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Mit dem Dachzelt günstig und nachhaltig die Welt entdecken

Dachzelt Symbolbild
Dachzelt Symbolbild

Camping durchlebt derzeit eine Renaissance! Immer mehr Menschen möchten ihren Urlaub in der freien Natur verbringen. Wohnmobile haben Hochkonjunktur und die Campingplätze Europas sind während der warmen Tage gut besucht.

Allerdings hat nicht jeder das notwendige Kleingeld, um ein voll ausgestattetes Reisemobil zu kaufen. Auch eine Vermietung geht aufgrund der großen Nachfrage ins Geld, die Gebühr überschreitet nicht selten die Kosten für ein mittleres Hotel.

Eine günstige und praktische Lösung ist der Erwerb eines Dachzeltes. Die Anschaffung ist für jeden Geldbeutel geeignet und lässt sich einfach auf dem Dach des Pkw installieren. So werden der Urlaub und die Festivalzeit zu einem unvergesslichen Erlebnis!

 

Welche Arten von Dachzelten sind zu empfehlen?

Zelten auf dem Autodach ist nicht mehr auf den Offroad-Bereich beschränkt. Die kleinen, komfortablen Schlafkabinen, wie sie beispielsweise auf naturbummler.de angeboten werden, lassen sich immer öfter auf Camping- und Parkplätzen beobachten. Sie sind schnell aufgebaut und bieten einen bequemen und ausreichend dimensionierten Schlafplatz.

Wer in etwas Zubehör wie ein Vorzelt investiert, darf ein ähnliches Campingerlebnis erwarten wie bei einem ausgebauten Campingbus. Camping-Fans sollten darauf achten, dass das Auto über eine ausreichende Dachlast verfügt. Es wird unter zwei Typen von Dachzelten unterschieden, dem Softtop- und dem Hardtop-Dachzelt.

Wo darf man mit einem Dachzelt übernachten?

In einem Dachzelt dürfen Reisende überall dort übernachten, wo das Parken auch für herkömmliche Fahrzeuge erlaubt ist. Sollte eine Übernachtung nicht erlaubt sein, wird auf dieses Verbot in der Regel mit Schildern hingewiesen.

Dachzelt mit Softtop

Ein Dachzelt mit Softtop ähnelt einem normalen Zelt. Der Unterschied besteht darin, dass es sich auf dem Autodach befestigen lässt. Aufgrund von Querverstrebungen wird die Stabilität erhöht. Eine spezielle Falttechnik ermöglicht es, dass sich das Zelt zu einem kleinen, handlichen Paket zusammenschnüren lässt.

Vorzüge eines Softtop-Dachzeltes

  • Die Liegefläche ist nicht auf die Dachgröße beschränkt, sondern lässt sich bis zu einem gewissen Grad erweitern.

  • Die Softtop-Ausführung ist sehr kompakt und hat wenig Gewicht. Das bringt Vorteile beim Treibstoffverbrauch und bei der Lagerung.

  • Sofern ein Vorzelt vorhanden ist, bietet die Variante ein großes Raumangebot und gewährleistet einen trockenen Einstieg.

  • Softtops gibt es in vielen unterschiedlichen Farben, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Dachzelt mit Hartschale

Etwas teurer, dafür aber langlebiger sind sogenannte Hartschalen-Dachzelte. Zusammengeklappt erinnern sie an eine klassische Dachbox. Sie sind leicht und besitzen einen aerodynamischen Aufbau, was sich an der Tankstelle positiv bemerkbar macht.

Hardtop-Dachzelte werden in zwei verschiedenen Ausführungen angeboten, die beide mit stabilen Streben versehen sind, die ein bequemes Anlehnen in Sitzposition erlauben. Bei einer Version lässt sich die eine Seite um etwa 45 Grad anheben, wodurch eine außergewöhnliche Kopffreiheit entsteht. Beim zweiten Typ kann der gesamte Deckel angehoben werden, der dann während der Nacht als wasserundurchlässiges Dach dient.

Vorteile eines Dachzelts mit Hardtop

  • Bequemer und schneller Aufbau.

  • Stabile Fahreigenschaften ohne Geräuschentwicklung.

  • Geringe Steigerung des Kraftstoffverbrauchs.

  • Optimale Eigenschaften bei feuchtem Wetter.

  • Keine weiteren Stützen im aufgebauten Zustand notwendig.

  • Bietet zusätzlichen Stauraum während der Fahrt.

  • Verfügt über einen langen Lebenszyklus.

Was ist bei der Befestigung eines Dachzelts auf dem Autodach zu beachten?

Um sicher zu reisen, muss das Zelt fachgerecht auf dem Dach montiert werden. Dazu wird in der Regel ein stabiler Dachgepäckträger mit mehreren Querstreben benötigt, der fest verschraubt wird. Wichtig dabei ist, dass das Gewicht gleichmäßig verteilt wird, um die Fahreigenschaften des Trägerfahrzeugs nicht zu beeinträchtigen. Üblicherweise beträgt die zugelassene Dachlast rund 100 Kilogramm. Diese Angabe gilt jedoch nur für das fahrende Auto. Im Stand macht ein Vielfaches dieses Gewichts keine Probleme.

Kinderleichter Aufbau

Sofern bei der Befestigung alles richtig gemacht wurde, lässt sich ein Dachzelt schnell und bequem aufschlagen. Üblicherweise wird ein Gasdruckdämpfer oder eine Kurbel mitgeliefert. Mit diesen Werkzeugen lässt sich die Konstruktion innerhalb weniger Augenblicke bezugsfertig aufrichten.

Wie viel kostet ein Dachzelt?

Der Preis eines Dachzeltes für die Campingreise hängt von dessen Größe und Ausstattung ab. Robuste Softtop-Zelte für zwei Erwachsene sind ab 1.500 Euro erhältlich. Die Preisskala für ein Hardtop-Dachzelt beginnt bei etwa 2.000 Euro.

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Tag der offenen Tür im Hallenbau 2024 Sonntag, 4. Februar 2024, 11.00 – 18.00 Uhr, Eintritt frei

Das Jahr 2024 startet im Hallenbau mit einer großen Neuerung: Erstmals
laden alle vier Institutionen im Kulturquartier an der Brauerstraße
gemeinsam zum Tag der offenen Tür ein: die SGK | Städtische Galerie
Karlsruhe, das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, die HfG |
Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und die Staatliche
Kunsthalle Karlsruhe. Neu ist auch das Datum für diesen besonderen Tag: Er
findet nicht mehr wie in den zurückliegenden Jahren am 6. Januar
(Dreikönigtag) statt, sondern am ersten Sonntag im Februar.

Bei freiem Eintritt wird am 4.2.2024 in allen 10 Lichthöfen der Hallenbau-
Institutionen ein umfangreiches Programm angeboten, darunter zahlreiche
hochkarätige Ausstellungen, Führungen und Vorträge, spannende
Mitmachaktionen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Konzerte und
Blicke hinter die Kulissen.

Der Hallenbau – das Kulturquartier in Karlsruhe

Als einzigartiges Ensemble der Karlsruher Museumslandschaft repräsentiert
der Hallenbau unter einem Dach Forschung, Lehre und mehr als 600 Jahre
Kunst – von Alten Meistern über die Moderne und Nachkriegszeit bis hin zu
aktuellen künstlerischen Positionen, zeitgenössischer Skulptur und
postmodernen Medieninstallationen. In das ab 1915 errichtete Gebäude der
ehemaligen Munitionsfabrik mit seinen charakteristischen Lichthöfen zogen
Ende der 1990er Jahre zunächst das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien
sowie die Städtische Galerie, wenig später dann auch die Karlsruher
Hochschule für Gestaltung ein. Wegen umfassender Sanierung ihres
historischen Museumsgebäudes ist seit April 2023 auch die Staatliche
Kunsthalle Karlsruhe Teil dieses Kulturquartiers.
Von Beginn an galt die Gründungsidee mit dem Zusammenschluss von Kunst,
Wissenschaft und Medientechnologie als richtungsweisend. Seither eröffnet
der Hallenbau in der außergewöhnlichen Atmosphäre eines Industriedenkmals
überraschende Perspektiven auf die unterschiedlichen Epochen, Medien und
Stilrichtungen der Kunst und ist gleichzeitig Mittelpunkt von vielfältigen
Vermittlungs- und Veranstaltungsangeboten.

SGK | Städtische Galerie Karlsruhe
Die SGK im südlichsten Lichthof des Hallenbaus sammelt, präsentiert und
erforscht moderne und zeitgenössische Kunst. Mit einem Schwerpunkt auf
Malerei und Fotografie ist sie Schaufenster für die Kunstproduktion in der
Stadt, nimmt aber zugleich die internationale Kunst des 20. und 21.
Jahrhunderts in den Blick. Aus dieser Verbindung resultiert ihr
unverwechselbares Profil. Ihr Ausstellungsprogramm lebt aus der Spannung
zwischen dem Fundament der Sammlung und dem Aktuellen. Ergänzt um ein
abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm versteht sich die SGK als ein
lebendiger Ort für kreative Ansätze von Kunst und Kunstvermittlung, an dem
Menschen zusammenkommen, sich austauschen und Neues entdecken.

Programm:
Im Mittelpunkt steht die große Sonderausstellung So viel Anfang!
Künstlerinnen der Moderne und ihr Werk nach 1945, die ein Schlaglicht auf
das weitgehend vergessene Schaffen von Künstlerinnen wie Hannah Höch,
Jeanne Mammen, Louise Rösler, Ella Bergmann-Michel und vielen anderen nach
dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Beginn der 1970er Jahre wirft.
Dazu bieten wir zahlreiche Rundgänge, einen Workshop für Kinder und
musikalische Intermezzi des Jazzpianisten Wolfgang Klockewitz unter dem
Motto Bilder hören an. Führungen gibt es auch in den Ausstellungen Update!
Die Sammlung neu sichten und Sasha Koura: Trace Evidence (Hanna-Nagel-
Preis 2023). Unser Aktionstisch zum Thema Form, Farbe, Abstraktion lädt
alle Besucher*innen dazu ein, einfach vorbeizuschauen, mitzumachen und
selbst aktiv zu werden. Außerdem: Am Tag der offenen Tür verschenken wir
wieder Plakate, Kunstpostkarten und Kataloge – solange der Vorrat reicht!

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe
Unserer Gründungsidee des Elektronischen Bauhaus folgend, ist das ZKM auch
2024 der Ort, um Ideen aus Kunst, Wissenschaft und Technologie im Kontext
aktueller Debatten zusammenzuführen. Bürger*innen kommen mit
Künstler*innen und Wissenschaftler*innen zusammen, um die Zukunft
gemeinsam zu betrachten. Das Programm 2024 bringt vielfältige Netzwerke,
Geografien und Kulturen ins ZKM. Euch erwarten neue Ausstellungen,
Konzerte und Filmprogramme, Kooperationen in die Stadt hinein sowie
Einladungen, mitzumachen. Wir alle sind Fellow Traveller, die gemeinsam in
eine unbekannte Zukunft blicken mit noch unbekannten Technologien und
Innovationswellen. Seid gespannt, bleibt offen und neugierig.

Programm
2024 laden wir wieder zu etwa 50 Führungen ein: Es geht vor und hinter die
Kulissen. In die Ausstellungen, ins Labor für antiquierte Videosysteme,
ins Hertz-Labor und in die neue Gläserne Werkstatt zur Restaurierung von
Medienkunst. Wer das ZKM selbstständig erkunden will, dem empfehlen wir
die Museumsrallye. In einer Vielzahl an Workshops kann aktiv mitgestaltet
werden und in der Medialounge sind all jene herzlich willkommen, die sich
für die übergeordneten Themen des ZKM wie CO2-Standardisierung und
Digitalisierung von Wissenschaftsdaten interessieren. Im Kubus erwarten
die Besucher*innen Konzerte zur elektronischen Musik. Highlights sind
sicherlich das heitere ZKM-Beruferaten, der Talk mit den Direktor*innen
und nicht zuletzt die filmische Besucherschule von Bazon Brock.

HfG | Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
Die 1992 gegründete HfG Karlsruhe startete zunächst in der Moninger-
Brauerei mit wenigen Studierenden und zog in den Jahren 1995 bis 1998 in
den Hallenbau ein. In diesen Jahren erfüllte sich Heinrich Klotz’ Idee,
gemeinsam mit dem ZKM den wechselseitigen Zusammenhang neuer
Medientechnologien und künstlerischer Praxis zu lehren, zu erforschen und
experimentell auszuprobieren und auszustellen. Die HfG steht seither für
ein umfassendes, auf Nachhaltigkeit gerichtetes Verständnis von
Gestaltung, das Theorie und Praxis durch ein projektbasiertes Studium in
besonders enger Weise verbindet. Sie ist Begegnungsort und kreative
Werkstätte für rund 400 Studierende und bietet ausgezeichnete
Studienbedingungen mit fünf Diplom- und zwei Magister-Studiengängen in den
Bereichen Kunst, Design und Theorie.

Programm:
Zum Tag der offenen Tür im Hallenbau präsentiert die HfG speziell das
Thema Druck und Publikation, und zwar in kleinen Auflagen, vielfältig und
zum Mitmachen. Sie lädt dazu ein, Publishing Groups und andere
Studieninitiativen kennenzulernen. Zudem wird es eine kleine Ausstellung
und Führungen durch die Hochschule für Studieninteressierte geben.
HfG-Publishing – Kollektive und Projekte, die sich vorstellen:
KLAK
Schwarm
Umbau
MAS
bookboi
Sozial & Durstig
Asta
Modellwerkstatt
und mehr

KunsthalleKarlsruhe@ZKM – ein neuer Blick auf die Sammlung
Da das historische Museumsgebäude der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe
wegen umfassender Sanierungsarbeiten bis 2029 geschlossen ist, zeigt sie
auf Einladung des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Meisterwerke ihrer
Sammlung in einer für den Hallenbau entwickelten Neukonzeption. Mit der
Ausstellung KunsthalleKarlsruhe@ZKM – ein neuer Blick auf die Sammlung
werden im Lichthof 1 und 2 des Hallenbaus auf rund 2.000 Quadratmetern 600
Gemälde, Fotografien und Plastiken vom Spätmittelalter bis in die
Gegenwart präsentiert. Mit dabei sind die beliebten Hauptwerke von
Matthias Grünewald, Hans Baldung Grien, Rembrandt, Peter Paul Rubens,
Rachel Ruysch, Paul Cézanne, Max Beckmann, René Magritte, Gerhard Richter
und Pia Fries. Im regelmäßigen Turnus werden außerdem immer wieder neue
Werke auf Papier in der Ausstellung gezeigt. Wechselnde
Kabinettausstellungen geben Einblick in die unterschiedlichen Facetten der
Sammlung.

Programm
Erstmals beim Tag der offenen Tür im Hallenbau mit dabei ist die
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe mit einem vielfältigen
Vermittlungsangebot: In einem Rundgang lernen Besucher*innen die
Highlights der Sammlung aus neuen Perspektiven kennen. Spannende Details
zu einzelnen Epochen oder thematischen Schwerpunkten vermitteln die
Themenführungen Wer, für wen, warum? Mittelalterliche Kunstwerke und ihre
Geschichte(n) oder Under Construction: Architektur im frühen 20.
Jahrhundert. Theologische Aspekte beleuchtet die Führung Kunst und Kirche.
Das Team der Kunstbibliothek präsentiert in der Bibliothek/Medialounge im
ZKM sein Angebot und bringt Interessierten in den Mitmach-Workshops Heften
zur Bestanderhaltung: Wie geht das? konservatorische Aspekte näher. Kleine
neugierige Kunstfreund*innen sind herzlich eingeladen, mit ihren Eltern
den Switch-Raum zur Ausstellung Go! Kunst bewegt mit allen Sinnen zu
entdecken. Wer die Ausstellung lieber alleine erkunden möchte, dem
beantworten Cicerones persönliche Fragen rund um die Kunst.

Das vollständige Programm zum Tag der offenen Tür im Hallenbau ist über
die Websites der Institutionen abrufbar: www.staedtische-galerie.de,
www.zkm.de, www.hfg-karlsruhe.de, www.kunsthalle-karlsruhe.de

Nach dem Tag der offenen Tür dauert es nicht lange, bis sich die vier
Kunstinstitutionen erneut gemeinsam präsentieren: An der renommierten
Kunstmesse art KARLSRUHE, die vom 22. bis 25. Februar 2024 stattfindet,
beteiligen sie sich mit einem gemeinsamen Messestand.

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Wie viel Sozialität braucht Künstliche Intelligenz?

Soziale Interaktionen zwischen Menschen nehmen viele verschiedene Formen
an: Zusammenarbeit, Mitgestaltung, Kooperation, Kollaboration. Selbst wenn
die einzelnen Handlungen funktional ähnlich sind, was gemeinsam getan
wird, hängt letztlich davon ab, wie es gemeinsam getan wird. Die
Philosophin Professorin Dr. Johanna Seibt von der Universität Aarhus in
Dänemark sieht hier Schwierigkeiten für Anwendungen mit Künstlicher
Intelligenz (KI) und Robotik. Einblicke in ihre Forschung dazu gibt die
Expertin für Robophilosophie am kommenden Montag, 15. Januar, ab 16 Uhr,
in einem hybriden Vortrag via Zoom und in Präsenz im CITEC-Gebäude der
Universität Bielefeld (Raum 1.204).

Die Veranstaltung gehört zu der Reihe „Co-Constructing Intelligence“ (Ko-
Konstruktion von Intelligenz), einem Angebot der Universitäten Bielefeld,
Bremen und Paderborn. Die Teilnahme an dem englischen Vortrag ist
kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

In den sozialen Interaktionsszenarien, die derzeit für den künftigen
öffentlichen Einsatz von Robotern und KI vorstellbar sind, müssen diese
als künstliche soziale Agenten konzipiert werden, so Seibt. In ihrem
Vortrag „The Problem of Artificial ’Social Others’: How Much Sociality Do
We Need for Hybrid Intelligence?“ („Das Problem der künstlichen ,sozialen
Anderen‘: Wie viel Sozialität brauchen wir für hybride Intelligenz?“) geht
die Philosophin darauf ein, dass das theoretische Konstrukt der
„Anthropomorphisierung“, also menschliche Eigenschaften auf
Nichtmenschliches zu übertragen, im Zusammenhang mit KI und Robotern
überdacht werden müsse. Es geschehe vielmehr eine „Soziomorphisierung“ in
dem den künstlichen Intelligenzen Koordinationsfähigkeiten zugewiesen
würden, die sie befähigten, auf verschiedene Arten sozial zu interagieren,
ohne dass sie zwingend menschliche Fähigkeiten zugeschrieben bekommen.

„Johanna Seibt gehört zu den international führenden Wissenschaftler*innen
zu Mensch-Roboter-Interaktion“, sagt Professor Dr. Philipp Cimiano, Leiter
der Arbeitsgruppe Semantische Datenbanken an der Universität Bielefeld,
der den Vortrag mit organisiert. „Derzeit befasst sie sich mit
Robophilosophie, einem neuen Bereich der angewandten interdisziplinären
Philosophie. Ihre Forschung liefert weitreichende Impulse dazu, wie die
Phänomene der Mensch-Roboter Interaktion der Philosophie neue Aufgaben
aufgeben – sowohl in der Ethik wie auch in der theoretischen Philosophie.“

Ontologischer Beschreibungsrahmen zur sozialen Robotik
Seibt ist Direktorin der Robophilosophy Research Unit der Universität
Aarhus, die interdisziplinäre philosophische und empirische Forschung zur
Mensch-Roboter-Interaktion und Robotik betreibt. In ihrem Vortrag stellt
sie nun den neu entwickelten Beschreibungsrahmen OASIS (Ontology of
Asymmetric Social Interactions, übersetzt: Ontologie der asymmetrischen
sozialen Interaktionen) vor, mit dem im Detail untersucht werden kann,
welche Formen der Soziomorphisierung für eine geplante Anwendung
förderlich sind.

Durch die Unterscheidung von zehn Sozialitätsebenen und fünf
Simulationsgraden ermögliche OASIS hochdifferenzierte Beschreibungen
menschlicher sozialer Interaktion mit Robotern und KI, die benötigt
würden, um Nutzer*innen dabei zu helfen, ihre Erwartungen an die
Zuverlässigkeit der KI anzupassen und ethische Risikobewertungen von KI
durchzuführen.

Vortragsreihe dazu, wie die Umwelt gemeinsam interpretiert wird
Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe „Co-Constructing Intelligence“. Für
die Reihe kooperieren die Universitäten Bielefeld, Bremen und Paderborn.
Philipp Cimiano organisiert die Vortragsreihe unter anderem mit der
Bielefelder Informatikerin Professorin Dr.-Ing. Britta Wrede, dem Bremer
Informatiker Professor Dr. Michael Beetz und der Paderborner Linguistin
Professorin Dr. Katharina Rohlfing. Die Vortragsreihe ist ein Angebot
einer gemeinsamen Forschungsinitiative der drei Universitäten. Der
Zusammenschluss nutzt das Prinzip der Ko-Konstruktion, um das Verständnis
und die Fähigkeiten von Robotern an die von Menschen anzupassen. Die
Forschenden arbeiten so an der Basis für eine flexible und sinnhafte
Interaktion von Robotern mit Menschen im Alltag. Der Begriff Ko-
Konstruktion bezieht sich darauf, dass die Interpretation der Umwelt und
die Ausführung von Handlungen in Zusammenarbeit erfolgen.

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KIT: Open Source: Systemwechsel im Bibliotheksmanagement

Als erste Universitätsbibliothek Deutschlands hat die Bibliothek des
Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) das freie
Bibliotheksmanagementsystem Koha eingeführt. Der vor der Jahreswende
erfolgreich abgeschlossene Launch verspricht den Nutzerinnen und Nutzern
der Bibliothek einen spürbaren Zuwachs an Funktionalität,
Gebrauchstauglichkeit und Nutzungserlebnis. Zugleich unterstützt das KIT
mit diesem Schritt die Bemühungen der baden-württembergischen
Landesregierung um einen verstärkten Einsatz von Open-Source-Lösungen.

„Zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie des KIT gehört es, Abläufe
und Prozesse so effizient, nutzerfreundlich und transparent wie möglich zu
gestalten. Mit dem Wechsel zur Open-Source-Lösung Koha stellt sich die
KIT-Bibliothek diesen Herausforderungen der digitalen
Informationsgesellschaft und erhöht ihre Attraktivität für Nutzerinnen und
Nutzer“, sagt Professorin Kora Kristof, Vizepräsidentin Digitalisierung
und Nachhaltigkeit des KIT.

„Die Einführung von Koha markiert nicht nur einen Meilenstein für unsere
Bibliothek, sondern ist auch ein Beitrag zur Förderung des Open-Source-
Gedankens“, betont Dr. Arne Upmeier, Direktor der KIT-Bibliothek. „Wir
sind nun Teil einer großen internationalen Anwendergemeinschaft, von der
wir profitieren und zu der wir umgekehrt auch gerne beitragen wollen.“ Bei
dem zwanzigmonatigen Migrationsprojekt wurde die KIT-Bibliothek von der
Koha-Community sowie vom Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg
unterstützt.

Systemwechsel für bessere Funktionalität und Nutzbarkeit

Der Systemwechsel zu Koha bringt etliche Verbesserungen hinsichtlich
Funktionalität und Nutzbarkeit mit sich. So ermöglicht es die freie
Software, das Bibliotheksgeschehen in die IT-Infrastruktur einer
Gesamteinrichtung zu integrieren. Praktische Konsequenz: Nutzerinnen und
Nutzer des KIT, aber auch der Hochschule Karlsruhe und der Dualen
Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe können sich nun einfach mit den
Zugangsdaten ihrer jeweiligen Hochschule anmelden, um auf Dienstleistungen
wie Bibliothekskatalog oder Ausleihe zuzugreifen. Ein separat geführtes
Konto bei der KIT-Bibliothek ist nicht mehr erforderlich. Eine andere
gewichtige Neuerung ist die zusätzliche Bereitstellung einer komplett
englischsprachigen Benutzeroberfläche für internationale Nutzerinnen und
Nutzer.

Über die KIT-Bibliothek

Die KIT-Bibliothek unterstützt Forschung, Lehre und Studium am Karlsruher
Institut für Technologie, an der Hochschule Karlsruhe sowie an der Dualen
Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe. Den insgesamt 36 000 Studierenden
und 12 000 Forschenden ermöglichen die knapp 100 Beschäftigten der
Bibliothek einen täglichen 24-Stunden-Zugang zu 1 679 Lernplätzen.

Über das Open-Source-Bibliothekssystem Koha

Die 1999 in Neuseeland entwickelte integrierte Bibliothekssoftware Koha
ist das weltweit am meisten verbreitete Bibliothekssystem. „Koha“ ist ein
Begriff aus der Sprache der Māori und bezeichnet ein Geschenk, das eine
Gegenleistung verlangt. Dies ist auch der Kerngedanke der freien Software:
Koha kann nur existieren, weil Anwenderinnen und Anwender ihre
Nutzungserfahrungen in die große und internationale Koha-Community aktiv
einbringen und so zur kontinuierlichen Weiterentwicklung des Systems
beitragen. (jha)

Bildunterschrift: Als erste deutsche Universitätsbibliothek betreibt die
KIT-Bibliothek das Open-Source-Managementsystem Koha. (Foto: Andrea Fabry,
KIT)

Das Foto steht unter http://www.kit.edu/downloads/pi_bilder/2024_002_Open
Source_Systemwechsel im Bibliotheksmanagement.jpg zum Download bereit und
kann angefordert werden unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder +49 721 608-41105.

Die Verwendung des Bildes ist ausschließlich in dem oben genannten
Zusammenhang gestattet.



Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und
vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den
globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie,
Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 800
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in
Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften
zusammen. Seine 22 300 Studierenden bereitet das KIT durch ein
forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle
Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die
Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und
Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und
Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der
deutschen Exzellenzuniversitäten.

Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter:
https://www.kit.edu/kit/presseinformationen.php

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Justus Hartlieb, Pressereferent, Tel.: +49 721 608-41155, E-Mail:
<Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>

Originalpublikation:
https://www.kit.edu/kit/pi_2024_002_open-source-systemwechsel-im-
bibliotheksmanagement.php

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