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Universität der Künste Berlin und University of Oxford beschließen Memorandum of Understanding

Die Universität der Künste Berlin hat mit dem Oxford Research Centre for
the Humanities (TORCH) der University of Oxford ein Memorandum of
Understanding geschlossen, das ab Januar 2024 wirksam wird.

Prof. Dr. Norbert Palz, Präsident der UdK Berlin, und Prof. Daniel
Grimley, Leiter der geisteswissenschaftlichen Abteilung der University of
Oxford, unterzeichneten die gemeinsame Absichtserklärung und vereinbaren
damit, die bestehende bilaterale Zusammenarbeit zu vertiefen und
weiterzuentwickeln.

Seit 2020 arbeiten die UdK Berlin und das Oxford Research Centre for the
Humanities (TORCH) an der University of Oxford zusammen. Innerhalb der
Forschungsallianz unter dem Titel „The Oxford – UdK Berlin Partnership in
Arts and Humanities“ wurden verschiedene Formate zur Entwicklung eines
akademischen Austauschs etabliert. Knapp 20 Seedfunding-Projekte von
Forscher*innen und Künstler*innen beider Universitäten werden seit 2022
mit einer jährlichen Fördersumme von 40.000 Euro erfolgreich realisiert.

Das Memorandum of Understanding bekräftigt das Engagement beider
Universitäten, den interdisziplinären und themenübergreifenden Austausch
in Forschung und Lehre in den Künsten, Geistes-, Kultur- und
Sozialwissenschaften sowie verwandten Disziplinen zu fördern. Basierend
auf der Exzellenz in den wissenschaftlichen und künstlerischen Fächern
zielt die Partnerschaft darauf ab, innovative Forschungsvorhaben,
experimentelle Lehrformate und einen europäischen Wissensaustausch
anzuregen. Sie unterstützt Nachwuchsforscher*innen und -künstler*innen wie
Studierende beim Aufbau internationaler akademischer Beziehungen. Die
Absichtserklärung legt somit den Grundstein für eine vertiefte
Zusammenarbeit und festigt diese für die nächsten drei Jahre. Die
Partnerschaft wird zudem ausgeweitet auf das „Cultural Programme“ der
Humanities Division der University of Oxford und das Schwarzman Centre for
the Humanities, das in 2025 in Oxford eröffnet. Das Memorandum of
Understanding beinhaltet die Kooperationen in folgenden Bereichen:

1.      Forschung: Die UdK Berlin und die University of Oxford werden ihre
Ressourcen bündeln, um gemeinsame Forschungs- und künstlerische
Entwicklungsprojekte auch mit weiteren Partnern durchzuführen, die sich
gegenwärtigen globalen Herausforderungen widmen.

2.      Austauschprogramme: Studierende, Wissenschaftler*innen und
Künstler*innen beider Universitäten werden von Aufenthalten an der
Partneruniversität profitieren.

3.      Lehrkooperationen: Gemeinsame Veranstaltungen – Seminare,
Workshops und Vortragsreihen – werden unterstützt, um die Qualität der
Lehre durch einen breiteren Zugang zu Fachkenntnissen zu verstärken.

4.      Kultureller Austausch: Vorgesehen sind öffentlich zugängliche
Ausstellungen, Aufführungen, künstlerische und gestalterische Projekte in
Theorie und Praxis über Bildende und Darstellende Kunst, Gestaltung, Musik
und Kultur.

Prof. Dr. Norbert Palz, Präsident der UdK Berlin, äußert sich über die
Ausweitung der Partnerschaft: „Durch die gemeinsame Absichtserklärung hat
die Zusammenarbeit zwischen der UdK Berlin und der University of Oxford
eine neue Qualität erreicht. Neben gemeinsamen Forschungs- und
künstlerischen Projekten im Spannungsfeld von Kunst, Geisteswissenschaften
und Naturwissenschaften sollen in Zukunft auch positive Effekte der
Kooperation in die Lehre und in den kulturellen Austausch fließen.“

Karen Leeder, Professorin des Schwarz-Taylor-Lehrstuhl für deutsche
Sprache und Literatur der Universität Oxford äußert sich ebenfalls:„Ich
freue mich sehr, dass diese bereits fruchtbare und spannende Partnerschaft
einen weiteren Schritt zur Festigung der gemeinsamen Arbeit getan hat. Die
Zusammenführung von Forscher*innen, Kreativen,
Nachwuchswissenschaftler*innen und Studierenden unserer beiden
Institutionen verspricht Exzellenz in allen Disziplinen. Oxford, TORCH und
die UdK Berlin haben alle ihre eigenen Visionen, aber viele gemeinsame
Ziele. Diese Zusammenarbeit hat alles, was es braucht, um kreative
Lösungen für die drängenden Herausforderungen unserer Zeit zu finden.“

Christine Gerrard, Professorin und Barbara-Scott-Stipendiatin für Englisch
und Direktorin des TORCH, kommentiert ergänzend: „Dies ist ein aufregender
Meilenstein. Die Unterzeichnung des Memorandum of Understanding zeigt,
dass die UdK Berlin, Oxford und TORCH gemeinsame Ambitionen in Bezug auf
Innovation, Kreativität und soziale Ziele haben.“

Die Unterzeichnung des Memorandum of Understanding markiert den Beginn
einer langfristig angelegten und thematisch breit gefächerten
Partnerschaft zwischen der Universität der Künste Berlin und der
University of Oxford. Die Kooperation wird neue Wege für wissenschaftliche
und künstlerische Exzellenz eröffnen und einen wichtigen Beitrag zur
internationalen Bildung und Forschung leisten.

Weitere Informationen zur Partnerschaft unter:
www.udk-berlin.de/oxford

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Patientenkongress Depression für Betroffene und Angehörige: „Gemeinsam statt einsam“

Am 1. Juni 2024 in der Alten Oper Frankfurt/M. – mit prominenten Stimmen
wie Harald Schmidt und Torsten Sträter – Anmeldung ab sofort möglich

Leipzig/Frankfurt a.M., 30. Januar 2024 – Am 1. Juni 2024 veranstalten die
Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention und die Deutsche
DepressionsLiga e.V. den Patientenkongress Depression in der Alten Oper
Frankfurt am Main. Die in Deutschland einmalige Veranstaltung ist für an
Depression erkrankte Menschen und deren Angehörige eine Gelegenheit, sich
über die Erkrankung zu informieren sowie mit anderen Betroffenen
auszutauschen. Erwartet werden rund 1.200 Gäste.

Die Moderation übernimmt wie immer der Schirmherr der Stiftung Deutsche
Depressionshilfe und Suizidprävention, Harald Schmidt. Er sagt dazu: „Ganz
im Ernst: Depressionen sind nicht lustig. Aber besser behandelbar, als
viele denken. Je mehr wir alle über die Erkrankung wissen, desto besser
können wir damit umgehen. Deshalb rate ich jedem: Informieren Sie sich –
der Deutsche Patientenkongress Depression ist dafür eine gute
Gelegenheit.“ Dabei sein werden auch viele weitere Prominente, die sich
für mehr Aufklärung über Depression einsetzen. Angekündigt haben sich u.a.
der Komiker und Schirmherr der Deutschen DepressionsLiga e.V.  Torsten
Sträter, Schauspielerin Eva Habermann, die Moderatorin Katty Salié und die
Popband Glüxkinder.

Vielfältiges Programm: Austausch und Wissen, Kultur und Verleihung
Medienpreis

In Diskussionsrunden und Vorträgen geht es beim Kongress in der Alten Oper
u.a. um vielfältige Themen wie „Neue Behandlungsmethoden“, „Rolle der
Familie und Angehörige“, „Hartnäckige therapieresistente Depression“ oder
„Depression im Job: Sag ich’s oder sag ich’s nicht?“. Dazu kommen
Gemeinschaftsaktionen und kulturelle Einlagen. Selbsthilfevereine und
Organisationen aus dem Bereich psychische Gesundheit laden an Infoständen
ein, sich über vielfältige Themen rund um die Depression zu informieren.
Die Gäste erwartet zudem die Verleihung des 6. Deutschen Medienpreises
Depressionshilfe. Gesprächsrunden mit Betroffenen, Austausch und
Diskussion mit dem Publikum bietet die LigaLounge. Außerdem gibt es dort
Musik und kurze Lesungen.

Volkskrankheit Depression: „Gemeinsam statt einsam“

5,3 Millionen Deutsche leiden jedes Jahr an einer behandlungsbedürftigen
Depression. „Das Gefühl der Einsamkeit ist ein Krankheitszeichen der
Depression. Das Deutschland-Barometer Depression der Stiftung Deutsche
Depressionshilfe hat gezeigt, dass Menschen in einer depressiven
Krankheitsphase kaum Gefühle der Nähe und Verbundenheit empfinden können
und sich auch dann einsam fühlen, wenn sie sozial gut eingebunden sind.
Deshalb haben wir als Veranstalter den Kongress ganz bewusst unter das
Motto ‚Gemeinsam statt einsam‘ gestellt“ so Professor Ulrich Hegerl,
Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und
Psychiater an der Universität Frankfurt/Main. „Auch der diesjährige
Patientenkongress
Depression wird genau wie die vergangenen Veranstaltungen sicher wieder zu
einem bewegenden Gemeinschaftserlebnis werden. Erkrankte und Angehörige
sehen, dass Sie keineswegs alleine betroffen sind, und dieser intensive
Austausch untereinander ist ein Grund, warum immer wieder so viele
Betroffene und Angehörige teilnehmen“, ergänzt Waltraud Rinke, Vorsitzende
der Deutschen DepressionsLiga.

Anmeldung zur Veranstaltung

Die Anmeldung für den Kongress ist ab sofort möglich unter: www.deutsche-
depressionshilfe.de/kongress. Dort findet sich auch das Kongressprogramm
und weitere Informationen zum Veranstaltungsort und der Anreise.
Bis zum 29. Februar 2024 gibt es das Kongress-Ticket (inkl. Verpflegung)
zu einem Frühbucherpreis für 39 Euro. Danach kostet das Kongress-Ticket 49
Euro.
Der ermäßigte Preis für Menschen mit geringem Einkommen (z.B. Studierende,
Erwerbslose oder Rentner) beträgt 29 Euro. Schülerinnen und Schüler können
das Ticket für 19 Euro bekommen.
Ein Förderticket kann für 99 Euro erworben werden.

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Regionale Forst-Holz-Ketten

Regional zu produzieren, ist in aller Munde, auch im Zusammenhang mit Holz
und Holzprodukten. Die LWF hat zusammen mit dem Holzforum Allgäu das Thema
über drei Jahre näher untersucht und gibt nun in Form eines LWF-
Merkblattes Hilfestellungen zum Aufbau und Betrieb regionaler Forst-Holz-
Ketten. „Jede Region ist zwar anders“, sagt Dr. Peter Pröbstle, Präsident
der Bayerischen Landesanstalt, „aber wir hoffen mit unserem Merkblatt den
Partnern regionaler Netzwerke im Forst-Holz-Sektor einige
allgemeingültige, gute Tipps geben zu können.“

In einem aus dem Waldklimafonds geförderten Projekt untersuchte die LWF
mit Holzforum Allgäu verschiedene Aspekte regionaler Forst-Holz-Ketten
anhand der Beispielregion Allgäu. Mit einer umfassenden Fragebogenaktion
wurden die Ströme des Holzes von den Wäldern über die regionalen
Sägewerke, Zimmereien, Schreinereien und sonstigen Be-triebe bis zu den
Endkunden nachgezeichnet. Befragungen zahlreicher Branchenvertreter zur
Einschätzung regionaler Potenziale und Workshops zu möglichen Hindernissen
und deren Lösung folgten. Eine Befragung in der Bevölkerung erkundetet die
Nachfrage nach Holzprodukten.

Aus den Ergebnissen aller Einzeluntersuchungen wurde das Merkblatt
entwickelt. Anhand von zehn Fragen, werden Hilfestellungen zum Aufbau und
Betrieb regionaler Forst-Holz-Ketten gegeben. „Zunächst scheint alles ganz
einfach: Überall gibt es Wald und überall sind Leute, die Holzprodukte
brauchen.“, sagt LWF-Präsident Dr. Pröbstle, „wenn wir dann aber genauer
hinschauen, zeigt sich, wie komplex der Forst-Holz-Sektor ist. Unser
Ehrgeiz war es, verdichtete Aussagen abzuleiten, die der Komplexität und
Vielfalt regionaler Forst-Holz-Ketten gerecht werden.“

Außerdem errechneten die Projektpartner im Rahmen des Projektes
„Carboregio“ Öko-bilanzen für verschiedene Holzprodukte, um die sehr
wohlwollende Haltung der Bevölke-rung zur Regionalität mit Zahlen zu
untermauern. Insbesondere untersuchten die Experten die Auswirkung der
Transportentfernungen und anderer Faktoren auf die Ökobilanzen
verschiedener Holzprodukte. Es zeigte sich, dass durch eine regionale
Produktion die CO2-Bilanz verbessert wird, mit deutlichen Unterschieden je
nach Produkt. Insgesamt hatte außerdem bei fast allen Holzprodukten nicht
der Transport, sondern die Herstellung bzw. die Rohholzbereitstellung den
größten Anteil an den Treibhausgasemissionen. Es ist daher zu empfehlen,
dass für eine Verbesserung der CO2-Bilanz neben den Trans-port- auch die
Produktionslinien optimiert werden sollten.

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Prekarität und Klassenscham im Film. Ein Abend in der CineScience-Reihe „Darf’s ein bisschen mehr sein?“

Dienstag, 06. Februar 2024, 20.00 Uhr
Filmstudio Glückauf, Rüttenscheider Str. 2, 45128 Essen

Gesellschaftliche Phänomene wie Armut, Prekarität und Klassismus sind
nicht nur in ihren Ursachen und Folgen objektiv beobachtbar, sie haben
auch eine subjektive und affektive Dimension. Das gilt für die mit der
ökonomischen Prekarität einhergehende allgemeine Verunsicherung ebenso wie
für Schamgefühle, die aus sichtbarer Armut oder mangelndem kulturellem und
symbolischem Kapital resultieren.

Der Vortrag geht anhand mehrerer Filmbeispiele der Frage nach, wie
Prekarisierung und Armuts- und Klassenscham mit audiovisuellen Mitteln
erzählt werden können. Wie wird uns Klassenscham vermittelt, welche
rhetorischen Zwecke, welche möglichen Effekte lassen sich jeweils
rekonstruieren und welche spezifischen Erkenntnisse ermöglichen die
ästhetischen Formen ihrer Darbietung?

REFERENT
Guido Kirsten, Leiter der Emmy Noether-Nachwuchsgruppe „Filmische Diskurse
des Mangels“ (DFG) an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

ORGANISATION
Armin Flender & Danilo Scholz, KWI

TICKETS
Karten können Sie online buchen, an der Abendkasse erwerben sowie
telefonisch unter 0201 43 93 66 33 reservieren. Eintritt: 5,- € | erm. 3,-


VERANSTALTER
Eine Veranstaltung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) in
Kooperation mit

Über die Reihe „Darf’s ein bisschen mehr sein?“:
Im Wintersemester 2023/24 nähert sich CineScience aus ganz
unterschiedlichen Blickrichtungen dem KWI-Jahresthema „Mehr oder Weniger“.
Eine Herangehensweise ergibt sich dabei schon aus der schieren Quantität.
Wenn es ein Phänomen gibt, das seit zwanzig Jahren die Kino- und
Serienlandschaft dominiert, dann sind es die wuchernden Franchises, Spin-
offs, Sequels und Prequels, die Zuschauer binden sollen. Ein Mehr oder
Weniger wird auch thematisch verhandelt, wenn Filme sich mit der Schere
zwischen Reichtum und Armut, Ausbeutungsstrukturen oder neuen und alten
Formen von Prekarität auseinandersetzen. So schlägt sich das aus der
Literatur bekannte Genre der Autosoziobiographie zunehmend auch auf der
Leinwand nieder. Schließlich werden uns formale und formsprengende
Probleme umtreiben: Für wieviel Wirklichkeit war eigentlich im
sozialistischen Realismus der DDR-Filmkunst Platz? Dieser und anderen
Fragen geht CineScience im Herbst und Winter 23/24 unter dem Titel „Darf’s
ein bisschen mehr sein?“ auf den Grund.
Alle Termine

Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist ein
interdisziplinäres Forschungskolleg für Geistes- und Kulturwissenschaften
in der Tradition internationaler Institutes for Advanced Study. Als
interuniversitäres Kolleg der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen
Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen arbeitet das
Institut mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern seiner
Trägerhochschulen und mit weiteren Partnern in NRW und im In- und Ausland
zusammen. Innerhalb des Ruhrgebiets bietet das KWI einen Ort, an dem die
Erträge ambitionierter kulturwissenschaftlicher Forschung auch mit
Interessierten aus der Stadt und der Region geteilt und diskutiert werden.
Derzeit stehen folgende Forschungsschwerpunkte im Mittelpunkt:
Kulturwissenschaftliche Wissenschaftsforschung, Kultur- und
Literatursoziologie, Wissenschaftskommunikation, Visual Literacy sowie ein
„Lehr-Labor“. Fortgesetzt werden außerdem die Projekte im
Forschungsbereich Kommunikationskultur sowie Einzelprojekte.
www.kulturwissenschaften.de

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