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Kohlenstoffabscheidung und -speicherung als Treiber für die Dekarbonisierung - EU-Projekt COREu geht an den Start

Das Steinbeis-Europa-Zentrum begleitet eines der größten Forschungs- und
Innovationsprojekte im Bereich der Kohlenstoffabscheidung und -speicherung
(Carbon Capture and Storage, CCS), das jemals durch ein europäisches
Programm finanziert wurde. Gemeinsam mit dem Koordinator SINTEF aus
Norwegen und insgesamt über 40 Partnern aus Industrie und Wissenschaft
bringen wir CCS in ganz Europa auf den Weg und schaffen geeignete
Marktbedingungen.

Kohlenstoffabscheidung und -speicherung sind notwendige Treiber für die
Dekarbonisierung der Wirtschaft in Europa. Das Horizon Europe-Projekt
COREu wird den Weg für eine erfolgreiche Ausweitung der CCS-Technologie
ebnen und bringt über 40 Schlüsselpartner aus der Industrie und
Wissenschaft zusammen.

Das Steinbeis-Europa-Zentrum begleitet mit COREu eines der größten
Forschungs- und Innovationsprojekte im Bereich der Kohlenstoffabscheidung
und -speicherung (Carbon Capture and Storage, CCS), das jemals durch ein
europäisches Programm finanziert wurde. An der Auftaktveranstaltung, die
am 31. Januar und 1. Februar 2024 in Trondheim, Norwegen stattfand, nahmen
Vertreter von über 40 industriellen und wissenschaftlichen Partnern aus
ganz Europa teil.

Das Steinbeis-Europa-Zentrum ist für das Arbeitspaket „Communication,
Dissemination & Exploitation“ verantwortlich und trägt dazu bei, eine
positive Dynamik für CCS in der gesamten EU zu schaffen. Es wird die
wichtigsten Interessengruppen, auch über das Konsortium hinaus,
sensibilisieren und mobilisieren und einen innovativen Rahmen für ein
gemeinsames Engagement schaffen, das zu einer beschleunigten Einführung
sicherer, nachhaltiger und widerstandsfähiger CCS-Pfade in Europa führt.

„Es ist wichtig, CCS in ganz Europa auf den Weg zu bringen, um einen Markt
zu schaffen, der groß genug für die Kommerzialisierung der benötigten
Technologien und Dienstleistungen ist. Und wir helfen dabei mit einem
Projekt, das die Spanne zwischen den nördlichen Ländern und dem Rest
Europas schließen soll", sagt Chiara Caccamo, Forschungsleiterin bei
SINTEF und Koordinatorin von COREu.

COREu will ein offen zugängliches, grenzüberschreitendes Infrastruktur-
und Logistiknetz für CCS aufbauen, das Emittenten und Speicherstätten in
ganz Europa miteinander verbindet. Zu den Hauptzielen gehören:

•       Beschleunigung des CCS-Einsatzes durch Demonstration des sicheren
und effektiven CO2-Transports und der CO2-Speicherung
•       Erhöhung der TRL der entwickelten CCS-Technologien
•       Festlegung wirtschaftlich tragfähiger, gesellschafts- und
umweltverträglicher Geschäftsmodelle für eine nachhaltige Ausweitung der
CCS-Einführung

COREu wird entscheidende Technologien für die gesamte CCS-
Wertschöpfungskette entwickeln, darunter innovative Tanks für den
CO2-Transport, Simulationswerkzeuge für die Abschätzung der Kapazität von
Lagerstätten und der Injektionsraten sowie autonome Unterwasserfahrzeuge
für die Überwachung von CO2-Leckagen. Es werden vier Strecken in den
folgenden Regionen eingerichtet: Prinos/Kavala in Griechenland, Südmähren
in der Tschechischen Republik, Baltikum/Danzig in Polen und Westukraine.
COREu wird auch Emittenten-Cluster initiieren, die die Nachfrage und die
wirtschaftlichen Gründe für Investitionen in CCS fördern.

Das Konsortium aus mehr als 40 Partnern zeichnet sich durch ein breites
Spektrum an Kompetenzen aus: Emittenten, Technologieanbieter,
Gasfernleitungsnetzbetreiber, Öl- und Gasunternehmen, Forschungsinstitute
und Universitäten aus Norwegen, Griechenland, Italien, der Tschechischen
Republik, Polen, der Ukraine, Zypern, Slowenien, dem Vereinigten
Königreich und Deutschland. Das Fachwissen, das die Partner aus diesen
verschiedenen Sektoren mitbringen, wird es dem Projekt ermöglichen, einen
Rahmen zu schaffen, der zur Verbreitung von CCS beiträgt.

Das Konsortium von COREu

•       SINTEF ENERGI AS, Norway, Coordinator
•       Energean Oil & Gas - Energeiaki Aigaiou Anonymi ET, Greece
•       Energean Italy S.P.A., Italy Affiliated
•       Elpedison Paragogi Ilektrikis Energeia Monoproso, Greece
•       Cao Hellas Thessaliki Asvestopoiia Monoprosopi A, Greece
•       Ethniko Kentro Erevnas Kai Technologikis Anapty, Greece
•       Buse Gas S.A., Greece
•       Mnd A.S. , Czech Republic
•       Ceska Geologicka Sluzba, Czech Republic
•       Unigeo A.S. , Czech Republic
•       Instytut Nafty I Gazu - Panstwowy Instytut Badaw, Poland
•       Lotos Petrobaltic S.A., Poland
•       Ukrainian Research And Development Institute Of Gas, Ukraine
•       Prime Carbon Storage And Transport Ltd, Cyprus
•       Gas Vessel Production Proizvodnja In Inzenirske Dejavnosti Doo,
Slovenia
•       Macgregor Norway As, Norway
•       Can Systems As, Norway
•       Desfa, Greece
•       Grtgaz, France
•       Open Grid Europe Gmbh, Germany
•       Opengosim Ltd, United Kingdom
•       Ruhr-Universitaet Bochum, Germany
•       Saipem, Italy
•       Sgs Societe Generale De Surveillance Sa, Switzerland
•       Motor Oil (Hellas) Diilistiria Korinthou A.E., Greece
•       Helmholtz Zentrum Potsdam Deutschesgeoforsc, Germany
•       Aristotelio Panepistimio Thessalonikis, Greece
•       Ethniko Asteroskopeio Athinon, Greece
•       Universita Degli Studi Di Roma La Sapienza, Italy
•       Stiftelsen Norsk Institutt For Naturforskning Nin, Norway
•       Alma Mater Studiorum - Universita Di Bologna, Italy
•       Bellona Europa Aisbl, Belgium
•       Sintef As, Norway
•       Sviluppo Tecnologie E Ricerca Per L'edilizia Sismica, Italy
•       Perspectives Climate Research Ggmbh, Germany
•       Eidgenoessische Technische Hochschule Zuerich, Switzerland
•       Wearestarting S.R.L., Italy
•       Steinbeis Europa Zentrum, Steinbeis Innovation gGmbH, Germany
•       Noesis Technologies Ike, Greece
•       Domina Srl, Italy
•       Gerg Le Groupe Europeen De Recherches Gazieres, Belgium
•       Stara Glass Spa, Italy
•       Glass Futures Ltd., United Kingdom

Projektkoordinator:
Chiara Caccamo, Research Manager, SINTEF Energy Research Gas Technology
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Kongress »InCeight Casting C8« fachübergreifendes Netzwerk für die Gießereibranche, 5. bis 7. März 2025

Energiekrise, Materialengpässe, Fachkräftemangel und Inflation beschränken
die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Gießereibranche. Die Notwendigkeit
effizienter und nachhaltiger zu produzieren ist groß. Neben der
Digitalisierung können Effizienzsteigerungen insbesondere durch eine
verstärkte Vernetzung der am Entwicklungsprozess Beteiligten aus Industrie
und Forschung vorangetrieben werden. Der internationale Kongress »InCeight
Casting C8«, vom 5. bis 7. März 2025 in Stockstadt, bietet zum dritten Mal
mit fundierten Fachvorträgen, Workshops und Podiumsdiskussion diesen
interdisziplinären Wissens- und Interessenaustausch mit dem Ziel,
voneinander zu lernen und damit zukunftsfähig zu bleiben.

Der Schwerpunkt der Vorträge liegt auf der Verknüpfung von Methoden und
Kompetenzen aus verschiedenen Disziplinen mit dem Ziel, ein gemeinsames
Verständnis für die verschiedenen Anforderungen an leistungsfähige und
effiziente Gussprodukte zu entwickeln.

Call for Papers bis 15. Mai 2024

Vorträge zu effizienten Leichtbaukonstruktionen, neuen Ideen der
Produktentwicklung sowie Erkenntnissen aus Betriebsfestigkeit, Simulation,
zerstörungsfreier Prüfung und Gießereitechnik gestalten das Programm.
Interessierte aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, Konstruktion,
Produktion und Qualitätssicherung in der Energietechnik, dem Maschinen-
und Anlagenbau oder dem Fahrzeugbau sind aufgerufen, ihr Vortragsthema
beizutragen.

Bis zum 15. Mai 2024 können Beiträge eingereicht werden.

Alle Beiträge werden in einem zitierfähigen Konferenzband veröffentlicht
und sind nach einem Jahr als open-source verfügbar.

Mehr Informationen zur Veranstaltung

Der internationale Kongress »InCeight Casting C8« leistet einen Beitrag zu
aktiver Vernetzung und bietet einen zielgerichteten Austausch aller am
Produktentwicklungsprozess beteiligten Disziplinen ermöglicht der
internationale Kongress »InCeight Casting C8«. Das Fraunhofer-Institut für
Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Darmstadt hat diesen
Kongress mit Ausstellung 2021 erstmalig durchgeführt. Der Bundesverband
der Deutschen Gießerei-Industrie BDG, die Deutsche Gesellschaft für
Zerstörungsfreie Prüfung e.V. DGZfP, die Det Norske Veritas Group DNV und
der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. VDMA unterstützen
diesen Kongress.

Zentrales Ziel des Kongresses ist es, Netzwerke zu schaffen, um über die
eigene Disziplin hinaus ein Gefühl und Verständnis für Sorgen, Nöte und
Bedarfe der jeweils anderen zu erlangen, die sie bei der Konstruktion,
Bemessung, Simulation, dem Abguss oder der Qualitätssicherung eines jeden
Bauteils umtreiben. Stimmen des ersten Kongresses bestätigen das Konzept:
»Die Teilnehmenden an dem interdisziplinären Forum für Guss kommen etwa zu
gleichen Teilen aus den Bereichen Gießereien, Gussanwender und Forschung –
perfekt für den übergreifenden Austausch«, und »Wir sind von dem
inhaltlichen Konzept überzeugt und sehen im Kongress ‚InCeight Casting‘
eine relevante Veranstaltung für unsere Branche«.

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Irreguläre Migration: Neue RWI-Studie zur Wirksamkeit der geplanten Bund- Länder-Maßnahmen

Ein zentrales Element der im Herbst 2023 beschlossenen Verschärfung der
deutschen Asylpolitik ist es, Migration von Menschen ohne Aussicht auf
Bleiberecht nach Europa und Deutschland zu reduzieren. Eine neue RWI-
Studie untersucht die Wirkung ausgewählter Maßnahmen des Bund-Länder-
Beschlusses auf Migrationsabsichten potenzieller Migranten in Senegal. Die
Befragung zeigt, dass nur ein Teil der Befragten über Details des
europäischen Asylverfahrens informiert ist und Asylleistungen nur selten
als Grund für die Wahl eines Einwanderungslands angegeben werden. ...

... Von verschiedenen abgefragten Maßnahmen reduziert in einem
hypothetischen Auswahlexperiment nur die Verlagerung des Asylverfahrens in
ein außereuropäisches Land wie Ruanda oder Tunesien die Absicht zur
irregulären Migration deutlich, eine Bezahlkarte beispielsweise nicht.
Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Beschlüsse für eine wichtige Gruppe
von Migranten aus Sub-Sahara Afrika wahrscheinlich nur bedingt wirksam
sind, um irreguläre Migration kurzfristig zu reduzieren.

Das Wichtigste in Kürze:

- Im November 2023 einigten sich Bund und Länder auf Änderungen von Asyl-
Regularien, die unter anderem irreguläre Migration eindämmen sollen. Eine
neue RWI-Studie untersucht die Wirkung ausgewählter Maßnahmen des Bund-
Länder-Beschlusses auf Migrationsabsichten potenzieller Migranten in
Senegal in einer Befragung mit knapp 1000 Männern im Alter von 18 bis 40
Jahren in vier senegalesischen Städten. Senegal ist eines der
afrikanischen Länder, in denen irreguläre Ausreisen mit Ziel Europa im
vergangenen Jahr besonders stark angestiegen sind.

- Die Befragung zeigt, dass nur ein Teil der Befragten über Details des
europäischen Asylverfahrens informiert ist und Asylleistungen nur selten
als Grund für die Wahl eines Einwanderungslands angegeben werden. Auf die
Frage nach ihrem bevorzugten Migrationsziel in Europa und nach den Gründen
für ihre Wahl gaben nur 11 Prozent der Befragten an, dass staatliche
Leistungen eine Rolle spielen, weit nach Gründen wie Arbeitsmöglichkeiten
und der Anzahl der Senegalesen oder anderer Migranten, die sich bereits in
einem bestimmten Zielland befinden.

- Die in der Öffentlichkeit zuletzt kontrovers diskutierte Einführung
einer Bezahlkarte für Asylbewerberleistungen hat keinen Einfluss auf die
gemessenen Migrationsabsichten. Auch die Verkürzung der Bearbeitungszeiten
für Asylanträge hat in der Studie keinen messbaren Einfluss auf irreguläre
Migrationsabsichten.

- Die Verdopplung der Wartezeit von 18 auf 36 Monate, bis Asylbewerber
Anspruch auf sogenannte Analogleistungen (Sozialhilfe bzw. Bürgergeld)
haben, hat nur einen geringen, negativen Effekt auf die irreguläre
Migrationsabsicht, und keinen Effekt bei den ärmsten Personen und
denjenigen, die besonders motiviert sind, international zu migrieren.

- Die Verlagerung des Asylantragsverfahrens in ein Drittland wie Tunesien
oder Ruanda reduziert die irreguläre Migrationsabsicht von 3,8 auf 2,7 auf
einer Skala von 0 ("nicht interessiert") bis 10 ("sehr interessiert").

- Für die Studie wurden die Befragten in einem sogenannten
Auswahlexperiment mit zufällig zugewiesenen, hypothetischen
Asylbedingungen entsprechend dem Bund-Länder-Beschluss konfrontiert. Alle
Ergebnisse beruhen auf Aussagen zu Migrationsabsichten bezüglich
hypothetischer Asylpolitikmaßnahmen – reales Migrationsverhalten wird in
der Studie nicht beobachtet. Der Zusammenhang zwischen veränderten
Absichten und Verhaltensänderungen ist zwar unklar, dennoch ermöglicht die
Betrachtung von Migrationsabsichten eine Annäherung.

„Unsere im Senegal durchgeführte Studie ist die bisher einzige, die sich
konkret auf die Ende 2023 beschlossenen Maßnahmen bezieht und
wissenschaftliche Erkenntnisse zu deren möglichen Auswirkungen
bereitstellt“, sagt RWI-Evaluationsexpertin Maximiliane Sievert. „Die
Ergebnisse weisen darauf hin, dass kein schneller Abschreckungseffekt von
den einzelnen Maßnahmen der Bund-Länder-Kommission bezüglich der Migration
aus dem Senegal zu erwarten ist. So können wir beispielsweise in unserer
Studie keine Wirkung der Bezahlkarte auf Migrationsabsichten messen. Die
Auslagerung des Asylprozesses in ein Drittland könnte die irreguläre
Migration möglicherweise verringern. Solche Lösungen werfen allerdings
grundlegende politische und normative Fragen auf, die als solche behandelt
werden müssen. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass darauf dringend
Antworten gefunden werden müssen.“

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Prof. Dr. Argang Ghadiri verstärkt APOLLON Hochschule mit Professur für Betriebliches Gesundheitsmanagement

Seit September 2023 bereichert Prof. Dr. Argang Ghadiri die APOLLON
Hochschule mit seiner Professur für Betriebliches Gesundheitsmanagement.
Er ist für die Module „Betriebliches Gesundheitsmanagement“, „Psychische
Gesundheit bei Erwerbstätigkeiten“ und „Gesunde Führung in Unternehmen“
zuständig. Darüber hinaus gehört er zu den
Nachhaltigkeitsbotschafter:innen der Klett Gruppe, die sich regelmäßig zu
entsprechenden Themen austauschen und fortbilden.

„Seit 2015 führe ich Audits in Unternehmen bezüglich ihrer
Gesundheitsmanagementsysteme durch und konnte durch diese wertvollen
Einblicke meine praktischen Erfahrungen erheblich erweitern. Es bereitet
mir große Freude, den Studierenden an der APOLLON Hochschule Wissen ‚aus
der Praxis für die Praxis‘ zu vermitteln. Denn es liegt mir besonders am
Herzen, dass Wissenschaft und Forschung vorrangig das Ziel verfolgen
sollten, im Alltag der Menschen einen positiven Beitrag zu leisten,
anstatt sich im Elfenbeinturm zu isolieren und lediglich akademische Titel
anzuhäufen“, sagt Prof. Ghadiri.

Prof. Dr. Argang Ghadiri studierte Betriebswirtschaftslehre in Sankt
Augustin, St. Gallen, Duisburg und Helsinki. Seit 2010 ist er in der
Forschung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements tätig und in
der Lehre an verschiedenen Hochschulen aktiv. In seiner Promotion zum Dr.
rer. oec. setzte er sich mit Gesundheit aus psychologischer,
neurowissenschaftlicher und ökonomischer Sicht auseinander. Seine Arbeiten
wurden mehrfach ausgezeichnet sowie durch nationale und internationale
Stipendien gefördert.

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