Schenke Polstermöbeln ein zweites Leben Jesse-Cole Willmot Hochschule Flensburg
Im Rahmen des maritimen Kulturfestes FLENSBURG AHØJ werden die Flensburger Bürger*innen ein Wochenende lang subversive Kommunikationsorte für ein neues Miteinander erhalten.
Zu viele Polstermöbel landen jeden Monat auf dem Sperrmüll, obwohl sie noch sehr gut erhalten sind. Im Rahmen des Couch Projekts, einem Kunstprojekt von Prof. Angela Clemens, hat die Professorin für intermediales Design an der Hochschule Flensburg einige der besten Stücke gesammelt und stellt diese im Rahmen einer Installation beim maritimen Kulturfest Flensburg AHØJ von Freitag, 30.06. bis Sonntag, 02.07.2023 als Sitzgelegenheiten rund um die Hafenspitze zur Verfügung.
Durch den ungewöhnlichen Wechsel der Polstermöbel von drinnen nach draußen erhalten die Standorte eine optisch reizvolle, surreale Anmutung. Die ausgestellten Sofas und Sessel charakterisiert zudem der typische Shabby Chic / Vintage Look. Alle Objekte besitzen eine eigene Geschichte, die man auf kleinen Steckbriefen an den Polstermöbeln oder auf der Webseite der Hochschule nachlesen kann. Sämtliche Polstermöbel werden nach dem Event verschenkt und können nach vorheriger E-Mail-Reservierung am Sonntag abgeholt werden.
„Ein wesentlicher Aspekt dieser Installation ist das Hinterfragen der kulturellen Abgrenzung von dem, was wir als Deutsche tun oder eben nicht tun, sowie das Ausloten des individuellen persönlichen Empfindens hinsichtlich Wertschätzung oder Geringschätzung von Gegenständen mit Gebrauchs- und Verfallsspuren“, sagt Clemens. Ursprünglich wurde ihre Idee, Sofas nach dem Leben drinnen ein Leben draußen zu schenken, von einer Angewohnheit der Neuseeländer inspiriert, die Prof. Clemens während ihrem mehrjährigen Neuseeland-Aufenthalt porträtiert hat: Schäbig schicke, teilweise verwitterte Möbel wurden von den Neuseeländern mit auf Hausdächer, Veranden, in Gärten und an Strände genommen. Den fotografischen Rückblick gibt es deshalb parallel im Flensburger Ausstellungsraum Modul1, Rote Straße 17, zu sehen.
Öffnungszeiten der fotografischen Ausstellung: Mi, 28.06. 15:30-18:00 Uhr, Do 29.06.-So 02.07. 14:00-17:00 Uhr. Vernissage 27.06. ab 18:00 Uhr.
Wissenschaftliche Ansprechpartner: Prof. Angela Clemens, Professorin für intermediales Design +49 461 / 805-1586 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Arten der Pressemitteilung: Buntes aus der Wissenschaft
Viele Personen spielen mit dem Gedanken, sich einen GPS Tracker anzuschaffen, um Personen zu orten oder Wertgegenstände zu schützen. Auch eine Nutzung im Auto gibt es immer häufiger, denn die kleinen Geräte können weitaus mehr, als nur den aktuellen Standort lokalisieren.
Werden besten GPS Tracker kaufen möchte, steht vor einer großen Auswahl an Geräten mit unterschiedlichen Funktionen. Im Netz findet man viele Übersichten mit den unterschiedlichen Details der Tracker, worauf man genau achten sollte erfährst du hier.
Wozu GPS eingesetzt wird
Mithilfe von GPS kann man Personen, Tiere und auch Gegenstände bis auf wenige Meter genau orten. Zusätzlich ist es möglich, vollständige Bewegungsprofile zu erstellen, mit diesem Mittel können zum Beispiel Unternehmen ihr Produktivität steigern und verschiedene Abläufe optimieren.
Sportler nutzen GPS Geräte um ihre Fortschritte zu erfassen, denn der Tracker erfasst jede Bewegung und auch den Zeitraum der Aktivität. Im Nachgang kann der Nutzer in der App einsehen, wie viel Strecke er in welchem Zeitraum zurückgelegt hat. So hat er zusätzlich die Möglichkeit, seine eigenen Ziele zu überprüfen und beliebte Trainingsrouten immer wieder anzusehen.
Gleiches gilt auch für die Ortung von Personen, denn GPS Tracking eignet sich bestens zur Überwachung von kleinen Kindern und älteren Familienmitgliedern, wenn diese auf Hilfe angewiesen sind. Der integrierte Notfallknopf ermöglicht schnelle Hilfe, der aktuelle Standort der Person wird an das Endgerät gesendet.
Wer Fahrzeuge und Wertgegenstände schützen möchte, kann ein GPS Gerät daran anbringen. Innerhalb der App lassen sich somit viele Alarme einstellen, die den Schutz von Sachwerten und Fahrzeugen deutlich erhöhen. Sobald der Tracker bewegt oder entfernt wird, erhält der Nutzer eine Meldung innerhalb der App. Zusätzlich kann man die Gegenstände virtuell einzäunen und somit noch besser überwachen. Schon eine kleine Erschütterung des Gerätes reicht aus, um eine Mitteilung auszulösen.
Die entsprechenden Mitteilungen erhält man dann in der App, per SMS oder als Mail, je nach Wunsch und Einstellung.
Die Tallis Scholars beim Konzert in der Elbphilharmonie Foto Daniel Dittus
Besetzung und Programm:
The Tallis Scholars Vokalensemble
Leitung Peter Phillips
Sebastián de Vivanco Magnificat Octavi Toni / aus: Liber magnificarum Robert Parsons O bone Jesu Heinrich Isaac Tota pulchra es Sebastián de Vivanco Sicut lilium Sebastián de Vivanco Veni, dilecte mi Costanzo Festa Quam pulchra es Judith Weir Ave regina caelorum Orlando di Lasso Ave regina caelorum Francis Poulenc Salve regina William Cornysh Salve Regina
Manchmal fragt man sich schon, was diese Architekten denken. Vielleicht sollte man denen mal beibringen, dass halt ab und zu das Spektakuläre, das rein Ästhetische zugunsten der Funktionalität und Zweckdienlichkeit etwas in den Hintergrund gehörte.
Fehlende Aufsichtspflicht der Budgetverantwortlichen
Es wäre doch auch die Pflicht der Budgetverantwortlichen, falls für die Renovierung, den Bau der Objekte zum Teil, oder ganz, öffentliche Mittel aufgewendet werden, die entsprechenden Pflichten, Auflagen im Vertrag besonders zu vermerken und auch zu kontrollieren, gegebenenfalls einzuschreiten.
Zürcher Tonhalle als Negativbeispiel
Tonhalle Zürich rosser Konzertsaal
So sind in der Tonhalle in Zürich, bei Renovationskosten (2017 – 2020) von 175 Millionen Franken grad mal ca. ein Dutzend Damentoiletten vorhanden. Das mag ja gereicht haben, als im Jahre 1895 Johannes Brahms bei der Eröffnung am 19. Oktober 1895 das erste Konzert, unter anderem mit einem eigenen Werk dirigierte. Damals waren die meisten Besucherinnen wohl aus der Stadt und konnten teilweise in der Konzertpause das stille Örtchen in ihrem Zürcher Zuhause aufsuchen und benutzen.
Insgesamt umfasst der Saal neu 1430 Plätze, 116 weniger als vor dem Umbau.
Man kann annehmen, dass etwa die Hälfte der Konzertbesucher*innen dem weiblichen Geschlecht zuzuordnen sind und 12 WCs für ungefähr 700 Personen wohl kaum ausreichend sind.
Hier die Antwort, wieso ich das in einem Konzertbericht schreibe.
Obwohl Schweizer, also Angehöriger eines Berg – oder zumindest Alpenvolkes bin ich mir Bergsteigen, dazu noch in einem Konzertsaal, überhaupt nicht gewohnt, da dessen auch nicht mächtig und auch nicht schwindelfrei.
Da ist es auch nicht unbedingt tröstlich zu sehen, da nicht alle Besuchenden im Teenager – oder Twen Alter, dass auch andere mehr als Mühe haben, ohne Seil und Steigeisen, sich auf den Rängen zu bewegen und ihre Plätze zu erreichen.Einmal mehr ärgerte ich mich über die, als Zuschauertribünen deklarierten Steilrampen im großen Konzertsaal in der, zugegebenermaßen, wunderschönen Elbphilharmonie in Hamburg, deren Bau am Ende mit rund 866 Millionen Euro etwas mehr als das 11,24-fache der mit ursprünglich 77 Millionen Euro geplanten Summe zu Buche schlug, also fast eine Milliarde, eigentlich unvorstellbar, aber dann auch so Besucher unfreundlich.
Inklusion heute ein ganz großes Thema, nicht so in der Elphi
Blick aif Hamburg vom 15. Stock der Elbphilharmonie
Besonders in den heutigen Zeiten, wo doch überall Inklusion ein großes Thema ist man damit sogar wirbt um sich ein positives Image zu erschaffen, wäre es doch nicht mehr als angebracht und selbstverständlich, dass man dieser wichtigen Angelegenheit, die, zumindest in der Schweiz, sogar in der Verfassung festgeschrieben ist, Rechnung trägt und so wenigstens Minimalstandards einhält.
Wenn Du nicht grad Tickets in der teuersten Kategorie, also Parterre hast und in den oberen Stockwerken kein Ticket in Reihe 6, 5 geht auch noch, ist äußerste Vorsicht angebracht, vor allem für Personen, die nicht mehr so trittsicher sind und auch für solche, die nicht mehr ganz gut sehen.
Die einzelnen Reihen, nur über sehr steil angeordnete Stufen erreichbar, sind nicht mit durchgehendem Handlauf versehen, sodass teilweise ein (relativ gefährliches) B balancieren von Reihe zu Reihe vonnöten ist. Wenn Du Glück hast, stellt Dir ein anderer, hilfsbereiter, Besucher kurz seine Schulter zum Abstützen zur Verfügung, bis Du sicher an Deinem Platz angekommen bist.
Zum Konzert der britischen Vokalartist*innen
Tallis Scholar in der Elbphilharmonie
Seit ihrer Gründung vor genau 50 Jahren bilden die britischen Tallis Scholars eines der weltweit führenden Vokalensembles für Renaissance- und geistliche A-cappella-Musik. Die Tallis Scholars sind eine Ikone der Alten Musik. Gegründet vor 50 Jahren und bekannt für ihre Interpretationen des Renaissance-Repertoires. Mit dem waren sie jetzt auch in der Elbphilharmonie zu Gast – und gaben dem Konzert eine beinahe mystische Aura.
Elbphilharmonie: Diese Liebe war leider ein bisschen zu kühl
Tallis Scholars mit Leiter Peter Philipps
Sechs Sängerinnen und vier Sänger standen da auf der Bühne im Großen Saal, stimmungsvoll ausgeleuchtet. Die Musik von Komponisten wie Sebastián de Vivanco oder Heinrich Isaac schien fast wie von selbst zu fließen. Dirigent Peter Phillips brauchte nur ein paar kleine Gesten, mehr nicht. Unterstützt von der kristallinen Akustik, verströmte das Ensemble den typischen Tallis-Sound: Er hat eine fast schon schmerzliche Klarheit. Mit Akkorden, die den Raum sirren lassen. Mit einer unglaublichen Transparenz. Und mit einem hellen, vibrato losen Strahl der Soprane, der manchmal wie ein vokales Laserschwert durch die Luft schneidet und auf dem Trommelfell kitzelt.
Peter Phillips Leitung der Tallis Scholars
Das klingt wie ein Konzentrat der britischen Chortradition. Allein, es passte nur so halb zum Programm. Für den Themenschwerpunkt „Liebe“ beim Internationalen Musikfest hatten die Tallis Scholars einige Hohelied-Motetten ins Zentrum gerückt. Also Vertonungen jener König Salomo zugeschriebenen Texte aus dem Alten Testament, die von den Wonnen der Liebe schmachten und dabei auch erotische Bilder und Metaphern nutzen.
Da nicht ein ausgewiesener Chormusikkenner, diesem Genre auch nicht grad besonders zugeneigt, geniesse ich diese Art Musik lieber in Kathedralen, Klöstern oder anderen Kirchen, Locations, die sich für sakrale Musik besser eignen, als ein relativ nüchterner Konzertsaal.
Trotz allem ist der Besuch eines Events in der Hamburger Elbphilharmonie immer ein ganz besonderes Ereignis und ich verbinde dies auch immer mit dem, für mich stimmigen Rahmenprogramm in Form der Anreise per Fähre ab den Landungsbrücken und einem gepflegten Nachtessen in www.carls-brasserie.de vis a vis des monumentalen Herzog – de Meuron Baus vor dem Konzert.
Mit der Diskussionsrunde endet die Ruperto Carola Ringvorlesung im Sommersemester
Welche Bedeutung hat Kulturerbe für die Gegenwart und welche Relevanz kann es in der Zukunft haben? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion, bei der Vertreter der Kulturwissenschaften auf Gesprächspartner aus der Praxis treffen. Auf dem Podium vertreten sind unter anderem der Hip-Hop-Pionier Frederik „Torch“ Hahn, Bryan Vit vom Heidelberger Hip-Hop-Archiv, Sabine Lutkat von der Europäischen Märchengesellschaft und Dr. Marlen Meißner von der Deutschen UNESCO- Kommission. Zu der Diskussionsrunde „Immaterielles Erbe – eine Zukunftsressource?“ lädt die Universität Heidelberg am Mittwoch, 12. Juli 2023, ein. Sie findet in der Aula der Alten Universität statt und beginnt um 18.15 Uhr.
Die Podiumsdiskussion bildet den Abschluss der Ruperto Carola Ringvorlesung mit dem Titel „Immaterielles Erbe – eine Zukunftsressource?“, die die Universität Heidelberg im Sommersemester veranstaltet hat. Hintergrund der Reihe war das vor 20 Jahren geschlossene Übereinkommen, mit dem sich die UNESCO für den Kulturerbe-Schutz einsetzt. In der abschließenden Diskussionsrunde sollen noch einmal zentrale Thesen und Themen der insgesamt zehn Vorträge zur Sprache kommen. Mit Torch, Bryan Vit, Sabine Lutkat und Marlen Meißner diskutieren die Heidelberger Sinologin Prof. Dr. Barbara Mittler, der Freiburger Ethnologe Prof. Dr. Markus Tauschek und der Heidelberger Germanist Prof. Dr. Dirk Werle. Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Thomas Schmitt, Wissenschaftler am Heidelberg Center for Cultural Heritage (HCCH), der in die Konzeption der Ringvorlesung eingebunden war.
Die Ruperto Carola Ringvorlesung ist Teil eines Konzepts von Fokusthemen. Damit will die Universität Heidelberg zweimal jährlich gesellschaftlich relevante Forschungsfragen in unterschiedlichen Formaten an die breite Öffentlichkeit herantragen. In der Ringvorlesung „Immaterielles Erbe – eine Zukunftsressource?“ zum Fokusthema ANFANG & ENDE beschäftigten sich die Referentinnen und Referenten aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven mit der Bedeutung des Kulturerbe-Schutzes in Gegenwart und Zukunft.
Aufzeichnungen der Veranstaltungen sind abrufbar auf heiONLINE, dem zentralen Portal der Universität Heidelberg mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Veranstaltungen in digitalen Formaten.