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Der Preis hochwertiger Nachrichten

Wie mit Online-Journalismus Geld verdienen? Eine neue LMU-Studie zeigt,
was die Zahlungsbereitschaft erhöht. Interview mit den Studienautoren.

Professor Neil Thurman und Dr. Bartosz Wilczek forschen am Institut für
Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU. Ihre Arbeit
konzentriert sich auf die Veränderungen in der Nachrichtenproduktion und
-nutzung durch das Internet oder Künstliche Intelligenz.
Befindet sich der Journalismus derzeit in einer Krise?
Bartosz Wilczek: Wir können eindeutig einen Rückgang bestimmter
Einnahmequellen beobachten, insbesondere bei den Zeitungsunternehmen,
deren Umsätze im Printbereich zunehmend schrumpfen. Online-Werbung erweist
sich für die Finanzierung digitaler Inhalte nicht als effektiv. Die
sinkenden Einnahmen der Zeitungsverlage bedeuten, dass weniger Mittel für
die Erstellung von Nachrichteninhalten zur Verfügung stehen. Themen, über
die früher berichtet wurde, werden nun nicht mehr abgedeckt. In einigen
Bereichen wird von "Nachrichtenwüsten" gesprochen.
Neil Thurman: Außerdem konsumieren die Menschen Online-Inhalte anders als
gedruckte Zeitungsartikel. In der Vergangenheit verbrachte man deutlich
mehr Zeit damit, Nachrichteninhalte in gedruckter Form zu lesen.
Inzwischen beschäftigen sich die Leser von Online-Zeitungen im
Durchschnitt nur noch wenige Minuten pro Monat mit solchen Artikeln. Ein
Grund für diese Verschiebung ist die große Fülle alternativer Inhalte, die
online verfügbar sind. Dass könnte zur Folge haben, dass die Bevölkerung
insgesamt weniger gut über Themen informiert ist.
Die großen Technologieunternehmen haben bei der Online-Werbung ganz klar
die Nase vorn. Derzeit erzielen Facebook und Google jeweils mehr Umsatz
mit Online-Werbung als alle Zeitungen, Zeitschriften, Radiosender und
Kinos der Welt zusammen. Diese Newcomer haben einen klaren Größenvorteil
und verfügen über umfangreiche Nutzerdaten, was es für die Zeitungsverlage
schwierig macht, mit ihnen zu konkurrieren. Außerdem ist die Bereitschaft,
Zeitungen in digitaler Form zu abonnieren, geringer als bei den gedruckten
Ausgaben. Derzeit erkennen Zeitungsunternehmen die Notwendigkeit, sich
weniger auf Online-Werbeeinnahmen zu verlassen und sich stattdessen auf
Online-Abonnements zu konzentrieren.
Warum sind Menschen weniger bereit für Online-Nachrichten zu bezahlen als
für die Print-Version?
Wilczek: Für gedruckte Zeitungen musste man schon immer bezahlen. Das
Internet hingegen versprach von Anfang an kostenlose Inhalte. Diese
"Gratis-Mentalität“ macht eine Veränderung des Systems hin zu bezahlten
Inhalten zu einer Herausforderung. Der Übergang von einem Nulltarif zu
einem Preis ist immer schwierig.
Thurman: Außerdem erhält man beim Kauf einer gedruckten Zeitung etwas
Physisches und das macht psychologisch einen Unterschied. Ein weiterer
Punkt, den es zu berücksichtigen gilt, ist, wie unkompliziert der
Bezahlvorgang ist. Während es relativ einfach ist, Mikrozahlungen für
Produkte von großen Online-Händlern zu tätigen, ist es vergleichsweise
umständlich, eine Zeitung online zu abonnieren.
Welche Ansätze gibt es für die Finanzierung von Online-Journalismus?
Thurman: Es gibt im Wesentlichen vier Finanzierungsmöglichkeiten für
Online-Nachrichten. Die erste besteht darin, dass die Nutzer ein
Abonnement abschließen, wobei der Zugang durch eine Paywall eingeschränkt
wird, die nur durch eine Zahlung umgangen werden kann. Zweitens gibt es
die Möglichkeit Werbung zu schalten. Einige Websites leben ausschließlich
von Werbeeinnahmen, müssen dafür aber eine große Zahl von Nutzern
erreichen. Dazu ist es oft erforderlich, große Mengen an massentauglichen
Inhalten zu produzieren. Eine dritte Finanzierungsmethode sind
spendenbasierte Modelle, bei denen die Besucher nicht zur Zahlung
gezwungen, sondern stattdessen um Spenden gebeten werden. Schließlich gibt
es Websites, die sich durch Philanthropie finanzieren: Stiftungen,
Crowdfunding oder wohlhabende Einzelpersonen übernehmen die Kosten für die
Inhalte. Viele Plattformen kombinieren diese verschiedenen Methoden.
In Deutschland gibt es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, bei dem die
Gesellschaft kollektiv für Nachrichten bezahlt. Gibt es das auch in
anderen Ländern?
Thurman: Ja, beispielsweise im Vereinigten Königreich. Die BBC finanziert
ihre Nachrichten-Website durch Fernsehlizenzen. In der Zeitungsindustrie
sieht man so etwas jedoch oft als unfairen Wettbewerb an. In Deutschland
haben die Zeitungsverlage durchgesetzt, dass öffentlich finanzierte
Online-Artikel eine bestimmte Wortanzahl nicht überschreiten dürfen. Damit
soll der Marktanteil der Zeitungen geschützt werden.
Im Gegensatz dazu ist die Website der BBC Online News im Vereinigten
Königreich sehr innovativ und umfangreich und bietet eine breite Palette
von Inhalten, darunter auch längere Artikel und verschiedene Medienformen.
Sie erreicht damit ein großes Publikum. Die einen sehen es als großen
Vorteil, dass sie so kostenlosen, qualitativ hochwertigen und ausgewogenen
Journalismus bietet. Einige Zeitungen sind jedoch nicht gerade erfreut,
dadurch einen öffentlich finanzierten Konkurrenten zu haben.
Sie haben kürzlich eine Studie darüber durchgeführt, wie wahrscheinlich es
ist, dass Menschen für Online-Inhalte bezahlen. Was haben Sie
herausgefunden?
Wilczek: Die bisherige Forschung hat sich auf die demografischen Merkmale
konzentriert, die die Zahlungsbereitschaft für Online-Nachrichten
beeinflussen, wie Alter und Einkommen. Es wurde jedoch kaum erforscht, wie
sich Werbebotschaften auf die Bereitschaft der Menschen auswirken, für
Online-Nachrichten zu bezahlen. Unsere Studie füllt diese Lücke und
beleuchtet die Wirksamkeit verschiedener Werbebotschaften.
Wir haben uns auf die Einführung von Online-Abonnements konzentriert und
die Kommunikation im Zusammenhang mit Paywalls untersucht. Dazu haben wir
verschiedene Strategien für die Gestaltung von Abonnementseiten
analysiert, mit denen Nutzer konfrontiert werden, wenn sie auf eine
Bezahlschranke stoßen. Das Studiendesign umfasste die Untersuchung von
vier Arten von Botschaften:
Der digital-spezifische Ansatz betont die Vorteile des exklusiven Online-
Zugriffs auf Nachrichten und hebt hervor, dass die Online-Version
zusätzliche Vorteile bietet, wie zum Beispiel personalisierte Nachrichten
oder einen schnelleren Zugang zu Informationen.
Der soziale Ansatz hebt hervor, dass das Abonnement von Online-Nachrichten
die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft ermöglicht. Er betont die
Möglichkeit, sich in Online-Foren zu engagieren, Diskussionen mit anderen
Lesern zu führen und an Veranstaltungen teilzunehmen.
Der Ansatz der Preistransparenz besteht darin, die Nutzer über die
kritische Situation der Medienbranche zu informieren und die Notwendigkeit
der Einführung von Bezahlschranken zu betonen.
Der normative Ansatz betont, dass ein Abonnement unabhängigen und
objektiven Journalismus unterstützt und appelliert an altruistische Motive
der Nutzer, die über das Produkt selbst hinausgehen.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Kombination aus normativem Aspekt und
Preistransparenz die Nutzer am effektivsten motiviert. Das ist besonders
interessant, weil es darauf hindeutet, dass auch altruistische Motive für
Nutzer eine Rolle spielen. Es scheint ihnen wichtig zu sein, durch die
Bezahlung von Nachrichten einen Beitrag zum Journalismus als wichtigen
Teil der Gesellschaft zu leisten.
Wie sieht für Sie die ideale Zukunft des Journalismus aus?
Wilczek: Journalismus informiert die Menschen, sodass sie fundierte
Entscheidungen in Bezug auf wirtschaftliche und politische Fragen treffen
können. In einem idealen Szenario würde sich der Journalismus weiter
verbessern, relevant bleiben und sich an die neuesten Technologien
anpassen.
Thurman: Ich würde es sehr begrüßen, wenn der Journalismus in der Lage
wäre, sich selbst zu erhalten, sodass ein breites Spektrum an qualitativ
hochwertigen Nachrichten produziert werden kann, frei von ungebührlichem
Einfluss aus unerwünschten Quellen. Zwar können philanthropische oder
staatliche Mittel Teil des Finanzierungsmixes sein, doch bringen diese
ihre eigenen Herausforderungen mit sich. Daher ist es von entscheidender
Bedeutung, ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu finden, das weiterhin
qualitativ hochwertigen und unabhängigen Journalismus ermöglicht.

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Warum haben die meisten sozialen Organisationen Chefs? Vortrag und Gespräch über Karrierechancen von Frauen in der Sozialen Arbeit

Was? Vortrag und Gespräch zur Geschlechtergerechtigkeit in sozialen Organisationen 
Wann? Donnerstag, 13. Juli 2023, 18 Uhr 
Wo? Nordstadtgalerie, Bornstraße 142
Wie teuer? Eintritt frei

 

„Warum ist die Leitung sozialer Organisationen männlich?“ lautet der Titel der Masterarbeit, die Sozialarbeiterin Romina Maillaro in der Nordstadtgalerie der FH Dortmund am Donnerstag (13.7.) um 18 Uhr an der Bornstraße 142 vorstellt. Romina Maillaro kommt darin zu dem Ergebnis, dass Frauen auch in Organisationen, in denen viel mehr Frauen als Männer arbeiten, beruflich benachteiligt werden. In ihrem Vortrag gibt die Sozialarbeiterin fundierte Einblicke in das Thema und schildert ihre Arbeit an der Publikation. 

 

Anschließend haben alle Besucher*innen die Möglichkeit, ihre persönlichen Erfahrungen, Wünsche und Gedanken zu teilen. Die Veranstaltung mit dem Titel „Think manager, think male?“ ist Teil der Reihe „Flügge“ der Nordstadtgalerie. Einlass ist ab 17.45 Uhr, der Eintritt ist frei. 

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Bis 31. Juli bewerben: Ausschreibung Forschungsförderung Gesundheitsfachberufe

Bis zum Monatsende können sich Interessierte noch für die
Forschungsförderung im Bereich der intensiv- und notfallmedizinischen
Gesundheitsfachberufe der DIVI bewerben. Auf dem Jahreskongress DIVI23 im
Dezember vergibt die DIVI-Stiftung wieder eine Forschungsförderung in Höhe
von 5.000 Euro für klinische und wissenschaftliche Projekte von
Mitarbeitern im Gesundheitswesen, der Gesundheitsförderung, der
medizinischen Therapie und Diagnostik sowie der Rehabilitation. Die
einmalige finanziellen Zuwendung soll als Beitrag für Sachmittel und/oder
Aufwendungen zur Implementierung und Realisation von wissenschaftlichen
Aktivitäten in den Gesundheitsfachberufen dienen.

Voraussetzung

Bewerber sollten Mitglied der DIVI oder einer medizinisch-
wissenschaftlichen Gesellschaft sein, die Intensivmedizin und/oder
Notfallmedizin als einen der fachlichen Schwerpunkte ausweist bzw.
Mitglied der DIVI ist.

Über die Stipendienvergabe entscheidet ein Komitee der DIVI-Stiftung.
Der Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 31. Juli 2023.

Bewerbung einreichen

Bewerber nutzen bitte unser Online-Antragsformular für die
Forschungsförderung:
https://www.divi.de/antrag-auf-forschungsfoerderung-im-bereich-der-
intensiv-und-notfallmedizinischen-gesundheitsfachberufe

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Betroffenen mit ADHS schneller helfen – Prototyp ermöglicht digitale Behandlung per Tablet in Heimanwendung

Das Projekt NeFaH – Neurofeedbacksystem zur digitalen Therapie der
Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) in Heimanwendung –
bringt Medizin, Therapie und Technik zusammen. Gemeinsam haben das
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, die MedicalSyn GmbH, die
Teleconnect GmbH und die Carus Consilium Sachsen GmbH nun einen Prototyp
für die digitale, telemedizinische Neurofeedback-Therapie bei ADHS
entwickelt, der für die klinische Anwendung zugelassen werden soll. Diese
innovative Lösung ermöglicht eine schnelle Versorgung von Betroffenen auch
im ländlichen Raum sowie eine Therapie der Störung ohne Medikamente.

Neben medikamentösen Therapien, die in Deutschland bei etwa der Hälfte
aller von ADHS-Betroffenen angewendet werden, kommen auch nicht-
medikamentöse Therapien zum Einsatz. Eine davon ist das sogenannte
Neurofeedback – bei dem die Betroffenen Methoden lernen, die in
Situationen von Konzentrations- und Aufmerksamkeitsdefiziten helfen.

Das Problem: Neurofeedback erfordert ein hohes therapeutisches Engagement.
Vor allem im ländlichen Raum ist eine Versorgung und Therapie der
Betroffenen meist schwerer beziehungsweise langsamer möglich als in
Städten. In zahlreichen Studien hat sich die digitale Behandlung von ADHS
in Heimanwendung als kurzfristig, aber vor allem auch nach Therapieende
als dauerhaft wirksam erwiesen.
Dieser Ansatz, bei dem die Patientinnen und Patienten Übungsprogramme am
Tablet-PC oder Handy absolvieren, ist jedoch bislang technisch viel zu
aufwendig, um von den Betroffenen selbst oder von dem weniger intensiv
geschultem Personal wirksam angewendet zu werden.

Das Projekt NeFaH – Neurofeedbacksystem zur digitalen Therapie der
Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) in Heimanwendung –
setzt hier an. In den vergangenen drei Jahren haben die Projektpartner,
die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie am
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, die Carus Consilium
Sachsen (CCS) GmbH, die TeleConnect GmbH und die MedicalSyn GmbH,
gemeinsam einen Prototyp entwickelt, der den in der klinischen Routine
etablierten Ansatz des EEG-basierten Neurofeedbacks zur Behandlung von
ADHS für Patientinnen und Patienten in Heimanwendung ermöglicht. Dies
geschieht bei gleichzeitigem, individualisiertem, patientenorientiertem
Kontakt mit den jeweiligen Therapeutinnen und Therapeuten.

„Mit der innovativen, telemedizinischen Lösung haben wir nun die
Möglichkeit, mehr Betroffenen von ADHS schneller eine Therapie zur
Verfügung zu stellen, und erlangen gleichzeitig die Chance, die
Grundversorgung von Betroffenen im ländlichen Raum zu sichern“, sagt Prof.
Christian Beste, Leiter der Arbeitsgruppe Kognitive Neurophysiologie in
der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und
Direktor des Universitäts Neuropsychologie Centrums (UNC) am
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. Weiterhin sollen die
Therapeutinnen und Therapeuten durch die entwickelte NeFaH-Box und die
dadurch ermöglichte Einbindung einer telemedizinischen Datenbank-Plattform
jederzeit einen Überblick über den Therapieverlauf haben und Rückmeldung
geben können. Technisch haben die Projektpartner dabei auf das für die
Auswertung und Dokumentation bei NeFaH ohnehin eingesetzte
„MedicalDataBaseSystem – MDBS“ zurückgegriffen und dieses angepasst. Das
MDBS stellt eine aktive medizinische Datenbank und Interaktionssystematik
für die am Behandlungsprozess Beteiligten zur Verfügung. So kann nun der
Datenaustausch zwischen dem Gerät in der Heimanwendung und der Klinik
direkt und sicher, ohne Umwege, stattfinden.

Innerhalb der Projektzeit ist es zudem gelungen, wesentliche Elemente des
Neurofeedbackverfahrens in die Heimanwendung zu transportieren und dort
ebenfalls nutzbar zu machen. Neurofeedback ist eine innovative und
etablierte Form der Therapie. Sie beinhaltet Methoden, mit denen
Konzentrations- und Aufmerksamkeitsdefizite in unterschiedlichen
Situationen ausgeglichen werden können.

Patientinnen und Patienten, die diese anwenden, sind so aufmerksamer und
konzentrierter. Expertinnen und Experten empfehlen eine Anwendung für
Betroffene ab einem Alter von acht Jahren. „Neurofeedback gibt Betroffenen
die Möglichkeit, auch ohne Medikamente mit der Diagnose ADHS umzugehen.
Dabei ist es wichtig, zu betonen, dass dies nicht das Allheilmittel ist.
Neurofeedback erfordert eine gewisse Grundkonzentration und kann nicht bei
Schwersterkrankten angewendet werden“, sagt Prof. Christian Beste. Er
betont aber auch, dass das Interesse an dieser Therapieform zunimmt. Denn
immer mehr Betroffene wollen nicht mit einer dauerhaften
Medikamenteneinnahme gegen die Symptome leben. Dabei greift das Potenzial
des entwickelten Prototyps noch weiter. Die grundlegenden Prinzipien von
Neurofeedback können auch bei Zwangsstörungen oder in der Neurologie, zum
Beispiel bei der Schlaganfall-Rehabilitation, angewendet werden.

Die Projektpartner hoffen nun, dass der entwickelte Prototyp schnell in
die klinische Anwendung kommt. Dafür werden aktuell Anträge zur
Finanzierung geschrieben. „Das Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, dass
viele Partner zusammen an der Lösung eines Problems arbeiten. Bei NeFaH
haben wir erneut die Expertise aus der klinischen Praxis, von Technik und
einem großen Netzwerk in Sachsen zusammengeführt und eine Lösung für die
Betroffenen entwickelt, die die Therapie langfristig verändern soll“, sagt
Raimund Böhle, Prokurist und Projektmanager der CCS GmbH. „Die
Netzwerkarbeit im Carus Consilium Sachsen hat wiederholt Akzente gesetzt,
sie bringt Akteure zusammen und setzt den Fokus auf aktuelle Themen in der
Gesundheitsversorgung. Die Telemedizin ist nur ein wichtiger Faktor
dabei“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand am
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, zu dem die CCS GmbH als
hundertprozentige Tochter gehört.

Hintergrundinformation: Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung
Je nach Region und Untersuchungsmethode sind etwa fünf bis sieben Prozent
aller Kinder und Jugendlichen von einer Aufmerksamkeits-Defizit-
Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) betroffen. Damit handelt es sich um eine
der häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter, die je
nach Definition bei 40 bis 80 Prozent der Betroffenen auch im
Erwachsenenalter fortbesteht. Dies entspricht etwa einem Anteil von zwei
bis vier Prozent der Bevölkerung. Betroffene haben je nach Ausprägung der
ADHS verschiedenste Probleme, wie zum Beispiel längeren Gesprächen
angemessen folgen zu können und dauerhaft zielbezogen zu handeln. Zudem
handeln sie oftmals impulsiv.

Über die Medicalsyn GmbH
Die MedicalSyn GmbH ist im Jahr 2016 als Translation aus dem 2008
gegründeten Bereich eHealth des Zentrums für Klinische Neurowissenschaften
am Universitätsklinikum Dresden als eigenständiges Unternehmen
hervorgegangen. Das Kerngeschäft besteht in der Entwicklung und im Betrieb
medizinischer EDC-Systeme sowie den dazugehörigen eCRF- und
Datenbankenlösungen. In den von der MedicalSyn entwickelten und
betriebenen Datenbanken und Registersystemen werden aktuell in nationalen
und internationalen Projekten mehr als 6.000 Patienten dokumentiert.
Zusätzlich verfügt die MedicalSyn über langjährige Kompetenz in der
Entwicklung und im Betrieb tablet-basierter Befragungssysteme für
medizinisch-klinische Versorgungssituationen sowie im Rahmen klinischer
Studien. Des Weiteren betreibt die MedicalSyn Services im Bereich
Datenmanagement und Pharmakovigilanz. Dabei arbeitet die MedicalSyn GmbH
mit nationalen und internationalen Projektpartnern zusammen.

Über die Teleconnect GmbH
Als Ausgründung aus dem Institut für Nachrichtentechnik ist die
Teleconnect GmbH seit über dreißig Jahren ein Ingenieurbüro und
Dienstleister für die Auftragsentwicklung kompletter Produktentwicklungen
von der Idee bis zur Serienüberleitung und Serienbetreuung für die
drahtgebundene und optische Übertragung und die zugehörige
Signalverarbeitung (DSL, G.hn, PON und LiFi). Wir bearbeiten alle
technischen Fragestellungen, von der Konzept- und Machbarkeitsstudie bis
zum Start der Massenproduktion. Unsere Kunden sind namhafte,
internationale Unternehmen der Elektronikindustrie aus den Bereichen
Telekommunikation, Datenübertragung, Automatisierungstechnik,
Automobilelektronik und Medizintechnik. Unsere Leistungen sind
schlüsselfertige Elektronikentwicklung, Hardwaredesign und -test, Embedded
Softwareentwicklung, Industriedesign, FPGA-Programmierung und vieles mehr.
Wir sind bereit, ein schlüsselfertiges Projekt durchzuführen oder einzelne
Aufgaben für Sie zu übernehmen.

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