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Lasertechnik und KI beflügeln die Kreislaufwirtschaft

Die Recyclingbranche setzt zunehmend auf die Laser-Emissionsspektroskopie
(LIBS), um wiederverwendbare Rohstoffe in Abfallströmen zu identifizieren.
Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen nimmt bei der
höchst präzisen Technik zur Elementanalyse eine führende Rolle ein und
erweitert die Einsatzmöglichkeiten kontinuierlich.

Die Transformation hin zur Kreislaufwirtschaft ist in vollem Gange. Bei
Rohstoffen wie Aluminium aus Verpackungen oder Papier liegen die
Recyclingquoten bereits über 90 Prozent. Um weitere Stoffkreisläufe
schließen zu können, braucht die Recyclingbranche allerdings
sensorbasierte Verfahren, die Wertstoffe in Abfallströmen
vollautomatisiert, zuverlässig und zugleich mit hohem Tempo und hoher
Differenzierung identifizieren.

Echte Recycling-Quoten immer noch zu gering

Ein grundlegendes Ziel der Kreislaufwirtschaft ist es, wertvolle Rohstoffe
– wenn irgend möglich – ohne Downcycling wiederzuwenden. Die wichtigste
Voraussetzung dafür ist die sortenreine Trennung. Doch exakt hier gibt es
in vielen Fällen noch technologische Lücken. So gilt Deutschland zwar
beispielsweise beim Umsetzen der EG-Altfahrzeug-Richtlinie als vorbildlich
und hält die vorgegebene Recyclingquote für Altfahrzeuge von 95 Prozent
ein; im aktuellen Berichtsjahr (2021) lag sie bei 97,5 Prozent. Allerdings
beinhaltet diese Quote neben dem stofflichen auch das energetische
Recycling - also das Verbrennen von Materialien, die nicht recyclingfähig
sind oder bei denen sich die Rückgewinnungsprozesse bis hin zur
Wiederverwendung nicht rechnen. Energetisch verwertet dienen sie zumindest
noch der Strom- und Wärmeerzeugung.

Von jenen 97,5 Prozent der verwerteten Altfahrzeugmasse konnten nach
Angaben des Umweltbundesamts (UBA) zuletzt 86,6 Prozent stofflich
verwertet werden. Doch auch hier gibt es Verbesserungsbedarf. So bemängelt
das UBA, dass das stoffliche Recycling allzu oft zum »Downcycling« führt:
Zurückgewonnene Sekundärmaterialien kommen in Anwendungen zum Einsatz, die
nicht ihrem ursprünglichen Wert entsprechen. So wird hochwertiger
Autostahl aus Autos oft als Baustahl wiederverwendet. Wertvolles Autoglas
endet aufgrund schwer abtrennbarer Beschichtungen oft als Dämmmaterial
oder Füllmaterial für Deponien. Bei nichtmetallischen Materialien ist das
werterhaltende Recycling eher die Ausnahme: lediglich 13,5 Prozent der
Kunststoffe und 8,3 Prozent des Glases werden laut UBA überhaupt stofflich
verwertet.

Laserbasierte Sensorik hilft, die Stoffkreisläufe zu schließen

Das Fraunhofer ILT hält eine Lösung bereit, die das Recycling erheblich
verbessern und das verlustreiche Downcycling durch hocheffiziente,
zuverlässige und differenzierte Analysen der in Abfallströmen enthaltenen
Wertstoffe minimieren kann: die Laser-Induced Breakdown Spectroscopy
(LIBS, deutsch Laser-Emissionsspektroskopie) gehört zu den
Schlüsseltechnologien für eine auf tatsächlichen Stoffkreisläufen
basierenden Wirtschaft. Denn die hochgenaue, in Echtzeit mögliche
spektroskopische Bestimmung, welche chemischen Elemente Materialien
enthalten, erlaubt eine differenzierte sortenreine Trennung.

Für die Spektroskopie regt ein hochenergetischer Laserpuls die Oberfläche
des Materials an. Dabei bildet sich ein Plasma, in dem die chemischen
Verbindungen der Elemente des Materials aufgebrochen werden. Der atomare
Fingerabdruck unterscheidet sich bei jedem Material und lässt sich in dem
Moment spektroskopisch auslesen, in dem die Atome wieder in ihren stabilen
Zustand zurückkehren. Denn dabei emittieren sie Licht in spezifischen
Wellenlängen, von denen sich auf das jeweilige Element schließen lässt. In
Sekundenbruchteilen legt LIBS also die exakte chemische Zusammensetzung
des laserangeregten Materials offen. Das berührungslose Verfahren lässt
sich auf alle Materialien anwenden, egal ob es sich um Feststoffe,
Flüssigkeiten oder Gase handelt.

Die Arbeitsgruppe Materialanalytik um Dr. Cord Fricke-Begemann treibt am
Fraunhofer ILT die Entwicklung von Inline-Verfahren auf Basis der LIBS-
Technologie voran, um den Weg zu einer sortenreinen Rückgewinnung von
Metallen aus Müll- und Schrottbergen zu ebnen. »Anhand einer scanner-
basierten Auswahl an Messpunkten und rund 100 LIBS-Messungen pro Sekunde
können wir sehr schnell zweidimensionale Darstellungen der
Elementverteilung erstellen. Auf Basis dieser ortsaufgelösten Analysen
gelingt es uns, Technologiemetalle in Elektroschrott aufzuspüren und so
beispielsweise wertvolles Tantal aus Kondensatoren in den
Wertstoffkreislauf zurückzuführen«, erklärt der Fraunhofer ILT-
Wissenschaftler.

Aluminium-Recycling: Laser sorgt für höhere Sortenreinheit

Gerade bei komplexen Materialzusammensetzungen – wie im Fall von
Elektroschrott oder Altfahrzeugen – steht und fällt das Eins-zu-eins-
Recycling mit der genauen, fein ortsaufgelösten Bestimmung und Trennung
der einzelnen Materialfraktionen. Denn nur wenn es Recyclingunternehmen
möglich wird, exakte chemische Zusammensetzungen in Echtzeit zu ermitteln
und Abfälle auf dieser Basis zu sortieren, ist eine effiziente
Wiederverwendung ohne Downcycling machbar. LIBS legt durch die
berührungslose, laserbasierte Quasi-Echtzeit-Analyse der Materialien die
Basis für das automatisierte, sortenreine Trennen vielfältiger
Metalllegierungen. Diese erhalten für Anwender ihre produktspezifische
Einsatzfähigkeit – und damit ihren vollen Wert. Das gilt sowohl für
hochwertige Metalle in Elektroschrott wie für Sonderlegierungen im
Werkzeugbau oder die im Automobilbau auf breiter Front eingesetzten
Aluminium-Knetlegierungen.

Die differenzierte Wertstoffanalyse per Laser-Emissionsspektrometrie ist
aber nicht nur die Basis für tatsächlich geschlossene Stoffströme ohne
Downcycling. Darüber hinaus ebnet sie den Weg zu beschleunigten
Sortierprozessen und trägt in Verbindung mit automatisierter
Sortiertechnik zu deren Wirtschaftlichkeit bei. »Wir können in kürzerer
Zeit viel mehr Schrott verarbeiten als in einer klassischen Handsortierung
und erzielen obendrein echte Sortenreinheit«, fasst Fricke-Begemann die
Vorteile zusammen.

Diese hat das Institut mit der Cronimet Ferroleg GmbH aus Karlsruhe im
Förderprojekt PLUS mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und
Forschung (BMBF) zur Grundlage eines neuartigen Verfahrens gemacht, das
die laserbasierte Analyse für eine spezielle Schrottart in Stellung
bringt. »Es handelt sich um verschlissene Werkzeuge zum Bohren, Drehen und
Fräsen, die in Industrie separat gesammelt werden. Unser Projekt hat die
darin verarbeiteten Sonderlegierungen adressiert«, berichtet Fricke-
Begemann. Diese sind aufgrund hoher Kobalt-, Molybdän- und Wolframanteile
wertvoll – und für das sortenreine Recycling besonders interessant. Denn
wirklich sortenrein lassen sie sich wie alle Metalle ohne
Qualitätseinbußen beliebig oft einschmelzen und erneut zu hochwertigen
Zerspanungswerkzeugen verarbeiten. Im Förderprojekt konnten die
Projektpartner den Nachweis dafür erbringen und die Zuverlässigkeit der
LIBS-Analytik unter Beweis stellen. Letztlich gelang es ihnen, die
sortenreine Trennung durch das Zusammenspiel von LIBS und Robotik zu
automatisieren und stark zu beschleunigen. Selbst in winzigen
Schrottteilen identifiziert das spektroskopische Verfahren mehr als 20
unterschiedliche Legierungselemente; der Roboter greift und sortiert sie
entsprechend. Es ist die Blaupause für jenes vollautomatisierte Recycling,
das entscheidend zur Wirtschaftlichkeit von Recyclingprozessen beitragen
kann.

Laser als Detektiv: Wo verstecken sich Lithium, Phosphor und Grafit?

Auch beim Recycling von Batterien, das wegen der Elektrifizierung im
Mobilitätssektor und dem stark zunehmenden hohen stationären
Speicherbedarf unverzichtbar ist, kann LIBS eine Schlüsselrolle spielen.
Seit Herbst 2022 läuft mit ACROBAT ein internationales Projekt, das den
Recyclinganteil von Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP-Batterien) bis
2030 auf mehr als 90 Prozent der enthaltenen kritischen Rohstoffe steigern
soll. Bislang fehlt es an praktikablen Lösungen, um Rohstoffe wie Lithium,
Phosphor und Grafit aus den Anoden und Kathoden der Batteriezellen
zurückzugewinnen. »Mit LIBS haben wir einen erprobten Ansatz, mit dem wir
jeweils die Menge, Reinheit und Verteilung der enthaltenen Wertstoffe
messen und geeignete Strategien für ihre Wiederaufbereitung daraus
ableiten zu können«, berichtet Fricke-Begemann.

Die gezielte Kombination von LIBS mit digitalen Technologien wie Digitalen
Zwillingen oder Künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning eröffnet
der Recyclingbranche ganz neue Möglichkeiten. »Insbesondere der Einsatz
von KI ist aufgrund der Vielfalt an Materialien, der aufkommenden
Datenmengen und der Geschwindigkeit, in der die Klassifizierung der
Materialien im laufenden Prozess erfolgen muss, vielversprechend«, sagt
Fricke-Begemann. Zumal absehbar sei, dass die Aufgabenstellungen der
Branche mit der fortschreitenden Transformation hin zur
Kreislaufwirtschaft immer komplexer werden. Um nicht nur in vorsortierten
Industrieabfällen, sondern perspektivisch auch im Hausmüll Wertstoffe für
die Wiederverwertung aufzuspüren und zu sichern, könnte sich die
Kombination von LIBS und KI-Werkzeugen als echter Game-Changer erweisen.
Dies auch, weil entsprechend trainierte KI-Algorithmen in der Lage sind,
Datenströme mehrerer parallel arbeitender optischer Sensoren zu
verarbeiten. Das würde das Tor zu einer hohen Sortiergenauigkeit bei
höchsten Prozessgeschwindigkeiten aufstoßen.

KI und LIBS als Wegbereiter einer echten Kreislaufwirtschaft

Die Fachleute in Aachen nutzen die innovative Kombination der LIBS-
Technologie mit 3D-Sensorik, um die exakte Position und Orientierung
wertstoffhaltiger Materialien im Raum zu bestimmen. »So wissen wir genau,
wohin wir den Laserstrahl lenken müssen, um die Materialbestimmung
durchzuführen«, erläutert der Fraunhofer ILT-Experte. Innerhalb von
Sekundenbruchteilen liegen dann detaillierte Informationen zur Lage,
Qualität und zur exakten chemischen Zusammensetzung der jeweiligen Abfälle
vor. Durch begleitende Regulatorik wie den digitalen Produktpass steigt
künftig die Transparenz über die entlang der oft globalen Lieferketten
eingesetzten Materialien zusätzlich.

Die Transformation hin zur Kreislaufwirtschaft bleibt dennoch eine
Herkulesaufgabe.
»Wir werden 2030 in der Lage sein, sehr viel mehr Substanzen zu erfassen«,
ist sich Fricke-Begemann sicher. Doch ob es bis dahin gelingen wird,
wertvolle Rohstoffe aus Altfahrzeugen, Elektroschrott und anderem
Abfallströmen tatsächlich komplett zu recyceln und die entsprechenden
Stoffkreisläufe zu schließen, sei fraglich. Doch LIBS weise in die
richtige Richtung und könnte sich als Enabler echter Kreislaufprozesse
ohne Downcycling erweisen.

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Nachhaltigkeit im Fokus: Weimarer Ingenieur*innen setzen auf »Plan B«

Vor 70 Jahren wurde die Fakultät Bauingenieurwesen an der Hochschule für
Architektur und Bauwesen (HAB), heute Bauhaus-Universität Weimar,
gegründet. Seither haben sich die Anforderungen der Baubranche stark
verändert. Um Herausforderungen wie der Energie- und Klimakrise, der
Digitalen Revolution und dem Fachkräftemangel im Ingenieurbereich zu
begegnen, wird die Fakultät ab April 2024 unter verändertem Namen
strategisch neu ausgerichtet. Zukünftig setzen Forschung und Lehre
verstärkt auf nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen.

Rund 38 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes geht auf die Baubranche
zurück. Verursacht werden die Emissionen durch den hohen Energieverbrauch
von Gebäuden sowie das rasante Wachstum von Städten. »Im Bauprozess werden
große Mengen Rohstoffe benötigt, deren Verarbeitung wiederum viel Energie
bedarf und zugleich Treibhausgase freisetzt«, erläutert Prof. Tom Lahmer,
Dekan der Fakultät Bauingenieurwesen an der Bauhaus-Universität Weimar.
Zugleich sind Bauwerke heutzutage selbst hohen Belastungen durch die
Umwelt ausgesetzt: Starke Temperaturschwankungen und Extremwettereignisse,
aber auch Wohnraumverdichtung und ein hohes Verkehrsaufkommen belasten die
Tragfähigkeit und Sicherheit von Gebäuden sowie Infrastrukturanlagen weit
mehr als noch vor 20 Jahren.

Baubranche im Wandel

Zeit umzudenken, findet Prof. Lahmer und postuliert: »Was wir brauchen,
sind alternative Lösungsansätze, um den Herausforderungen unserer Zeit zu
begegnen: Neue Technologien, Neue Ressourcen, Neues Planen, Neues Bauen,
Neues Kommunizieren, Neues Denken. Was wir brauchen, ist ein Plan B«. Die
Fakultät geht mit gutem Beispiel voran und möchte mit neuem Namen ein
Zeichen setzen: Ab April 2024 erfolgt die Umbenennung in »Fakultät Bau-
und Umweltingenieurwissenschaften« (kurz: Bau und Umwelt). Dadurch soll
das Thema Nachhaltigkeit in Lehre und Bauforschung stärker adressiert
werden. »Für die Zukunft ist ein Wandel im Bauwesen im Sinne eines
umfassenden nachhaltigen Bauens und der Entwicklung und Erforschung von
grünen Technologien zu erwarten«, begründet Lahmer diesen Schritt.

Schon heute wird an der Bauhaus-Universität Weimar ein ganzheitlicher
Ansatz nachhaltigen Bauens verfolgt. Durch den Einsatz moderner
Technologien wie Building-Information-Modeling, Sensorik, Drohnen und
Robotik sollen Bauwerke künftig digital gebaut und überwacht werden.
Dadurch können Zeit, Material und Kosten bereits im Planungsprozess
eingespart und die Sicherheit von Bestandsbauten erhöht werden. Ein
weiterer Schwerpunkt ist die Erforschung und Entwicklung neuer
Konstruktionen und nachhaltiger Bauweisen, etwa durch den Einsatz
nachwachsender Rohstoffe und die Optimierung von Tragstrukturen. Vor dem
Hintergrund der Ressourcenknappheit ist es jedoch das primäre Ziel,
Material einzusparen und zu recyceln. Dies gelingt durch modulare
Bauweisen, den Einsatz erneuerbarer Energiesysteme, die Aufbereitung von
Abwasser sowie dem Fokus auf Sanierung und Umnutzung von Bestandsbauten.

Jubiläumsjahr unter dem Motto »Plan B«

Anlässlich des 70. Jubiläums veranstaltet die Fakultät 2024 ein Themenjahr
unter dem gleichnamigen Motto. Mit Ausstellungen, offenen Laboren,
Rundgängen sowie öffentlichen Vorträgen und wissenschaftlichen
Fachdebatten laden Forschende und Studierende das ganze Jahr über zum
persönlichen Dialog ein. Zu den Highlights gehören die »Science Mile Q3«
am 12. Juli im Rahmen der summaery2024 sowie die »Lange Nacht der
Wissenschaften« am 15. November, bei denen Führungen durch die Labore der
Fakultät sowie spannende Mitmachangebote für kleine und große Gäste
angeboten werden. Auch die Open Air Ausstellung »Queens of Structure« auf
dem Gelände der Bauhaus-Universität Weimar steht unter dem Jubiläumsmotto
und rückt die Perspektive von Bauingenieurinnen in den Fokus. Zur
Vernissage am 25. April 2024 sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Sie möchten nichts verpassen? Folgen Sie der Fakultät auf Instagram!
https://www.instagram.com/think.ing.bauhaus/

Weitere Informationen zum Jubiläums-Programm finden Sie auf der Webseite:
www.uni-weimar.de/planb

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SPRECHZEIT: Welt-Parkinson-Tag / 11.04.24 / Info & Einladung

Frank Elstner, Fernsehmoderator, Entertainer und Beirat der Parkinson Stiftung (Copyright: C. Gros; Quelle: Parkinson Stiftung)
Frank Elstner, Fernsehmoderator, Entertainer und Beirat der Parkinson Stiftung (Copyright: C. Gros; Quelle: Parkinson Stiftung)

Welt-Parkinson-Tag 2024

Wie kann ich möglichst gut mit Parkinson leben?

Lesertelefon mit Expertinnen und Experten der Parkinson Stiftung

 

Donnerstag, 11. April 2024 von 16 bis 18 Uhr

Kostenfreie Rufnummer für Ihre Leserinnen und Leser: 0800 – 5 33 22 11

 

Darum geht‘s:

Parkinson ist nach der Alzheimer-Demenz die zweithäufigste degenerative Erkrankung des Nervensystems – allein hierzulande sind aktuell bis zu 400.000 Menschen betroffen.

Zwar ist die Erkrankung bis heute nicht heilbar, doch die Forschung hat große Fortschritte in der Behandlung von Parkinson gemacht – eine Therapie ist heute viel besser möglich als noch vor wenigen Jahren. Werden die Behandlungsmöglichkeiten konsequent ausgeschöpft, können die Betroffenen eine hohe Lebensqualität erreichen. Entscheidend ist, dass sie und ihr Umfeld bestmöglich über die Erkrankung und die Behandlungsmöglichkeiten informiert sind. Sie können so zu Mitgestaltern ihrer Parkinson-Therapie werden.

 

Welche Erkenntnisse und Therapiemöglichkeiten heute zur Verfügung stehen und auf welchen Gebieten derzeit geforscht wird, dazu informieren Fachmedizinerinnen und -mediziner der Parkinson Stiftung in der Sprechzeit anlässlich des Welt-Parkinson-Tags 2024.

 

Die Expertinnen und Experten am Lesertelefon:

  • Prof. Dr. med. Dirk Woitalla; Vorstandsmitglied der Parkinson Stiftung, Facharzt für Neurologie, Chefarzt Neurologische Klinik der Katholischen Kliniken der Ruhrhalbinsel, Essen (St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh)
  • Prof. Dr. med. Georg Ebersbach; Vorstandsmitglied der Parkinson Stiftung, Facharzt für Neurologie, Chefarzt des Neurologischen Fachkrankenhauses für Bewegungsstörungen/Parkinson, Beelitz-Heilstätten
  • Prof. Dr. Claudia Trenkwalder; Vorstandsmitglied der Parkinson Stiftung, Fachärztin für Neurologie, Leiterin Kompetenznetz Parkinson der Paracelsus-Elena-Klinik Kassel und ehemalige Präsidentin der International Parkinson and Movement Disorder Society
  • Prof. Dr. med. Carsten Eggers; Vorstandmitglied der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG), Facharzt für Neurologie, Direktor Neurozentrum und Chefarzt der Klinik für Neurologie, Knappschaftskrankenhaus Bottrop
  • Prof. Dr. med. Lars Wojtecki, FEAN; Facharzt für Neurologie; Ärztlicher Direktor; Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurorehabilitation, Hospital zum Heiligen Geist Kempen

 

Die organisatorischen Eckdaten:

Donnerstag, 11. April 2024, 16:00 bis 18:00 Uhr

Gebührenfreie Servicenummer: 0800 – 5 33 22 11

 

Kostenfreier Service für Ihre Redaktion und Ihre Leser*innen:

Bei Interesse liefern wir Ihnen wie gewohnt rechtzeitig alle notwendigen Materialien bestehend aus: Vorbericht, Fotos der Experten, Featurefotos und Hintergrundinformationen. Das Material für Ihre Nachberichterstattung erhalten Sie am 11. April 2024 ebenfalls per Mail. Bitte teilen Sie uns rechtzeitig mit, ob Sie sich an dieser Aktion beteiligen möchten – per beiliegendem Antwortfax, Mail oder Telefon.

 

Alles Weitere übernehmen wir:

Call-Center und Telefonleitungen; Gebührenaufkommen für 0800-Service; Experten, Fotos und weiteres Redaktionsmaterial.

 

Übrigens:

Informationen über unsere Lesertelefone finden Sie laufend aktualisiert unter www.telefonaktion.info

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Solidarität statt Einsamkeit – Gut vernetzt zur Promotion

Am 18. April findet der 13. Niedersächsische Doktorand*innentag Gender
Studies der LAGEN - Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für
Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen statt. Gastgeberin ist
die Hochschule Hannover.

Am 18. April findet der 13. Niedersächsische Doktorand*innentag Gender
Studies der LAGEN - Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für
Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen statt. Gastgeberin ist
die Hochschule Hannover.

Seit 2010 veranstaltet die LAGEN (Landesarbeitsgemeinschaft der
Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen)
jährlich den Interdisziplinären Niedersächsischen Doktorand*innentag
Gender Studies. Ziel des Doktorand*innentages ist die niedersachsenweite
Vernetzung von Nachwuchswissenschaftler*innen im Bereich der Frauen- und
Geschlechterforschung / Gender Studies sowie die Sichtbarmachung des
Studien- und Forschungsfeldes Gender Studies.

Der Doktorand*innentag bietet Promovierenden und Masterstudierenden die
Gelegenheit, ihre Qualifizierungsprojekte vorzustellen und von
Expert*innen Feedback zu erhalten. Außerdem bietet er Möglichkeiten der
Vernetzung, des Austauschs untereinander sowie Möglichkeiten der
Weiterbildung durch Vorträge und Workshops.

Ausgerichtet wird der Doktorand*innentag 2024 gemeinsam mit dem
Forschungszentrum Musik und Gender (HMTMH), dem Gender Netz (Hochschule
Hannover) und dem Kompetenzzentrum für geschlechtersensible Medizin (MHH).

Ort: Hochschule Hannover, Fakultät III -Medien, Information und Design,
Expo Plaza 2, 30539 Hannover

Programm

10.00 - 10.30 Uhr Eröffnung und Begrüßung
Prof. Dr. Friedrich Weltzien (Masterstudiengang Design & Medien,
Hochschule Hannover)
Sabine Todt (Hochschule Hannover, Geschäftsstelle Präsidium, Stabsstelle
Berufungsma-nagement), Trinh Nguyen-Bollig (Hochschule Hannover,
Geschäftsstelle Präsidium, HannoTalents)

10.30 - 11.30 Uhr Vortrag Promotionsprojekt
Breaking the Gender Gap – Maßnahmen zur Implementierung von
geschlechtersensibler Versorgung, Moderation: Lisa Kalkowski,
Promovend*innen: Judith Mollenhauer und Sophia Sgraja (Medizinische
Hochschule Hannover), Kommentar: Dr. Sinja Henrike Meyer-Rötz

11.30 - 11.45 Uhr Kaffeepause

11.45 - 12.45 Uhr Vortrag Promotionsprojekt
Der politische Kampf um den Zugang zu Abtreibung im Kontext reproduktiver
Gerechtigkeit – Eine intersektionale Analyse von „pro-choice“ Akteur*innen
in Deutschland, Moderation: Lisa Kalkowski, Promovend*in: Lisa Brünig
(Georg-August-Universität Göttingen)
Kommentar: N.N.

12.45-13.45 Uhr Mittagspause

13.45-14.30 Uhr Diskussion und Austausch
Thomas Kronschläger (TU Braunschweig), Ninja Christine Rickwärtz
(Universität Vechta), Anna Theresa Roth (Hochschule für Musik, Theater und
Medien Hannover) und Pia Schlechter (Carl von Ossietzky Universität
Oldenburg)

14.30-15.30 Uhr Vortrag: Promovieren im Design, Dr. Sophie Heins

15.30-15.45 Uhr Kaffeepause

15.45-17.45 Uhr Workshop: Gestalte deinen Promotionsweg, Dr. Carla
Schriever

17.45-18.15 Uhr Gemeinsamer Abschluss und Ausblick, Dr. Sophie Heins, Dr.
Katharina Krämer, Dr. Carla Schriever, Katrin Brümmer (Hochschule
Hannover)

Anschließend ist ein gemeinsames Abendessen um 19.00 Uhr beim Stadtmauer
im Carree (Ernst-August-Platz 10, 30159 Hannover) geplant (Selbstzahler).

Eine formlose Anmeldung ist bis zum 10. April 2024 per E-Mail an anmeldung
@nds-lagen.de möglich. Wir bitten darum, uns mitzuteilen, ob Sie am
geplanten Abendessen teilnehmen möchten.

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