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BLUE PLANET Berlin Water Dialogues 2023: Den Kreislauf schließen - Kreislaufwirtschaft im Wasser weltweit vorantreiben

Die BLUE PLANET Berlin Water Dialogues, eine internationale renommierte
Konferenz im Wassersektor, verzeichneten am 8. November 2023 eine
Rekordbeteiligung. Mit einer beeindruckenden Zahl von über 800 Anmeldungen
aus mehr als 70 Ländern widmete sich die Veranstaltung dem Thema "Closing
the Loop - Circular Water Economy" und demonstrierte damit das konsequente
Engagement für Nachhaltigkeit in der globalen Wasserlandschaft.

Nachhaltigkeit als Motor: Visionen und Realität

Die BLUE PLANET Berlin Water Dialogues, eine internationale renommierte
Konferenz im Wassersektor, verzeichneten am 8. November 2023 eine
Rekordbeteiligung. Mit einer beeindruckenden Zahl von über 800 Anmeldungen
aus mehr als 70 Ländern widmete sich die Veranstaltung dem Thema "Closing
the Loop - Circular Water Economy" und demonstrierte damit das konsequente
Engagement für Nachhaltigkeit in der globalen Wasserlandschaft. Seit ihrer
Gründung im Jahr 2011 ist BLUE PLANET eine bekannte Veranstaltungsreihe,
die den dynamischen Austausch von Wissen, Ideen und Erfahrungen fördert,
um die globale Wassersituation zu verbessern. Die Konferenz, die als
Reaktion auf die Covid-19-Pandemie in den Jahren 2020/2021 auf digitale
Formate umgestellt wurde, hat sich zu einer wichtigen digitalen
Austauschplattform für Fachleute der Wasserwirtschaft entwickelt und ihre
globale Reichweite erweitert. Gefördert durch die Exportinitiative
Umweltschutz – GreenTech "Made in Germany" des Bundesministeriums für
Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) und
die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
(SenWEB) entwickeln sich die BLUE PLANET Berlin Water Dialogues weiter zu
einem globalen Knotenpunkt für die Präsentation von Innovationen im
Wassersektor.

Die Konferenz wurde mit Grußworten von Boris Greifeneder, Geschäftsführer
von German Water Partnership (GWP) und Prof. Dr. Martin Jekel,
Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Wasser Berlin (KWB), eröffnet. Dr.
Severin Fischer, Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für
Wirtschaft, Energie und Betriebe, betonte die zentrale Rolle Berlins bei
der Bewältigung der globalen Wasserprobleme und sprach sich für die
Beseitigung von Ungleichheiten auf globaler Ebene aus.

Mit inspirierenden Keynotes, Projektpräsentationen, einer dynamischen
Podiumsdiskussion und thematischen Break-Out-Sessions befasste sich die
Veranstaltung mit wichtigen Themen wie dem Erreichen der Ziele für
nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs), Prinzipien der
Kreislaufwirtschaft, Wasserstress, Technologiepartnerschaften,
Nährstoffrückgewinnung und Wärmerückgewinnung aus Abwasser.

Highlights:

Anna Delgado (World Bank) stellte das Dokument "Water in Circular Economy
and Resilience" (WICER) vor, das die Diversifizierung von Wasserquellen,
die Rückgewinnung von Ressourcen und die Optimierung der Ressourcennutzung
thematisiert.

Dr. Anne Kleyböcker (KWB) sprach das kritische Thema der Wasserknappheit
an und stellte den Water Europe Marketplace als Lösung vor.

Dr. Christian Kabbe (EasyMining Deutschland) erörterte sektorübergreifende
Partnerschaften für die Umsetzung einer groß angelegten
Wasserkreislaufwirtschaft.

Timo Paul (Vattenfall Wärme Berlin) und Heinrich Gürtler (Berliner
Wasserbetriebe) stellten das Potenzial der Wärmerückgewinnung aus Abwasser
durch das Projekt InfraLab Berlin vor.

Samuela Guida (International Water Association IWA) stellte die IWA und
deren aktuellen Aktivitäten vor.

Die Podiumsdiskussion, moderiert von Dr. Christian Remy (KWB), beleuchtete
das Zusammenspiel von Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit und betonte
die Notwendigkeit klarer Definitionen und Standards, wobei die Rolle des
Gesetzgebers als treibender Faktor im Vordergrund stand.

Zusammenfassend unterstrichen die BLUE PLANET Berlin Water Dialogues 2023
die zentrale Rolle der Kreislaufwirtschaft bei der Bewältigung globaler
Herausforderungen, wobei der Schwerpunkt auf der dringenden Notwendigkeit
eines nachhaltigen Wassermanagements lag. Die vielfältigen Vorträge und
Diskussionen der Veranstaltung boten eine umfassende Perspektive auf
aktuelle Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen in diesem
wichtigen Sektor.

Alle Sessions der Veranstaltung sind als Video-on-Demand auf der BLUE
PLANET Webseite abrufbar.

Die digitale Veranstaltung wurde auf Englisch und für Teilnehmende
kostenfrei angeboten. Weitere Informati-onen zu den BLUE PLANET Berlin
Water Dialogues erhalten Sie unter www.blueplanetberlin.de

Über BLUE PLANET Berlin Water Dialogues

Mit den BLUE PLANET Berlin Water Dialogues hat sich in den vergangenen
Jahren ein qualifiziertes englischsprachiges Forum zum Wissens-, Ideen-,
Konzept- und Erfahrungsaustausch zwischen Politik, Wasserwirtschaft,
Wissenschaftler:innen und Nicht-Regierungsorganisationen entwickelt und
etabliert. Hier werden gemeinsam globale Herausforderungen diskutiert
sowie deutsche und internationale Kompetenzen und Lösungsansätze
vorgestellt und beworben. Der Schwerpunkt liegt darauf, Synergien im
Bereich Forschung und Entwicklung zwischen Unternehmen und
wissenschaftlichen Einrichtungen nachhaltig zu fördern. Damit sollen
praxisnahe Innovationen, etwa aus den Bereichen nachhaltige Entwicklung
und Künstliche Intelligenz, in der Wasserwirtschaft oder dem Umweltschutz,
durch ressourceneffiziente Technologien vorangetrieben werden. BLUE PLANET
Berlin Water Dialogues 2023 wird vom KWB Kompetenzzentrum Wasser Berlin
gGmbH und German Water Partnership e.V. zusammen mit den Berliner
Beratungsunternehmen T-Base Consulting GmbH and eclareon GmbH organisiert.

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Warm und sicher? Nordstadtgalerie mit Beiträgen zum Thema Wohnungslosigkeit

Wer: Fachhochschule Dortmund (Hochschule vor Ort)

Was: Winteraktion zur Wohnungslosigkeit

Wann: Auftakt am Montag, 4. Dezember 2023, 18.30 bis 21 Uhr

Wo: Nordstadtgalerie, Bornstraße 142, 44145 Dortmund

 

Wie Menschen zu Wohnungslosen werden, darum geht es thematisch bei der diesjährigen Winteraktion „Warm und sicher?“ der „Hochschule vor Ort“ der Fachhochschule Dortmund in der Nordstadtgalerie. Die Teilnahme an den Terminen ist kostenlos.

 

Den Auftakt macht am Montag, 4. Dezember, Tim Sonnenberg, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften. Auf der Grundlage seiner Dissertation erläutert er von 18.30 bis 21 Uhr, mit welchen Vorurteilen und Zuschreibungen sich wohnungslose Personen konfrontiert sehen.

 

Ergänzend zum Vortrag eröffnet in den Räumen der Nordstadtgalerie eine Ausstellung mit Fotos und Textauszügen. Außerdem dokumentiert bis 15. Januar 2024 eine Fensterausstellung des Fotografen Lennart Hüppe das Engagement lokaler Akteur*innen für Wohnungslose. Vorgestellt werden die Dortmunder Suppenküche Kana, die Ökumenische Wohnungslosen-Initiative Gast-Haus, das Wichernhaus und der Verein bodo.

 

Ein weiterer Programmpunkt der Winteraktion ist am Montag, 11. Dezember, der Besuch der sozialen Aktivistin Janita-Marja Juvonen. Die Autorin des Buches „DIE ANDEREN: die harte Realität der Obdachlosigkeit“ ist von 18.30 bis 21 Uhr für Austausch und Diskussion zu Gast in der Nordstadtgalerie.

 

Eine etwa anderthalbstündige „Soziale Stadttour“ folgt in Zusammenarbeit mit dem Verein bodo am Samstag, 13. Januar 2024. Die Tour aus der Sicht einer ehemals obdachlosen Person führt ab 13 Uhr vom Buchladen am Schwanenwall 36-38 zu wichtigen Orten für den Alltag von Betroffenen. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung mit Namen per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. erforderlich. Die Anmeldung ist erst mit einer Bestätigungsmail gültig.

 

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Professor der Steinbeis Hochschule unter den Top 2% der meistzitierten Forschenden im Stanford/Elsevier Ranking 2023

Prof. Dr. Heiko von der Gracht, Lehrstuhlinhaber für Zukunftsforschung der
SIBE der Steinbeis Hochschule, ist unter den zwei Prozent der
meistzitierten Wissenschaftler*innen (Stand Oktober 2023) aufgelistet. Das
Ranking wurde von Elsevier, einem akademischen Verlagsunternehmen, sowie
von John P.A. Ioannidis, Professor an der Stanford University, und seinen
Co-Autoren herausgegeben. Die aktuelle Version (6) basiert auf dem Stand
der Datenbank Scopus vom 1. Oktober 2023 und bezieht sich auf das
Zitationsjahr 2022. Für das Ranking wurden Scopus-Daten ausgewertet, die
von Elsevier durch das ICSR Lab bereitgestellt wurden.

Bereits zum sechsten Mal seit 2019 haben John P.A. Ioannidis (Stanford),
Jeroen Baas (Elsevier) und Kevin W. Boyack (SciTech Strategies) über das
Elsevier Data Repository eine “Zitationsrangliste“ von
Wissenschaftler*innen aus allen Fachrichtungen und Ländern der Welt
veröffentlicht.

Die Autoren verglichen verschiedene standardisierte Informationen, indem
sie über 87 Millionen Datensätze aus Zeitschriften, Büchern und
Buchreihen, Konferenzberichten und Fachpublikationen, mehr als 17
Millionen Autorenprofile sowie über 94.000 Mitgliedschaftsprofile
analysierten (c-score, h-index, Co-Autorenschaft). Auf diese Weise
identifizierten sie Forschende, deren wissenschaftliche Artikel am
häufigsten von anderen Forschenden zitiert wurden. Das Ranking basiert auf
den gesammelten und analysierten Daten von Januar 2022 bis Dezember 2022
(ohne Selbstzitate).
Die zwei Prozent der meistzitierten Forschenden (ca. 210.200 führende
Wissenschaftler*innen), die aus diesem Datenvergleich resultieren, sind in
22 Forschungsbereiche und 174 Teilbereiche nach der etablierten
Klassifikation von Science-Metrix eingeteilt.

In diesem neuen Update der sogenannten „Stanford List“ hat es Prof. Dr.
Heiko von der Gracht (#18.499) erneut unter die besten zwei Prozent
geschafft. Heiko von der Gracht leitet den Lehrstuhl für Zukunftsforschung
an der SIBE der Steinbeis Hochschule. Die Aufnahme in das Ranking zeigt,
dass er in seinem Fachgebiet zur Spitzenklasse gehört und er mit seiner
akademischen Forschung weltweit einen bedeutenden Beitrag leistet.

Erfahren Sie mehr über die Forschung von Prof. Dr. Heiko von der Gracht:
https://orcid.org/0000-0002-7376-1236

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Im Spannungsfeld Soziale Arbeit und Polizei Aktionstag „8 gegen 88“ an der FH Dortmund

Abwechslungs- und perspektivenreich widmete der Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften den jüngsten Aktionstag „8 gegen 88“ dem Thema „Feindbild Polizei? Soziale Arbeit und Polizei in der Demokratie“. Elf Speaker*innen von drei Kontinenten beleuchteten nicht nur die Dortmunder Situation, sondern schilderten auch die Verhältnisse in Südafrika, Simbabwe und den USA – unter anderem aus der Perspektive des Hip-Hop.

 

Über demokratiebezogene Einstellungen in der Polizei referierte Prof. Dr. Eva Groß von der Polizeiakademie in Hamburg. Wie bei einem Eisberg, verglich sie, fußen die an der Oberfläche sichtbaren rechtsextremen Umtriebe auf darunter liegenden menschenfeindlichen Haltungen, wie sie auch in der Mitte der Gesellschaft zu finden seien. Deswegen sei es nur folgerichtig, dass die vielfältigen Bemühungen der Polizei gegenzusteuern bereits in der Ausbildung ansetzen.

Der Anspruch der Polizei an sich selbst dürfe nicht damit erfüllt sein, ein Ebenbild der Gesellschaft darzustellen. Vielmehr müsse sie angesichts ihrer besonderen Rolle im Rechtsstaat als Organ zur Durchsetzung des staatlichen Gewaltmonopols anderen zum Vorbild zu gereichen. Und zwar nicht nur durch sensibles Vorgehen der Polizist*innen bei besonderen Problemlagen, sondern in ihrem gesamten Handeln.

 

Die Dortmunder Situation

 

Über den Umgang der Dortmunder Polizei mit Menschen mit Migrationshintergrund diskutierten Deniz Greschner vom Multikulturellen Forum, Mirza Demirovic von der Nordstadtliga und Polizeisprecher Peter Bandermann. Am Beispiel des 2022 in Dortmund von einem Polizisten während eines Einsatzes getöteten, 16-jährigen Mouhamed Lamine Dramé, der allein aus Senegal geflüchtet war, erörterten die Teilnehmenden die Umstände, die zu diesem Unglück beigetragen haben mögen: Eine zu wenig kritisierte, oft unbewusste Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft und in der Polizei auf der einen Seite und ein großes Misstrauen von Jugendlichen, vor allem von solchen mit Migrationshintergrund, gegenüber der Polizei auf der anderen.

Die Teilnehmenden benannten auch die Möglichkeiten, um solche Unglücke in Zukunft zu vermeiden: Selbstreflexion bei der Polizei und ihre ehrliche Zusammenarbeit mit den multikulturellen Initiativen und ein weiterhin unermüdliches Engagement zur Verständigung aller Beteiligten.

 

USA: Polizei und Hip-Hop

 

Den Bogen von der Polizeigewalt zum Hip-Hop spannte Dr. Travis Harris, Assistant Professor von der Norfolk State University (USA). Von der „law-and-order“-Politik in den USA der 1960er-Jahre über den politisch ausgerufenen „war on drugs“ und den „cold war“ zeichnete Dr. Harris die planvolle Militarisierung der US-amerikanischen Polizei nach und damit das zunehmende staatliche Machtgefälle zuungunsten der schwarzen Bevölkerung. Während der Staat die Identität der Schwarzen negiere, fänden diese sie im Hip-Hop wieder.

 

Denn Hip-Hop sei keine afro-amerikanische Musik der vergangenen Jahrzehnte, sondern ein zeit- und ortsunabhängiges Phänomen als Folge der unfreiwilligen Vertreibung aus Afrika: „They found a way of being, they found life in hip-hop“.

 

Die globale Perspektive

 

In der abschließenden Diskussion mit Gästen aus den USA, Südafrika und Zimbabwe wurde deutlich, dass Polizeigewalt nicht nur als Gewalt von Weißen gegenüber Schwarzen verstanden werden sollte. Eindrucksvoll schilderten die Soziologie-Professor*innen Gesemia Nelson und Karim Adibifar, beide von der Metropolitan State University Denver, das Unsicherheitsgefühl von Schwarzen in den USA, wo unter den Polizeiopfern sechsmal mehr Schwarze als Weiße zu finden sind, und wo selbst beruflich erfolgreiche schwarze Eltern ihren Kindern einschärfen, bei jedem Kontakt mit der Polizei nichts weiter als ihre Namen zu nennen und ansonsten darauf zu bestehen, ihre Eltern anzurufen.

 

Mit Sunungurayi Charamba und Tapiwanashe Gladys Simango aus Simbabwe sowie Nomusa Munoangira und Bongane Morris Mzinyane aus Südafrika nahmen an der Gesprächsrunde vier Doktorand*innen aus Afrika teil, die zurzeit am Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften der FH Dortmund zu Gast sind. Sie plädierten für eine differenzierte Betrachtungsweise: „‘Die Polizei‘ sind nicht in erster Linie einzelne Menschen, sondern es ist ein System.“ Insbesondere in den Ländern des Globalen Südens gelte es, so waren sich die Teilnehmenden einig, das Thema kritisch als koloniale Aufarbeitung zu betrachten und staatliche Strukturen neu zu formulieren.

 

Die Gespräche moderierten Prof. Dr. Dierk Borstel vom Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften und Dr. Sina Nitzsche von der Zukunftswerkstatt der FH Dortmund. Prof. Dr. Katja Nowacki, Dekanin des Fachbereichs Angewandte Sozialwissenschaften, eröffnete die Veranstaltung.

Der Aktionstag „8 gegen 88“

Das Format „8 gegen 88“ widmet sich mit jährlichen Veranstaltungen Themenfeldern wie Rechtsextremismus, Rassismus, Populismus und Gefährdungen der Demokratie. Die „8“ steht dabei für den Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften und die „88“ für einen Code der rechtsextremen Szene, der den Hitlergruß symbolisiert.

 

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