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Kita-Sozialraumarbeit und Traumapädagogik

Zertifikatskurse Kindheits- und Sozialwissenschaften, Hochschule Koblenz  © AdobeStock_288341661
Zertifikatskurse Kindheits- und Sozialwissenschaften, Hochschule Koblenz © AdobeStock_288341661

Hochschule Koblenz stellte am 14. Dezember zwei Zertifikatskurse online vor
Am Donnerstag, den 14. Dezember 2023 um 19:00 Uhr bot der Fachbereich
Sozialwissenschaften, Hochschule Koblenz, eine Online-Infoveranstaltung zu
zwei berufsbegleitenden Zertifikatskursen an: Fachkraft zur Kita-
Sozialraumarbeit und Traumapädagogik. Alle Interessierten waren herzlich
eingeladen ohne Voranmeldung direkt zum Zoom-Meeting
einloggen unter: <https://hs-koblenz-de.zoom.us/s/62282049815>. Die
Teilnehmenden erfuhren alles über die Studieninhalte und -organisation der
Zertifikatsstudienangebote und konnten ihre Fragen direkt an die
Studiengangskoordinatoren richten.

Die Hochschule Koblenz führt seit mehr als 20 Jahren berufsbegleitende
Fernstudiengänge in Kooperation mit dem zfh – Zentrum für Fernstudien im
Hochschulverbund durch.
Für beide Zertifikatskurse können sich Interessierte noch bis zum
15.01.2024 online beim zfh anmelden unter <www.zfh.de/anmeldung>

Fachkraft für Kita-Sozialraumarbeit
Kindertageseinrichtungen sind wichtige Bausteine im Sozialraum. Das Ziel
der Kita-Sozialraumarbeit als institutionsbezogene und sozialräumlich
ausgerichtete Fallarbeit ist es, einen Beitrag zur Prävention von
Problemlagen und zur Minimierung von sozialen Problemen zu leisten. Der
berufsbegleitende Zertifikatskurs ermöglicht es den Teilnehmenden, ihre
bisher erworbenen professionellen Kompetenzen zu reflektieren, zu
vertiefen und weiterzuentwickeln. So qualifizieren sie sich für die
Tätigkeit in der Kita-Sozialraumarbeit. Eingebunden in das System der
Kindertagesbetreuung entlasten sie Leitungen und pädagogische Fachkräfte
in Kitas. Anstellungsträger sind in der Regel Kindertageseinrichtungen bei
den zuständigen öffentlichen und freien Trägern, bspw. beim Jugendamt.

Traumapädagogik
Pädagogische Fachkräfte stehen zunehmend vor der Herausforderung, Kindern,
die belastende Flucht- und Kriegserfahrungen oder Naturkatastrophen, bzw.
Gewalt und Migration erlebt haben, adäquat zu begegnen. Traumapädagogik
und Intervention bei Belastungen stellen immer öfter einen wichtigen
Bestandteil der täglichen pädagogischen Arbeit dar. Die Hochschule Koblenz
hat auf diesen Bedarf reagiert und bietet den zweisemestrigen
Zertifikatskurs Traumapädagogik an. Als Zugangsvoraussetzung gilt der
Nachweis einer Tätigkeit im pädagogischen Feld.

Weiterführende Links:
<www.zfh.de/kita-sozialraumarbeit>
<www.zfh.de/traumapaedagogik>
<www.hs-koblenz.de/maks>

Über das zfh
Das zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund bildet gemeinsam mit
21 staatlichen Hochschulen den zfh-Hochschulverbund. Das zfh ist eine
wissenschaftliche Institution des Landes Rheinland-Pfalz mit Sitz in
Koblenz und basiert auf einem 1998 ratifizierten Staatsvertrag der
Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland. Neben den 15
Hochschulen dieser drei Bundesländer haben sich weitere Hochschulen aus
Bayern, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein
dem Verbund angeschlossen. Das erfahrene Team des zfh fördert und
unterstützt die Hochschulen bei der Entwicklung und Durchführung ihrer
Fernstudienangebote. Mit einem Repertoire von 100 berufsbegleitenden
Fernstudienangeboten in wirtschaftswissenschaftlichen,
technischen/naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen
Fachrichtungen ist der zfh-Verbund bundesweit größter Anbieter von
Fernstudiengängen an Hochschulen mit akkreditiertem Abschluss. Alle zfh-
Fernstudiengänge mit dem akademischen Ziel des Bachelor- oder
Masterabschlusses sind von den Akkreditierungsagenturen ACQUIN, AHPGS,
ASIIN, AQAS, FIBAA bzw. ZEvA zertifiziert und somit international
anerkannt. Neben den Bachelor- und Masterstudiengängen besteht auch ein
umfangreiches Angebot an Weiterbildungsmodulen mit Hochschulzertifikat.
Derzeit sind über 6.000 Fernstudierende an den Hochschulen des zfh-
Verbunds eingeschrieben.

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Einstigen weltweiten Handel mit versklavten Menschen gemeinsam besser nachvollziehbar machen

Register versklavter Menschen aus dem Prize-Papers-Portal: Das Dokument von Bord des gekaperten französischen Schiffs
Register versklavter Menschen aus dem Prize-Papers-Portal: Das Dokument von Bord des gekaperten französischen Schiffs "Abraham de Nantes" dokumentierte, in welchen Häfen zwischen Liberia und Benin die 304 versklavten Menschen an Bord gekauft worden waren. Prize Papers Project Prize Papers Project, Referenz HCA 32/97/1 (image reproduced by permission of The National Archives, UK)

Der transatlantische Handel mit versklavten Menschen in der frühen Neuzeit
sowie die Routen der Schiffe, die diese Menschen einst über den Atlantik
transportierten, sind gemeinsame Themen der internationalen Forschungs-
und Digitalisierungsprojekte „Slave Voyages“ und „Prize Papers“. Die
Datenbanken beider Vorhaben, die historische Dokumente der Forschung und
Öffentlichkeit zugänglich machen, werden zukünftig miteinander verknüpft.
Ziel ist es, einen Überblick über Ausmaß und Rolle der subventionierten
Kaperungen im System der Sklaverei zu gewinnen. Auch sollen bisher
unbekannte, detaillierte Dokumente über den transatlantischen
Sklavenhandel auf den verknüpften Plattformen verfügbar werden.

Die Kooperation vereinbarten Forschende der Projekte während eines
Workshops an der Universität Oldenburg, Sitz des Akademienprojekts „Prize
Papers“ in Zusammenarbeit mit den National Archives, UK. „Den Kreis
unserer internationalen Partner erweitern wir damit um eines der aktuell
renommiertesten Forschungs- und Datenbankprojekte weltweit“, sagte der
Oldenburger Historiker Dr. Lucas Haasis, Forschungskoordinator im Prize-
Papers-Team. „Ziel ist es, ein umfassenderes Bild der historischen
Hintergründe des Handels mit versklavten Menschen sowie einen Überblick
darüber zu erhalten, welche Rolle Kaperungen und das Prisensystem als Teil
der damaligen Kriegsführung im System der Sklaverei spielten.“
Hinter der digitalen Datenbank SlaveVoyages.org, derzeit betrieben an der
Rice University in Houston, Texas (USA), steht eine Initiative aus
verschiedenen Institutionen, die Dokumente und Objekte über den
transatlantischen Sklavenhandel zusammenstellt und öffentlich zugänglich
macht. Die Datenbank lässt sich durchsuchen, um mehr über die Herkunft und
die erzwungene Verschleppung von mehr als zwölf Millionen afrikanischen
Menschen zu erfahren, die in Sklavenschiffen über den Atlantik verschifft
wurden. Zudem lassen sich Erkenntnisse über Hunderttausende gewinnen, die
innerhalb der Amerikas verschleppt wurden. Neben der Rice University sind
etwa die University of California, die Emory University in Atlanta,
Georgia, die Harvard University sowie das National Museum of African
American History and Culture beteiligt. Eine Delegation des Projekts
„Slave Voyages“ war zum Workshop in Oldenburg angereist, daneben auch die
IT-Partner des Prize-Papers-Projekts aus Göttingen. Projektmitarbeitende
des britischen Nationalarchivs (The National Archives, UK), wo die
„Prisenpapiere“ lagern, schalteten sich ebenso wie weitere US-Forschende
online dazu.
Die Kaperungen gegnerischer Schiffe, sogenannte Prisen, waren einst
legitimes Mittel der Kriegsführung. Seit 2018 katalogisiert und
digitalisiert das Forschungsprojekt sämtliche Prisenpapiere („Prize
Papers“), die aus Gerichtsprozessen zu Kaperungen der englischen
beziehungsweise britischen Marine zwischen 1652 bis 1815 erhalten sind.
Finanziert wird das an der Universität Oldenburg sowie dem Nationalarchiv
in London (The National Archives, UK) angesiedelte Vorhaben von der
Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen über das
Akademienprogramm aus Mitteln von Bund und Land. Das Projekt arbeitet eng
mit dem Deutschen Historischen Institut London (DHI) und den IT-Experten
der Göttinger Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (VZG)
zusammen.
Insgesamt umfasst der Prisenpapier-Bestand in London Dokumente aus 14
Seekriegen, an denen die Krone beteiligt war und die zu mehr als 35.000
Kaperungen führten. Das englischsprachige Open-Access Portal soll bis 2037
rund 3,5 Millionen Digitalisate in 19 Sprachen bereitstellen. Zahlreiche
der im Portal erfassten Schiffe waren in den transatlantischen Handel mit
versklavten Menschen verwickelt. Und hielt die englische
Admiralitätsgerichtsbarkeit eine Kaperung für rechtmäßig, so wurden die an
Bord befindlichen versklavten Menschen als vermeintlich feindliches
Eigentum auf Auktionen verkauft. „Auch das Prisensystem beförderte somit
die Versklavung und die Verschleppung von vielen Tausenden afrikanischen
Menschen, wobei das genaue Ausmaß dieser Aktivitäten noch unbekannt ist“,
so Haasis.

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Kunstwerk »Circular« als Botschafter für die Bioökonomie

Die fünf Meter hohe Installation »Circular« der Berliner Künstler Niklas Thran und Robin Woern zeigt biobasierte Materialien in schwebenden Glaspaneelen.  ©Fraunhofer IGB
Die fünf Meter hohe Installation »Circular« der Berliner Künstler Niklas Thran und Robin Woern zeigt biobasierte Materialien in schwebenden Glaspaneelen. ©Fraunhofer IGB

Was eine Zusammenarbeit von Wissenschaft und Kunst bewirken kann, zeigt
die neue Installation »Circular« der Berliner Künstler Niklas Thran und
Robin Woern, welche am 13. Dezember 2023 am Fraunhofer-Institut für
Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart eingeweiht wurde.
»Circular« ist Resultat des Kunstprojekts »Look@BioEconomy«, mit dem das
Fraunhofer IGB Bioökonomie sichtbar machen will. Das Kunstwerk wurde über
eine Förderung des Fraunhofer-Netzwerks »Wissenschaft, Kunst und Design«
realisiert.

Die Bioökonomie ist ein zukunftsorientiertes Wirtschaftssystem, das
erneuerbare statt fossiler Ressourcen für die Herstellung von Produkten
unseres täglichen Lebens einsetzt, sich am Prinzip natürlicher
Stoffkreisläufe orientiert und die Möglichkeiten der Biologie als
Instrumentarium einer nachhaltigen und zirkulären Produktion nutzt. Sie
bietet damit einen Lösungsansatz, um Lebensmittel, Rohstoffe und Energie
bereitzustellen, ohne die Erde weiter zu erwärmen und zu überlasten.

Das Projekt »Look@BioEconomy« zielte darauf ab, Bioökonomie sichtbar zu
machen, die dringend notwendige Transformation unserer Wirtschaft hin zu
einer nachhaltigen, kreislauforientierten Produktions- und Arbeitsweise
allen Menschen deutlich vor Augen zu führen und damit die Akzeptanz neuer
bioökonomischer Technologien zu erhöhen. Im Rahmen des von Juli 2022 bis
Januar 2024 über das Fraunhofer‑Netzwerk »Wissenschaft, Kunst und Design«
geförderten Projekts lud das Stuttgarter Fraunhofer‑Institut für
Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in einem Wettbewerb Künstler
und Designer aus ganz Deutschland ein, Skizzen einzureichen.

Als Sieger platzierte sich der Entwurf »Circular« der beiden in Berlin
lebenden Künstler Niklas Thran und Robin Woern. Am Mittwoch, den 13.
Dezember 2023, wurde ihre fünf Meter hohe Installation im Foyer des
modernen Technikumgebäudes am Fraunhofer IGB offiziell eingeweiht. In der
Umsetzung fokussierten sich die beiden Künstler vor allem auf biobasierte
Materialien, welche in schwebenden Glaspaneelen für die Betrachter
sichtbar werden.

Während der Vorbereitung besuchten die Berliner Künstler alle drei
Standorte des Fraunhofer IGB in Stuttgart, Straubing und Leuna. »Durch den
persönlichen Austausch mit aufgeschlossenen und kreativen
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des IGB haben wir erkannt, dass
wichtige Elemente der Bioökonomie die Materialien sind. Diese bilden nun
den visuellen Fokus und damit Schwerpunkt des Kunstwerks«, so Robin Woern.
»Die Installation ›Circular‹ steht als Verweis für die Forschung und
Entwicklung einer zirkulären Wirtschaftsform«, erklärt Niklas Thran. Damit
ist »Circular« ein gelungenes Beispiel, wie Kunst und Wissenschaft sich
gegenseitig inspirieren und gemeinsam die Öffentlichkeit für eine
nachhaltige Wirtschaftsweise interessieren können.

»Am Fraunhofer IGB arbeiten wir daran, Produkte aus fossilen Rohstoffen
durch biobasierte Materialien zu ersetzen, um die Wirtschaft bei der
Transformation zu einer nachhaltigen und zirkulären Bioökonomie zu
unterstützen. Es freut mich daher sehr, dass die Installation den
Besuchern hier am Campus einen anschaulichen Zugang zum Thema Bioökonomie
und der Forschungsarbeit unseres Instituts erlaubt. Das Kunstwerk wird zum
Botschafter für die Bioökonomie am IGB«, sagt Dr. Markus Wolperdinger,
Institutsleiter des Fraunhofer IGB, anlässlich der Einweihung.

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Sensation im Eichenwald - Förster findet den nahezu ausgestorbenen Heldbock

Heldbock  Ludwig Straßer, LWF
Heldbock Ludwig Straßer, LWF

In einem Wald in Unterfranken wunderte
sich Reiner Seufert, Mitglied der Vorstandschaft der Waldkörperschaft
Gehaid über „Mordslöcher“ im Eichenholz. Bei der großen Dimension der
Löcher stand ein Verdacht über den Verursacher schnell im Raum: Doch
konnte eine solche Sensation wirklich stimmen? Der frühere Revierleiter
der Bayerischen Forstverwaltung suchte weiter und fand im Holz eine frisch
abgestorbene, verpuppte Larve. Eine DNA-Analyse, veranlasst durch die
Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) brachte nun
Klarheit:

Es handelt sich um den heimischen Heldbock (Cerambyx cerdo), den größten
Käfer in un-seren Wäldern. Der Fund gilt als absolute Besonderheit, da die
Art vom Aussterben bedroht ist.

Deshalb ist der Heldbock nach Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. In
Deutsch-land sind Exemplare zwar in fast allen Bundesländern nachgewiesen,
meistens jedoch mit wenigen und sehr kleinflächigen Vorkommen. In Bayern
war die Art seit rund 70 Jahren nur noch im Luisenhain in Bamberg
anzutreffen. Mehrere Ansiedlungsversuche in ver-schiedenen Gebieten
Bayerns missglückten. Als sogenannte „Schirmart“ steht der Held-bock
stellvertretend für die Lebensgemeinschaft wärmebegünstigter, alter und
stark dimensionierter Eichenwälder mit langer Habitattradition. Umso
erfreulicher ist der jetzige Zufallsfund an einem südexponierten Waldrand
eines ehemaligen Eichen-Mittelwaldes der Waldkörperschaft Gehaid in
Unterspiesheim/Gemeinde Kolitzheim.

„Der geglückte Nachweis zeigt einmal mehr, welchen hohen Wert gerade
unsere heimi-schen Eichenwälder für die Biodiversität besitzen.“ erklärt
Dr. Peter Pröbstle, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Wald und
Forstwirtschaft. „Ein Erhalt dieser Lebens-räume im Rahmen einer
integrativen Waldbewirtschaftung ist besonders wichtig, um die
Habitatkontinuität für naturschutzfachlich wertvolle Arten wie den
Heldbock auch künftig sicherzustellen“ ergänzt Stephan Thierfelder, der
Bereichsleiter Forsten am AELF Schweinfurt. Daher erarbeitet das AELF
Schweinfurt gemeinsam mit der Waldkörperschaft Gehaid konkrete
Erhaltungsmaßnahmen, um der Art auch weiterhin einen geeigneten Lebensraum
bieten zu können. „Mit unserem Beratungs- und Förderangebot unterstützen
wir die Waldbesitzer selbstverständlich auch in den Belangen des
Waldnaturschutzes,“ so Bereichsleiter Thierfelder.
Mit 24 bis 53 mm Kopf-Rumpf-Länge und rund 110 mm Fühlerlänge bei den
Männchen ist der Heldbock der größte heimische Käfer. Weitere
Bezeichnungen für diesen Käfer sind „Großer Spießbock“ oder „Großer
Eichenbock“. Er ist braunschwarz mit helleren rotbrau-nen
Flügeldeckenspitzen. Seine häufigere Geschwisterart ist der Kleine
Eichenbock (Cerambyx scopolii), welcher jedoch ganz schwarz und mit 17 bis
28 mm deutlich kleiner ist. Die Larven des Heldbocks entwickeln sich über
3 bis 5 Jahre im Holz alter, starker und lebender Eichen, selten auch in
anderen Laubbäumen. Die nach der Verpuppung ge-schlüpften Käfer sind von
Mai bis August in warmen Abend- bzw. Nachtstunden aktiv. Die Eiablage
erfolgt vorrangig über Generationen an demselben Baum, bis dieser
schließlich abstirbt. Nur im Bast und Splint von lebenden Bäumen finden
die Larven die für ihre Entwicklung benötigte nährstoffhaltige
Flüssigkeit.

Der Heldbock zählt zu den europaweit geschützten Arten der Fauna-Flora-
Habitat-Richt-linie (FFH-RL) und ist in den Anhängen II und IV gelistet.
Alle 6 Jahre wird ein Bericht über den Zustand unter anderem auch des
Heldbocks verfasst und an die Europäische Kom-mission übermittelt. Die LWF
wird nun künftig auch das neue Vorkommen des Heldbocks in Bayern
beobachten und die Entwicklung der Population dokumentieren.

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