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KIT: Mobilität: Werkzeugkette für komplexe Anwendungen

Die Entwicklung eingebetteter elektronischer Systeme für die Mobilität der
Zukunft setzt komplexe Verarbeitungs- und Anwendungsdienste voraus. Um
diese Herausforderung besser bewältigen zu können, haben in dem vom
Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierten Verbundprojekt
XANDAR acht europäische Partner eine automatisierte Werkzeugkette
entwickelt. Neben Echtzeitanforderungen erfüllt diese wichtige
Sicherheitsanforderungen. Die automatisierte Werkzeugkette nutzten die
Partner zur Entwicklung einer zuverlässigen Sensordatenfusion für den
autonomen Straßenverkehr sowie eines Assistenzsystems, das Pilotinnen und
Piloten bei der Kollisionsvermeidung unterstützt.

Für die Verkehrs- und Mobilitätswende haben Softwaresysteme einen hohen
Stellenwert. Die Anforderungen an solche Systeme werden dabei immer
komplexer. „Bei autonomen Fahrzeugen erfolgt die Umfelderkennung durch
rechenintensive Algorithmen mit Künstlicher Intelligenz (KI). Zugleich
unterstützt eine nahtlose Softwareintegration in großflächige Netzwerke
die korrekte Routenumsetzung“, erklärt Professor Jürgen Becker, Leiter des
Instituts für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV) des KIT. „In
autonomen Fahrzeugen muss außerdem sichergestellt sein, dass unberechtigte
Eingriffe von außen nicht zum Abfluss schützenswerter Daten oder zu
gefährlichem Fehlverhalten der Systeme führen können.“ Ziel des Projekts
war es, den manuellen Entwicklungsaufwand für solche kritischen
Anwendungen weiter zu reduzieren, um den Prozess weniger zeitaufwendig,
teuer und fehleranfällig zu gestalten.

Modellbasierte Transformation und Systemintegration

Im Projekt XANDAR erarbeiteten die Forschenden Konzepte zum durchgängigen
Automatisieren der Entwicklung von kritischen Anwendungen. Dafür griffen
sie auf einen neuartigen Ansatz zurück: X-by-Construction (XbC). Hierbei
werden angestrebte Systemeigenschaften formal erfasst und durch einen
schrittweisen Prozess in eine korrekte, ausführbare Realisierung des
Softwaresystems überführt. Dieses Vorgehen ist grundsätzlich auf eine
Vielzahl von Aufgaben wie Sicherheits- und Echtzeitanforderungen
anwendbar. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des KIT
evaluierten die neu entwickelten Ansätze zum Projektende auf Basis
aktueller anwendungsspezifischer Anforderungen.

Erfolgreiche Evaluation im Automobil- und Luftfahrtumfeld

„Die Konzepte haben wir anschließend in eine Werkzeugkette integriert,
also in eine systematische Sammlung von Programmen, die zur Erzeugung des
Softwaresystems miteinander interagieren“, erläutert Tobias Dörr,
wissenschaftlicher Mitarbeiter am ITIV. „Darüber hinaus haben wir
Mechanismen entwickelt, die auf der Zielhardware zum Einsatz kommen und
das zeitliche Zusammenspiel von Softwareapplikationen steuern.“ Das
Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die BMW Group (BMW)
haben die Ansätze auf ihre jeweiligen Systeme für die Luftmobilität sowie
für den Straßenverkehr angewandt. Unter Verwendung der XbC-Werkzeugkette
entwickelten sie ein Assistenzsystem für Pilotinnen und Piloten im Bereich
der Kollisionsvermeidung sowie ein Sensorfusionssystem für autonome
Straßenfahrzeuge.

Vorteile durch Senkung von Kosten und Risiko

„Mit XANDAR ist eine neue standardisierungsfähige Werkzeugkette für
Entwicklerinnen und Entwickler entstanden, die kritische Softwaresysteme
für die zukünftige Mobilität sicher mitgestalten kann. Hieraus ergibt sich
auch eine Senkung von Risiko und Kosten im Umfeld moderner paralleler
Softwaresysteme in der Mobilität“, so Becker. Neben dem KIT, dem DLR und
BMW waren an der Entwicklung der Werkzeugkette die University of
Peloponnese, die Queen’s University Belfast, AVN Innovative Technology
Solutions, Vector Informatik und Fent Innovative Software Solutions
beteiligt. Die Europäische Kommission förderte das Projekt in den
vergangenen drei Jahren mit rund fünf Millionen Euro.
(ase)

Projektinformationen:
X-by-Construction Design framework for Engineering Autonomous &
Distributed Real-time Embedded Software Systems, 2023, DOI: 10.3030/957210

Weitere Informationen:
https://cordis.europa.eu/project/id/957210
https://xandar-project.eu/

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und
vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den
globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie,
Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 800
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in
Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften
zusammen. Seine 22 300 Studierenden bereitet das KIT durch ein
forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle
Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die
Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und
Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und
Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der
deutschen Exzellenzuniversitäten.

Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter:
https://www.kit.edu/kit/presseinformationen.php

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Aileen Seebauer, Pressereferentin, Tel.: +49 721 608-41163, E-Mail:
<Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>

Originalpublikation:
https://www.kit.edu/kit/pi_2024_008_mobilitat-werkzeugkette-fur-komplexe-
anwendungen.php

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Emma Braslavsky gastiert am 13. Februar in der Reihe „Sprachkunst“ an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel

Haben Außerirdische Sahra Wagenknecht entführt? In Emma Braslavskys
fantastischem Heimatroman "Erdling" glaubt Oskar Lafontaine fest daran -
und bittet die Privatdetektivin Emma Erdling, seine Frau zu finden. Die
Suche wird eine Odyssee zu den hellen und dunklen Mächten deutscher
Geschichte – und führt sie bis ins Weltall.

Auf Einladung von Dr. Arne Zerbst, Präsident der Muthesius Kunsthochchule,
gastiert Emma Braslavsky am Dienstag, 13. Februar, mit ihrem soeben
erschienenen Roman „Erdling“ im Kesselhaus der Muthesius Kunsthochschule
in Kiel. Beginn der Lesung ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

„Ich bin dein Mensch“ heißt die Erzählung von Emma Braslavsky, die 2022
von Maria Schrader verfilmt und als deutscher Kandidat für die Oscars
ausgewählt wurde. Am Dienstag, 13. Februar, stellt die Berliner Autorin
und Kuratorin ihren soeben erschienenen Roman „Erdling“ an der Muthesius
Kunsthochschule in Kiel vor: bei einer Lesung in der Reihe „Sprachkunst“
auf Einladung von Arne Zerbst. Beginn ist um 19 Uhr im Kesselhaus, der
Eintritt ist frei.

Das im Suhrkamp Verlag erschienene Buch „Erdling“ handelt von der
mittellosen, erfinderischen Emma Erdling. Unter dem Pseudonym „Andreas von
Erdling“ macht sie sich als Privatdetektivin selbständig und inszeniert
sich in den sozialen Netzwerken als knallharte Ermittlerin. Ein Shitstorm
vernichtet ihr virtuelles Dasein. Tags darauf sucht Oskar Lafontaine ihr
Büro auf: Er glaubt, seine Frau sei von Außerirdischen entführt worden.
Die Suche nach Sahra Wagenknecht wird eine Odyssee zu den hellen und
dunklen Mächten deutscher Geschichte – und führt bis ins Weltall.

Emma Braslavsky wurde 1971 in Erfurt geboren. Seit 1999 lebt sie als freie
Autorin und Kuratorin in Berlin. Ihr Debütroman „Aus dem Sinn“ wurde 2007
mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet.

2014 von Präsident Dr. Arne Zerbst initiiert, gibt die Reihe „Sprachkunst“
mit ihren Autor*innenlesungen Impulse nach Innen und Außen. Anliegen des
Literaturformats ist es, die bildende Kunst in eine produktive Nähe zur
redenden Kunst zu setzen. Zu Gast waren seither unter anderem Hanns
Zischler, Robert Menasse, Durs Grünbein, Emine Sevgi Özdamar oder Robert
Habeck mit Andrea Paluch.

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S3-Leitlinie zur Therapie von COVID-19 Patienten aktualisiert

Auch wenn das Risiko eines schweren Verlaufs bei einer COVID-19 Erkrankung
deutlich gesunken ist, erkranken derzeit nach wie vor täglich viele
Menschen in Deutschland an dem Virus. Inzwischen gibt es eine große Anzahl
an Publikationen und Therapiestudien zur Behandlung von an COVID-19
Erkrankten. Um einen guten Überblick über die Therapieempfehlungen
behalten zu können, haben Vertreter von 17 Fachgesellschaften sowie
Patientenvertreter die Leitlinie zur Therapie von COVID-19 aktualisiert.

Federführend beteiligt war neben der Deutschen Interdisziplinären
Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) auch die Deutsche
Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin
(DGIIN), die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin
(DGP) sowie die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI).

Gesicherte Erkenntnisse und strukturiertes, sicheres Management von
COVID-19

Die aktualisierte Leitlinie umfasst Empfehlungen über den gesamten Verlauf
der Erkrankung von der ambulanten Therapie bis zur Behandlung im
Krankenhaus. „Nach wie vor werden täglich Hunderte neue wissenschaftliche
Arbeiten zu COVID-19 publiziert. Die vorliegende Leitlinie bezieht nun
alle neuen und gesicherten Erkenntnisse mit ein und ist für ein
strukturiertes, sicheres und ressourcenschonendes Management von
COVID-19-Patientinnen und Patienten in Praxis und Krankenhaus
unerlässlich“, sagt Professor Stefan Kluge, Koordinator der Leitlinie und
Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-
Eppendorf. Da an der Erstellung alle an der Therapie beteiligten
Fachgruppen mitgewirkt haben, enthält die Leitlinie eine
fächerübergreifende Betrachtung.

„Die stetige Aktualisierung der Leitlinie zur Therapie von Patienten mit
COVID-19 ist sehr wichtig“, betont Prof. Gernot Marx, Vizepräsident der
DIVI und Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und
Intermediate Care am Universitätsklinikum Aachen. „Nur so können wir auch
die neusten Erkenntnisse aus der Forschung ans Bett unserer Patienten
bringen." Da es sich um eine relativ neue Erkrankung handele, müsse und
werde hier weiterhin sehr viel geforscht.

Generell betont Marx allerdings, gehöre die Behandlung von Corona-
Erkrankten auch auf Intensivstationen mittlerweile neben vielen anderen
Erkrankungen zum Alltag.

Aktualisierte Empfehlungen zu zahlreichen Medikamenten

Die medikamentöse Therapie von COVID-19-Patienten nimmt in der
aktualisierten Leitlinienfassung einen besonderen Stellenwert ein. So
enthält sie aktualisierte Empfehlungen zu zahlreichen Medikamenten. „Wir
gehen in der Leitlinie ausführlich auf die derzeit eingesetzten
Medikamente ein. Die Leitlinie stellt klar heraus, dass bei Patienten mit
einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf eine medikamentöse
Frühtherapie erfolgen sollte“, so Professor Christoph Spinner, Vertreter
der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI).

Mithilfe der Förderung durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen
Bundesausschusses (G-BA) und der Unterstützung des AWMF-Instituts für
Medizinisches Wissensmanagement (AWMF-IMWi), konnten die Autoren erneut
wichtige therapeutisch relevante Fragestellungen mit systematischen
Evidenzsynthesen hinterlegen. „Die Sichtung der Literatur und die
systematischen Evidenzsynthesen waren Grundlage für die konsentierten
Empfehlungen in der Leitlinie“, so Professor Nicole Skoetz, Professorin
für Öffentliches Gesundheitswesen an der Medizinischen Fakultät der
Universität zu Köln.

Leitlinie empfiehlt intensivierte Antikoagulation zu erwägen

Professor Florian Langer von der Deutschen Gesellschaft für Thrombose und
Hämostaseforschung (GTH) weist auf die Notwendigkeit einer adäquaten
Thromboseprophylaxe mit Heparin bei hospitalisierten Patienten hin: „In
den ersten Wellen der Pandemie haben wir viele Erkrankte mit Thrombosen
und Lungenembolien gesehen. Die Leitlinie empfiehlt hierzu, bei im
Krankenhaus behandelten COVID-19-Patienten mit moderater
Krankheitsaktivität und erhöhtem Risiko für einen schweren
Krankheitsverlauf eine intensivierte Antikoagulation zu erwägen, also die
Gabe von Medikamenten zur Hemmung der Blutgerinnung in einer höheren als
sonst üblichen Dosierung.“

Empfehlungen für ambulante wie auch stationäre Behandlung

Die Leitlinie umfasst Empfehlungen über den gesamten Verlauf der
ambulanten und stationären Behandlung. Von der Diagnostik über die
Therapie bis hin zum weiteren Krankheitsverlauf. Darüber hinaus beinhaltet
sie viele andere Aspekte wie Besonderheiten bei intensivmedizinischen
Patientinnen und Patienten, beispielsweise zur Wachbauchlagerung sowie
hygienische, ethische und palliativmedizinische Aspekte.

Die vorliegende Aktualisierung wird unter dem Projekt „S3Cov19live –
Living Guideline: Empfehlungen zur Therapie von Patienten mit COVID-19“
(Förderkennzeichen: 01VSF2300) durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen
Bundesausschusses für den Zeitraum 01.08.2023 bis 31.07.2026 gefördert.

Interessierte können die S3-Leitlinie auf der Website der AWMF abrufen:
https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/113-001.html

Federführend:
•       Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und
Notfallmedizin (DGIIN)
•       Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und
Notfallmedizin (DIVI)
•       Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)
•       Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI)

Unter Mitwirkung von:
•       Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin
(DGAI)
•       Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM)
•       Gesellschaft für Thrombose und Hämostaseforschung (GTH)
•       Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)
•       Deutscher Rat für Wiederbelebung (German Resuscitation Council;
GRC)
•       Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
•       Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN)
•       Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
•       Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)
•       Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und
Stoffwechselkrankheiten (DGVS)
•       Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
•       Deutsche Gesellschaft für Angiologie (DGA)
•       Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)
•       Patientenvertretung (individueller Betroffener)

Originalpublikation:
https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/113-001.html

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Weltkrebstag am 4. Februar: Rauchstopp senkt das Krebsrisiko

Rauchen ist der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für Krebs. Etwa
500.000 Krebserkrankungen werden in Deutschland jedes Jahr neu
registriert, davon sind 19 Prozent auf das Rauchen zurückzuführen. Ein
Rauchstopp verringert das Risiko, an Krebs zu erkranken. Das Krebsrisiko
sinkt langsam wieder, wenn ein vollständiger Ausstieg aus dem Tabakkonsum
beibehalten wird. Zum Anlass des Weltkrebstags am 4. Februar 2024 weisen
der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen und die
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf die
gesundheitlichen Vorteile des Rauchstopps hin.

Rauchen ist der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für Krebs. Etwa
500.000 Krebserkrankungen werden in Deutschland jedes Jahr neu
registriert, davon sind 19 Prozent auf das Rauchen zurückzuführen. Ein
Rauchstopp verringert das Risiko, an Krebs zu erkranken. Das Krebsrisiko
sinkt langsam wieder, wenn ein vollständiger Ausstieg aus dem Tabakkonsum
beibehalten wird. Zum Anlass des Weltkrebstags am 4. Februar 2024 weisen
der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen und die
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf die
gesundheitlichen Vorteile des Rauchstopps hin.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Burkhard
Blienert: „Lungenkrebs ist in Deutschland nach wie vor die zweithäufigste
Krebserkrankung bei Männern und die dritthäufigste bei Frauen. Damit
weniger Menschen zu Zigarette und Co. greifen, ist mehr Tabakentwöhnung
oder Tabakvermeidung notwendig. Wir müssen mehr unternehmen, um Menschen
davon abzuhalten, mit dem Rauchen überhaupt zu beginnen. Zudem müssen wir
uns um die vielen Millionen Raucherinnen und Raucher kümmern, die seit
Jahren immer wieder versuchen, davon loszukommen und es bisher nicht
geschafft haben. Prävention ist so wichtig, deshalb will ich bei der
weiteren Einschränkung von Werbung, Marketing und Sponsoring vorankommen.
Mehr Verbote bei der Werbung direkt am Verkaufsort und beim Sponsoring von
Festivals durch die Tabakwirtschaft können viel bewirken.“

Dr. Johannes Nießen, Errichtungsbeauftragter des Bundesinstituts für
Prävention und Aufklärung in der Medizin (BIPAM) und Kommissarischer
Leiter der BZgA: „Wer mit dem Rauchen aufhört, entscheidet sich für ein
gesünderes Leben. Zehn Jahre nach einem Rauchstopp hat sich das Risiko für
Lungenkrebs um die Hälfte verringert. Die BZgA unterstützt beim Schritt in
ein rauchfreies Leben mit qualitätsgesicherten kostenfreien
Beratungsangeboten wie der telefonischen Beratung oder den Angeboten auf
https://www.rauchfrei-info.de. Lassen Sie sich helfen beim Rauchausstieg –
das steigert Ihre Erfolgsaussichten!“

Für den Rauchausstieg bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung (BZgA) verschiedene Methoden und Herangehensweisen. Damit kann
jede Raucherin und jeder Raucher den für sich richtigen Weg finden. Die
BZgA-Website https://www.rauchfrei-info.de gibt Tipps und Informationen
zum Nichtrauchen und unterstützt dabei, den Rauchstopp erfolgreich zu
meistern.

Übersicht der BZgA-Unterstützungsangebote für den Rauchstopp:

• Online-Ausstiegsprogramm: Infos und Tipps rund um die Themen Rauchen und
Nichtrauchen mit Forum, Chat, unterstützender täglicher E-Mail und
persönlichen rauchfrei-Lotsinnen und -Lotsen unter: https://rauchfrei-
info.de/aufhoeren/das-rauchfrei-ausstiegsprogramm/

• Telefonische Beratung zur Rauchentwöhnung: Kostenlose Rufnummer 0 800 8
31 31 31 – erreichbar montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr und
freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr

• Kostenfrei bestellbare Informationsbroschüren: „Ja, ich werde rauchfrei“
oder „Rauchfrei in der Schwangerschaft und nach der Geburt“. Die
Broschüren können bestellt oder direkt heruntergeladen werden im BZgA-Shop
unter: https://shop.bzga.de

• rauchfrei-Instagram-Kanal: BZgA-Infos und alltagsnahe, praktische Tipps,
damit aus guten Vorsätzen ein dauerhafter Rauchstopp wird:
https://www.instagram.com/rauchfrei_info

Die BZgA beteiligt sich mit ihren Rauchstopp-Angeboten an der
Bundesinitiative „Rauchfrei leben“.

Bestellung der kostenlosen BZgA-Materialien unter:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bzga.de
Fax: 0221/8992257
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

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