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Neue Web-App: Maßgeschneiderte Wasserstands- und Abflussvorhersagen für Schifffahrt und Logistik an Rhein und Elbe

Gute Aussichten für Wasserstraßennutzer/-innen an Rhein und Elbe: Heute
ging eine interaktive Web-App zur bestehenden 6-Wochen-Vorhersage vom
Testbetrieb in den operationellen Dienst über. Die Anwendung versetzt die
Nutzenden in die Lage, die Vorhersagen individuell zu analysieren und
darstellen zu lassen.

Die Web-Anwendung ermöglicht es Binnenschifffahrt und Logistik an Rhein
und Elbe, zukünftig noch effizienter auf Niedrigwassersituationen
reagieren und Transporte einfacher planen zu können. Sie ist ein
Zusatzangebot zur bereits seit einiger Zeit bestehenden 6-Wochen-
Vorhersage in Form von PDF-Berichten und wird wie diese jeden Dienstag und
Freitag aktualisiert.

Zur Web-Anwendung gelangen Sie hier: https://6wochenvorhersage.bafg.de

Neu ist, dass die Vorhersage nun direkt im Browser angezeigt werden kann –
ohne vorherigen Download der PDF-Berichte. „Rückmeldungen der Nutzerinnen
und Nutzer im Testbetrieb haben gezeigt, dass die interaktive Darstellung
und der einfache Zugang sehr geschätzt werden“, sagt Barbara
Frielingsdorf, die maßgeblich an der Entwicklung und dem Betrieb des
Dienstes beteiligt ist.

Neue Funktionen ermöglichen individuelle Auswertungen der Wasser-stands-
und Abflussvorhersage

In der Anwendung können Nutzende insbesondere einen individuell
interessierenden Bezugswert des Wasserstandes oder Abflusses für den für
sie relevanten Pegel angeben. Die App berechnet daraus anschließend die
spezifischen Unterschreitungs-wahrscheinlichkeiten und stellt diese auch
grafisch dar. „Schifffahrt und Logistik können mit den neuen Funktionen
eine maßgeschneiderte Auswertung der Vorhersage für die eigenen
Anforderungen generieren“, erklärt die Hydrologin den Nutzen.

Weitere Neuerungen der App im Überblick
1.      Rückschau: Die Vorhersagen der vergangenen vier Wochen sind
verfügbar.
2.      Darstellung optimiert: Festgelegte Bezugswerte, wie der
Gleichwertige Wasserstand (GlW) oder statistische Kennwerte, wie z. B. der
mittlere Niedrigwasserabfluss (MNQ), können in der Darstellung ein- und
ausgeblendet werden. Zu Vergleichszwecken lassen sich zudem die Ganglinien
der Wasserstände bzw. Abflüsse der Niedrigwasserjahre 2018 und 2022
hinzufügen.
3.      Szenarien berechnen: In der Darstellung des Bündels individueller
Ganglinien, die sich ausgehend vom derzeitigen Zustand infolge der
meteorologischen Verhältnisse der Vergangenheit zu diesem Zeitpunkt im
Jahr („auf Basis der Klimatologie“) einstellen würden, lassen sich
einzelne Jahre hervorheben und identifizieren.

Web-App ergänzt bestehende Angebote an den Bundeswasserstraßen

Neben der 6-Wochen-Vorhersage ist seit Juli 2022 auch die sog. 14-Tage-
Wasserstandsvorhersage für ausgewählte Rheinpegel verfügbar. Beide
Vorhersagedienste schaffen mehr Planungssicherheit für die Wirtschaft und
die Binnenschifffahrt an Rhein und Elbe und erfüllen damit den
entsprechenden Handlungspunkt des Aktionsplans „Niedrigwasser Rhein" des
Bundesverkehrsministeriums.

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Wissen vernetzen, Transfer gestalten, Lehrkräfte stärken – Auftakt des Kompetenzverbund lernen:digital

Der Kompetenzverbund lernen:digital gestaltet den Dialog zwischen
Wissenschaft und Praxis für die digitale Transformation von Schule und
Lehrkräftebildung. Am 22. und 23. November 2023 kommen erstmals
Vertreter:innen des Kompenzverbunds mit Schulpraxis, Bildungsverwaltung
und Zivilgesellschaft zum Auftakt in Berlin zusammen, um den
systematischen Dialog von Beginn an zu pflegen.

Berlin, 22.11.2023. Lehrkräfte und Schulleitungen sind
Schlüsselakteur:innen bei der Gestaltung der digitalen Transformation von
Unterricht und Schule. Um die Potenziale digital gestützten Lernens und
Unterrichtens sowie digitaler Schulentwicklung in der Praxis zu nutzen,
brauchen sie gute Fort- und Weiterbildungen. Der Kompetenzverbund
lernen:digital unterstützt und systematisiert den Transfer
wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis.

Seit April 2023 haben vier Kompetenzzentren in den Bereichen MINT,
Sprachen/Gesellschaft/Wirtschaft, Musik/Kunst/Sport und Schulentwicklung
ihre Arbeit aufgenommen. In 24 bundesländerübergreifenden Projektverbünden
entwickeln sie evidenzbasierte Fort- und Weiterbildungen sowie Konzepte
für Schul- und Unterrichtsentwicklung, darunter Fort- und Weiterbildungen
zu KI-basierten Feedbacksystemen, Lernsettings mit Virtual Reality und
Schreibagenten für sprachliches Lernen. Eine Transferstelle gestaltet den
systematischen Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis und sichert den
Transfer der Ergebnisse in alle Bundesländer über die Zusammenarbeit mit
den Landesinstituten und weiteren Multiplikator:innen der
Lehrkräftebildung.

„Als Kompetenzverbund lernen:digital ist es unser Anspruch, das vorhandene
Wissen zu digital gestützten Lehr-Lern-Prozessen zu bündeln, für die
Praxis sichtbar zu machen und neue, evidenzbasierte Ansätze zur
digitalisierungsbezogenen Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften zu
entwickeln. Für ein bedarfsorientiertes Vorgehen stehen wir dabei im engen
Austausch mit der Praxis“, sagt Prof. Dr. Katharina Scheiter,
Wissenschaftliche Leitung der lernen:digital Transferstelle. „Dadurch
wollen wir Lehrkräfte und Schulleitungen als zentrale Akteur:innen stärken
und die digitale Transformation vorantreiben.“

Prof. Dr. Dirk Richter, Wissenschaftliche Leitung der lernen:digital
Transferstelle ergänzt: „Im Kompetenzverbund lernen:digital kommen
Akteur:innen aus Wissenschaft und Praxis bundesländerübergreifend
zusammen, um im engen Dialog mit den Kultusministerien und den
Landesinstituten für Lehrkräftebildung nachhaltige Transferwege für das
Wissen zu lernwirksamem, digital gestütztem Unterricht zu gestalten. Die
Auftaktveranstaltung bietet eine Möglichkeit, den systematischen Dialog
zwischen Wissenschaft und Praxis von Beginn an zu pflegen.“

Systematischer Dialog zwischen Wissenschaft, Schulpraxis und
Bildungsverwaltung

Am 22. und 23. November 2023 kommen Vertreter:innen von lernen:digital zu
einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung im Cafe Moskau in Berlin zusammen.
Eingeladen sind zudem Schulleitungen und Lehrkräfte, Vertreter:innen aus
den Kultus- und Wissenschaftsministerien der Länder, den Landesinstituten
für Lehrerfortbildung und Schulentwicklung sowie Expert:innen aus
Stiftungen und der Zivilgesellschaft. Die Auftaktveranstaltung dient einer
ersten Vorstellung der Projektverbünde in den vier Kompetenzzentren sowie
der Handlungsfelder der Transferstelle. Die Teilnehmenden diskutieren
gemeinsam die Stärkung digitalisierungsbezogener Kompetenzen von
Lehrkräften und daran ausgerichtete Fort- und Weiterbildungen, die
Transformation struktureller Rahmenbedingungen in der Lehrkräftebildung
sowie den Beitrag, den der Kompetenzverbund lernen:digital für den
systematischen Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis leisten kann.

Die Veranstaltung kann am 22. November 2023 ab 12:00 Uhr im Livestream
mitverfolgt werden unter: https://www.youtube.com/watch?v=v7dwPEbd9UQ

Hintergrund

Der Kompetenzverbund lernen:digital gestaltet den Dialog zwischen
Wissenschaft und Praxis für die digitale Transformation von Schule und
Lehrkräftebildung. Vier Kompetenzzentren bündeln in den Bereichen MINT,
Sprache/Gesellschaft/Wirtschaft, Musik/Kunst/Sport und Schulentwicklung
die Expertise aus rund 200 länderübergreifenden Forschungs- und
Entwicklungsprojekten. In den Projekten entstehen evidenzbasierte Fort-
und Weiterbildungen, Materialien sowie Konzepte für die Schul- und
Unterrichtsentwicklung in einer Kultur der Digitalität. Eine
Transferstelle macht die Ergebnisse für Lehrkräfte sichtbar, fördert die
ko-konstruktive Weiterentwicklung mit der Praxis und unterstützt den
bundesweiten Transfer in die Lehrkräftebildung. Der Kompetenzverbund
lernen:digital wird finanziert durch die Europäische Union –
NextGenerationEU und gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und
Forschung.

Die Transferstelle übernimmt im Kompetenzverbund lernen:digital eine
Schnittstellenfunktion und garantiert den systematischen Dialog zwischen
Wissenschaft und Praxis. Sie führt die wissenschaftliche Expertise in den
Projektverbünden zu Kompetenzzentren zusammen, betreibt nutzeninspirierte
Forschung zu transferrelevanten Fragestellungen und vernetzt die
Akteur:innen mit den Landesinstituten für Lehrkräftebildung, der
Bildungsverwaltung und der Bildungspolitik. Die Leitung der lernen:digital
Transferstelle ist an der Universität Potsdam verortet. Weitere Mitglieder
sind die Bergische Universität Wuppertal, die Eberhard Karls Universität
Tübingen, die Technische Universität Dortmund, die Technische Universität
München, die Universität Duisburg-Essen, die Universität Kassel, das
Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für
lebenslanges Lernen (DIE), das DIPF | Leibniz-Institut für
Bildungsforschung und Bildungsinformation, das IPN – Leibniz-Institut für
die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik mit dem Deutschen
Zentrum für Lehrkräftebildung Mathematik und das Leibniz-Institut für
Wissensmedien (IWM). Das Forum Bildung Digitalisierung bringt seine
Expertise als Praxispartner ein.

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Mehr neue fossile Gasheizungen, nur zaghafte Fortschritte: Energiewende- Update des Ariadne-Trackers

Weniger Verbrauch von fossiler Energie durch die Energiekrise, zaghaft
positive Zeichen beim Zubau der Kapazitäten von Erneuerbaren Energien,
Elektroautos und Wärmepumpen, obgleich nicht schnell genug - das zeigen
neue Zahlen des Ariadne Transformations-Trackers. Noch nicht auf Kurs ist
die Energiewende dagegen beim Ausstieg aus den Fossilen im Wärme- und
Verkehrssektor. Statt des notwendigen Rückgangs ist sowohl beim Verkauf
neuer Autos mit Verbrennungsmotor als auch neuer Gasheizungen ein klarer
Anstieg im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.

„Bei der Energiewende auf dem Weg zur Klimaneutralität geht es gleich in
doppelter Hinsicht um Geschwindigkeit – und Deutschland hinkt aktuell
hinterher“, erklärt Gunnar Luderer, Vize-Leiter des Ariadne-Projekts und
Szenarien-Experte des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK).
„Einerseits muss das Energiesystem in einem nie dagewesenen Tempo umgebaut
werden, also möglichst schnell möglichst viel erneuerbare
Energieerzeugungskapazität zur Verfügung gestellt werden. Andererseits ist
es eine Herausforderung, Fehlinvestitionen bei Autos, Heizungen und
Industrieanlagen zu vermeiden, die den Weg zur Erfüllung der langfristigen
Klimaziele verbauen“.

Während es beim Tempo von Verbrauchsminderungen und Erneuerbaren-Ausbau
zumindest zaghafte Fortschritte gibt, geht die Entwicklung bei manchen
fossilen Investitionen derzeit in die genau entgegengesetzte Richtung. So
ist der Netto-Zubau von Photovoltaik mit über 10 GW in den ersten neun
Monaten des Jahres 2023 auf Kurs, während im Vergleich zum selben Zeitraum
im Vorjahr fast 10 Prozent mehr Verbrenner verkauft wurden. Bei
Gasheizungen zeigen die Absatzzahlen des ersten Halbjahres sogar ein Plus
von über 30 Prozent.

Mehr als 45 Schlüsselindikatoren als umfassendes Frühwarnsystem: Nur 13
stehen auf Kurs zur Klimaneutralität

Autos werden im Schnitt 15-20 Jahre, Heizungsanlagen bis zu 30 Jahre
genutzt. Entsprechend wird eine heute installierte Gasheizung bis in die
2040er Jahre CO2-Emissionen verursachen, wenn sie nicht vorzeitig
eingemottet oder auf teures und knappes grünes Gas umgestellt wird. Auch
neu gekaufte Autos mit Benzin- oder Dieselmotor werden voraussichtlich bis
2040 die Klimabilanz belasten. „Es scheint oft, als wäre noch viel Zeit
für die Energiewende bis zum ersten Meilenstein 2030 und zum
Klimaneutralitätsziel 2045“, betont Tracker-Fachfrau Frederike Bartels vom
PIK. „Doch die Weichenstellungen müssen bereits heute erfolgen. Mit jeder
Kaufentscheidung wird auch festgelegt, ob für viele weitere Jahre auf Öl,
Kohle und Gas gesetzt wird oder mit klimafreundlicher Technik die
Transformation auf Kurs gebracht wird.“

Ob die Energiewende in Deutschland auf Kurs zur Klimaneutralität ist,
zeigt der Transformations-Tracker des Kopernikus-Projekts Ariadne entlang
von mehr als 45 konkreten Schlüsselindikatoren und Kennzahlen - vom Ausbau
Erneuerbarer Energien und Emissionszahlen bis hin zu Investitionen in
Autos, Heizungssysteme und Industrieanlagen. Derzeit stehen nur 13
Indikatoren „auf Kurs“, 16 weitere machen immerhin noch einigermaßen
Tempo, doch bei 18 Indikatoren geht es viel zu langsam voran oder sogar in
die falsche Richtung, zeigt das neue Tracker-Update.

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) können
mit diesem Werkzeug reale Entwicklungen ins Verhältnis gesetzt werden zu
Klimazielpfaden der Ariadne-Szenarien. Die Ergebnisse zeigen auf, wo es
knackt und knirscht bei der Energiewende und wo Kurskorrekturen
vorgenommen werden sollten. So gibt der Transformations-Tracker
Orientierung und zeigt die wichtigsten Fortschritte der Energiewende auf
einen Blick – von der Energiewirtschaft über die einzelnen Sektoren
Gebäude, Verkehr und Industrie bis hin zum Gesamtsystem. Ab sofort ist der
Transformations-Tracker auch in englischer Sprache verfügbar.

Weblink zum Ariadne Transformations-Tracker mit weiteren Informationen:
https://tracker.ariadneprojekt.de/

Weblink zum Projekt Ariadne:
https://ariadneprojekt.de/

Pressekontakt:
Sarah Messina | Leitung Kommunikation Ariadne
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
Telefon: +49 (0)331 288 2544 | Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Maria Bader | Kommunikationsmanagerin Ariadne
Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC)
Telefon: +49 (0)30 3385537 365 | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Wer ist Ariadne? Im Konsortium von mehr als 25 wissenschaftlichen Partnern
führt das Kopernikus-Projekt Ariadne durch einen gemeinsamen Lernprozess
mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, erforscht Optionen zur
Energiewende und stellt politischen Entscheidern wichtiges
Orientierungswissen bereit.
Weblink zum Projekt Ariadne: https://ariadneprojekt.de/
Folgen Sie dem Ariadnefaden auf Twitter @AriadneProjekt

Über die Kopernikus-Projekte
Die Kopernikus-Projekte des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
(BMBF) bilden eine der größten deutschen Forschungsinitiativen zum Thema
Energiewende. Ihr Ziel ist eine klimaneutrale Bundesrepublik mit einer
sauberen, sicheren und bezahlbaren Stromversorgung bis zur Mitte des
Jahrhunderts. www.kopernikus-projekte.de

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CineScience: Serielle Realitäten im Film und im Fernsehen

Ein Abend in der CineScience „Darf’s ein bisschen mehr sein?“

Dienstag, 05. Dezember 2023, 20.00 Uhr
Filmstudio Glückauf, Rüttenscheider Str. 2, 45128 Essen

Serie kann industrielle Warenproduktion, Wiederholung und Redundanz
bedeuten, womit häufig abwertend die Fernsehserie verbunden wurde. Serie
bedeutet aber auch Realismus, wenn etwa Balzac in den Romanen der comédie
humaine Netzwerke sozialer Interaktionen von Dingen und Menschen
nachzeichnet oder dokumentarische Werke wie An American Family von 1973 in
seriellen Langzeitstudien Orte, Menschen und Lebensformen sehr genau
erkunden.

Dieser Abend setzt sich in einem Alternieren zwischen filmischen und
televisuellen Werken damit auseinander, ob die aktuelle Hegemonie des
Seriellen neue Perspektiven auf eine prekärer werdende Wirklichkeit
eröffnet oder damit eher die Überschreibung der Wirklichkeit mit
mechanischen Mitteln der Welterzeugung verbunden ist. Dabei werden so
unterschiedliche Felder wie Soap Operas und Filme des Marvel Cinematic
Universe, Doku-Serien und True Crime Formate des Reality TVs, der
Ultrarealismus der Filmzyklen von Rohmer und Linklater sowie
melodramatische Quality TV-Serien wie Emergency Room oder The Sopranos in
den Blick genommen.

REFERENT
Herbert Schwaab, Universität Regensburg

ORGANISATION
Armin Flender & Danilo Scholz, KWI

TICKETS
Karten können Sie beizeiten hier online buchen, telefonisch unter 0201 43
93 66 33 reservieren oder an der Abendkasse erwerben. Eintritt: 5,- € |
erm. 3,- €

VERANSTALTER
Eine Veranstaltung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) in
Kooperation mit dem Filmstudio Glückauf.

Über die Reihe „Darf’s ein bisschen mehr sein?“:
Im Wintersemester 2023/24 nähert sich CineScience aus ganz
unterschiedlichen Blickrichtungen dem KWI-Jahresthema „Mehr oder Weniger“.
Eine Herangehensweise ergibt sich dabei schon aus der schieren Quantität.
Wenn es ein Phänomen gibt, das seit zwanzig Jahren die Kino- und
Serienlandschaft dominiert, dann sind es die wuchernden Franchises, Spin-
offs, Sequels und Prequels, die Zuschauer binden sollen. Ein Mehr oder
Weniger wird auch thematisch verhandelt, wenn Filme sich mit der Schere
zwischen Reichtum und Armut, Ausbeutungsstrukturen oder neuen und alten
Formen von Prekarität auseinandersetzen. So schlägt sich das aus der
Literatur bekannte Genre der Autosoziobiographie zunehmend auch auf der
Leinwand nieder. Schließlich werden uns formale und formsprengende
Probleme umtreiben: Für wieviel Wirklichkeit war eigentlich im
sozialistischen Realismus der DDR-Filmkunst Platz? Dieser und anderen
Fragen geht CineScience im Herbst und Winter 23/24 unter dem Titel „Darf’s
ein bisschen mehr sein?“ auf den Grund.

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