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Zi-Dashboard zu häufigen chronischen Krankheiten online

Neues Informationssystem blickt kompakt und anschaulich auf große
Volkskrankheiten // Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krankheiten
der Atemwege 2015-2021 im Fokus

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat heute ein
neues Dashboard online gestellt, mit dem die Häufigkeit von sechs
ausgewählten chronischen Erkrankungen in der Bevölkerung in Deutschland
für die Jahre 2015 bis 2021 visualisiert wird. Im Fokus stehen die großen
Volkskrankheiten Asthma bronchiale, Chronisch obstruktive Lungenkrankheit
(COPD), Diabetes Mellitus, Herzinsuffizienz, Hypertonie (Bluthochdruck)
und die Koronare Herzkrankheit, die bisher in Einzelstudien im
Versorgungsatlas untersucht wurden. Das Dashboard
(https://www.versorgungsatlas.de/versorgungsatlas-dashboard-haeufige-
chronische-krankheiten
) stellt die bundesweiten Prävalenztrends im
Zeitverlauf sowie für 2021 nach Geschlecht und Altersgruppen differenziert
dar. Zudem umfasst die Datenvisualisierung auch die regionale
Diagnoseprävalenz nach den Bereichen der 17 Kassenärztlichen
Vereinigungen. Die Darstellung wird jährlich fortgeschrieben, sobald die
vertragsärztlichen Abrechnungsdaten zur Auswertung vorliegen. Die
Datenvisualisierung basiert auf bundesweiten pseudonymisierten,
krankenkassenübergreifenden vertragsärztlichen Abrechnungsdaten gemäß §
295 SGB V der Jahre 2015 bis 2021.

„Chronische Krankheiten zählen heute in den Industriestaaten und zunehmend
auch in weniger wohlhabenden Ländern zu den häufigsten und
gesundheitsökonomisch bedeutsamsten Gesundheitsproblemen. Insbesondere
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Lungenerkrankungen, psychische
Störungen und Diabetes mellitus sind weit verbreitet und beeinflussen
Lebensqualität, Arbeitsfähigkeit und Sterblichkeit. Der medizinische
Fortschritt und der demographische Wandel führen dazu, dass die Zahl
chronisch erkrankter Patientinnen und Patienten stark zunimmt,
insbesondere im höheren Alter“, sagte der Zi-Vorstandsvorsitzende Dr.
Dominik von Stillfried.

„So sind in der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen bereits 48,8 Prozent
der gesetzlich versicherten Frauen mit der Diagnose Bluthochdruck in
vertragsärztlicher Behandlung. Unter den Männern sind es 54,3 Prozent. In
der Gruppe der 70- bis 79-Jährigen sind schon 67,2 Prozent der Frauen und
69,5 Prozent der Männer an Hypertonie erkrankt. Und unter den 80- bis
89-Jährigen sind es sogar 79,1 bzw. 78,1 Prozent. Während der Anteil der
Versicherten mit Koronarer Herzkrankheit von 6,3 Prozent im Jahr 2015 auf
5,9 Prozent zurück ging, beobachten wir für Hypertonie, Diabetes,
Herzinsuffizienz und COPD im Zeitverlauf weitgehend unveränderte
Prävalenzwerte“, machte der Zi-Vorstandsvorsitzende deutlich. Einzig für
Asthma wiesen die Zahlen auf einen deutlichen Anstieg der Prävalenz hin:
Der Anteil der betroffenen Versicherten sei von 5,5 Prozent im Jahr 2015
auf 6,2 Prozent 2021 gestiegen. Das entspricht einer Zunahme von insgesamt
16,3 Prozent.

„Unser neues Dashboard erlaubt einen kompakten und anschaulichen Blick auf
diese wachsende Krankheitslast, die die Gesundheitssysteme weltweit vor
große Herausforderungen stellt. Zu jedem dargestellten Krankheitsbild
bieten wir ein kompaktes fact sheet zum Download an, auf dem neben der
Datenbasis und der detaillierten Prävalenzschätzung die Ergebnisse noch
einmal kompakt zusammengefasst werden. Abgerundet wird das Ganze durch
einen Ausblick auf die themenverwandten Berichte und Publikationen des
Versorgungsatlas-Teams – ein echter Mehrwert für den ersten Datenblick der
Versorgungsforschung auf die großen Volkskankheiten“, so von Stillfried
abschließend.

Diese Meldung finden Sie auch hier: https://www.zi.de/das-zi/medien
/medieninformationen-und-statements/detailansicht/neues-

informationssystem-blickt-kompakt-und-anschaulich-auf-grosse-
volkskrankheiten-herz-kreislauf-erkrankungen-diabetes-und-krankheiten-der-
atemwege-2015-2021-im-fokus

  • Aufrufe: 39

Live-Musik und Poetry auf dem Mehmet-Kubaşık-Platz

Wer: AStA & Hochschule vor Ort (FH Dortmund) und Quartiersmanagement Nordstadt

Was: Buntes Event für Vielfalt, Respekt und Toleranz

Wann: Freitag, 14. Juli, 17 bis 21 Uhr

Wo: Mehmet-Kubaşık-Platz, 44145 Dortmund

 

Für Vielfalt, Respekt und Toleranz wirbt ein buntes Event auf dem Mehmet-Kubaşık-Platz in der Dortmunder Nordstadt, um das Miteinander zu stärken. Auf dem Programm stehen am Freitag, 14. Juli, von 17 bis 21 Uhr unter anderem Live-Musik und Poetry.

 

Der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA) und die „Hochschule vor Ort“ der FH Dortmund organisieren die öffentliche Veranstaltung zusammen mit dem Quartiersmanagement Nordstadt. Für Musik sorgen auf einer Bühne die Sängerin Hannah Wetter und der Gitarrist Jean-Michel Kellermann. Das Essener Duo tritt im Wechsel auf mit Alina Schmolke und Max Raths aus Düsseldorf, die Poetry-Beiträge beisteuern. Mitmachaktionen für Kinder bereitet der Familienservice der FH Dortmund vor. Freuen dürfen sich die Besucher*innen außerdem neben Gratis-Kaffee auch auf Infostände.

 

Der Platz als Veranstaltungsort zwischen Münster- und Mallinckrodtstraße trägt seit 2019 den Namen von Mehmet Kubaşık, der 2006 von Mitgliedern einer rechtsextremen Terrorzelle, des sogenannten National-Sozialistischen Untergrunds (NSU), ermordet wurde.

 

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Herztod-Risiko bei jungen Menschen: Ärztinnen und Ärzte sollten auf diese Warnhinweise achten

Haus- und Allgemeinärzte können für Risikopatienten für plötzlichen
Herztod erste Anlaufstellen bei Gesundheitsproblemen sein und sind somit
Weichensteller für die Spezialversorgung

Der plötzliche Herztod ist mit jährlich über 65.000 Verstorbenen die
häufigste Todesursache außerhalb von Krankenhäusern in Deutschland. Bei
einem Großteil der Betroffenen bestand eine langjährige Erkrankung der
Herzkranzgefäße, die koronare Herzkrankheit (KHK). Weil die KHK als
häufigste Risikokrankheit des plötzlichen Herztods meistens erst bei
älteren Menschen konkret in Erscheinung tritt, nehmen viele Menschen den
plötzlichen Herztod und seine Ursachen eher als ein Problem des Alters
wahr. „Allerdings kommt es auch bei jungen sportlichen Menschen unter 40
Jahren – wenn auch selten – zu einem plötzlichen Herztod“, sagt
Herzspezialist Prof. Dr. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der
Deutschen Herzstiftung. Viele dieser Todesfälle in jungen Jahren ließen
sich vermeiden, wenn die Betroffenen und ihre Familien, etwa bei einer
erblichen Vorbelastung, über ihr Risiko für den „Sekundentod“ Bescheid
wüssten und sich in medizinischer Betreuung befänden. „Leider wissen nur
viele dieser betroffenen Familien nicht, dass auch sie sich untersuchen
lassen sollten. Für Angehörige von Betroffenen kann dieses Wissensdefizit
ebenfalls fatale Folge haben“, betont Prof. Dr. Silke Kauferstein,
Leiterin des Zentrums für plötzlichen Herztod und familiäre
Arrhythmiesyndrome am Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums
Frankfurt am Main.

Aufklärungskampagne adressiert auch Ärztinnen und Ärzte
Mit der Initiative „Gemeinsam gegen den plötzlichen Herztod“ haben die
Deutsche Herzstiftung, das Zentrum für plötzlichen Herztod und familiäre
Arrhythmiesyndrome am Universitätsklinikum Frankfurt und die Sportmedizin
Saarbrücken/Universität des Saarlandes jetzt eine Aufklärungskampagne
gestartet. Sie machen auf Informationsangebote für Betroffene und auf
Spezialambulanzen mit Diagnose-, Therapie- und Präventionsangeboten unter
https://herzstiftung.de/junge-herzen-retten aufmerksam.
Adressaten der Kampagne sind darüber hinaus Haus- und Allgemeinärzte sowie
Internisten. Ziel ist es, auch sie für diese Patientengruppe und die
klassischen Vorboten eines plötzlichen Herztods zu sensibilisieren und
zugleich die Informationen darüber an ihre Patienten weiterzugeben. Die
Initiative bietet für Arztpraxen, Kliniken und Apotheken ein kostenfreies
Info-Paket mit Plakaten und Postkarten zur Auslage an. Es kann über die
Kampagnenseite im Internet, per Telefon unter 069 955128-400 oder per Mail
unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. (Stichwort: „Info-Paket gemeinsam gegen
plötzlichen Herztod“) bestellt werden.

Auf Warnsignale für ein Herztod-Risiko in jungen Jahren achten
In etwa 40 Prozent der Fälle sind die Betroffenen eines plötzlichen
Herztodes im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Im Alter von eins bis 40
Jahren kommt es schätzungsweise zu jährlich 1.000 bis 2.000 Todesfällen
durch plötzlichen Herztod in Deutschland – bei hoher Dunkelziffer. Prof.
Kauferstein und der Herzstiftungs-Vorsitzende Prof. Voigtländer fordern
deshalb mehr Aufklärung in der Bevölkerung – und auch unter
niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten. „Der plötzliche Herztod bei jungen,
scheinbar gesunden Menschen erscheint zwar oft als das erste Anzeichen der
zugrundeliegenden Erkrankung am Herzen, weil diese lange ohne eindeutige
Beschwerden verlaufen können“, erläutert Prof. Kauferstein. „Allerdings
sehen wir bei unseren detaillierten Untersuchungen von plötzlichen
Herztodesfällen durchaus Warnsignale, die oftmals verkannt wurden.“
Medizinerinnen und Mediziner sollten daher auf die folgenden Warnsignale
achten:

- Kurze Bewusstlosigkeiten (Synkopen), besonders bei spezifischen
Auslösern wie Stress, schriller Wecker, sportlicher Belastung
- Krampfanfälle ohne eindeutig pathologische Befunde (z. B. Epilepsie)
einer Elektroenzephalographie (EEG)
- plötzliche ungeklärte Todesfälle in jungen Jahren in der Familie
- plötzlicher unerwarteter Tod im Wasser
- nicht erklärbarer Autounfall (auch bei bekannter Epilepsie)
- Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und/oder Herzschrittmacherpflichtigkeit
vor dem 50. Lebensjahr

„Wer beispielsweise ohne erkennbaren Grund einfach so auf dem Weg zum
Supermarkt in Ohnmacht fällt, sollte diesen Ohnmachtsanfall beim Arzt
abklären lassen“, betont Prof. Kauferstein im Herzstiftungs-Podcast zu
diesem Thema. Dieser ist zu hören unter https://herzstiftung.de/junge-
herzen-retten

„Aufgrund möglicher erblicher Komponenten, die diese lebensgefährlichen
Herzereignisse begünstigen, müssen wir potenzielle Risikogruppen – allen
voran Angehörige, die in der Familie bereits einen jungen Menschen mit
einem plötzlichen Herztod haben – für diese Thematik sensibilisieren“, so
Prof. Kauferstein. Denn das kann auch Geschwister oder die Eltern selbst
schützen.

Was führt am häufigsten zum plötzlichen Herztod im jungen Alter?
Ursachen des Herztodes im jungen Alter sind neben angeborenen Herzfehlern
sowie Veränderungen der Herzkranzgefäße (Koronaranomalien) und
Herzmuskelentzündung (Myokarditis) vor allem genetisch bedingte
Herzerkrankungen. Genvarianten zählen zu den häufigsten Ursachen des
plötzlichen Herztods im jungen Alter. Zugleich stellen sie einen großen
Anteil an plötzlichen Herztodesfällen, die trotz Obduktion ungeklärt
bleiben: immerhin 40 Prozent der Herztodesfälle bei den 1- bis
40-Jährigen. Diese Fälle werden auch „Sudden Arrhythmic Death Syndrome“
(SADS) genannt. Hinter SDAS können sich Genvarianten verbergen, die zu
elektrischen Herzerkrankungen, so genannten Ionenkanalerkrankungen, mit
Potenzial für bösartige Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern führen
(z. B. Long-QT- und Brugada-Syndrom, katecholaminerge polymorphe
ventrikuläre Tachykardie, kurz: CPVT). Andere Genvarianten können aber
auch zu strukturellen Veränderungen des Herzmuskels (Kardiomyopathien)
führen wie beispielsweise der arrhythmogenen rechtsventrikulären
Kardiomyopathie (ARVC).

Familienangehörige potenzielle Risikopatienten: Untersuchungen können
schützen
Bei ungeklärten plötzlichen Herztodesfällen in jungen Jahren – hierzu
können auch der Tod im Schlaf oder der unerklärbare plötzliche Tod im
Wasser zählen – wird eine Untersuchung der Verstorbenen inklusive
postmortaler Gendiagnostik empfohlen. Auch die Untersuchung der
Angehörigen in direktem Verwandtschaftsverhältnis wird dringend empfohlen.
Die betroffenen Familien können sich dazu an eine eigens dafür
eingerichtete Spezialambulanz wenden, wo bei ihnen selbst eine
kardiologische und gegebenenfalls genetische Untersuchung im Hinblick auf
ein Risiko für einen plötzlichen Herztod erfolgt. Das Frankfurter Zentrum
für plötzlichen Herztod ist eine solche Anlaufstelle für Betroffene.
„Familienangehörige sind potenzielle Risikopatienten, weil die genetisch
bedingten Herzerkrankungen häufig mit einem 50-prozentigen Risiko für
Angehörige ersten Grades einhergehen, selbst Träger der Genveränderung zu
sein“, erklärt die Molekularbiologin Kauferstein. Eine kardiologische
Untersuchung dieser Verwandten ersten Grades „kann daher Hinweise
erbringen, die zur Prävention des plötzlichen Herztodes oder von anderen
lebensbedrohlichen Herzereignissen beitragen“. Denn viele dieser
Erkrankungen sind gut behandelbar bzw. es gibt Vorsichtsmaßnahmen.
(wi)

Info-Service

Aufklärungskampagne der Initiative „Gemeinsam gegen den plötzlichen
Herztod“
Zahlreiche Informationen für betroffene Familien, medizinische Fachkreise
und Interessierte bietet die Initiative „Gemeinsam gegen den plötzlichen
Herztod“ der Deutschen Herzstiftung, des Zentrums für plötzlichen Herztod
und familiäre Arrhythmiesyndrome und der Sportmedizin Saarbrücken auf der
Landing Page unter https://herzstiftung.de/junge-herzen-retten

Ärzte-Infopaket
Für Arztpraxen, Kliniken und Apotheken stellt die Initiative daher ein
kostenfreies Info-Paket mit Plakaten und Postkarten zur Auslage zur
Verfügung. Es kann per Telefon unter 069 955128-400 oder per Mail unter
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. (Stichwort: „Info-Paket gemeinsam gegen
plötzlichen Herztod“) bestellt werden.

Herzstiftungs-Podcast über den plötzlichen Herztod bei jungen Menschen:
Der Podcast „Herzstillstand bei Teenagern – Schicksal oder vermeidbar?“
mit der Molekularbiologin und Rechtsmedizinerin Prof. Dr. Silke
Kauferstein (Universitätsklinikum Frankfurt am Main) ist abrufbar unter
https://herzstiftung.de/service-und-aktuelles/podcasts/herzstillstand-
teenager

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Inklusive und gesunde Ernährungssysteme in Städten

Projektpartner von FUSILLI tauschten sich in Turin aus. FUSILLI wird von
der  EU mit insgesamt 12,8 Millionen Euro von 2021 bis 2024 gefördert. Im
Zentrum steht die Transformation von Ernährungssystemen in 12 Städten hin
zu mehr Nachhaltigkeit. Daran beteiligen sich die Städte Athen, Castelo
Branco, Differdange, Kharkiv, Kolding, Nilufer, Oslo, Rijeka, Rom, San
Sebastián, Tampere und Turin.

Mehr als 30 Partner aus 13 europäischen Ländern trafen sich vom 26. bis
28. Juni 2023 in Turin, Italien um über nachhaltige, inklusive und gesunde
Ernährungssysteme in Städten zu diskutieren. Das Treffen fand im Rahmen
des von der EU finanzierten Projekts FUSILLI statt. Die Projektpartner
nutzten die Gelegenheit,  um die lokalen Projektaktivitäten in Turin
kennenzulernen.

Das Steinbeis Europa Zentrum ist als einziger deutscher Partner im
Konsortium. Es sorgt dafür, dass die Lernerfahrungen aus den
Projektaktivitäten, die wissenschaftlichen Erkenntnisse und die
politischen Empfehlungen international verbreitet werden. Darüber
verantwortet es im Projekt das Innovationsmanagement und sorgt dafür, dass
im Projekt entstandene Produkte, Dienstleistungen und Ressourcen
mittelfristig den Markt erreichen und nach dem Projektende weiter
bestehen.

FUSILLI wird von der  EU mit insgesamt 12,8 Millionen Euro von 2021 bis
2024 gefördert. Im Zentrum steht die Transformation von Ernährungssystemen
in 12 Städten hin zu mehr Nachhaltigkeit. Daran beteiligen sich die Städte
Athen, Castelo Branco, Differdange, Kharkiv, Kolding, Nilufer, Oslo,
Rijeka, Rom, San Sebastián, Tampere und Turin. Diese Städte sind die
Hauptakteure des Projekts, indem sie innovative Maßnahmen entlang der
gesamten Lebensmittelkette (Produktion und Verarbeitung, Verteilung und
Logistik, Konsum, Lebensmittelverschwendung sowie Governance) in
sogenannten Living Labs umsetzen. Die Forschungspartner im FUSILLI
begleiten den Transformationsprozess und bewerten die Aktivitäten. Die
gewonnenen Erkenntnisse werden international geteilt, um andere Städte
dazu zu motivieren, besonders erfolgreiche Aktivitäten zu übernehmen.
Die Voraussetzungen zur Transformation der urbanen Ernährungssysteme sind
in jeder Stadt unterschiedlich. Die Projektpartner treffen sich alle 6
Monate in einer der Projektstädte, um ihre Aktivitäten abzustimmen,
Workshops durchzuführen, Allianzen zu schmieden, aber vor allem das lokale
Ökosystem und die Interessengruppen und Akteure der jeweiligen Stadt
kennenzulernen, die das Projektmeeting ausrichtet.

Im Juni 2023hatte die Stadt Turin die Möglichkeit, sich dem Konsortium
vorzustellen. Eine Vielzahl lokaler Partner von der Forschung bis hin zu
sozialen Initiativen trug zum Programm bei: unter anderem die Universität
Turin, die einen sogenannten „Food-Atlas“ für die Stadt entwickelt und
regelmäßig Food Metrics Reports veröffentlicht; die Universität für
Gastronomische Wissenschaften Pollenzo, die zirkuläre Modelle für
Lebensmittel entwickelt; das PUNTO al cibo Network, das eine
Schlüsselrolle bei der Vernetzung der Akteure des Turiner
Ernährungssystems spielt; die NGO Fondazione Mirafiori, die gemeinsam mit
und für die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Mirafiori neue
Lebensmittelprodukte und -dienstleistungen entwickelt; Orti Generali, das
einen enormen Grünraum für Urban Gardening, soziale und
Bildungsaktivitäten rund um das Thema Biodiversität für seinen Stadtteil
bietet; RePoPP, ein Projekt, das sich der Reduzierung von
Lebensmittelverschwendung am Porta Palazzo widmet - dem größten
Freiluftmarkt Europas im Herzen von Turin - und Torino City Lab, das
Innovationsprojekte in der Stadt fördert.

Die Stadtverwaltung Turin,  Hauptpartner von Turin in FUSILLI - -
organisierte ein sehr informatives dreitägiges Treffen, bei dem mehr als
50 Partner aus ganz Europa Turins vielfältige und bemerkenswerte
Bemühungen zur Verbesserung des lokalen Ernährungssystems entdecken und
dieses Wissen weit verbreiten konnten. Nun, da die Verbindungen
hergestellt sind und die FUSILLI-Partner die Möglichkeit hatten, die
Hauptakteure persönlich kennenzulernen, wird der Austausch mit Turin in
Zukunft mit Sicherheit weiter fortgesetzt.

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