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Neuer Masterstudiengang Systemische Soziale Arbeit

Die Hochschule Merseburg bietet ab dem Wintersemester 2024/25 den aktuell
deutschlandweit einzigen Masterstudiengang Systemische Soziale Arbeit an.
Dabei handelt es sich um einen konsekutiven, fachübergreifenden und stark
anwendungsorientierten Teilzeit-Masterstudiengang, der zugleich
Leitungstätigkeiten kultiviert und auf die Entwicklung von
Forschungskompetenzen ausgerichtet ist.

Der Systemische Ansatz ist einer der am weitesten verbreiteten
Hilfeansätze. Im Gegensatz zu anderen Verfahren kommt er auch in nicht-
therapeutisch/beraterischen Kontexten wie Supervision von Fach- und
Führungskräften, bei beruflichen Fragestellungen im Coaching oder der
Organisationsberatung sowie bei der Beratung von Teams zum Einsatz.

Charakteristisch für den systemischen Ansatz ist die Betrachtung von
Personen in ihren Kontexten und Wechselwirkungen. Markant ist eine
ressourcen- und lösungsorientierte Grundhaltung.

Das Studium baut auf einem ersten berufsqualifizierenden
Hochschulabschluss in Sozialer Arbeit, Sozialpädagogik oder Sozialarbeit
auf. Ziel des neuen Masterstudiengangs ist es, die Studierenden optimal
auf komplexe Herausforderungen vorzubereiten, für die vielfältigen
Berufswege im Bereich der Sozialen Arbeit zu qualifizieren sowie ihre
bereits erworbenen Kompetenzen weiterzuentwickeln. Einhergehend mit den
Erfahrungen beruflicher Praxis ermöglicht das Masterstudium die
Verfeinerung von Handlungs- und Methodenfertigkeiten und zielt auf ein
besonderes, systemisches Fähigkeitsprofil.

Der Masterstudiengang Systemische Soziale Arbeit ist auf sechs Semester
angelegt, als Teilzeitstudiengang konzipiert und kann jeweils zum
Wintersemester begonnen werden.

Die inhaltlich breite Ausrichtung ermöglicht es, individuelle Interessen
zu verfolgen, sich zu spezialisieren und sich dadurch gezielt auf
berufliche Tätigkeiten vorzubereiten. Studiengangsleiter Professor Dr.
Christian Paulick erklärt die Zielsetzung des Masterstudiengangs
Systemische Soziale Arbeit: „Die Verschränkung von Anwendungsorientierung,
Leitungs- und Forschungskompetenzen machen das Studium anspruchsvoll,
werden damit – so unsere Überzeugung – aber genau den Anforderungen und
Qualitätsansprüchen Sozialer Arbeit gerecht. Nicht zuletzt die vielen
Nachfragen aus der Praxislandschaft nach dieser Verschränkung und
Expertise in Systemischer Sozialer Arbeit haben zur Entscheidung geführt,
den Master ins Leben zu rufen.“

Dr.‘in Rayla Metzner, wissenschaftliche Mitarbeiterin, ergänzt: „Das
Studium befähigt die Studierenden zu selbstbestimmter,
verantwortungsvoller und fachlich fundierter Tätigkeit “.

Alle weiteren Informationen zu den Zugangsvoraussetzungen, zur Vergabe der
Studienplätze etc. finden Sie unter: www.hs-merseburg.de/sysma

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Bürgerrat berät sich mit Expert:innen am MARUM zu CCS

Am MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
haben sich jetzt Bürgerinnen und Bürger versammelt, um im Rahmen einer
Citizen Jury intensiv über die Akzeptanz von CO2-Speichermethoden zu
diskutieren. Diese Form der Bürgerbeteiligung ermöglichte es den
Teilnehmenden, sich aktiv mit dem Thema CO2-Speicherung im Untergrund
unter dem Meer auseinanderzusetzen. Das Thema ist tagesaktuell, weil die
Bundesregierung vor wenigen Tagen einen Referentenentwurf zum
Kohlenstoffspeicherungsgesetz vorgestellt hat, der die Einlagerung von
Kohlendioxid unter der deutschen Nordsee künftig erlauben würde.

Beim Bürgerrat handelt es sich um eine kleine Gruppe von 12 bis 15
Personen, die möglichst wenig bis keine vorherige Erfahrung zum Thema CCS
(Carbon capture & storage, also Kohlenstoffabscheidung und -lagerung) hat
und im Idealfall einen Querschnitt durch die Bevölkerung repräsentiert.
Dies bezieht Alter und Geschlecht, Beschäftigungsverhältnis und
Migrationshintergrund mit ein. Der Jury wurde nach einer kurzen
Vorstellungsrunde in einem Fachvortrag zwei unterschiedliche CCS-Methoden
vorgestellt, die im Rahmen der moderierten Diskussion analysiert wurden.

Im Fokus stand die Nutzung basaltischer Ozeankruste im Nordatlantik, die
im Rahmen des am MARUM koordinierten Projekts AIMS³ untersucht wird, um
die Effektivität der zugrundeliegenden Reaktionen zu demonstrieren. Im
Gegensatz zur klassischen CO2-Injektion in ehemalige Öl- und
Gaslagerstätten nutzt AIMS³ die durchlässige, obere Ozeankruste, um aus
CO2 in eingeleiteten Wässern Kalkstein abzuscheiden. So würde das
Treibhausgas für Jahrmillionen klimaunschädlich gemacht. Die Jury
diskutierte das innovative Forschungsprojekt im Atlantischen Ozean
[www.aims3.cdrmare.de] auf dem Hintergrund von Transparenz zu
Umwelteinflüssen, Machbarkeit, möglichen Kosten und geopolitischen
Auswirkungen.

Zusammenfassung der Citizen Jury-Ergebnisse:
•       Die Teilnehmenden erarbeiteten ein umfassendes Bürgerstatement,
das verschiedene Aspekte beleuchtet. Besondere Aufmerksamkeit wurde auf
Transparenz und Kommunikation gelegt, sowie auf die geopolitischen
Auswirkungen und die Notwendigkeit einer klaren finanziellen Abgrenzung
zwischen öffentlicher und industrieller Finanzierung.
•       Die Frage nach der Verantwortung und Überwachung bei
CO2-Sequestrierung stand ebenso im Mittelpunkt wie Bedenken hinsichtlich
möglicher Auswirkungen auf die CO2-Reduktionsbemühungen in anderen
Bereichen. Die Teilnehmer:innen forderten eine transparente
Gegenüberstellung von CCS im Vergleich zu anderen Reduktionsmethoden, um
die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen.

In der Abschlussbetrachtung hoben die Teilnehmenden die Bedeutung
verschiedener Blickwinkel hervor und betrachteten die Citizen Jury als
wirksames demokratisches Instrument. Die Dringlichkeit der Technologie und
die Wichtigkeit verstärkter Zusammenarbeit in der Kommunikation wurden
betont.

Die Citizen Jury am MARUM zeigt, wie eine direkte Beteiligung der
Bevölkerung zu fundierten Entscheidungen führen kann. Die gewonnenen
Erkenntnisse werden dazu beitragen, die Akzeptanz von CO2-Speichermethoden
zu fördern und gleichzeitig die Anliegen der Bürger in die politische
Diskussion einzubringen.

Mehr Informationen:
www.aims3.cdrmare.de

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Popakademie stellt Studiengang Weltmusik B.A. vor

Zu Beginn der Bewerbungsphase an der Popakademie Baden-Württemberg werden
an mehreren Orten in Deutschland kostenlose Infoveranstaltungen zum
Studiengang Weltmusik angeboten. Diese Infotage finden in Kooperation mit
Musikschulen und alevitischen Kulturvereinen statt.

Neben einem kostenlosen Workshop für Schüler:innen mit Kenan Tülek, der an
der Popakademie die türkische Langhalslaute Bağlama unterrichtet, gibt es
eine Präsentation und Informationen zum Bachelor-Studiengang Weltmusik:

Samstag, den 09.03. um 17:00 Uhr
Jugendmusikschule Hamburg
Mittelweg 42, 20148 Hamburg

Samstag, den 16.03. um 15:00 Uhr
Alevitische Gemeinde Ludwigsburg
Osterholzallee 142, 71636 Ludwigsburg

Sonntag, den 17.03. um 13:00 Uhr
Alevitische Gemeinde Wiesloch
Baiertalerstr.96, 69168 Wiesloch

Freitag, den 22.03. um 15:00 Uhr
Alevitische Gemeinde Worms
Weinsheimerstr.65, 67547 Worms

Über Kenan Tülek:
Schon in jungen Jahren begann Kenan Tülek selbstständig die Bağlama zu
erlernen. Durch den Unterricht in verschiedenen Kulturzentren erhielt er
einen Einblick in die traditionelle anatolische Volksmusik. Sein Interesse
gilt von Beginn an den verschiedenen Spieltechniken, insbesondere der
innovativen Spieltechnik Şelpe. Verfeinert wurde sein technisches Können
durch den Meister Erdal Erzincan, bei dem er zahlreiche Kurse besuchte.
Außerdem erforschte er die traditionelle alevitische Musik Anatoliens vor
Ort. Tülek studierte den Bachelor und Master of Music am Instrument
Bağlama an der Codarts Rotterdam University for Arts und an der Istanbul
Teknik Üniversitesi (ITÜ). Tülek veröffentlicht auch Lehrbücher, wie 2018
zum Thema „Bağlama spielen, Die Şelpe-Technik“ sowie 2019 zum Thema
„Bağlama spielen, Die Tezene-Technik.

Über die Popakademie Baden-Württemberg: https://www.popakademie.de
Informationen zu den Studiengängen:
Weltmusik B.A.: https://www.popakademie.de/de/studium/weltmusik-ba/facts/
Popmusikdesign B.A.: https://www.popakademie.de/de/studium/popmusikdesign-
ba/facts/

Bewerbung Studium: https://www.popakademie.de/de/studium/online-bewerbung/

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Südsudan: Malteser International versorgt Geflüchtete aus Sudan mit Trinkwasser

Mehr als acht Millionen Menschen sind seit Beginn des Krieges im Sudan vor rund elf Monaten geflohen. Die Mehrzahl von ihnen lebt als Geflüchtete im eigenen Land, doch fast 600.000 suchen mittlerweile Schutz im Nachbarland Südsudan. Im nördlichen Distrikt Western Bahr el Ghazal haben die Malteser mehr als ein Dutzend Brunnen instand gesetzt, damit rund 7.000 Menschen mit Trinkwasser versorgt werden können. Das Auswärtige Amt unterstützt Malteser International bei ihrer Nothilfe.

„Unter den Menschen, die jetzt über die Grenze kommen, sind viele, die vor der Gewalt und der wirtschaftlichen Not vom Südsudan in den Sudan geflohen waren und nun erneut fliehen müssen, weil ihr Leben wieder in Gefahr ist. Die Ortschaften wie Bor Medina, die jetzt vermehrt besiedelt werden, waren jahrelang fast verwaist und die gesamte Infrastruktur quasi zusammengebrochen. Den Menschen fehlt es dort derzeit buchstäblich an allem: Toiletten, Trinkwasser, Lebensmitteln und vielem mehr“, berichtet Mathis Biermann, Länderreferent Südsudan bei Malteser International, aus der Regionshauptstadt Wau.

„Die humanitäre Situation im Südsudan ist ebenfalls sehr schwierig. Rund neun Millionen Menschen sind hier derzeit auf Lebensmittel, Medikamente und andere Hilfsgüter angewiesen. Die große Menge flüchtender Menschen aus dem Sudan verschärft die Lage“, sagt Biermann.

Malteser International ist seit 1996 in der Region, die seit der Teilung des Sudans zum Südsudan gehört, tätig. Malteser International setzt sich für eine Verbesserung der Lebenssituation der notleidenden Bevölkerung ein. Die Hilfsprojekte richten sich auf die Bereiche Ernährung, Wasser, Sanitär & Hygiene (WASH) sowie Gesundheit.

Malteser International (MI) arbeitet als internationale humanitäre Hilfsorganisation. Sie ist ein Hilfswerk des katholischen Malteserordens und erfüllt besonders den Ordensauftrag "Hilfe den Bedürftigen". Der Auftrag ist es, die Gesundheit und Lebensumstände von notleidenden und vertriebenen Menschen weltweit zu verbessern. Die Organisation leistet in über 130 Projekten in 36 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von Religion, politischer Überzeugung, Herkunft oder Geschlecht. Christliche Werte und die humanitären Prinzipien der Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org   

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