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Wie legale Online Casinos für Fair Play und Sicherheit sorgen

Fair Play inOnline Casinos Symbolbiod
Fair Play inOnline Casinos Symbolbiod

Online Casinos erfreuen sich seit dem Ausbau des Breitband-Internets immer größerer Beliebtheit. Da beim Spielen sensible personenbezogene Daten ausgetauscht und Spieler Echtgeld gewinnen können, stehen Aspekte wie Fair Play und Datensicherheit bei jeder seriösen Casino-Seite im Vordergrund. Mein Team und ich haben die größten Online-Anbieter auf diese Kriterien untersucht und stellen unseren Lesern die Ergebnisse in diesem Beitrag vor. Hier erfahren Sie mehr darüber, wie Zufallszahlengeneratoren, Sicherheitszertifikate und faire RTP den Casinos helfen, eine sichere und ehrliche Spielumgebung zu bieten.

Regulierung durch Aufsichtsbehörden und Lizenzierung

Legale Online Casino Seiten müssen in den meisten Ländern einen rigorosen Lizenzierungsprozess durchlaufen, bevor sie legal ihre Casino Spiele einer breiten Masse anbieten dürfen.

In Deutschland wird die Gesetzgebung durch den Glücksspielstaatsvertrag geregelt, in der Schweiz wird das Glücksspiel von der ESBK überwacht und in Österreich zeichnet sich das Finanzministerium als zuständig. Um mehr über legale Online Casinos in Österreich zu erfahren, lohnt sich ein Blick auf Webseiten wie smartbonus.at: Genießen Sie Online Casino Österreich mit Legalität.

Ob und in welchem Umfang eine Casino-Lizenz vergeben wird, hängt von den gesetzlichen Bestimmungen ab. In der Schweiz z. B. müssen Online-Casinos zusätzlich ein landbasiertes Casino mit Sitz in der Schweiz führen und sämtliche Vorgaben bzgl. Geldwäsche und Spielsicherheit einhalten.

In diesem Prozess wird typischerweise überprüft:

  • Wie finanzstark das Casino ist und woher die Mittel stammen
  • Welche Personen als wirtschaftlich Berechtigte hinter den Casinos stehen
  • Wie Fairness und Spielsicherheit sichergestellt wird
  • Welche Software-Entwickler das Casino beliefern
  • Wie die Online Spielbanken mit dem Thema verantwortungsvolles Spielen umgehen

Random Number Generators (RNGs)

Random Number Generators (RNG), oder zu deutsch einfach Zufallsgenerator, erzeugen innerhalb eines Slots eine rein zufällige Reihenfolge an Zahlen, die unabhängig vom Betätigen der Spin-Taste im Hintergrund laufen. Wann genau der Knopf betätigt wird, ist Glückssache und macht das Vorgehen zu dem, was es letztlich ist: zum Glücksspiel.

Ganz auf Zufall ist dieses mathematische Konzept natürlich nicht ausgelegt, denn wäre die Kombination immer rein zufällig, würden sich Ein- und Auszahlung langfristig die Waage halten. Damit könnte sich allerdings kein Casino Anbieter langfristig finanzieren. Deswegen führen selbst zugelassene Online Casinos einen Hausvorteil, wonach der Glücksspielanbieter langfristig immer einen Vorteil hat.

Aufsichtsbehörden haben bei der Überprüfung der legalen Online Casinos die Verantwortung, dass der Hausvorteil branchenübliche Standards nicht überschreitet und dem Spieler dennoch ausreichende Chancen auf echte Gewinne bei den Online Spielautomaten bleiben.

Fortschrittliche Verschlüsselungstechnologie

Da in den meisten Casinos Glücksspieler um Echtgeld spielen, müssen Casino Anbieter nicht nur mit der Rechtslage, sondern auch mit der passenden Verschlüsselung Schritt halten können. Hierzu hat sich in den vergangenen 10 Jahren die SSL-Verschlüsselung etabliert, die auf den meisten Webseiten Standard ist.

Zusätzlich zur SSL-Verschlüsselung sorgt eine TSL-Verschlüsselung für einen sicheren Datenaustausch. Hierbei sendet der Browser des Spielers ein Zertifikat an den Server und bestätigt somit seine Echtheit. Gerade bei sensiblen Zahlungsvorgängen ist diese Form der Verschlüsselung von großer Bedeutung.

Sicherheit von Zahlungsarten

Seriöse Anbieter setzen bei Zahlungsvorgängen in den Top Online Casinos grundsätzlich auf sichere Zahlungsarten. Top Anbieter verlagern die Zahlungsprozesse in einen geschützten Bereich, auf den Spieler generell nur mit Passwort und Zugangsdaten Zugriff haben.

Bei den Zahlungsarten handelt es sich in den Online Spielhallen nur um Zahlungsmethoden, die sicher über die entsprechenden Verschlüsselungen (SSL, HTTPS) abgewickelt werden. Ggf. greift die Online Spielbank bzw. der Zahlungsanbieter auf weitere Maßnahmen, wie One Time Passwörter zurück, um den Zahlungsvorgang sicher zu gestalten.

Maßnahmen für verantwortungsvolles Spielen

Ob Live Casino Spiele, Slots oder Sportwetten – Legalen Online Casinos werden beim Umwerben der Kunden gewisse Grenzen gesetzt. Je nach Lizenz und Gesetzeslage werden Casinos bereits in der Außendarstellung dazu verpflichtet, auf das Suchtpotenzial im Glücksspiel aufmerksam zu machen.

Mein Team und ich haben – unabhängig von der Gesetzeslage – einige Maßnahmen feststellen können, die mittlerweile in nahezu allen Casinos Standard sind:

  • Umfangreiche FAQs zum Thema Spielsucht
  • Limits bei Einsätzen und Einzahlungen
  • Freiwillige Spielausschlüsse für Spieler, die ein eigenes Suchtpotenzial erkennen

Wie umfangreich diese Maßnahmen sind und welche verordnet werden, hängt von der Aufsichtsbehörde ab. Traditionell sind Aufsichtsbehörden in mitteleuropäischen Ländern deutlich aufmerksamer bei diesen Themen als Behörden aus Südeuropa oder Übersee.

Überprüfungen und Zertifizierung

Je nach Land und Glücksspielmarkt, gibt es unterschiedliche Aufsichtsbehörden und unabhängige Organisationen, die die Integrität der Glücksspiele sicherstellen. Dazu zählt bspw. das Unternehmen eCOGRA, das Fairplay, die Spiele selbst und das Casino zertifiziert.

Unabhängig vom Glücksspielmarkt sind die Online-Casinos in den meisten Ländern den Aufsichtsbehörden zur Auskunft verpflichtet. Diese Auskunftsanfragen erfolgen entweder in regelmäßigen Abständen durch Audits oder anlassbezogen, bspw. durch eine auffällig hohe Anzahl an Beschwerden.

Öffentlich zugängliche RTP-Prozentwerte

Der RTP-Wert (Return to Player) beschreibt den Prozentwert vom Einsatz, den Spieler über einen langen Zeitraum aus einem Slot wieder zurückbekommen. Hat ein Slot also einen RTP-Wert von 96 %, erhält der Spieler langfristig von jedem gesetzten Euro 96 Cent zurück.

RTP-Werte sind in der Regel öffentlich zugänglich. Je höher der RTP-Wert, desto wahrscheinlicher die Chance auf einen Gewinn. Allerdings versprechen Automaten mit sehr hohen RTP-Werten nur selten enorm hohe Gewinnchancen. Hierbei handelt es sich in der Regel um einfache Slots mit Einsätzen ab 10 Cent.

Benutzerfreundliche Oberflächen und Datenschutzerklärungen

Um dem Spieler mehr Transparenz zu ermöglichen, gestalten die Anbieter die Oberflächen übersichtlich und informieren in den jeweiligen Anleitungen über die Gewinnchancen in Online Slots und für Live Spiele. Sonstige Informationen zum Angebot sind auf der Website selbst oder im FAQ-Bereich aufgeführt.

Datenschutzerklärungen (Privacy Policies) klären Kunden darüber auf, wie die Daten verarbeitet werden und welche Sicherheitsmaßnahmen das Casino ergreift, um übermittelte Daten zu schützen.

Kundenservice und Konfliktschlichtung beim Online Glücksspiel

Ob Fragen zu Lizenzen, VIP Programm oder Bonus – für jede Frage gibt es eine Antwort. Mein Team und ich haben festgestellt, dass so ziemlich jeder Kundenservice schnell und unkompliziert über einen Live-Chat zu erreichen ist. Mails werden in der Regel innerhalb kurzer Zeit beantwortet.

Darüber hinaus können sich Spieler bei Fragen zu Lizenzen, Bonus oder die Glücksspiele im Allgemeinen auch an Dritte wenden. Die zuständige Aufsichtsbehörde informiert auf Anfrage über die Spielbank und kann in Extremfällen auch als Streitschlichter auftreten.

Das Wichtigste in Kürze

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass Fairness und Sicherheit beim Glücksspiel eine elementare Rolle spielen. Unabhängig von der Spielauswahl möchten Kunden im Casino sicher sein, dass ihre Daten korrekt verarbeitet und keine Kompromisse im Bereich Verschlüsselung gemacht werden.

Darüber hinaus sollten nach Vorgabe der Aufsichtsbehörden Online Casino Spiele so aufgebaut sein, dass sie für den Spieler leicht verständlich sind und das Casino nicht über die Maße übervorteilt wird. Gleichzeitig sollten seriöse Online Casinos ihre Kunden über potenzielle Suchtrisiken aufklären und beraten oder zumindest an Beratungsstellen verweisen können.

Diese Informationen wurden von der Chefredakteurin des Portals Smartbonus.at Margaret Kimel für unsere Leser bereitgestellt.

 

 

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Smart City Innovation Unit und Technische Hochschule Bochum laden zum „Stadtlabor“

Die Smart City Innovation Unit lädt gemeinsam mit der Technischen Hochschule Georg Agricola wieder zur Veranstaltung „Stadtlabor zu Besuch“ ein. Unter dem Titel „Umweltkumpel gesucht – Citizen Science auf der Spur von Umweltveränderungen im Revier“ findet das Stadtlabor am Dienstag, 19. März von 17.30 bis 19 Uhr in der Gaststätte Zum Kuhhirten, Brückstraße 12 -14, statt.

 

Warum trägt ein Bach mal mehr und mal weniger Wasser? Welche Pflanzen wachsen in der Nähe eines ehemaligen Bergwerks? Wird das Fördergerüst in der Nachbarschaft immer rostiger? Umweltveränderungen wie diese interessieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Forschungszentrum Nachbergbau (FZN) im Rahmen des Projektes „Umweltkumpel”.  Alle Bürgerinnen und Bürger können aktiv an diesem Citizen-Science-Projekt mitwirken. Dazu braucht es lediglich eine Handykamera und die Lust, Beobachtungen zu protokollieren.

 

Einblicke in das Forschungsprojekt und die Möglichkeiten zur aktiven Mitwirkung geben Cinja Bösel und Dr.-Ing. Sebastian Westermann vom FZN der TH Georg Agricola. Um eine Anmeldung zur kostenlosen Veranstaltung unter  https://www.bochum-smartcity.de/stadtlabor_umweltkumpel wird gebeten.

 

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Informationsveranstaltungen zum Semesterstart des Gasthörer*innenstudiums BANA der TU Berlin am 25.03.24 und 08.04.24

Zukunft mitgestalten!

Das Gasthörer*innenstudium BANA an der TU Berlin startet am 18. April 2024
ins Sommersemester 2024 / Anmeldungen ab sofort möglich /
Informationsveranstaltungen am 25. März und 8. April 2024

Wer interessiert ist, in altersgleichen Gruppen und/oder mit jungen
Studierenden gemeinsam in Seminaren oder an Projekten zu arbeiten und
neugierig ist auf neue und digitale Lehr- und Lernformate, für den könnte
das BANA-Gasthörer*innenstudium der TU Berlin das Richtige sein. Im
kommenden Sommersemester 2024 steht es unter dem Motto „Zukunft
mitgestalten!“

Drei Schwerpunkte im BANA-Gasthörer*innenstudium stehen zur Auswahl:

1. Schwerpunkt: Stadt
2. Schwerpunkt: Umwelt
3. Schwerpunkt: Ernährung und Gesundheit

Das Projektstudium hat auch zum Ziel, das bürgerschaftliche Engagement zu
fördern und in der Praxis das zu erproben, was im Studium an fundiertem
Wissen und Kompetenzen erworben wurde.

Das BANA-Gasthörer*innenstudium dauert insgesamt zwei Jahre. Die Kosten
betragen 60 Euro pro Semester. Eine Hochschulberechtigung ist nicht
erforderlich.

An folgenden Tagen finden Informationsveranstaltungen zum Sommersemester
2024 statt:

Zeit: Montag, 25.3.202, 10.00 bis 12.00 Uhr und am
Ort: TU Berlin, Fraunhoferstr. 33–36, 10587 Berlin, Raum FH 1019 (10.
Etage)

Zeit: Montag, 8.4.2024, 10.00 bis 12.00 Uhr
Ort: TU Berlin, Fraunhoferstr. 33–36, 10587 Berlin, Raum FH 1019 (10.
Etage)
Eine Anmeldung per E-Mail ist erforderlich bei Anke Arnold: a.arnold@tu-
berlin.de .

Hinter dem Begriff BANA verbirgt sich ein attraktives und
projektorientiertes Gasthörer*innenstudium für Menschen ab 45 Jahren, dass
von der TU Berlin seit über 35 Jahren angeboten wird.

BANA wendet sich an alle Interessierte, die ihr Leben in der zweiten
Lebenshälfte – nach oder neben der Berufstätigkeit – neu planen und die
sowohl an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen teilhaben als auch
neue Kontakte knüpfen möchten.

Eigene BANA-Lehrveranstaltungen bieten die Möglichkeit zum Studium mit
Studierenden in der gleichen Altersgruppe. Darüber hinaus können die
Vorlesungen und Seminare aus dem breiten Lehrportfolio der TU Berlin
gemeinsam mit den jüngeren Studierenden besucht werden. Ein
intergenerationelles Arbeiten und Diskutieren ist seit vielen Jahren eine
gelebte Praxis im Universitätsalltag.

Im kommenden Sommersemester könnten vereinzelt Online-Veranstaltungen
stattfinden. Eine Einweisung in die benötigten digitalen Kenntnisse ist
gewährleistet.

Weiterführende Informationen:
Weitere Informationen zu BANA-Gasthörer*innenstudium
<https://www.tu.berlin/zewk/arbeitsbereiche/bana-gasthoererinnenstudium>

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Lohn, Mitsprache, Anerkennung: Erfahrungen im Job können demokratische Einstellungen stabilisieren – oder unterminieren

Neue Analyse

Einkommen, Mitsprache, Anerkennung: Erfahrungen im Job können
demokratische Einstellungen stabilisieren – oder unterminieren

Das Erstarken rechtsextremer und anti-demokratischer Einstellungen in
Deutschland steht mit Erfahrungen sozialer Desintegration in Verbindung,
mit denen sich ein relevanter Teil der Bevölkerung konfrontiert sieht.

Dazu zählen unter anderem Befürchtungen, den eigenen Lebensstandard nicht
halten zu können, Sorgen um die Alterssicherung und um die berufliche
Zukunft, die beispielsweise bei Erwerbspersonen, die zur AfD tendieren,
weit überdurchschnittlich verbreitet sind (siehe Abbildung 1 in der pdf-
Version dieser PM; Link unten). Aber auch mangelnde Mitsprache am
Arbeitsplatz und das damit verbundene Gefühl, mit tiefgreifenden
Veränderungen in Arbeitsleben und Gesellschaft ohne Möglichkeit zur
Einflussnahme nicht Schritt halten zu können – oder der Eindruck, dass die
berufliche Leistung vom Arbeitgeber nicht ausreichend anerkannt wird, sind
wichtige Faktoren (Abbildung 2 in der pdf-Version). Das zeigen aktuelle
Studien, unter anderem des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen
Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, über die WSI-Direktorin Prof.
Dr. Bettina Kohlrausch in einer neuen Kurzanalyse einen Überblick gibt.*
„Es ist für Demokratien lebensbedrohlich, wenn ein wachsender Teil der
Bevölkerung die Gestaltung der Gesellschaft zwar im Rahmen demokratischer
Rechte mitverantwortet, die grundlegenden Werte und Regeln, die sie
ausmachen, aber nicht teilt. Menschen müssen sich die Demokratie und ihre
Werte zu eigen machen, damit sie funktioniert“, warnt die Soziologin.

Einer der Faktoren, die zu einer Erosion demokratischer Einstellungen
führen können, ist die Erfahrung von Anerkennungsverlusten bzw.
Anerkennungsbedrohungen, ergeben unter anderem Untersuchungen des
Soziologen Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer oder die Leipziger Autoritarismus-
Studie. Die Forschung am WSI der letzten Jahre hat auf empirischer Basis
herausgearbeitet, dass sich solche Bedrohungs- und Verlustgefühle aus
geringer oder fehlender materieller, sozialer und demokratischer Teilhabe
speisen. „Alle drei Dimensionen von gesellschaftlicher Teilhabe sind
relevant und stehen mit anti-demokratischen Einstellungen in
Zusammenhang“, betont Kohlrausch. „Unsere Befragungsdaten zeigen, dass
unter Menschen, die zur Wahl der AfD tendieren, solche subjektiven
Bedrohungs- und Verlusterfahrungen überdurchschnittlich verbreitet sind.“
So finden sich in den unteren Einkommensgruppen besonders viele
Wähler*innen der AfD. „Oft verbinden sich Bedrohungs- und Verlustgefühle
dann mit migrationskritischen bis -feindlichen Stereotypen, die
insbesondere AfD-Stammwähler*innen sehr oft vertreten. Der AfD gelingt es
im aktuellen politischen Diskurs erfolgreich, oben-unten Konflikte in
innen-außen Konflikte umzudeuten.“

– Personen mit großen wirtschaftlichen Sorgen wollen deutlich häufiger AfD
wählen –

Es sei auch deshalb besonders problematisch, dass gerade Menschen mit
niedrigeren Einkommen im Zuge der Corona-Krise und der Teuerung infolge
des Kriegs in der Ukraine überproportional belastet wurden, was zu einem
massiven Anstieg finanzieller Sorgen in diesen Einkommensgruppen führte,
analysiert Kohlrausch. Das ergeben unter anderem die regelmäßigen
Auswertungen der Erwerbspersonenbefragung der Hans-Böckler-Stiftung.
Personen mit großen wirtschaftlichen Sorgen und Belastungen wiederum
wollen häufiger AfD wählen – je nach spezifischer Fragestellung waren etwa
die Anteile bei der Befragungswelle vom Juli 2023 unter mehr als 5000
Erwerbstätigen und Arbeitsuchenden teilweise doppelt so hoch wie bei
Wähler*innen anderer Parteien.

Ebenfalls bedeutsam für Verunsicherungen, die antidemokratische
Einstellungen triggern können, ist das Gefühl mit den „rasenden“
gesellschaftlichen Veränderungen dieser Zeit nicht mithalten zu können.
Diese Veränderungen bergen neben materiellen Bedrohungen auch die Gefahr
des Verlustes sozialer Anerkennung. „Dies geschieht zum Beispiel, wenn
Wissen und Können, welches im Laufe eines Lebens angeeignet wurde, an
Bedeutung verliert oder gar nicht mehr gefragt ist. Wer jahrelang stolz
darauf war, am Diesel gebaut zu haben und jetzt plötzlich nur noch
klimafeindliche Technik von gestern produziert, der sieht eben nicht nur
den Arbeitsplatz bedroht, sondern auch den eigenen Stolz – vielleicht
sogar den einer ganzen Region“, schreibt WSI-Direktorin Kohlrausch.

Besonders problematisch ist dies, wenn Menschen den Eindruck haben, nicht
zu verstehen, wie und warum sich die Gesellschaft verändert und dass sie
die Auswirkungen dieser Veränderungen auf ihren konkreten (Arbeits-)Alltag
nicht mitgestalten können. Menschen, die das Gefühl haben, dass ihnen die
aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen „einfach passieren“, sie aber
keinerlei Einfluss auf deren Gestaltung haben, neigten eher zur
antidemokratischen Einstellung. Dies betreffe nicht zuletzt die Auswirkung
von Digitalisierung und sozial-ökologischem Wandel auf den konkreten
Arbeitsalltag, so Kohlrausch.

– Tarifautonomie und Mitbestimmung als Ressourcen der Demokratie   –

„Die multiplen Krisen dieser Zeit und die großen gesellschaftlichen
Veränderungen wie die Digitalisierung, die Dekarbonisierung und der
demographische Wandel haben zur Folge, dass sich Verteilungskonflikte
einerseits zuspitzen und anderseits zentrale gesellschaftliche Fragen neu
ausgehandelt werden müssen“, erklärt die Soziologin. Ein zentraler
Aushandlungsort ist laut Kohlrauschs Analyse nach wie vor der Betrieb.
Faktoren wie die Tarifautonomie oder das Betriebsverfassungsgesetz
bestimmten ebenso wie soziale Schutzrechte für Beschäftigte den formalen
Rahmen dieses Aushandlungsprozesses – und seien daher wichtige Ressourcen
auch für die politische Demokratie. „Sie sorgen dafür, dass im
betrieblichen Kontext trotz des genuinen Machtungleichgewichts zwischen
Beschäftigen und Arbeitgeber*innen ein Interessenausgleich möglich wird“,
so die WSI-Direktorin. In Zeiten großer Transformationsprozesse fokussiere
dieser Interessenausgleich nicht nur Fragen der Entlohnung, sondern auch
die Gestaltung der Transformation, wenn zum Beispiel über den Einsatz
digitaler Technologien am Arbeitsplatz entschieden wird.

Untersuchungen, unter anderem des WSI, zeigen, dass Beschäftigte seltener
zu anti-demokratischen Einstellungen neigen, wenn dieser
Interessenausgleich gelingt. Konkrete Mitsprachemöglichkeiten im
Arbeitsumfeld stärken demokratische Einstellungen und verringern die
Wahrscheinlichkeit, AfD zu wählen. So geben beispielsweise in der Böckler-
Erwerbspersonenbefragung unter den Wählenden anderer Parteien deutlich
mehr Menschen an, Mitspracherechte bei strategischen Entscheidungen am
Arbeitsplatz zu haben als Personen, die der AfD zuneigen (siehe Abbildung
2). In eine ähnliche Richtung weisen Studien von Forscher*innen der
Universitäten Lüneburg und Trier auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels
(SOEP). Danach sind Beschäftigte in Betrieben mit Betriebsrat im Schnitt
zufriedener mit der Demokratie in Deutschland als diejenigen ohne
Mitbestimmung. Und: Gibt es in einem Betrieb eine Arbeitnehmervertretung,
tendiert die Belegschaft weniger zu rechtsradikalen Parteien.

Für die meisten Menschen ist Erwerbsarbeit die wesentliche Grundlage ihrer
materiellen Absicherung und zwar sowohl im Hinblick auf die Entlohnung als
auch auf die soziale Absicherung im Falle von Erwerbsunfähigkeit oder im
Alter. Darüber hinaus ist Erwerbsarbeit eine wichtige Ressource sozialer
Anerkennung, konstatiert Kohlrausch. Beide Aspekte korrelierten mit Wahl
oder Nichtwahl der AfD. „Erwerbspersonen, denen ihre Arbeit langfristig
ein sicheres und ausreichendes Einkommen garantiert, wählen seltener AfD.
Solidarität, Stolz auf die eigene Leistung (Produktionsstolz) aber auch
die Anerkennung dieser durch Kolleg*innen und Vorgesetze sind wesentliche
Aspekte sozialer Anerkennung. Wer diese im Rahmen der eigenen
Erwerbsarbeit erfährt, wählt seltener AfD“, schreibt die WSI-Direktorin.
Trotz derartiger Befunde werde in der Debatte über das Erstarken anti-
demokratischer Einstellungen und rechtsextremer Parteien die Bedeutung des
Betriebs und die Rolle von Erwerbsarbeit häufig vernachlässigt, so
Kohlrausch.

Positive, die Demokratie stärkende Elemente müssten sowohl eine
ausreichende materielle Absicherung als auch das Erleben sozialer
Anerkennung und demokratischer Beteiligungsmöglichkeiten umfassen.
Hierzu gehöre zunächst, die Primärverteilungsfunktion des Arbeitsmarktes
zu stärken, um Beschäftigten materiell angemessen abzusichern. Die
Stärkung der Tarifbindung identifiziert die Soziologin als einen wichtigen
Baustein dafür.

Ebenso wichtig sei es, Beschäftigten Mitsprachemöglichkeiten einzuräumen,
wenn es darum geht, Transformationsprozesse im Betrieb zu gestalten. Eine
Ausweitung der betrieblichen Mitbestimmung auf mehr Betriebe – aktuell
haben nur rund 43 Prozent der Beschäftigten in Deutschland einen Betriebs-
oder Personalrat an ihrer Seite – sei hierfür nur ein erster Schritt.
„Damit sich betriebliche Mitbestimmung auch in reale Teilhabemöglichkeiten
von Beschäftigten übersetzt, brauchen Betriebsräte mehr Rechte, um die
aktuellen Veränderungen mitgestalten zu können, zum Beispiel im Hinblick
auf Digitalisierung oder Qualifizierung, die eine wichtige Voraussetzung
ist, um mit den Veränderungen der Arbeitswelt mithalten zu können. Hierfür
braucht es eine grundlegende Reform des Betriebsverfassungsgesetzes“, so
Kohlrausch. Eine von arbeitsrechtlichen Expert*innen der Gewerkschaften,
der Hans-Böckler-Stiftung sowie der Universitäten Göttingen und Bremen
vorgeschlagene Neufassung sehe übrigens auch vor, Beschäftigten, eine
Stunde Demokratiezeit in der Woche einzurichten, betont Kohlrausch. „Eine
funktionierende Sozialpartnerschaft ist eine wichtige Säule der
Demokratie, denn im Betrieb ist Demokratie immer in Arbeit.“

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