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Mobiler Zahlungsverkehr: Entwicklung, Auswirkungen und Aussichten auf dem globalen Markt

Mobile Zahlungen Symbolbild
Mobile Zahlungen Symbolbild

In der heutigen Welt des Online-Glücksspiels sind mobile Zahlungen nicht nur eine Bequemlichkeit, sondern eine Notwendigkeit geworden. Liebe Leserin, lieber Leser, vielleicht waren Sie schon einmal unsicher bei der Wahl der besten Zahlungsmethode in Online-Casinos. Wenn Sie die aktuellen Trends in diesem dynamischen Bereich verstehen, können Sie eine fundierte Entscheidung treffen. In diesem Artikel werden wir in die Welt der mobilen Zahlungen eintauchen, ihre wichtigsten Auswirkungen auf die Online-Glücksspielbranche untersuchen und herausfinden, wie diese Trends Ihr Spielerlebnis beeinflussen können.

Entwicklung der mobilen Zahlungen in Online-Casinos

Die Entwicklung der mobilen Zahlungen in Online-Casinos ist eine Geschichte ständiger Innovation und Anpassung. Von den ersten Schritten in der Ära der einfachen SMS-Zahlungen bis hin zu den heutigen hochentwickelten Zahlungssystemen haben mobile Zahlungen die Online-Glücksspielbranche verändert. Sie haben nicht nur für Bequemlichkeit und Schnelligkeit der Transaktionen gesorgt, sondern auch wesentlich zur Sicherheit von Finanztransaktionen beigetragen. Diese Entwicklung der Zahlungsmethoden hat entscheidend dazu beigetragen, das Publikum von Online-Casinos zu erweitern und das Glücksspielerlebnis für eine große Zahl von Nutzern auf der ganzen Welt zugänglich zu machen.

Mobile Zahlungen bei Online Casinos in Österreich

Mobile Zahlungen in Online Casinos in Österreich nehmen einen wichtigen Platz in der Glücksspielindustrie ein und bieten den Spielern Komfort und Sicherheit. Ein besonderes Merkmal des Marktes ist die Möglichkeit, Einzahlungen direkt von Ihrem Handykonto aus vorzunehmen, was die Einzahlung auf Ihr Casinokonto erheblich erleichtert. Österreichische Mobilfunkbetreiber wie A1, Drei und Magenta unterstützen diese Funktion aktiv und ermöglichen es den Nutzern, schnell und sicher Geld zu überweisen. Die Regulierung in diesem Bereich zielt darauf ab, den Schutz der Benutzer und die Integrität der Transaktionen zu gewährleisten, was sich positiv auf das Vertrauen in mobile Zahlungsmethoden auswirkt. Diese Entwicklungen und regulatorischen Maßnahmen vereinfachen nicht nur den Spielprozess, sondern tragen auch zur Ausweitung des Online-Casino-Publikums in Österreich bei und machen mobile Zahlungen zu einer bevorzugten und zuverlässigen Zahlungsmethode. Ein hervorragendes Beispiel für solche Plattformen bietet die Liste der top casinos mit handyrechnung bezahlen auf Citeulike. Ute Schreiner, eine erfahrene Autorin bei Citeulike.org, äußert sich zum Thema: "Die Integration von mobilen Zahlungen in österreichischen Online Casinos zeigt nicht nur technologische Fortschritte, sondern reflektiert auch das wachsende Bedürfnis der Spieler nach schnellen, sicheren und bequemen Transaktionsmethoden. Dieser Trend ist ein klarer Indikator für die Zukunft der Online-Glücksspielbranche in Österreich."

Besonderheiten des mobilen Zahlungsverkehrs in Nordamerika

Die Besonderheiten des mobilen Zahlungsverkehrs in Nordamerika, insbesondere in den USA und Kanada, unterscheiden sich deutlich von den Trends in anderen Regionen. In den USA, wo der Online-Glücksspielmarkt auf bundesstaatlicher Ebene reguliert wird, haben sich mobile Zahlungen aufgrund ihrer Bequemlichkeit und Schnelligkeit stark entwickelt. In Kanada wiederum nimmt die Beliebtheit mobiler Zahlungen stetig zu, vor allem bei jungen Menschen. Die Unterschiede in der Gesetzgebung beider Länder haben erhebliche Auswirkungen auf die Branche: In den USA stellt die Vielfalt der Vorschriften auf bundesstaatlicher Ebene eine Herausforderung für Betreiber und Nutzer dar, während in Kanada ein liberalerer Ansatz eine größere Verbreitung mobiler Zahlungsoptionen begünstigt. Diese Unterschiede in der Gesetzgebung wirken sich direkt auf die Verfügbarkeit und die Art der mobilen Zahlungsmethoden sowie auf die Strategien aus, mit denen Online-Casinobetreiber Kunden in Nordamerika anziehen und binden wollen.

Mobile Zahlungen in Australien und Ozeanien

Mobile Zahlungen in Australien und Ozeanien weisen einzigartige Merkmale und Trends auf, die sowohl kulturelle als auch wirtschaftliche Faktoren in der Region widerspiegeln. In Australien, wo das Online-Glücksspiel stark reguliert ist, haben sich mobile Zahlungen aufgrund ihrer Bequemlichkeit und verbesserten Sicherheitsstandards zu einer beliebten Lösung entwickelt. Der Markt zeichnet sich durch ein hohes Maß an Vertrauen in digitale Zahlungen und Innovationen aus, was zur zunehmenden Nutzung mobiler Zahlungsmethoden in Online-Casinos beigetragen hat. In den Inselstaaten Ozeaniens, in denen die Internetinfrastruktur möglicherweise weniger entwickelt ist, bieten mobile Zahlungen nicht nur Bequemlichkeit, sondern auch den Zugang zu Glücksspielangeboten für ein breiteres Publikum. Die Aussichten für den Einsatz mobiler Zahlungen in dieser Region hängen mit dem Ausbau der digitalen Infrastruktur und der steigenden Zahl von Mobilfunknutzern zusammen. Diese Faktoren in Verbindung mit regulatorischen Initiativen versprechen ein weiteres Wachstum der Popularität mobiler Zahlungen in der Online-Glücksspielbranche in Australien und Ozeanien und machen sie zu einem Schlüsselelement für die Entwicklung des Marktes.

Mobile Zahlungen in Afrika und Lateinamerika

Mobile Zahlungen in Afrika und Lateinamerika verzeichnen ein bemerkenswertes Wachstum und eine bemerkenswerte Entwicklung, die einen erheblichen Einfluss auf die lokalen Online-Glücksspielmärkte haben. In Afrika, wo der Zugang zu traditionellen Bankdienstleistungen begrenzt ist, sind mobile Zahlungen zu einem wichtigen Instrument geworden, um Online-Casinos einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Mobile Geldsysteme wie M-Pesa sind inzwischen weit verbreitet und ermöglichen den Nutzern einfache und sichere Transaktionen. In Lateinamerika geht der Trend ebenfalls in Richtung Wachstum des mobilen Zahlungsverkehrs. Die Region zeigt eine rasche Übernahme digitaler Technologien, was die Integration mobiler Zahlungen in die Online-Glücksspielbranche erleichtert. Die Entwicklung mobiler Zahlungen in diesen Regionen trägt nicht nur dazu bei, die Zugänglichkeit von Online-Glücksspielen zu erhöhen, sondern stärkt auch die allgemeine Sicherheit von Finanztransaktionen. Dies wiederum zieht mehr Nutzer an und treibt die weitere Entwicklung und Innovation in der Branche voran.

Sicherheit beim mobilen Bezahlen

Die Sicherheit bei mobilen Zahlungen ist ein Eckpfeiler der Online-Glücksspielbranche. Da Finanztransaktionen ein integraler Bestandteil des Glücksspielerlebnisses sind, haben der Schutz der Nutzerdaten und die Sicherung der Transaktionen Priorität. Zu den Sicherheitsmaßnahmen gehört der Einsatz hochentwickelter Verschlüsselungstechnologien wie SSL (Secure Socket Layer), die Daten während der Übertragung über das Internet schützen. Dadurch wird verhindert, dass Dritte auf sensible Informationen zugreifen können. Darüber hinaus setzen viele mobile Zahlungssysteme eine Zwei-Faktor-Authentifizierung ein, bei der die Benutzer eine Transaktion über einen zweiten Kommunikationskanal, z. B. per SMS oder über eine mobile App, bestätigen müssen. Dadurch wird das Risiko nicht autorisierter Transaktionen erheblich verringert. Besonderes Augenmerk wird auch auf die Einhaltung von Vorschriften und Standards für die Verarbeitung von Zahlungsdaten gelegt, darunter der Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS), der die Verarbeitung von Kartendaten regelt und die Sicherheit von Finanztransaktionen gewährleistet. Die Bedeutung des Datenschutzes bei Online-Glücksspielen darf nicht unterschätzt werden, da er sich direkt auf das Vertrauen der Nutzer in die Plattform auswirkt. Im Zeitalter der Digitalisierung und zunehmender Cybersecurity-Bedrohungen müssen mobile Zahlungen den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen, damit die Nutzer nicht nur bequem, sondern auch unbesorgt Finanztransaktionen online tätigen können.

Praktische Ratschläge für Spieler

Die Wahl des richtigen mobilen Zahlungssystems für ein Online-Casino ist nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit, sondern auch der Sicherheit. Die richtige Wahl kann Ihr Spielerlebnis erheblich verbessern und Ihre Finanzen schützen. Im Folgenden finden Sie einige praktische Tipps, die Ihnen bei der Auswahl und Nutzung mobiler Zahlungssysteme in Online-Casinos helfen. Wie man wählt: 1. Prüfen Sie den Ruf: Wählen Sie Zahlungssysteme mit einem guten Ruf und positiven Nutzerbewertungen. 2. Einhaltung von Sicherheitsstandards: Vergewissern Sie sich, dass das Zahlungssystem den internationalen Sicherheitsstandards wie PCI DSS entspricht. 3. Benutzerfreundlichkeit: Beurteilen Sie, wie einfach und bequem das gewählte Zahlungssystem zu bedienen ist. 4. Kompatibilität mit Ihrem Online-Casino: Prüfen Sie, ob Ihr bevorzugtes Online-Casino das ausgewählte Zahlungssystem unterstützt. Tipps zur Verwendung: ● Verwenden Sie eine sichere Verbindung: Führen Sie Transaktionen immer über eine sichere Internetverbindung durch. ● Zwei-Faktoren-Authentifizierung: Aktivieren Sie die Zwei-Faktoren-Authentifizierung für zusätzliche Sicherheit. ● Transaktionsbetrag begrenzen: Legen Sie Limits für Transaktionsbeträge fest, um das Risiko zu kontrollieren. ● Überwachen Sie Kontoauszüge: Überprüfen Sie Ihre Kontoauszüge regelmäßig, um nicht autorisierte Transaktionen rechtzeitig zu erkennen. ● Speichern Sie keine Passwörter auf Geräten: Vermeiden Sie es, Passwörter und Kartendaten auf mobilen Geräten zu speichern. Wenn Sie diese Tipps befolgen, können Sie die Effizienz und Sicherheit von mobilen Zahlungen in Online-Casinos maximieren.

Fazit

Unsere Untersuchung unterstreicht die entscheidende Rolle mobiler Zahlungen auf dem globalen Online-Glücksspielmarkt. Mobile Zahlungen vereinfachen nicht nur den Prozess der Finanztransaktionen, sondern öffnen auch die Türen zu einem größeren Nutzerkreis und fördern das Wachstum und die Expansion der Branche. Ihre Entwicklung und Anpassung an die regulatorischen Anforderungen der verschiedenen Länder unterstreichen ihre globale Bedeutung. Mobile Zahlungen sind nicht nur eine technische Annehmlichkeit, sondern ein strategisches Instrument zur Entwicklung und Unterstützung der Nachhaltigkeit der Online-Glücksspielbranche.

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Nachhaltige Transformation von Energie, Mobilität und Ernährung: Forschung lenkt Fokus von Zielen auf reale Veränderung

Gemeinsame Pressemitteilung der Universität Manchester, des Instituts für
ökologische Wirtschaftsforschung und der Harvard University

► Die Forschung zu nachhaltigen Transformationen hat in den letzten zehn
Jahren erhebliche Fortschritte gemacht und Erkenntnisse über die Dynamik
langfristiger, systemischer Veränderungen gewonnen

► Sonderheft „Sustainability Transitions in Production-Consumption
Systems“ in Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)
veröffentlicht

► Die Herausgeber rufen zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen
wissenschaftlichen Communities auf, die sich mit sozial-ökologischen und
soziotechnischen Transformationen beschäftigen

Manchester/Berlin/Cambridge, 21. November 2023 – Bestehende Konsum- und
Produktionssysteme, die natürliche Ressourcen nutzen, um den
gesellschaftlichen Bedarf an Nahrung, Wohnraum, Energie und Gesundheit zu
decken, sind nicht nachhaltig. Forschende aus soziotechnischen und sozial-
ökologischen Disziplinen wollen nun enger zusammenarbeiten, um besser zu
verstehen, wie diese Systeme nachhaltiger werden können. Ein Sonderheft
der Proceedings of the National Academy of Sciences, das von Forschern der
Universität Manchester, des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung
(IÖW) und der Harvard University herausgegeben wurde, stellt neue
Erkenntnisse über Transformationen in Strom-, Ernährungs- und
Mobilitätssystemen vor.

In den letzten zehn Jahren hat die Transformationsforschung erhebliche
Fortschritte gemacht und neue Erkenntnisse über Dynamiken von
Transformationsprozessen geliefert. Die Beiträge im Sonderheft fassen
aktuelle Ergebnisse zusammen, arbeiten sie aus und wenden sie auf
verschiedene empirische Kontexte an. Die Forschung verlagert sich damit
von Nachhaltigkeitszielen und -vorgaben auf die gesellschaftlichen
Veränderungsprozesse, die zur Erreichung dieser Ziele beitragen könnten.
Das Sonderheft enthält 15 Artikel, die einem breiteren Publikum aus den
Nachhaltigkeitswissenschaften, aus Politik und Praxis neue Erkenntnisse
über Transformationen vermitteln.

Systemische, langfristige Veränderungen erforderlich

„Die zentrale Herausforderung unserer Zeit besteht darin, die Entwicklung
nachhaltig zu gestalten – das heißt, dafür zu sorgen, dass sie das
Wohlergehen der Menschen im Hier und Jetzt fördert, ohne die Möglichkeiten
der Menschen anderswo oder in der Zukunft in unfairer Weise
einzuschränken“, sagt William Clark, Professor an der Harvard University
und Direktor des dortigen Sustainability Science Programms. „Das erfordert
Transformationen – und damit meinen wir erhebliche, langfristige
Veränderungen bei den Akteuren, Institutionen, Technologien und
Ressourcen, aus denen sich die Produktions- und Verbrauchssysteme
zusammensetzen.“ In den Beiträgen des Sonderhefts werden diese
Veränderungen für die Bereiche Elektrizität, Mobilität und Ernährung
analysiert. Darüber hinaus befassen sie sich mit Querschnittsthemen wie
der Destabilisierung bestehender Systeme, der Rolle von Schocks und der
Steuerung von Transformationen.

Kernaspekte der Transitionsforschung: Mehrebenen-Interaktionen, Lösungen,
Veränderungsprozesse

„Das Sonderheft leistet drei Beiträge zum Streben nach Nachhaltigkeit: Es
hebt die Bedeutung von Wechselwirkungen auf mehreren Ebenen bei
nachhaltigen Transformationen hervor, es fokussiert auf Lösungen und
leistet eine tiefere und differenziertere Analyse der
Veränderungsprozesse“, erklärt Frank Geels, Professor für
Nachhaltigkeitstransformationen an der Universität Manchester. „Es ist
interessant zu sehen, dass sich die Transformationen in den Bereichen
Elektrizität, Mobilität und Ernährung derzeit mit unterschiedlicher
Geschwindigkeit und Tiefe vollziehen. Dies ist auf unterschiedliche
technisch-wirtschaftliche Entwicklungen und sozio-politische Aktivitäten
zurückzuführen. Im Stromsystem sind sie am weitesten fortgeschritten. Im
(Auto-)Mobilitätssystem beginnen sie sich zu entfalten und bei den
Ernährungssystemen scheinen sie sich in einer frühen Phase zu befinden.“

Die Beiträge zeigen die Vielschichtigkeit der Nachhaltigkeitsprozesse, die
sich nicht auf rein technologische oder wirtschaftliche Erklärungen
reduzieren lassen. Stattdessen verdeutlichen sie, wie wichtig es ist,
Nachhaltigkeitsübergänge als vielschichtige, systemische, unvollständige
und umstrittene Prozesse zu verstehen. Eine wesentliche Rolle spielen
dabei Innovationen, die stets von sozialen, politischen, wirtschaftlichen
und kulturellen Entwicklungen geprägt sind und zu diesen beitragen.

Tiefergehende Transformationen sind langsamer

„Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Sonderheft ist, dass es bei den
meisten Transformationen eher um die Rekonfiguration als um die
Substitution bestehender Systeme geht und dass es Spannungen zwischen der
Tiefe und der Geschwindigkeit des Wandels gibt: Je tiefgehender ein Wandel
ist, desto schwieriger und langsamer verläuft er meist. Es ist auch
wichtig anzuerkennen, dass die Steuerung von Transformationsprozessen
hochpolitisch ist und stark politisiert werden kann. Es gibt Gewinner und
Verlierer“, erklärt Florian Kern, Transformationsforscher am IÖW in
Berlin. „Das Sonderheft zeigt aber auch, wie Transformationsprozesse
beschleunigt und in nachhaltigere Bahnen gelenkt werden können. Das ist
entscheidend, denn historische Transformationen waren oft langsame,
jahrzehntelange Prozesse, während die Zeit heute angesichts der
vielfältigen, interagierenden Krisen drängt.“

Das Sonderheft zum Thema „Sustainability Transitions in Consumption-
Production Systems“ in den Proceedings of the National Academy of Sciences
ist frei zugänglich: https://www.pnas.org/topic/551

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Ausschreibung: Wissenschaftspreis der Josef-Freitag-Stiftung 2024

Bewerbungsschluss: 21. Januar 2024
Die Deutsche Herzstiftung vergibt gemeinsam mit dem DGK-Zentrum für
kardiologische Versorgungsforschung (DGK-ZfkVF) im Jahr 2024 zum dritten
Mal den Wissenschaftspreis der Josef-Freitag-Stiftung. Das Preisgeld
beträgt 10.000 Euro. Ausgezeichnet wird eine wissenschaftliche Arbeit aus
dem Gebiet der Versorgungsforschung von Herz- und Kreislauf-Erkrankungen.
Teilnahmeberechtigt sind in Deutschland tätige Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler, die das 40. Lebensjahr noch nicht überschritten haben.
Die Arbeit darf einen Gesamtumfang von 20 Seiten nicht überschreiten. Sie
kann bereits veröffentlicht sein, jedoch nicht früher als in dem der
Ausschreibung vorangegangenen Jahr. Titel und Zusammenfassung in deutscher
Sprache sind den eingereichten Arbeiten grundsätzlich voranzustellen. Die
Arbeit sollte sich nicht im Bewerbungsverfahren für einen anderen
Wissenschaftspreis befinden.

Die Bewerbungsunterlagen mit tabellarischem Lebenslauf und der
Einverständniserklärung der Co-Autoren sowie deren Angabe zu ihren
Arbeitsanteilen sind als PDF-Datei per E-Mail
(<Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>) bis spätestens 21. Januar 2024 einzureichen.
Informationen zur Bewerbung sind abrufbar unter
<www.herzstiftung.de/wissenschaftspreise> .  Alle Bewerbungen werden einem
Gutachtergremium vorgelegt und von diesem nach einem Punktesystem
bewertet.

Die Bewerber/innen verpflichten sich, im Falle der Prämierung eine
allgemeinverständliche Kurzfassung für die Veröffentlichung in der
Zeitschrift der Deutschen Herzstiftung HERZ heute zu erstellen. Über die
Vergabe der Preise entscheidet der Vorstand der Deutschen Herzstiftung im
Einvernehmen mit den Gutachtern. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der
Sitzung des Wiss. Beirats der Deutschen Herzstiftung während der
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) 2024 in
Mannheim. Weitere Informationen sind zu erhalten von Valerie Popp (Telefon
069 955128-119, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.).

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Vereint gegen Antibiotika-Resistenzen

AMS-MAN: Mainfränkisches Antimicrobial Stewardship Netzwerk wächst weiter

Die Antimicrobial Stewardship (AMS) am Uniklinikum Würzburg (UKW) setzt
sich für einen indikationsgerechten und verantwortungsvollen Einsatz von
Antiinfektiva/Antibiotika ein, um Kollateralschäden wie
Resistenzentwicklungen oder Arzneimittelinduzierte Nebenwirkungen zu
reduzieren. Ihre Expertise teilt sie im regionalen Netzwerk AMS-MAN, dem
mit den Haßberg-Kliniken gerade der fünfte Kooperationspartner beigetreten
ist.

Würzburg. Die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO)
erklärte im Jahr 2019 die antimikrobielle Resistenzen (AMR) zu einer der
zehn größten globalen Bedrohungen für die Gesundheit. Wenn Bakterien,
Viren, Parasiten, und Pilze zunehmend resistent gegen Antibiotika,
Virostatika und anderen entsprechenden antimikrobiellen Wirkstoffen
werden, lassen sich Infektionen immer schlechter oder gar nicht mehr
behandeln. Im Zuge von nationalen und internationalen Aktionsplänen hat
die Bundesregierung im Jahr 2015 mit der Deutschen Antibiotika-
Resistenzstrategie (DART 2020) Maßnahmen gebündelt. Unter anderem wurde
auch das Infektionsschutzgesetz §23 entsprechend modifiziert. Zeitgleich
startete Dr. Güzin Surat am Universitätsklinikum Würzburg (UKW), um als
Infektiologin und AMS-Expertin aus der Stabsstellenzugehörigkeit der
Krankenhaushygiene AMS am UKW zu etablieren. Mit Erfolg!

Fünfte Klinik im regionalen AMS-Netzwerk aufgenommen

Das UKW zeichnet sich seit einigen Jahren durch einen besonders niedrigen
Verbrauch an Antibiotika aus und steht im Vergleich mit anderen deutschen
Uniklinika an der Spitze (siehe weiter unten Informationen zum ADKA-if-
DGI-Projekt). Neben regelmäßigen Antibiotika-Visiten am UKW, Fortbildungen
und Schulungen hat Güzin Surat gemeinsam mit der Zentraleinheit für
Massenspektrometrie (ZKMS) am UKW das Therapeutic Drug Monitoring (TDM)
auf β-Laktam-Antibiotika* ausgeweitet, mit dem Servicezentrum Medizin-
Informatik (SMI) eine Antiinfektiva-App eingeführt, sowie parallel ein
regionales Netzwerk mit anderen Kliniken in Mainfranken aufgebaut. Nach
der Klinik Kitzinger Land, der Main-Klinik Ochsenfurt, dem Krankenhaus St.
Josef in Schweinfurt und dem König-Ludwig-Haus in Würzburg sind die
Haßberg-Kliniken in Haßfurt der fünfte Kooperationspartner im AMS-MAN
Netzwerk.

Dr. Manfred Knof, Chefarzt Anästhesie und Intensivmedizin der Main-Klinik
Ochsenfurt, erklärt die Vorteile von AMS-MAN für die kooperierenden
Klinika: „Der Gesetzgeber fordert von uns Ärztinnen und Ärzten einen
rationalen und verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika. Durch das vom
Uniklinikum Würzburg angebotene Netzwerk haben wir beste Expertise und
Beratungen bei unseren Visiten, die durch Dr. Surat mitangeboten werden.
Wichtig ist für uns vor allem, dass wir im Rahmen der Antiinfektiva-
Surveillance die Erreger- und Resistenzprofile besprechen können. Damit
haben wir den goldwerten Vorteil vom UKW auch bei uns in Ochsenfurt.“

Antibiotika-Visiten für eine Verbesserung der Verschreibungsqualität

Da die Kliniken einer Region durch Verlegungen in einem ständigen
Austausch von Patientinnen und Patienten stehen, ist es umso wichtiger
über eine Harmonisierung von Antiinfektiva-Standards einen konformen
Wissens-und Ausbildungsstand in der Prophylaxe und Therapie von
Infektionen zu garantieren, um so auch sekundär eine verbesserte regionale
Resistenzkontrolle zu bewirken. Güzin Surat und ihr Stellvertreter, Dr.
Axel Gehrmann, besuchen in ein- bis zweiwöchigem Rhythmus ihre Kolleginnen
und Kollegen in den kooperierenden Krankenhäusern. Dort führen sie
gemeinsam Antibiotika-Visiten durch und analysieren die Verordnungspraxis.
„Wir besprechen jede Patientin und jeden Patienten, die mit Antiinfektiva
behandelt werden“, betont Güzin Surat. „Wir klären gemeinsam die
Indikation, setzen die vorhandenen mikrobiologischen Befunde in Vergleich
zum Krankheitsgeschehen und empfehlen dabei, die für die Patientinnen und
Patienten bestmögliche Substanz auszuwählen. Dabei besprechen wir auch die
Dosierung und die Form der Darreichung. Die Deeskalation ist ein weiteres
Prinzip der Verordnungsanalysen, indem wir zum Beispiel von einem
Breitband-Antibiotikum mit breitem Erregerspektrum, auf ein
Schmalspektrum-Antibiotikum gehen, mit dem wir gezielt nachgewiesene
Erreger angreifen.“

Antiinfektiva-App für eine verbesserte Anwendung des Antibiotika-Einsatzes

In den vergangenen Jahren konnte die Arbeitsgruppe AMS - bestehend aus
Apotheke, Hygiene, Mikrobiologie, Infektiologie der medizinischen Klinik
und pädiatrische Infektiologie - mehr als 20 klinische Standards
implementieren, die sich an den aktuellen Leitlinien orientieren und das
spezifische lokale Erreger- und Resistenzprofil berücksichtigen. Zu den
Standards zählt zum Beispiel eine detaillierte Dosistabelle für die von
der Klinikapotheke regulär vorgehaltenen Antiinfektiva. „Diese und weitere
Standards haben wir in der Antiinvektiva-App zusammengefasst. Sie ist
quasi unsere Antibiotika-Fibel, die wir allen stationären und ambulanten
Bereichen am UKW, aber auch unseren Partnern im Netzwerk für eine
verbesserte Anwendung des Antibiotika-Einsatzes zur Verfügung stellen“,
sagt Axel Gehrmann.

Patientenindividuelle Dosierung mit Therapeutic Drug Monitoring

Ein weiterer Baustein im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen ist das TDM
für patientenindividuelle Dosierung. „Medikamente werden von Frauen,
Männern, Kindern, übergewichtigen und vorerkrankten Personen sehr
unterschiedlich verstoffwechselt“, weiß Güzin Surat, die sich gerade zum
Thema AMS habilitiert. „Um die Dosierung präzise anzupassen, messen wir
die Konzentrationen der Wirkstoffe im Blut der Patientinnen und
Patienten.“

Ein weiteres Ziel der Infektiologin sind einheitliche regionale
Resistogramme, die darüber informieren, wie empfindlich welche
bakteriellen Krankheitserreger gegen bestimmte Antibiotika sind. „Dazu
müssen wir eng mit den mikrobiologischen Laboren zusammenarbeiten“, so
Surat. „AMS bedeutet auch Diagnostic Stewardship, also die optimierte
Anwendung von diagnostischen Mitteln.“

Signifikante Senkung des Antibiotikaverbrauchs hat keinen negativen
Einfluss auf das Behandlungsergebnis

Mit ihren multimodalen Maßnahmen konnte am UKW der Gesamtverbrauch an
Antibiotika am UKW signifikant gesenkt werden. So ging zum Beispiel der
Verbrauch von Cephalosporinen der dritten Generation, einem Breitband-
Antibiotikum mit ungünstigem Resistenzmechanismus, deutlich zurück. Auch
der Verbrauch an Reserveantibiotika konnte reduziert werden. „Denn ein
Reserveantibiotikum soll auch eine Reserve bleiben und nicht zum Standard
werden, da jeder Einsatz von Antibiotika die Bildung von Resistenzen
fördert“, kommentiert Güzin Surat. „Die Überprüfung unserer Maßnahmen hat
zudem gezeigt, dass die Senkung des Antibiotikaverbrauches keinen
negativen Einfluss auf das Behandlungsergebnis geführt hat.“

* β-Lactam-Antibiotika gehen auf das Penicillin zurück und haben in ihrer
Strukturformel einen viergliedrigen Beta-Laktam-Ring, wodurch sie die
Synthese der bakteriellen Zellwand stören.

Über das ADKA-if-DGI-Projekt:
Im ADKA-if-DGI-Projekt erheben die Abteilung Infektiologie des
Universitätsklinikums Freiburg und der Bundesverband Deutscher
Krankenhausapotheker seit dem Jahr 2007 die Antiinfektiva-Verbrauchsdaten
von mehr als 100 deutschen Krankenhäusern. Dargestellt wird der Verbrauch
quartalsweise in Form von Anwendungsdichten, stratifiziert nach
Fachabteilungen sowie Normal- und Intensivstationen. Dies ermöglicht den
für die Qualitätssicherung essentiellen Benchmark. Die erforderlichen
Daten des UKW werden -regelmäßig von der Klinikapotheke bereitgestellt.
Seit dem Jahr 2018 weist das ADKA-if-DGI-Projekt Uniklinika als eigene
Teilnehmer-Kategorie aus.

Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie DART:
Das Bundesministerium für Gesundheit hat 2015 gemeinsam mit den
Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft sowie Bildung und
Forschung die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie „DART2020“
erarbeitet. Sie wurde im Mai 2015 vom Bundeskabinett verabschiedet. Die
erzielten Ergebnisse sollen mit der im April 2023 verabschiedeten
Resistenzstrategie „DART2030“ weiter vertieft werden. Die zu erreichenden
Ziele und Maßnahmen bei der Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen auf
nationaler Ebene und in der internationalen Zusammenarbeit werden in sechs
Handlungsfeldern dargestellt: 1. Prävention, 2. Surveillance und
Monitoring, 3. Sachgerechter Antibiotikaeinsatz inklusive Labordiagnostik,
4. Kommunikation und Kooperation, 5. Europäische und internationale
Zusammenarbeit, 6. Forschung und Entwicklung.

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