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OP-Roboter HUGO kommt erstmals in Deutschland in der Urologie zum Einsatz

Der OP-Roboter HUGO RAS im Einsatz - Prof. Christian Thomas beim ersten Testen des neuen Geräts.  UKD / Michael Kretzschmar
Der OP-Roboter HUGO RAS im Einsatz - Prof. Christian Thomas beim ersten Testen des neuen Geräts. UKD / Michael Kretzschmar

Das Universitätsklinikum Dresden nimmt High-End Operations-Roboter in
Betrieb. Der Roboter wird bundesweit erstmals in der Urologie eingesetzt
und eröffnet Chancen für Ausbildung und Recruiting. Deutschlandweit gibt
es nur vier weitere Standorte mit dieser Ausstattung.

Erstmals in Deutschland hat ein Team in der Urologie den OP-Roboter HUGO
RAS der Firma Medtronic eingesetzt. Seit dem 17. Oktober ist das High-End-
Gerät am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden im Einsatz.
Hauptsächlich kommt der Roboter in der Klinik und Poliklinik für Urologie
zum Einsatz. Zudem steht er der Klinik für Viszeral-, Thorax- und
Gefäßchirurgie des Uniklinikums zur Verfügung. In Europa gibt es aktuell
48 dieser Geräte, in Deutschland sind es insgesamt fünf, wobei hier
bislang nur viszeralchirurgisch gearbeitet wurde. Das Universitätsklinikum
Dresden komplettiert den bestehenden OP-Robotikpark um das neue Gerät und
ist damit die einzige Einrichtung in Mitteldeutschland mit dieser
Ausstattung. Die erste urologische Operation mit dem HUGO deutschlandweit
wurde nun in Dresden durchgeführt – bei dem 78-jährigen Patienten wurde
eine Prostata-Adenomenukleation bei gutartiger Prostatavergrößerung
durchgeführt. „Damit setzt die Hochschulmedizin Dresden erneut Akzente –
in der Medizin, der Forschung und der Ausbildung“, sagt Prof. Michael
Albrecht, Medizinischer Vorstand am Universitätsklinikum Dresden.

Mit dem OP-Roboter HUGO vervollkommnet das Universitätsklinikum Dresden
sein Robotik-Armamentarium: Bislang sind am Klinikum drei Da-Vinci-OP-
Roboter im Einsatz – zwei in der klinischen Versorgung und einer für
wissenschaftliche Projekte. Mit dem HUGO steht nun eine völlig neue und
hochentwickelte Komponente zur Verfügung. „Unsere Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter aus der Medizin und der Pflege können somit mit zwei
verschiedenen Geräten arbeiten, damit lernen und sich weiterbilden“, sagt
Frank Ohi, Kaufmännischer Vorstand des Uniklinikums. „Dies ist ein enormer
Vorteil, wenn es darum geht, Mitarbeitende für uns zu gewinnen.“ Neben dem
klinischen Einsatz wird das Gerät zudem wissenschaftlich eingesetzt.
Patientinnen und Patienten können entsprechend in Studien eingeschlossen
und behandelt werden. „Die gleichzeitige Verfügbarkeit der beiden
anspruchsvollsten und am höchsten entwickelten chirurgischen
Robotiksysteme bietet der Dresdner Hochschulmedizin die einzigartige
Möglichkeit, wissenschaftliche Fragestellungen in Bezug auf onkologische
Ergebnisse, anatomischen Funktionserhalt, ökonomische Aspekte und
Herausforderungen an das medizinische Personal zwischen beiden Systemen
prospektiv zu untersuchen“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer
Vorstand des Uniklinikums.

„Neben der interdisziplinären nationalen und internationalen Vernetzung
exzellenter Fachexpertinnen und -experten sowie der engen Zusammenarbeit
von Medizinischer Fakultät und Universitätsklinikum wird die Nutzung
neuester Technologien immer wichtiger, um das Spitzenniveau in der
onkologischen Forschung auszubauen.  Die Vielfalt innovativer
Therapiemethoden bietet einen entscheidenden Standortvorteil, nicht nur
für die Krankenversorgung, sondern auch für Forschung und Lehre sowie die
Aus-, Fort- und Weiterbildung sowohl des ärztlichen als auch des
pflegerischen Personals. Das neue Robotersystem bringt die Dresdner
Hochschulmedizin auf ein neues chirurgisches Level“, sagt Sachsens
Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow.

Für die Patientinnen und Patienten bringt das multiplattformelle Angebot
ebenfalls Vorteile. Je nach individuellem Befund sowie der Lage des
Operationsfeldes im Körper können die OP-Teams zwischen den beiden
Systemen wählen. Der HUGO verfügt über vier sehr individuell einstellbare
Arme und eine offene Konsole. Die Arbeit des Operateurs oder der
Operateurin rückt damit wieder enger in die Mitte des Teams. Das Gerät
gewährleistet zudem eine bessere Sicht auf die Gesamtszenerie im OP. Zum
Vergleich: Die vier Arme des OP-Roboters Da Vinci werden über eine separat
stehende Konsole abseits des OP-Tisches bedient. Beide Systeme ermöglichen
minimalinvasive und damit schonende Eingriffe. Für den OP-Roboter HUGO von
der Firma Medtronic belaufen sich die Investitionen auf ca. 1,7 Millionen
Euro. Für das am Dresdner Universitätsklinikum implementierte Gerät werden
Förderungen über die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG beantragt.

„Die robotische Diversität an einem Standort ermöglicht es uns, unsere
Expertise auszubauen. Wir wollen künftig Trainings im Umgang mit dem HUGO
anbieten und forschen zudem daran, Künstliche Intelligenz beim Einsatz zu
integrieren“, sagt Prof. Christian Thomas, Direktor der Klinik und
Poliklinik für Urologie. „Robotic diversity am Universitätsklinikum soll
dafür sorgen, dass die moderne minimalinvasive Chirurgie in Zukunft nicht
automatisch mit einem Hersteller in Verbindung gebracht wird. Das OP-Team
rückt damit wieder mehr in den Vordergrund, was hauptentscheidend für das
Wohlergehen der Patientinnen und Patienten ist.“ „Auch in der Viszeral-,
Thorax- und Gefäßchirurgie ist es wichtig, dass Medizinerinnen und
Mediziner mit mehreren Systemen operieren können. Für uns und unsere
Mitarbeitenden ist der HUGO eine enorme Bereicherung, die nicht zuletzt
den Patientinnen und Patienten zugutekommt“, ergänzt Prof. Jürgen Weitz,
Direktor der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie am
Universitätsklinikum Dresden.

Kongress thematisiert Herausforderungen in der roboterassistierten
Urologie
Die ersten Erfahrungen bei der Arbeit mit dem HUGO werden die
Medizinerinnen und Mediziner auf einem Fach-Kongress teilen. Das 13.
Symposium der Deutschen Gesellschaft für Roboterassistierte Urologie e.V.
(DRUS) findet am 16. und 17. November in Dresden unter wissenschaftlicher
Leitung von Prof. Christian Thomas statt. Themen sind Robotische Systeme
2023, Navigierte Chirurgie, Künstliche Intelligenz, Robotische
Uroonkologie, Rekonstruktive Robotik, Robotische Salvage-Chirurgie sowie
das Hands-On-Training für Pflegenden, Assistenzärztinnen und -ärzte. Bis
zu 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden erwartet.
https://dgru.de/

Über den OP-Roboter HUGO RAS
Der OP-Roboter HUGO der Firma Medtronic ermöglicht über eine offene
Konsole eine hochauflösende 3D-Sicht ohne das Situationsbewusstsein
während der Operation zu beeinträchtigen. Über den Controller können
Operateure und Operateurinnen Instrumente an vier Armen in einer Vielzahl
von Skalen steuern. Das interaktive Display bietet eine hochauflösende
Ansicht des Operationsfeldes, während zusätzliche Videoausgänge den
Anschluss an ein bestehendes OP-Anzeigesystem ermöglichen. Bisher kommt
der Roboter hauptsächlich in der Viszeralchirurgie sowie in der Urologie
zum Einsatz. Medizinerinnen und Medizinern steht damit eine neue
Generation moderner OP-Roboter zur Verfügung.

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EXIST-Ausgründung: Das Startup HyPhoX entwickelt mit Unterstützung der BAM miniaturisierte Biosensoren

HyPhoX-Gründer Dr. Martin Paul (rechts) und der wissenschaftliche Berater der Ausgründung, Dr. Michael G. Weller von der BAM (links) präsentieren einen neuen Wafer für die Biosensor-Entwicklung.  Mareike Rammelt / TH Wildau
HyPhoX-Gründer Dr. Martin Paul (rechts) und der wissenschaftliche Berater der Ausgründung, Dr. Michael G. Weller von der BAM (links) präsentieren einen neuen Wafer für die Biosensor-Entwicklung. Mareike Rammelt / TH Wildau

Toxische Substanzen, Viren und andere Mikroorganismen sind eine Gefahr für
Mensch und Umwelt. Ein Gründerteam aus dem Leibniz-Institut für innovative
Mikroelektronik (IHP) und der Technischen Hochschule Wildau entwickelt mit
Unterstützung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
ein innovatives und kostengünstiges Analysetool für den schnellen Nachweis
dieser Stoffe. Es liefert innerhalb weniger Minuten Ergebnisse und kann in
der Lebensmittelanalytik, Medizintechnik und Umweltüberwachung eingesetzt
werden.

Immer wieder kommt es in der Umwelt oder im Lebensmittelbereich zu
Kontaminationen, die die Gesundheit gefährden – von Salmonellen in
Mayonnaise und Fleisch bis hin zu Legionellen im Trinkwasser. Um die
Verbreitung solcher Verunreinigungen einzudämmen und ihre Auswirkungen zu
minimieren, ist ein schneller Nachweis erforderlich. Jedoch sind
Laboruntersuchungen meist zeitaufwendig und kostenintensiv: Von der
Entnahme einer Probe und ihrem Transport zu einem Speziallabor, bis das
Ergebnis vorliegt, verstreichen in der Regel mehrere Tage. Dadurch geht im
Ernstfall wertvolle Zeit verloren, um die Bevölkerung zu warnen.

Das Gründerteam von HyPhoX hat sich vorgenommen, das zu ändern. Die jungen
Wissenschaftler*innen, die an der BAM, dem IHP und der TH Wildau forschen,
haben einen innovativen Biochip entwickelt.  Er integriert optische,
elektrische und mikrofluidische Komponenten auf nur einem
Quadratmillimeter. Dank der Lab-on-a-Chip-Technologie ist so auf winzigem
Raum quasi ein kleines Analyselabor untergebracht. Bereits geringste
Mengen an Probenflüssigkeiten lassen sich damit direkt vor Ort und in
Echtzeit analysieren.

„Das innovative an unserem Sensor ist, dass wir optische, elektrische und
biochemische Analytik auf einem Chip vereinen und das in einem handlichen,
tragbaren Gerät“, so Martin Paul, Mitgründer von HyPhoX, der an der BAM
promoviert hat.

Jetzt will das Team den innovativen Sensor zur Marktreife bringen. Support
wird es dabei in den kommenden anderthalb Jahren von der BAM, dem IHP und
der TH Wildau erhalten. „Technologietransfer durch Ausgründungen gehört zu
den Kernaufgaben der BAM“, betont Dr. Michael G. Weller, Leiter des
Fachbereichs Proteinanalytik der BAM. „Deshalb freut es uns, dass wir das
junge Startup mit der Expertise und Infrastruktur der BAM in den Bereichen
Immunoassay- und Biosensorentwicklung maßgeblich unterstützen können.“

Finanziert wird HyPhoX vom EXIST-Förderprogramm des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), das sich an Wissenschaftler*innen aus
außeruniversitären Forschungseinrichtungen richtet, die eine Geschäftsidee
für ein innovatives Produkt realisieren wollen.

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Psychologisches Wissen für alle

Das KLARpsy-Team (v.l.n.r.): Pawel Nuwaltzew, Marc René Jonas, Dr. Marlene Stoll, Tina Trillitzsch, Dr. Martin Kerwer, Gesa Benz und Dr. Anita Chasiotis.  Bettina Leuchtenberg  ZPID
Das KLARpsy-Team (v.l.n.r.): Pawel Nuwaltzew, Marc René Jonas, Dr. Marlene Stoll, Tina Trillitzsch, Dr. Martin Kerwer, Gesa Benz und Dr. Anita Chasiotis. Bettina Leuchtenberg ZPID

Psychologisches Wissen: Verständlich, verlässlich, für alle! Das ist das
Motto von KLARpsy. In einem Symposium des Leibniz-Instituts für
Psychologie (ZPID) am 18. Oktober 2023 an der Universität Trier wurde das
Angebot der Öffentlichkeit vorgestellt.

Hinter KLARpsy verbergen sich frei und online zugängliche Informationen zu
psychologischen Themen. Die Texte entstehen am Leibniz-Institut für
Psychologie (ZPID). Dr. Anita Chasiotis, die das Angebot seit 2021
mitentwickelt hat, ist es nicht nur wichtig, dass die Texte gut
verständlich sind. "Wir legen auch großen Wert darauf, dass wir
verlässliche Informationen zur Verfügung stellen. Alle Inhalte werden von
uns als in der Wissenschaft tätige Psychologinnen und Psychologen
geschrieben. Dazu haben wir unter anderem auf der Grundlage eigener
Studien Richtlinien verfasst, nach denen wir veröffentlichen."

Auch der Minister für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-
Pfalz, Clemens Hoch unterstreicht die hohe Relevanz von
Wissenschaftskommunikation: „Die Kommunikation wissenschaftlicher
Erkenntnisse ist fast genauso wichtig, wie die Erkenntnisse selbst. Dabei
muss sich die Kommunikation an der Hauptzielgruppe, der
Forschungscommunity orientieren, aber auch die breite Öffentlichkeit, also
die Betroffenen und ihre Angehörigen dürfen nicht außer Acht gelassen
werden. Denn viele Forschungsergebnisse aus der Psychologie sind für Laien
oft von großem Wert. Darüber hinaus bin ich davon überzeugt, dass eine
allgemeinverständliche Wissenschaftskommunikation dazu beiträgt, einer
stärker gewordenen Wissenschaftsskepsis entgegenzuwirken.

Forschungsergebnisse in KLARpsy-Texten und Wörterbuch KLARsaurus

Auf dem Webportal www.klapsy.de sind unter den KLARpsy-Texten
Zusammenfassungen psychologischer Forschungen zu finden. Diese helfen
dabei, psychologische Erkenntnisse zu verstehen. "Die Ergebnisse von
Forschung unterscheiden sich manchmal und wirken widersprüchlich. Das kann
unter anderem daran liegen, dass einzelne Forschende verschieden an
dieselbe Forschungsfrage herangehen. Uns ist es deshalb wichtig, genau
dies transparent und verständlich darzustellen”, berichtet Dr. Martin
Kerwer aus dem KLARpsy-Team. “Sich einen Überblick zu verschaffen, kann
deshalb schwierig sein. Uns ist es deshalb wichtig, hier Orientierung zu
bieten und den Forschungsstand transparent und verständlich darzustellen."
Abrufbare Themen sind aktuell beispielsweise "Sind Menschen mit
Krankheitsangst aufmerksamer gegenüber gesundheitlich bedrohlichen
Informationen?" oder auch "Was macht Kinder mit Gewalterfahrungen
widerstandsfähig?" Das Themenspektrum reicht dabei von "Aktuellem
Weltgeschehen" über "Gesundheit" oder "Partnerschaft, Sexualität und
Geschlechterrollen" bis hin zu "Psychische Probleme und Psychotherapie".

Mitmachen erwünscht

Wer ein spezielles Thema auf der Seite vermisst, ist dazu eingeladen,
seinen Themenwunsch über ein Formular an das KLARpsy-Team mitzuteilen, so
dass hierzu ein KLARpsy-Text erstellt werden kann.

Ebenso zum Mitmachen ist das Wörterbuch KLARsaurus, das dazu einlädt,
psychologische Begriffe kennenzulernen und deren Bedeutung
allgemeinverständlich nachlesen zu können. "Nicht immer sind unsere
Fachbegriffe in der Psychologie für alle verständlich oder in deren
Bedeutung eindeutig. Hier bieten wir mit unserem KLARsaurus ein
interaktives Angebot im deutschsprachigen Raum an, bei dem auch Laiinnen
und Laien verlässliche Definitionen finden können", erklärt Dr. Marlene
Stoll, die das Wörterbuch betreut. Sie betont: "Zum KLARsaurus können alle
einen Beitrag leisten, egal ob sie vom Fach sind oder nicht: Jede
Unterstützung hilft und macht psychologische Forschungsergebnisse für uns
alle verständlicher und zugänglicher!"

Auch wer hier einen Begriff vermisst, kann diesen über ein Formular
mitteilen, damit er im Lexikon aufgenommen wird. Interessierte können sich
auch zum Testlesen oder zum Mitwirken an den Texten registrieren. Alle
Texte werden vom Forschungsteam KLARpsy am ZPID verfasst bzw. überprüft
und dann der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Als Wissen für alle.

Ausführliche Informationen zum Angebot, Animationsfilme zum Verständnis
von Metaanalysen, die KLARpsy-Texte und der KLARsaurus sowie die Formulare
zum Mitmachen finden sich unter: www.klarpsy.de. In den Sozialen Medien
ist das Angebot unter klarpsy bei Instagram, Facebook und Pinterest zu
finden.

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Muthesius Kunsthochschule zeigt Master-Ausstellung des Studiengangs Freie Kunst

Muthesius Kunsthochschule zeigt Master-Ausstellung des Studiengangs Freie Kunst an drei Standorten in der Kieler Innenstadt  Leander Schroeder
Muthesius Kunsthochschule zeigt Master-Ausstellung des Studiengangs Freie Kunst an drei Standorten in der Kieler Innenstadt Leander Schroeder

Was bedeutet es, der Welt und der Gesellschaft mit einer eigenen
künstlerischen Position zu begegnen? Auf diese Frage hält die Ausstellung
der Masterabsolventinnen und -absolventen im Studiengang Freie Kunst nun
15 individuelle Antworten bereit - von Bildhauerei bis Keramik, von
Medienkunst bis Film, von Malerei bis Grafik. Die Masterarbeiten werden
von Donnerstag, 26. Oktober, bis zum 25. November im Ausstellungsraum spce
der Muthesius Kunsthochschule an der Andreas-Gayk-Straße 7-11, außerdem an
der Flämischen Straße 6-10 sowie an der Fabrikstraße 12 präsentiert.

Der akademische Titel Master of Fine Arts markiert eine Schwelle, ist
zugleich Ende und Anfang – Aufbruch in eine Zukunft, die zwischen
Selbständigkeit als freie Künstlerin oder freier Künstler und
Referendariat, dem klassischen Einstieg in die Lehrerlaufbahn, oszilliert.

Die ersten Schritte nach Abschluss der Kunsthochschule stellen gerade für
Freie Bildende Künstler*innen eine Herausforderung dar. Es werden neue
Qualitäten abverlangt: vor allem die der Eigenpräsentation und Vermarktung
der künstlerischen Arbeit, um auf lange Sicht eine ökonomisch-finanzielle
Selbständigkeit und somit Existenzgrundlage für die künstlerische Praxis
zu erlangen.

Die MFA-Ausstellung 2023 unterstützt die Absolvent*innen dabei und vereint
15 künstlerische Positionen. Sie findet verteilt an drei Orten in der
Kieler Innenstadt statt.
Die Absolvent*innen haben in ihrem Master-Studium der Freien Kunst
unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt: Von Bildhauerei über Malerei, Freie
Kunst und Keramik, Medienkunst, Zeichnung und Druckgrafik bis hin zur
interdisziplinären künstlerischen Praxis. Was sie dabei verbindet: Sie
alle haben gelernt, eine eigene künstlerische Position zu entwickeln.

Ausgehend vom offiziellen Ausstellungsraum der Muthesius Kunsthochschule
spce, werden zurzeit leerstehende Räume an der Flämischen Straße 6-10 und
der Fabrikstraße 12 temporär eingenommen und durch Kunst aktiviert.

Die Ausstellung „Master of Fine Arts – MFA 2023“ der Masterabsolvent*innen
wird eröffnet am Donnerstag, 26. Oktober, um 18 Uhr im spce | Muthesius.
Sie ist zu sehen bis 25. November: donnerstags bis samstags von 14 bis 18
Uhr im spce | Muthesius, Andreas-Gayk-Straße 7-11, außerdem an der
Flämischen Straße 6-10 und der Fabrikstraße 12, Kiel. Der Eintritt ist
frei.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Dorothée Brübach, Paola Donato Castillo, Mia Fyu, Ana Gomez, Nina
Hartmann, Marie Klabunde, Ana Kostova, Gabriela Lima da Cunha, Mascha
Livanskaia, Amélie Munich, Isabel Murteira, Carolin Ott, Charlotte Payet,
Elkin Salamanca, Alexei Vesselov

Lehrende des Studiengangs Freie Kunst:
Professor Andreas Greiner (Medienkunst), Professorin Almut Linde
(Interdisziplinäre künstlerische Praxis), Professor Axel Loytved
(Künstlerische Grundlehre), Professorin Antje Majewski (Malerei),
Professorin Isa Melsheimer (Freie Kunst und Keramik), Professor Piotr
Nathan (Freie Zeichnung und Druckgrafik) und Professor Stephan Sachs (Film
/ Time-Based Media).

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