und jungen Erwachsen sowie Früherkennung psychotischer und
bipolarer Störungen tätig. Darüber hinaus beteiligte sie sich an diversen
Forschungsprojekten im Bereich Psychosen und innovative Versorgung von
Patienten mit schweren psychischen Störungen. Seit 2022 arbeitet sie als
Klinische Psychologin in der Klinik für Hör-, Stimm- und Sprachheilkunde
am UKE.

Prof. Dr. Marcus Eckert war Lehrer für Grund-, Haupt- und Realschule und
ist Psychologe. Er hat die Professur für Schul- und
Entwicklungspsychologie und leitet den Fachbereich Psychologie an der
APOLLON Hochschule. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind
Emotionsregulation, Stressbewältigung, Selbstregulation, Prokrastination
und Motivation. Darüber hinaus hat er das Training „Stark im Stress“
entwickelt.

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