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Neue Führungsstruktur am LIKAT

Künftig wird das Leibniz-Institut für Katalyse nach dem Prinzip des Co-
Leadership von einem 4-köpfigen Vorstandsteam geleitet. Die Funktion der
wissenschaftlichen Direktion, die gut zwei Jahrzehnte in den Händen von
Prof. Matthias Beller lag, wird dabei im Turnus von zwei Jahren wechseln.
Das neue Führungsmodell wurde auf den jüngsten Sitzungen des Kuratoriums
und der Mit-gliederversammlung am 5. und 6.12.2023 beschlossen. Als erster
übernimmt Prof. Dr. Robert Francke diese neue Rolle des Primus inter
Pares. Francke verstärkt seit 2021 mit einer Heisen-berg-Professur die
Expertise des LIKAT. Er etablierte am Institut die Elektrochemie, aktuell
eine der meistgefragten chemischen Disziplinen.

Das Führungsteam des LIKAT besteht, neben Francke und Beller, aus Dr.
Eszter Baráth und dem kaufmännischen Direktor Dr. Mirko Kirschkowski. „Die
Position der wissenschaftlichen Direktion am LIKAT ist eine
Herausforderung, die ich mit großem Respekt annehme“, betont Robert
Francke. Die seit jeher angesehene Rostocker Katalyseforschung genießt ein
außerordentliches Renommee – ge-stützt auf neuartige Forschungsansätze,
auf Weitsicht, wissenschaftliche Exzellenz und eine inzwi-schen mehr als
70jährige Tradition.
Im weltweiten Bemühen um den Umbau der Energie- und Rohstoffbasis von
fossilen hin zu nachhal-tigen Quellen spielen Katalysatoren eine
Schlüsselrolle. Denn sie ermöglichen klimaneutrale, ressour-censchonende
Verfahren und Kreislaufprozesse, die einen großen gesellschaftlichen
Nutzen haben. Forschungsergebnisse aus dem LIKAT setzen dabei in den
wichtigsten Disziplinen der Chemie Maß-stäbe, auch in neuen Feldern, wie
der Bio-, der Photo- und der Elektrokatalyse.
Inzwischen hätten Komplexität und Intensität in Forschung und
Wissenschaftsmanagement in er-heblichem Maße zugenommen. Um weiterhin
internationale Spitzenforschung zu betreiben, die vor allem einen Nutzen
für die Gesellschaft hat, erfordere dies neue Formen der Leitung, sagte
Matthias Beller. „In enger Abstimmung mit dem Vorstand haben sich deshalb
Kuratorium und Mitgliederver-sammlung dazu entschlossen, die Verantwortung
nach dem Prinzip des Co-Leadership künftig auf mehrere Schultern zu
verteilen“, teilten der Vorsitzende des Kuratoriums, Woldemar Venohr, und
der Vorsitzende der Mitgliederversammlung, Prof. Dr. Ralf Ludwig, mit.
Beller bleibt dem LIKAT auch wei-terhin erhalten: als Katalyseforscher und
als wissenschaftliches Mitglied des Vorstands.
Robert Francke ist seit 2023 Mitglied des LIKAT-Vorstands. Er studierte im
Fach Chemie an der Uni-versität Bonn, promovierte an der Universität Mainz
und arbeitete danach an der University of Cali-fornia Santa Barbara. 2014
kam er als Forschungsgruppenleiter mit den Schwerpunkten organische
Elektrosynthese und molekulare Elektrokatalyse an die Universität Rostock.
Seit 2021 leitet er am LIKAT den Bereich „Elektrochemie und Katalyse“. Der
„Run“ der Fachwelt auf die Elektrochemie hängt mit ihrem großen Potential
zusammen: Durch „Antreiben“ von chemischen Reaktionen mit Hilfe von Strom
gelingt es, Grund- und Feinchemikalien wesentlich umwelt- und
ressourcenschonender als bisher zu erzeugen. Franckes Expertise sichert
der Rostocker Katalyseforschung einen Vorsprung in Technik und Erfahrung
auf diesem zukunftsträchtigen Feld.

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Behandlung von Schwerverletzten aus der Ukraine: Kliniken bleiben auf den Kosten sitzen

Behandlung neu ankommender Patienten fraglich

Seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine behandeln Kliniken in
Deutschland auf Veranlassung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)
schwerverletzte Patienten aus der Ukraine. Doch die aufwändige Versorgung
dieser Patienten ist für die engagierten zivilen Kliniken und Rehakliniken
regelhaft nicht kostendeckend. Das ergab eine aktuelle Umfrage der
Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) unter den an der
Behandlung beteiligten TraumaZentren der Initiative TraumaNetzwerk DGU®.

„Wir behandeln die kriegsverwundeten Soldaten lange Zeit im Krankenhaus
und anschließend in der Reha. Es entstehen hohe Behandlungskosten, die die
Kliniken oft nicht erstattet bekommen. Wir fordern die Politik auf, nach
Lösungen für ein alternatives Vergütungssystem zu suchen. Ansonsten
besteht die Gefahr, dass die Behandlung neu ankommender Patienten aus der
Ukraine schon in Kürze nicht mehr gewährleistet werden kann“, sagt Prof.
Dr. Steffen Ruchholtz, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für
Orthopädie und Unfallchirurgie Universitätsklinikum Gießen und Marburg
GmbH am Standort Marburg und stellvertretender Präsident der Deutschen
Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU).

Viele der im Krieg verletzten Soldaten kommen schon mit Komplikationen
nach einer Vorbehandlung in deutschen Kliniken an. Sie benötigen Wochen
und Monate, in denen ihre schweren Verletzungen schrittweise versorgt
werden. Mittlerweile konnte über 900 Patienten eine für das
Verletzungsmuster optimale Behandlung ermöglicht werden. Ein Teil davon
erhielt im Anschluss eine Rehabilitation. Dazu wurde unfallchirurgische
Expertise in die bereits in der Corona-Pandemie etablierte
Kleeblattstruktur eingebracht, um aus dem Ausland kommende Patienten in
Deutschland schnell und zielgerecht auf ein aufnahmebereites TraumaZentrum
DGU® mit entsprechender Expertise zu verteilen.

In einer aktuellen Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
e.V. (DGU) unter den an der Behandlung beteiligten TraumaZentren gaben 74
Prozent der Kliniken an, dass die Behandlung nicht kostendeckend sei. Der
Grund läge darin, dass das System der diagnosebezogenen Fallgruppen (DRG)
die sehr aufwändige und langwierige Behandlung der Kriegsverletzungen
dieser Patienten nicht mit ihren Kosten abbildet. „Neben der
Behandlungsdauer sind es vor allem die Infektionen mit multiresistenten
Keimen und die mehrfachen Operationen, die die Therapie sehr
kostenintensiv machen“, sagt Prof. Dr. Matthias Münzberg, Geschäftsführer
Medizin der BG Unfallklinik Frankfurt am Main und einer der Initiatoren
der Umfrage.

Eine weiteres Problem ist für 90 Prozent der Kliniken die Weiterverlegung
in Reha-Einrichtungen nach Abschluss der unfallchirurgischen Akut-
Versorgung, da die Reha-Kliniken mit nur sehr beschränkten
Entlassmöglichkeiten in die ambulante Nachbehandlung für diese Patienten
konfrontiert sind. „Eine Reha nach einer komplizierten Behandlung ist
ausgesprochen wichtig für den Heilungsverlauf. Für viele der Kliniken
stellt die bereitwillige Aufnahme von Patienten aus der Ukraine jedoch
eine zunehmende Schwierigkeit dar und ist oft mittlerweile finanziell
nicht mehr leistbar“, sagt Prof. Dr. Dietmar Pennig, pensionierter
Chefarzt der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie,
Handchirurgie und Orthopädie am St. Vinzenz-Hospital der Universität Köln
und stellvertretender DGOU-Generalsekretär.

Entscheider aus Kliniken befürchten, dass ohne die rasche finanzielle
Absicherung eine Behandlung neu ankommender Patienten aus der Ukraine
schon in Kürze nicht mehr geleistet werden kann. „Wir sehen es als unsere
ärztliche Aufgabe, allen Patienten bestmöglich zu helfen. Die Versorgung
Schwerverletzter aus der Ukraine liegt uns besonders am Herzen, da wir
dadurch einen Beitrag zur Unterstützung der Ukraine leisten können“, sagt
Prof. Dr. Dr. Volker Alt,  Direktor der Klinik und Poliklinik für
Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Regensburg, der maßgeblich an der
Umfrage beteiligt war. Daher gilt der Appell an die Bundesregierung, die
Unterstützung der medizinischen Versorgung von Kriegsverletzten und
Zivilisten aus der Ukraine aufrechtzuerhalten. Vertreter der DGOU schlagen
dafür ganz konkret ein alternatives Vergütungssystem vor, welches die
hohen Behandlungskosten dieser Patienten abdeckt.

Zum Hintergrund
Deutschland verfügt mit dem TraumaNetzwerk DGU® über eine flächendeckende
Versorgungsstruktur, die mehr als 650 Krankenhäuser miteinander verbindet
und den elektronischen Austausch der Patientendaten ermöglicht. Das
Netzwerk wurde von der Konzeption her zur Versorgung von
Schwerstverletzten auch und gerade bei Massenanfällen von Verletzten
geschaffen. Die 53 Netzwerke bestehen aus überregionalen, regionalen und
lokalen Zentren, die durch einen Zertifizierungsprozess hinsichtlich ihrer
Versorgungs- und Kommunikationsstrukturen überprüft und vertraglich
miteinander verbunden worden sind. Der weitaus größte Teil der
Intensivkapazität in Deutschland ist damit einbezogen. Im Mittel sind in
Deutschland 14 Kliniken, das heißt acht lokale, vier regionale und zwei
überregionale Zentren in einem Netzwerk organisiert.

Referenzen:
1) Organisatorische Weiterverteilung ukrainischer Kriegsverletzter zur
Versorgung in Deutschland
https://link.springer.com/article/10.1007/s00113-023-01356-3
2) Süddeutsche Zeitung vom 20.10.2023: Medizin: Wie Schwerverletzte aus
der Ukraine nach Deutschland kommen
https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/ukraine-medizin-kliniken-1.6290751

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Wie kombiniere ich Leinen Geschirrtücher mit anderen Textilien in meiner Küche?

Leinen Geschirrtücher  Symbolbild
Leinen Geschirrtücher Symbolbild

Leinen Geschirrtücher sind nicht nur praktisch, sondern auch stilvolle Accessoires für Ihre Küche. Die natürliche Eleganz und vielseitige Anwendbarkeit machen sie zu einer beliebten Wahl. Wenn Sie darüber nachdenken, wie Sie Leinen Geschirrtücher harmonisch mit anderen Textilien in Ihrer Küche kombinieren können, bietet dieser Artikel mehr Informationen und Tipps, um eine ansprechende und zusammenhängende Ästhetik zu schaffen.

Farbabstimmung

Bei der Auswahl von Leinen Geschirrtüchern ist es wichtig, die Farben im Auge zu behalten. Wenn Ihre Küche bereits über bestimmte Farbakzente oder Hauptfarben verfügt, wählen Sie Leinen Geschirrtücher in passenden oder kontrastierenden Tönen. Eine harmonische Farbabstimmung schafft eine ansprechende Gesamtoptik.

Mustermix

Leinen Geschirrtücher mit subtilen Mustern oder Bordüren können wunderbar mit anderen gemusterten Textilien in der Küche kombiniert werden. Achten Sie darauf, dass die Muster zueinander passen und sich nicht gegenseitig überlagern, um ein harmonisches Gesamtbild zu gewährleisten.

Materialvielfalt

Kombinieren Sie Leinen Geschirrtücher mit anderen Küchentextilien, wie beispielsweise Baumwollgeschirrtüchern oder Topflappen, um eine interessante Materialvielfalt zu schaffen. Diese Mischung kann nicht nur visuell ansprechend sein, sondern auch funktionelle Aspekte berücksichtigen.

Einheitlicher Stil

Wenn Sie einen einheitlichen Stil in Ihrer Küche bevorzugen, können Sie Leinen Geschirrtücher mit anderen Leinenaccessoires wie Tischläufern oder Servietten kombinieren. Dies schafft eine kohärente Ästhetik und verleiht Ihrer Küche eine durchdachte Gestaltung.

Textur beachten

Berücksichtigen Sie bei der Kombination von Leinen Geschirrtüchern mit anderen Textilien die unterschiedlichen Texturen. Kombinieren Sie beispielsweise grobes Leinen mit glatten Baumwolltextilien, um einen reizvollen Kontrast zu erzeugen.

Saisonal wechseln

Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihre Küchentextilien saisonal zu wechseln. Im Sommer können leichte und luftige Leinen Geschirrtücher eine frische Atmosphäre schaffen, während im Winter wärmere und gemütlichere Textilien zum Einsatz kommen.

Individuelle Akzente setzen

Leinen Geschirrtücher können individuelle Akzente setzen. Wenn Sie beispielsweise auf eine neutrale Küchenausstattung setzen, können farbige oder gemusterte Leinen Geschirrtücher als Blickfang dienen.

Pflegehinweise beachten

Achten Sie darauf, dass die Pflegehinweise der verschiedenen Textilien harmonieren. Geschirrtücher, Tischdecken und Co. sollten sich in ihrer Pflegeleichtigkeit ergänzen, um einen praktischen und unkomplizierten Alltag zu gewährleisten.

Indem Sie diese Überlegungen berücksichtigen, können Sie Leinen Geschirrtücher geschickt in Ihre Küche integrieren und gleichzeitig eine harmonische Gestaltung mit anderen Textilien erzielen. Mit diesen mehr Informationen und Tipps schaffen Sie eine Küchenumgebung, die nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch ansprechend ist.

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#1 ARL Lunch Talk „Alles neu bei der Windenergie“ 18.12.2023 | 13:00 – 13:45 Uhr | online

ARL Lunch Talk „Alles neu bei der Windenergie“
mit Christina von Haaren und Axel Priebs
18.12.2023 | 13:00 – 13:45 Uhr | online
Kostenfreie Anmeldung bis zum 17.12. über die ARL-Website möglich:
https://www.arl-net.de/de/blog/lunch-talk-alles-neu-bei-der-windenergie.

Gerne möchten wir Sie zum ersten digitalen ARL Lunch Talk zum Thema
Windenergie  einladen . Das neue Format ist Teil des ARL-Zukunftskonzeptes
und bietet die Möglichkeit kurz und knapp raumwissenschaftliche und
planungspraktische Fachthemen von tagespolitischer Relevanz zu
diskutieren.

Beim ersten ARL Lunch Talk widmen sich Prof. Dr. Christina von Haaren
(Leibniz-Universität Hannover) und ARL-Präsident Prof. Dr. Axel Priebs
einem der aktuell brennendsten Themen der Raumentwicklung: der
Energiewende.

Christina von Haaren ist Professorin für Landschaftsplanung und
Naturschutz an der Leibniz-Universität Hannover, Axel Priebs ist Präsident
der ARL, beide leiten den ARL-Arbeitskreis „Windenergie an Land“.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich zu dem Thema grundlegend
informieren wollen und Interesse an raumplanerischer Expertise zur
Windenergieplanung an Land haben.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Bereitschaft das wichtige Thema
„Windenergie“ mit uns zu diskutieren!

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