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FH-Studierende zeigen Kreatives bei „Podest“ Werkschau am Fachbereich Design

Wer: Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Design

Was: Ausstellung „Podest“

Wann: Freitag, 6. Oktober, bis Sonntag, 8. Oktober 2023

Wo: Max-Ophüls-Platz 2, 44137 Dortmund

 

Studierende des Fachbereichs Design der Fachhochschule Dortmund zeigen bei der traditionellen Werkschau „Podest“ ihre Arbeiten, dieses Mal unter dem Motto „Polishing Views“. Von Freitag, 6. Oktober, bis Sonntag, 8. Oktober 2023, sind rund 100 Werke aus allen Studiengängen des Fachbereichs vertreten: Film und Sound, Fotografie, Objekt- und Raumdesign sowie Kommunikationsdesign.

 

Die Ausstellung bespielt mehrere Räume im Fachbereichsgebäude am Max-Ophüls-Platz 2. Die Vernissage beginnt am Freitag, 6. Oktober, um 17 Uhr. Geöffnet ist die Werkschau danach am Samstag (7.10.) und Sonntag (8.10.) jeweils von 12 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.

 

Die Themen und Umsetzungen der „Podest“-Beiträge sind wie immer sehr vielfältig. Timo Sodenkamp beispielsweise hat das Computerspiel „i never finish anyth“ entwickelt. Darin muss ein Protagonist Rätsel am Fachbereich Design lösen, wo die Zeit stehengeblieben ist.

 

Eine Fotoserie steuert Oxana Guryanova bei, die sie in Georgien angefertigt hat. Im Mittelpunkt steht der Alltag der zwölfjährigen Schülerin Tata, die davon träumt, ihr Leben zu verändern und die Welt zu bereisen.

 

Einen Rückblick auf ihre Videoinstallation „Insignien der Macht“ präsentieren Anna Daschkewitz, Thilo Hillen, Leonie Kohlenbach. Sie haben mit Beamer-Projektionen auf Hausfenstern den Wohnungsleerstand in der Stadt Zeitz in Sachsen-Anhalt künstlerisch aufgegriffen.

 

 

Weitere „Podest“-Infos:

www.podest.info

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Die Kunst der Resilienz – Wege zu seelischer Widerstandsfähigkeit

Kunst der Resilienz Symboilbild pixels
Kunst der Resilienz Symboilbild pixels

Es ist unbestreitbar, dass unsere Welt und damit unser Leben an Geschwindigkeit zunimmt. Rasante technische Entwicklungen, neue Jobanforderungen und permanente Reizüberflutung prägen mittlerweile den Alltag vieler Menschen. Häufige Folgen? Stress und Überforderung!

Hier kommt Resilienz ins Spiel, welche uns helfen soll, mit eben diesen Veränderungen besser umzugehen. Aber was verbirgt sich hinter dem Begriff? Dieser Frage gehen wir auf den Grund und erklären, wie man durch Rahmenbedingungen, Ashwagandha und einem veränderten Mindset, an Widerstandsfähigkeit gewinnen kann.

 

Was versteht man unter Resilienz?

Resilienz ist nicht nur ein modisches Buzzword, sondern eine immer wichtiger werdende Eigenschaft. Sie ermöglicht es uns, Schwierigkeiten zu überwinden oder sie zu bewältigen, ohne den Glauben an uns selbst zu verlieren. Es bedeutet auch, Stress in positive Herausforderungen zu verwandeln und proaktiv auf Probleme zu reagieren. Deshalb wird der Begriff auch als Synonym für seelische Widerstandsfähigkeit verwendet.

Ein Beispiel für Resilienz: Ein Arbeiter, der entlassen wurde, sieht dies nicht als eine Katastrophe, sondern als eine Gelegenheit, sich neu zu orientieren. Er begreift dies als Chance, neue Fähigkeiten zu erlernen, um sich auf eine andere Karriere vorzubereiten. Er konzentriert sich also nicht auf den Verlust und versinkt in Trauer, Verzweiflung oder Selbstmitleid. Stattdessen sieht er die positive Seite und nutzt die Situation, um zu wachsen und sich weiterzuentwickeln.

In einer Welt, die von Veränderung geprägt ist, stellt diese Eigenschaft sowohl im Beruf als auch im Privatleben einen großen Vorteil dar. Wir gehen nicht zerbrechlich durchs Leben, sondern bleiben auch in schwierigen Situationen handlungsfähig und gehen Krisen mit einer positiven Einstellung an. Das bedeutet nicht, dass wir nicht trauern oder uns gewisse Situationen nicht schmerzen, wir sind aber in der Lage, uns anzupassen und immer weiterzumachen.

Das Gute ist, dass Resilienz keine angeborene Eigenschaft ist, sondern erlernt und entwickelt werden kann.

Welche Faktoren tragen zur seelischen Widerstandsfähigkeit bei?

Die seelische Widerstandsfähigkeit wird durch mehrere Faktoren beeinflusst. Dazu gehört:

  • Selbstwirksamkeit: Das Gefühl, dass man in der Lage ist, sein Leben erfolgreich zu gestalten und tatsächlich etwas zu bewirken.
  • Soziale Unterstützung: Familie, Freunde, Kollegen und andere Netzwerke können uns Stärke verleihen. Sie sind unser Rückhalt in schwierigen Situationen.
  • Realistischer Optimismus: Eine positive Grundeinstellung hilft uns, auch in schwierigen Zeiten das Beste zu sehen und Hoffnung zu bewahren. Dabei sollten Sie die Prise Realismus nicht vergessen.
  • Lösungsorientierung: Statt in Problemen zu versinken, konzentrieren wir uns auf Lösungen und finden Wege, wie wir mit der Situation umgehen können.
  • Akzeptanz: Manche Dinge können wir nicht ändern. Anstatt unsere Kraft in den Widerstand zu investieren, sollten wir sie annehmen und uns darauf einstellen.
  • Selbstreflexion: Die Fähigkeit, sich selbst und eigene Verhaltensmuster zu reflektieren, hilft uns dabei, unser Denken und Handeln anzupassen und weiterzuentwickeln.
  • Umgang mit Stress: Reagieren wir impulsiv oder haben wir effektive Bewältigungsstrategien, um mit herausfordernden Situationen umzugehen? Ein Aufbau eines entsprechenden Mindsets hilft uns, dies zu steuern.

Wie können Sie Resilienz aufbauen?

Jeder Mensch kann Resilienz entwickeln, unabhängig von Alter oder Lebensumständen. So ist es hilfreich, die eigenen Fähigkeiten und Stärken zu erkennen und zu nutzen. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Ressourcen und Talente und bestimmen Sie, was Sie unternehmen können, um Ihr Ziel zu erreichen oder mit einer schwierigen Situation umzugehen. Selbstfürsorge ist dabei ein wichtiger Faktor. Bauen Sie bewusst Stress ab, üben Sie sich in Achtsamkeit und erhöhen Sie die Widerstandsfähigkeit gegen Stress.

Ashwagandha kann ihnen dabei helfen, widerstandsfähiger zu werden, aber auch Atemübungen und Meditationen sind wunderbar geeignet, um Stress abzubauen. Setzen Sie sich Ziele, arbeiten Sie an Ihrem Mindset und suchen Sie nach Lösungen, anstatt die Probleme in den Fokus zu stellen. Resilienz erhält man nicht von heute auf morgen – es ist ein Prozess, der Übung und Wiederholung erfordert, sich aber in unserer Gesundheit bemerkbar macht!

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Max-Planck-Forscher Manuel Spitschan mit David-Marr-Medaille der AVA ausgezeichnet

Applied Vision Association (AVA) ehrt die Pionierarbeit des Forschers auf
dem Gebiet der Verarbeitung menschlichen Sehens und der nicht-visuellen
Physiologie

Max-Planck-Forschungsgruppenleiter Manuel Spitschan am Max-Planck-Institut
für biologische Kybernetik wird von der Applied Vision Association (AVA)
mit der David-Marr-Medaille für seine bahnbrechenden Erkenntnisse
gewürdigt, wie Licht die menschliche Physiologie beeinflusst. Die AVA lobt
damit im besonderen Maß seine Arbeiten über Melanopsin- und Zapfen-
vermittelte Mechanismen in der Netzhaut, die zur menschlichen visuellen
Wahrnehmung, dem Pupillen-Lichtreflex, der Melatoninunterdrückung und der
zirkadianen Phasenverschiebung beitragen. Die Medaille wird während des
AVA-Weihnachtstreffens überreicht, das im Dezember 2023 an der Royal
Holloway, University of London, begangen wird.

Manuel Spitschans Forschung konzentriert sich auf die Auswirkungen von
Licht auf die menschliche Physiologie und das Verhalten, insbesondere auf
das Zusammenspiel mit der biologischen Uhr, dem zirkadianen Rhythmus und
dem Schlaf. Spitschan liefert neue Erkenntnisse über die grundlegenden
Eigenschaften von Melanopsin, einem lichtempfindlichen Photorezeptor, der
erst vor einiger Zeit von Forschenden in der menschlichen Netzhaut
entdeckt wurde. Melanopsin trägt zu allgemeinen visuellen Funktionen bei,
zum Beispiel zur Einschätzung von Helligkeit, und zu nicht-visuellen
Aufgaben wie dem zirkadianen Rhythmus.

Blaues Licht verschiebt unsere innere Uhr

Die Stäbchen und Zapfen, die beiden wichtigsten Photorezeptortypen in
unseren Augen, helfen uns, Farben und Schattierungen zu sehen. Vor einiger
Zeit haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Funktion eines
Photorezeptors (intrinsically photosensitive retinal ganglion cell, ipRGC)
im menschlichen Auge identifiziert, der dem Gehirn die Tageszeit
signalisiert.

Wenn blaues Licht auf das Auge trifft, beginnen diese Rezeptoren aufgrund
des lichtempfindlichen Moleküls Melanopsin schnell zu feuern. Je mehr
Photonen diese Photorezeptoren einfangen und je vehementer ihr erzeugtes
Signal ist, desto stärker wird die Melatoninproduktion unterdrückt.

"Eines der Markenzeichen unserer inneren Uhr ist die Produktion des
Hormons Melatonin am Abend. Melatonin wird mit unserer allgemeinen
Schläfrigkeit in Verbindung gebracht", sagt Manuel Spitschan, der im
Rahmen des MaxPlanck@TUM-Programms auch eine Rudolf-Mößbauer-Professur an
der Technischen Universität München innehat. "Wenn Menschen nachts oder
abends Licht ausgesetzt sind, wird die Produktion von Melatonin
unterdrückt. Diese Beeinflussung unserer inneren Uhr kann sich auf unsere
Körperfunktionen auswirken, zum Beispiel auf den Stoffwechsel und die
Immunfunktionen."

In seiner Arbeit kombiniert Spitschan eine Vielzahl modernster
Forschungsmethoden, darunter funktionelles Neuroimaging (fMRI),
Pupillometrie, Psychophysik sowie neuroendokrine und zirkadiane
Untersuchungen. Zwei bemerkenswerte Entdeckungen haben die Rolle von
Zapfen auf der Netzhaut aufgeklärt, die auf kurzwelliges Licht reagieren
und die bei der Kontrolle der Pupillengröße und bei der
Melatoninunterdrückung beteiligt sind.

Grundlagenforschung mit Blick auf die menschliche Gesundheit und das
Wohlbefinden

Mit seinen grundlegenden Erkenntnissen wendet sich Spitschan nun der Frage
zu, wie die Grundlagenforschung zur Optimierung der menschlichen
Lichtexposition für Gesundheit und Wohlbefinden genutzt werden kann.
Letztes Jahr trug er zu einem wissenschaftlichen Konsens bei, in dem zum
ersten Mal Empfehlungen für die Lichtmenge ausgesprochen wurden, die
Menschen tagsüber und nachts idealerweise erhalten sollten.

Die Ergebnisse von Spitschans Forschungsprogramm sind nicht nur für die
Neurowissenschaften interessant, sondern auch für die architektonische
Lichtplanung. So arbeitet der Wissenschaftler mit Architektinnen und
Architekten sowie Beleuchtungsspezialistinnen und -spezialisten zusammen,
um bessere Lösungen für die passende Beleuchtung zur richtigen Zeit zu
finden.

Die David-Marr-Medaille der AVA wird im Rahmen einer offiziellen Zeremonie
während des jährlichen AVA-Weihnachtstreffens am Royal Holloway,
University of London, im Dezember dieses Jahres verliehen.

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Starke Rötung und Schwellung nach Insektenstichen bei Kindern: nicht alles ist eine Allergie!


Der schöne Spätsommer nach einer langen Regenperiode bietet beste
Bedingungen für Mücken. In unseren Praxen und Kliniken sehen wir jetzt
sehr viele Kinder mit außergewöhnlich starken Reaktionen auf
Insektenstiche, wahrscheinlich insbesondere hervorgerufen durch
Mückenstiche. Die teilweise sehr großen Schwellungen und Rötungen, die
sich um den Stich bilden, lassen an eine allergische Reaktion oder
Infektionen denken. Haben wir es nun mit neuen Insektengiftallergien durch
Mücken zu tun? Müssen wir alle Kinder mit Notfallmedikamenten ausrüsten?
Oder braucht jeder eine antibiotische Therapie?

Bei den Insektengiftallergien sind die häufigsten Auslöser Wespen- und
Bienengift. Deutlich seltener gibt es allergische Reaktionen auf Hummel-
oder Hornissenstiche. Allergien auf andere Insekten, wie Mücken sind eine
absolute Rarität. Schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxien) äußern
sich in einer generalisierte Nesselsucht (Urtikaria), häufig verbunden mit
Atemnot, Husten oder Kreislaufsymptomen bis hin zum Schock. Diese
Reaktionen können, insbesondere bei Erwachsenen mit Vorerkrankungen,
durchaus lebensbedrohlich werden. Selbstverständlich bedürfen sie einer
sorgfältigen Diagnostik und allergologischen Beratung inkl. der
Ausstattung mit Notfallmedikamenten. Die gute Nachricht ist, dass die
allergischen Reaktionen auf Wespen- und Bienengift sehr erfolgreich mit
einer Allergen-Immuntherapie behandelt werden können. Mit dieser Therapie
kann der überwiegende Teil der Patienten erfolgreich davor geschützt
werden, bei erneutem Stich nochmal allergisch zu reagieren.

Anaphylaxien, ausgelöst durch Insektenstiche, sind aber insgesamt selten
und die Therapie gehört in die Hand von allergologisch erfahrenen
Ärztinnen und Ärzten.

Was ist aber mit den vielen Lokalreaktionen, die wir täglich in unseren
Praxen und Notaufnahmen sehen? Handelt es sich dabei auch um Allergien?
Gibt es, vielleicht auch bedingt durch den Klimawandel, nun neue
Allergien, z. B. auf Mücken?

Bei diesen Reaktionen handelt es sich nicht um Allergien und in der Regel
auch nicht um Infektionen, sondern um verstärkte Reaktionen auf den
jeweiligen Insektenstich. Natürlich bedürfen auch diese Lokalreaktionen
einer Therapie, da gerade Kinder durch den Juckreiz und die teils
schmerzhafte Schwellung deutlich beeinträchtigt sein können. Außerdem
können durch Kratzen auch Bakterien eine Eintrittspforte in die Haut
finden und es kann im Verlauf zu einer Hautinfektion kommen, welche dann
doch antibiotisch behandelt werden muss.

Kühlende Umschläge oder juckreizhemmende Gels können Linderung schaffen.
Diese kann man mit cortisonhaltigen Cremes kombinieren. Ebenso können
Antihistaminika und Cortison als Tropfen, Säfte oder Tabletten nach
Rücksprache mit dem Arzt eingesetzt werden. Auch die lokale Anwendung von
Hitze bei älteren Kindern oder das Aufbringen spezieller Pflaster direkt
nach dem Stich scheinen einen guten Effekt zu zeigen, ohne dass es dafür
beweisende klinische Studien gibt. Aber auch die Vorbeugung vor solchen
Stichen, z. B. mit Insektengittern an Fenstern, Repellents o. ä. spielt
sicher eine große Rolle, um die Kinder zu schützen.

Personen, die nur mit einer verstärkten Lokalreaktion auf Stiche von
Wespen, Bienen, Hornissen oder Hummeln reagiert haben, haben kein erhöhtes
Risiko für Anaphylaxien bei erneutem Stich und bedürfen daher keiner
weiteren allergologischen Abklärung. Auch brauchen sie keine
Notfallmedikamente.

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